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Stierkampf in Portugal - was sagt ihr dazu?

Soll der Stierkampf in Portugal verboten werden?

  • ja

    Stimmen: 18 58,1%
  • nein

    Stimmen: 8 25,8%
  • egal

    Stimmen: 1 3,2%
  • weiß nicht

    Stimmen: 4 12,9%

  • Umfrageteilnehmer
    31
  • Umfrage geschlossen .
AW: Stierkampf in Portugal - was sagt ihr dazu?

ran.
Ich mach die Maus oder den Vogel dann selbst ganz schnell tot, weil die eh meist so verletzt sind, dass sie nicht überleben würden.
Dann geb ich sie den Katzen zurück.
l

Nagut Ellen, damit erlöst du die Maus vielleicht vor weiterer Todesangst aber wenn du dann die von dir getötete Maus den Katzen zurück gibst, fressen die die nicht mehr. Hab ich jedenfalls beobachtet.

LG
M
 
AW: Stierkampf in Portugal - was sagt ihr dazu?

Oi Kudu ops Maximus, ich versuch es jedenfalls immer. Inzwischen sind die Biester aber grantig mit mir und lassen mich kaum mal ran.

Ich mach die Maus oder den Vogel dann selbst ganz schnell tot, weil die eh meist so verletzt sind, dass sie nicht überleben würden.
Dann geb ich sie den Katzen zurück.
Wie gesagt, wenn ich rankomme,

Ellen


Olá Ellen,

meine Katzen haben mal eine Blaumeise auf Balkon und eine Fledermaus gefangen. Es sind reine Wohnungskatzen.

Bei der Blaumeise hatte ich nur die beiden Kater, ist schon viele Jahre her.

Die Fledermaus war diesen Sommer, morgens um vier, ich nahm sie den Katzen weg, sie rührte sich nicht, lebte aber. Äusserlich unverletzt, liess ich sie über Fenster raus. Sie erholte sich und flatterte davon.

Das ist Natur, Jagdtrieb der Katzen, die nunmal auch Raubtiere sind.

Tiere aus "Jux" zu quälen, das ist daneben, weil Menschen ja denken können, was sie da tun.

LG Claudia
 
AW: Stierkampf in Portugal - was sagt ihr dazu?

Nagut Ellen, damit erlöst du die Maus vielleicht vor weiterer Todesangst aber wenn du dann die von dir getötete Maus den Katzen zurück gibst, fressen die die nicht mehr. Hab ich jedenfalls beobachtet.

LG
M
Stimmt, aber meine Katzen fressen sie so oder so nicht, sie spielen nur damit bis sie irgendwann qualvoll verendet ist und auch noch darüber hinaus.
Dann erlöse ich die Maus oder den Vogel lieber gleich.
Ich habe kein Problem damit, zumindest ein kleines Tier selbst schnell zu töten. Aber quälen finde ich schlimm.
Ich Depp schaffe sogar eine verletzte Ringelaube zum Tierarzt, wenn sie bei uns gegen die Scheibe fliegt und es noch Hoffnung gibt, dass sie sich wieder erholen könnte.
Töten als Erlösung finde ich total in Ordnung, selbst bei Menschen (Sterbehilfe) aber sich daran zu ergötzen, wie ein Tier gequält wird, nein danke!

Ellen
 
AW: Stierkampf in Portugal - was sagt ihr dazu?

du hast aber komische Katzen, Ellen, oder du verwöhnst sie zu sehr.
Unsere bekommen normal auch genug zu fressen, aber wenn ich morgens aufsteh und zum Kühlschrank lauf wg Frühstück, liegt mehr als zu oft sowas davor:

p10107641.jpg


Ist ein verwester Rattenkopf, die schwarzen Flecken, was dadrum eine Symbiose mit den Fliesen eingegangen ist, sind auch für Katzen unverdauliche Eingeweide. Dazu gehört noch ein ca 20 cm langer Schwanz, der da ein paar Tage lang rumlag und jetzt vermutlich unter dem Kühlschrank liegt. Und noch ein paar Fellreste, mehr bleibt von so einer großen Ratte normalerweise nicht übrig. Das ganze stinkt natürlich, aber ich schau mal, wer das hier in meiner Fam. am längsten aushält. War schließlich nicht meine Idee, so viele Katzen zu halten.

LG
M
 

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AW: Stierkampf in Portugal - was sagt ihr dazu?

Oh Gott, wüüürg, wie hältst Du das denn aus?

Jetzt weiss ich, warum ich Hunde lieber habe!
 
