Was ist eigentlich mit Anpassung-/Weiterentwicklung der Impfstoffe.
Ist auch nicht das wichtigste Thema, weil das Potenzial der bestehenden Impfstoffe vermutlich noch nicht ausgereizt ist. In
diesem Artikel, hinter der Paywall, wird das ganz gut erklärt:
"SPIEGEL: Herr Watzl, Sie haben ein Problem mit dem Begriff Auffrischungsimpfung. Warum?
Watzl: Er trifft eigentlich nicht ganz zu, denn er erweckt den Eindruck, dass da etwas verloren gegangen ist, das wiederhergestellt werden muss. Das stimmt aber nicht, der Impfschutz erhöht sich sogar noch. Er ist nach der dritten Impfung nicht nur da, wo er nach der zweiten Impfung war, sondern viel besser. Der Antikörperlevel im Blut liegt ungefähr fünf bis zehnmal höher. Die Immunantwort hält wahrscheinlich auch länger an. Ich werde mich nach dem Booster also nicht alle halbe Jahr erneut impfen lassen müssen.
SPIEGEL: Einen solchen Effekt hatte man sich ja schon nach der zweiten Impfung erhofft. Waren wir zu optimistisch, was die Wirkung der Zweifachimpfung angeht?
Watzl: Ja, die Immunisierung ist nach der zweiten Impfung noch nicht vollständig. Auch deshalb passt der Begriff nicht. Nach meiner Einschätzung ist die Grundimmunisierung gegen das Coronavirus erst nach einer Dreifachimpfung erfolgt. Das Schema kennen wir auch von vielen anderen Impfungen wie beispielsweise Diphtherie oder Tetanus. Auf die Erstimpfung folgt nach ein bis zwei Monaten die zweite und nach weiteren sechs Monaten die dritte."
Dass es da Fehleinschätzungen gab, ist aus der unzureichenden Datenlage gut erklärlich, denn es sollte vor allem schnell gehen. Mittlerweile deutet manches wohl darauf hin, dass auch hier ein Impfschema mit drei Impfungen nötig ist.