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Coronavirus in Portugal : Diskussionen zu Stand, Maßnahmen etc

War das jetzt Ironie? Warum schreibst Du dann so viel? Ein einfacher Link/Name hätte vollkommen genügt.

Sollte eher Erklärung sein und ging ja inzwischen in anderem Thread weiter, natürlich fliegen solche Sachen eher auf oder raus, je bekannter sie werden siehe Artikel oben und man könnte diverse weitere Sachen in der Richtung nennen, gerade Alphabet/Google/Chrome wird in der letzten Zeit zusehends restriktiver und sperrt alles Mögliche z. B. eben auch solche kleinen Tools, aber die Dinge im Netz verändern sich ja sowieso immer und insgesamt ja alles nicht dramatisch
 
Jetzt kommen wir tatsächlich vom Thema ab @merula. Aber was soll den Google oder gar Mozilla dagegen haben? Das hat mit deren Geschäftsmodellen überhaupt nichts zu tun. So funktioniert weder Wirtschaft noch Internet. Ausschließlich Medienkonzerne mit Paywall-Inhalten haben etwas dagegen. Aber die sind eh gegen alles, was ihnen das Melken potenzieller „Geldkühe“ erschwert. Wie gesagt, dieses Thema führt an dieser Stelle zu weit.
 
Die tägliche Neuinfektionen in Portugal haben sich, simultan zur "Herbstwelle" in anderen Ländern, in den letzten Tagen mehr als verdoppelt - von einem niedrigen Stand kommend, wohlgemerkt.

Grund zur Besorgnis gibt das derzeit aber nicht, die Zahlen in den Krankenhäusern (unter 400 Covid-Patienten) und auf den Intensivstationen (unter 100) sind nach den letzten Wochen weiterhin sehr gering.

Aufgrund der hohen Impfquote und -bereitschaft sollte man aber für den Winter natürlich die Booster-Impfungen der älteren Bevölkerung vorantreiben. Dann sollte man recht sorglos durch den Winter kommen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Darüber hinaus sollte man aber auch durchaus dort, wo viele Menschen unterwegs sind, Maske tragen. Es ist eine simple Maßnahme mit, in der Masse, durchaus nicht unerheblicher Wirkung. Und in Portugal tragen sie ja durchaus viele Leute weiterhin in den Straßen. Hilft übrigens auch hervorragend gegen Grippe-Wellen.

Mit dem Temperaturabfall in PT diese Woche werden die Infektionszahlen vermutlich in den nächsten Wochen schon noch gut zunehmen.
 
Alles richtig, aber ich gebe zu bedenken, das bei meiner Frau im KHs die Atemwegserkrankungen zunehmen. Vor allem seltene, komische Varianten.
Die Menschen haben eben immer weniger Abwehrkräfte durch den langen Schutz.
Das Immunsystem ist unterfordert und verlernt wohl so einiges.
Trotzdem fühle ich mich sicherer hier in Portugal, wenn wir alle Masken tragen. Wenn ich von meiner Frau höre, wie es in Deutschland so zugeht,nene, lieber nicht.
 
Am gestrigen Freitag teilte in einer Pressekonferenz Marta Temido, Gesundheitsministerin, ihre Gedanken bezüglich der aktuellen Lage und zukünftigen möglichen Szenarien des pandemischen Verlaufs mit.
Sie sagte, dass man offen und transparent sämtliche Infektionsverläufe in Betracht zieht und bei sehr schlechtem Verlauf auch eine weitere Einschränkung des öffentlichen Lebens nicht ausgeschlossen wird.

Die aktuelle Dynamik der Infektionsverläufe lässt erwarten, dass die 14-Tages-Inzidenzen die Grenze von 240 in ca. 2 Wochen überschritten wird.
Die Ministerin appellierte an die Bevölkerung, weiterhin "Hygiene, Maske und Abstand" einzuhalten und das Angebot der Boosterimpfungen für die Älteren in Anspruch zu nehmen.