AW: Stierkampf in Portugal - was sagt ihr dazu?

hunde haben wir auch ganz schrecklich viele. morgen mal ein paar fotos von deren ungepflegtheiten.

LG
M

Am liebsten sind mir unsere Hühner, die legen wenigstens Bioeier.
 
AW: Stierkampf in Portugal - was sagt ihr dazu?

Ich kann es kaum erwarten.

Und die Hühner? Kampfhühner wahrscheinlich...........
 
AW: Stierkampf in Portugal - was sagt ihr dazu?

Hallo!

Nochmals zurück zu dem Stierkampf.
Kai, du fragst dich, warum nicht alle empört sind, und es sogar Stierkampffans gibt und der Staat dies erlaubt.
Erstmal sind die meisten Portugiesen keine Anhänger des Stierkampfs. Frag doch mal auf der Strasse in Lissabon oder Porto jemand nach drei Namen von Stierkämpfern oder Forcados. Die wird dir höchst wahrscheinlich niemand nennen können.

Richtig gelebt wird der Stierkampf nur im Ribatejo und Alentejo - und auch da nicht überall. Aber er ist (noch) ein wichtiger Teil der Identität. So wie für einen europäischen Durchschnittsbürger das Wahlrecht. Viele wählen nicht mal, aber niemand würde auf dieses Recht verzichten wollen.

Man kann über vieles empört sein. Z.B. junge Menschen in den Irak oder nach Afghanistan zu schicken, um dort sinnlose, blutige Schlachten anzuzetteln. Das zu verbieten ist aber schwierig. Denn leider ist die demokratische Mehrzahl der Emissionsländer dafür.

Mit dem Stierkampf ist das das Gleiche. Die Mehrzahl der Portugiesen meint, dass dies zur eigenen Kultur gehört.

Wie gesagt, die Zeit schlägt gegen den Stierkampf, der langsam aber sicher als überholt angesehen wird. Aber so lange noch keine "vaga de fundo" gegen diese Tradition aufkommt, wird er als gerechtfertigt angesehen.

Grüsse RaiDitt
 
AW: Stierkampf in Portugal - was sagt ihr dazu?

Hallo Rainer (ich nehme mal an, Du heißt so ...),

Kai, du fragst dich, warum nicht alle empört sind, und es sogar Stierkampffans gibt und der Staat dies erlaubt.

versteh mich nicht falsch: Es geht mir nicht darum, meine Empörung ob der mangelnden Empörung auszudrücken. Ich habe da kein persönliches moralisches Problem. Und ich finde auch, dass die Erklärung, weil der Stier ein so stolzes Tier ist, deshalb sind manche nicht empört, wenn er er gequält wird, nicht schlüssig ist.

Es ist doch so, dass oftmals diejenigen - und ich rede hier meinetwegen auch und gerade von Ausländern - aber es gibt natürlich auch Einheimische, die das betrifft - hell empört sind, wenn Delphine abgeschlachtet werden, wenn Turnierpferde gedopt werden, wenn Hunde in Portugal an der Kette gehalten werden usw.

Nur beim Stierkampf finden sie nichts Schlimmes dabei, sondern sind im Gegenteil Anhänger.

Erstmal sind die meisten Portugiesen keine Anhänger des Stierkampfs. Frag doch mal auf der Strasse in Lissabon oder Porto jemand nach drei Namen von Stierkämpfern oder Forcados. Die wird dir höchst wahrscheinlich niemand nennen können.

das ist unerheblich für mich, weil es mir nicht darum geht, den Portugiesen irgendeinen fiesen Charakerzug nachzuweisen. Fakt ist: Stierkampf ist in bestimmten Ländern wie Portugal, Spanien, Frankreich (?) staatlich erlaubt und wird soviel besucht, dass sich das Business auch zu lohnen scheint.

Richtig gelebt wird der Stierkampf nur im Ribatejo und Alentejo - und auch da nicht überall. Aber er ist (noch) ein wichtiger Teil der Identität. So wie für einen europäischen Durchschnittsbürger das Wahlrecht. Viele wählen nicht mal, aber niemand würde auf dieses Recht verzichten wollen.

abgesehen davon, dass ich das beides nicht in einen in eins setzenden Vergleich ziehen würde - ja, der Stierkampf ist anscheinend Teil der Identität. Und er scheint aber auch solche Menschen über die Maßen zu packen, deren Teil ihrer Identität er nicht sein kann - weil sie nicht von dort sind. Ein Beispiel: - und es gibt etliche andere, etwa das und hier . Vielleicjt willst Du mir jetzt erklären, dass das ein folkloristisch-touristisches Interesse ist ... ich denke das aber weitgehend nicht.