"Wir erleben die Situation in Europa, wo sich sehr robuste Länder in einer sehr deutlichen fünften Welle befinden. Dies ist in Deutschland der Fall. Wir müssen unseren Beitrag leisten, wir sind bereit, bestmöglich darauf zu reagieren."
So ihre Antwort auf die Frage, ob Portugal auf eine mögliche 5. Welle vorbereitet sei... weiter sagte sie:
„Es liegt alles in unserer Hand, wenn wir nicht von einer anderen Variante überrascht werden. Wenn wir alles in unserer Macht Stehende tun, sind wir sicher besser geschützt.“


Ministra admite mais confinamentos. ″Todos os cenários estão em aberto″


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Dann müssen sie rechtzeitig gegensteuern. Sie werden keinen Lockdown benötigen, aber in bestimmten Bereichen die 2G-Regel zur Steuerung einführen müssen.
Die Idee mit der Herdenimmunität trifft bei diesem Virus wohl nicht zu. Vielleicht, weil die Impfstoffe nur einen Schutz vor einem schweren Verlauf haben und den auch nur über einen gewissen Zeitraum.

Wochen vor meinem Urlaub waren mir die Fallzahlen in Portugal zu hoch für einen Urlaub.
Als Plan B hatte ich dann Bayern, Österreich, und wenn das Wetter schlechter wird, Italien oder Kroatien geplant.
Kurz vor meinem Urlaub gingen die Zahlen in Portugal auf 7-Tages Fallzahlen von unter 45 zurück. Im Bereich Centro waren sie noch niedriger.
Da in Bayern, Österreich und Kroatien die Werte plötzlich stark anstiegen, entschied ich mich wieder für Portugal. Wenn ich die weitere Entwicklung in Plan B betrachte, war die Entscheidung genau richtig.
Die Tabelle führe ich zur Zeit noch weiter und dort sieht man, das auch in Portugal die Werte wieder stark ansteigen. Noch moderat, aber so fing es bei uns auch an.
Tag 1 in der Tabelle ist der 16.09 und der letzte Wert mit 7-Tage Wert von 96,71 vom 14.11. Zwischen Tag 30 und 44 war ich in Portugal.

Fallzahlen.png
 
Der Virologe Christian Drosten sieht für Portugal und Spanien eine mögliches Ende der Corona Pandemie für das Frühjahr 2022 voraus. Die portugiesischen Medien zitieren aus einem Spiegel-Interview vom 12. November:

Virologista alemão prevê que pandemia em Portugal termine na primavera de 2022
Ein "Ende" in diesem Sinne ist doch auch Quatsch. Das Virus verschwindet nicht und bis keine erheblich langanhaltenderen Impfstoffe/Medikamente verfügbar sind, werden wir regelmäßige Booster benötigen (beim derzeitigen Stand vermutlich Ältere halbjährlich, Jüngere jährlich).

Auch wird die Inzidenz absehbar nicht Richtung Null gehen, sondern selbst im Sommer bei einigen Tausend Infektionen pro Monat verbleiben. Und damit auch die Krankenhäuser weiter beschäftigen.

Ein "Ende" wird es in dem Sinne wohl nur in Form von nahezu keinen Maßnahmen geben. Wobei man in Frage stellen kann, wie sinnvoll es überhaupt ist, auch mit einem entsprechenden Impfstand zB. auf Masken in ÖPNV oder Supermärkten zu verzichten.
 
Da ich außer Heute Journal und Tagesthemen eigentlich kaum noch Nachrichtensendungen sehe oder Zeitungen lese (ja, ganz schön einseitig ;-) ), wundern mich eigentlich zwei Dinge:

1) Israel. Da wurde doch fleißig geboostert, oder? Und die Zahlen sehen dort nun sehr gut aus: Gab es außer boostern noch andere Maßnahmen? Sonst war das Leben dort doch wieder komplett frei.

2) Was ist eigentlich mit Anpassung-/Weiterentwicklung der Impfstoffe. Hört man auch sehr wenig. Ich will nicht wieder mit Rechenbeispielen anfangen. Aber bei einem R von ca. 9 bei Delta bräuchte man für Herdenimmunität ein Vakzin mit 100% Wirksamkeit (Übertragungen verhindern) und ca. 90% Geimpfte. Also schon recht utopisch. Mögen ein paar zusätzliche Maßnahmen die Zahlen etwas verbessern. Aber ohne bessere Impfstoffe und höherer Impfbereitschaft geht nicht mehr viel voran.

Und noch was. Warum ist PT in der 5. Welle und DE in der 4. Können Portugiesen nicht richtig zählen? :-)
 
Und in Brasilien - dem bis vor einer Weile noch extremen Corona-Sorgenkind in Südamerika - scheint die Situation erstaunlicherweise seeeehr entspannt zu sein KLICK.