Wir hatten im anderen Portugalforum mal vor Jahren einen ganz ähnlichen Thread, in dem ich auch ähnliche Argumente geäußert hatte. Ein weiblicher Stierkampffan gab in diesem Zusammenhang sehr mutig zu, dass der Stierkampf durchaus eine erotisierende Atmosphäre und Ausstrahlung auf sie hat.

Und das ist denke ich der Punkt.

Deshalb ist es unerheblich, ob man Tiere quält, die "dumme Hühner" sind und die stolzen Stiere ... ja, die quält man ja auch. Bei den dummen Hühner ist der öffentliche Aufschrei immer groß, bei den Stieren - naja, da regen sich eben die fanatischen Tierschützer auf.

Ich denke, dass eben vom Stierkampf eine gewalttätig-erotische Faszination ausgeht. Die allerwenigsten würden sich und schon gar nicht anderen sowas eingestehen, aber wenn man sich beispielsweise mal die "Stierkampf-Oper" Carmen anschaut, dann bekommt man eine Ahnung, was ich meine. Da brodelt etwas, was auf uns sehr anziehend sein kann. Um zu verstehen, warum man eine bestimmte Tierquälerei anziehend findet (und andere abstoßend) muss man sich meines Erachtens mit dieser Faszination befassen.

Wenn ich Soldaten in ein anderes Land schicke, stecken dahinter meines Erachtens komplett andere Motivationen, und ob man darüber empört ist oder nicht, hat andere Ursachen.

Mit dem Stierkampf ist das das Gleiche. Die Mehrzahl der Portugiesen meint, dass dies zur eigenen Kultur gehört.

ist das nicht ein Widerspruch zu Deinem ersten Statement?

Kai
 
AW: Stierkampf in Portugal - was sagt ihr dazu?

Hallo Kai,

nein, ich finde, das ist kein (richtiger) Widerspruch. Obwohl die meisten Portugiesen sich nicht für den Stierkampf interessieren, finden sie, dass er zur Nationalkultur gehört. Auch mögen die meisten den Papst und zögern keine Sekunde, sich als wahrhaftige Katholiken zu bezeichnen. Doch nur eine Minderheit besucht die Kirche oder lebt nach den Regeln des Papsts - aber da ist eben ein Zugehörigkeitsgefühl da.

Widersprüchlich sind wir alle. Das ist klar. Was alles hinter dem Stierkampf steckt, wie du erwähnst, das ist natürlich interessant. Vielleicht tauchen hier Soziologen oder Anthropologen oder ähnliche Experten auf, um darüber mehr erzählen zu können.

Grüsse

RaiDitt
 
AW: Stierkampf in Portugal - was sagt ihr dazu?

Die Forcados sind schon beeindruckend, aber ansonsten reißt mich da niemand und nichts mit, bzw. erliege ich keiner Massenpsychose.

Zum Thema lohnt sich das Nachdenken über die Annäherungstheorie.

Interessant ist auch die Fleißarbeit von zum Thema Massenhysterie.

Jeder Mensch hat doch dass Recht zu entscheiden, wo er hin geht und was er sich anschaut.
Was ist denn daran ein krankes Argument.?

Über diesen Satz habe ich lange nachgedacht. Er wäre eingebettet in ein Denken, das sich bemüht Ignoranz und Egoismus zu überwinden, stets die Ethik mit bedenkt, also auch persönliche Verantwortung beinhaltet - durchaus vertretbar.

Wo dieser Rahmen fehlt, führt diese Art zu denken wirklich in kranke Gefilde. Mit diesem kranken Denken kann dann auch die Lagerhaltung von Mensch und Tier, Krieg, Mord und Totschlag begründet werden.
 
AW: Stierkampf in Portugal - was sagt ihr dazu?

Wo dieser Rahmen fehlt, führt diese Art zu denken wirklich in kranke Gefilde. Mit diesem kranken Denken

Das geistert hier so durch die Diskussion - aber ich denke, es führt zu nichts, anderen zu attestieren, ihr Denken sei krank. Die Unterstellung ist einfach nur eine Strategie, die Diskussion abzubrechen, den anderen zu disqualifizieren und auszuschließen: von einem Kranken muss man sich nichts mehr sagen lassen. Ich würde gerne aber alle möglichen Stimmen zum Thema "Stierkampf" hören.
 
AW: Stierkampf in Portugal - was sagt ihr dazu?

hi, ich werde mir am 1.11. einen stierkampf anschauen und dann entscheiden, ob es mir gefallen hat.
 
AW: Stierkampf in Portugal - was sagt ihr dazu?

Ich bin grundsätzlich gegen Stierkämpfen. Ich bin damit aufgewachsen. Am WE konnte man regelmäßig Stierkämpfe im Fernsehen sehen, so wie es üblich mit dem Fussball. Für mich waren beide Veranstalltungen gleichen Kaliber. Ich weiss noch, als ich diese Stierkämpfen im Fernsehen gesehen habe, damals war ich noch ein Kind, war ich die einzige die alleine geklatscht hat. Schon damals, dachten alle ich habe einer an der Klatsche. Ich aplaudiertr nur wenn der Stier irgendjemand verletzt hat, je doller die Verletzung lauter würde mein Applaus. Sonst war ich sehr ruhig und wartet nur bis der Spuck vorbei war. Ich fand sowieso Menschen die auf Stierkämpfe stehen etwas merkwürdig - Sie waren/sind für mich so einer Art Wurzelseppen.
 
AW: Stierkampf in Portugal - was sagt ihr dazu?

Danke Garota, wir sind ja nicht immer einer Meinung, aber hier 100% !
 
AW: Stierkampf in Portugal - was sagt ihr dazu?

Jeder Mensch hat doch dass Recht zu entscheiden, wo er hin geht und was er sich anschaut.
Was ist denn daran ein krankes Argument.?

Aber was ist zB mit Kinderpornos? Ich finde nicht, daß jeder das Recht hat, sich anzuschauen,was er will, wenns auf kosten wehrloser geschöpfe geht. Hier muß klar der gesetzgeber entscheiden. Und der stellt kinderpornographie und deren Konsum eindeutig unter Strafe. Ähnlich sollte auch im Interesse der Tiere entschieden werden.

LG
M
 
AW: Stierkampf in Portugal - was sagt ihr dazu?

keiner muss das Rad neu erfinden.....und keiner muss einen Text schreiben, der schon in perfekter Ausgabe vorliegt......

der Zoologe und Verhaltensforscher Antal Festetics hat zwar über den spanischen Stierkampf geschrieben, der portugiesische ist den sanften Sitten entsprechend nicht ganz so grausam.......aber....

liest Du hier
 
AW: Stierkampf in Portugal - was sagt ihr dazu?

interessanterweise erwähnt auch die kritisierte Journalistin den von mir in die Debatte geworfenen Aspekt:

Sie empfindet die beschämende Quälerei als "ambivalente Erotik", des Quälers Torerokostüm "auf eine androgyne Weise aufreizend elegant" (...)

Es mag sein, dass besonders Frauen diese erotische Komponente spüren können.

Kai
 
AW: Stierkampf in Portugal - was sagt ihr dazu?

Aber was ist zB mit Kinderpornos? Ich finde nicht, daß jeder das Recht hat, sich anzuschauen,was er will, wenns auf kosten wehrloser geschöpfe geht. Hier muß klar der gesetzgeber entscheiden. Und der stellt kinderpornographie und deren Konsum eindeutig unter Strafe. Ähnlich sollte auch im Interesse der Tiere entschieden werden.

LG
M

Hallo Maximus, als Freund von Vergleichen und Bildnissen bin ich stets aufgeschlossen, wobei Dein Vergleich so ziemlich hinkt, Kinderpornos schauen hat eindeutig eine krankhafte Sexualität als Hintergrund. Stierkampf nicht, behaupte ich hier, die wenigsten Zuschauer werden dabei eine sexuelle Luststeigerung erfahren. Ich zumindest nicht.

Wir stehen am Ende der Nahrungskette und durch eine Laune der Evolution befinden wir uns auf der anderen Seite der Metzgertheke. Da haben wir mal Glück gehabt, bzw. es fehlt uns der natürliche Feind, wir dezimieren uns somit selber durch den Kampf um knapper werdende Ressourcen in Überbevölkerung begründet.

Gegen Tierquälerei bin ich auch, ganz klar, vorwiegend sehe ich da Tierhaltung und Tiertransporte als Problem an. Mit einem wütenden Stier in einer Arena zu kämpfen, finde ich grenzwertig, aber ein Verbot wäre mir zu viel, wobei, ich werde mir ein eigenes Bild machen, und dann für mich persönlich entscheiden.
 
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