Wie haben die das gemacht so schnell?
Über 600.000 Tote sind ein hoher Preis, aber vermutlich hat man zumindest Regional annähernd 100% Immunisierung durch Ansteckung und Impfung.
Ich sitze übrigens gerade in einer Telco mit chinesischen Kollegen. Ein paar sind im Hotel weil sie zweiter Kontakt eines Corona-Falls sind. 14 Tage Quarantäne. Da wird offensichtlich noch Kontaktverfolgung gemacht.
 
Was ist eigentlich mit Anpassung-/Weiterentwicklung der Impfstoffe.

Ist auch nicht das wichtigste Thema, weil das Potenzial der bestehenden Impfstoffe vermutlich noch nicht ausgereizt ist. In diesem Artikel, hinter der Paywall, wird das ganz gut erklärt:

"SPIEGEL: Herr Watzl, Sie haben ein Problem mit dem Begriff Auffrischungsimpfung. Warum?

Watzl: Er trifft eigentlich nicht ganz zu, denn er erweckt den Eindruck, dass da etwas verloren gegangen ist, das wiederhergestellt werden muss. Das stimmt aber nicht, der Impfschutz erhöht sich sogar noch. Er ist nach der dritten Impfung nicht nur da, wo er nach der zweiten Impfung war, sondern viel besser. Der Antikörperlevel im Blut liegt ungefähr fünf bis zehnmal höher. Die Immunantwort hält wahrscheinlich auch länger an. Ich werde mich nach dem Booster also nicht alle halbe Jahr erneut impfen lassen müssen.

SPIEGEL: Einen solchen Effekt hatte man sich ja schon nach der zweiten Impfung erhofft. Waren wir zu optimistisch, was die Wirkung der Zweifachimpfung angeht?

Watzl: Ja, die Immunisierung ist nach der zweiten Impfung noch nicht vollständig. Auch deshalb passt der Begriff nicht. Nach meiner Einschätzung ist die Grundimmunisierung gegen das Coronavirus erst nach einer Dreifachimpfung erfolgt. Das Schema kennen wir auch von vielen anderen Impfungen wie beispielsweise Diphtherie oder Tetanus. Auf die Erstimpfung folgt nach ein bis zwei Monaten die zweite und nach weiteren sechs Monaten die dritte."

Dass es da Fehleinschätzungen gab, ist aus der unzureichenden Datenlage gut erklärlich, denn es sollte vor allem schnell gehen. Mittlerweile deutet manches wohl darauf hin, dass auch hier ein Impfschema mit drei Impfungen nötig ist.
 
In diesem Artikel, hinter der Paywall, wird das ganz gut erklärt:
Hier die Infos OHNE Paywall:

Der deutsche Immunologe Carsten Watzl beantwortet die wichtigsten Fragen rund um die Booster-Impfung.



Und weitere Infos - u.a. Carsten Watzl - zusammengetragen auf Tagesschau.de
Corona-Impfung: Missverständnis bei angeblichen Spätfolgen

...

Und noch was. Warum ist PT in der 5. Welle und DE in der 4. Können Portugiesen nicht richtig zählen?
Weil DE in der Sache, wie üblich, ziemlich hinterherhinkt... das muss ja erst alles lang und breit in MPKs diskutiert werden, um doch letztendlich zu erreichen, dass jeder etwas anderes macht als abgesprochen... Politiker sind ja alle Gesundheitsexperten in DE.

Aber diese Diskussion gehört in den anderen Thread.

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Zuletzt bearbeitet:
...Aber diese Diskussion gehört in den anderen Thread.....

Diskussion schon, aber die Infos sind gut und passen hier! Ich habe beide Informationen, also die hohe Wirksamkeit vom boostern und das Thema „Spätfolgen“ bereits im Hinterkopf abgelegt. Bei mir flutscht sowas meistens in den Tagesthemen/Heute Journal schnell vorbei und wird dann „gespeichert“. Wenn es mich später mal genauer interessiert, wie gerade eben, dann recherchiere ich nochmals gezielt. Das Gedächtnis spielt einem ja öfters mal einen Streich. :-)

PS: Ich gebe manchmal "corona israel" in Google ein. Das ist quasi mein Blick in die Kristallkugel. Beides mal vergleichen. Todesfälle und Neuinfektionen. Ich dachte, die letzte Welle wurde ohne spezielle Maßnahmen ausschließlich durch boostern gebrochen. Scheint aber nicht ganz so zu sein. . Deshalb hatte ich nochmals nach Israel gefragt.
 
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