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Meine Azoren-Reiseberichte

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Ein kleiner Rundgang durch die Räumlichkeiten, auch hier gibt es das ein oder andere zu entdecken.
Ein deutsches Künstlerehepaar hat lange hier gelebt und gewirkt.

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Ich entdecke noch Wunderbares: Kindheitserinnerungen an Pony Poly, ich habe die Filme geliebt!

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Es gibt sogar eine Geschichte "Poly in Portugal". Ich überlege noch, ob ich mir das antue :cool:
Poly schließt sich seinem unzertrennlichen Freund Pascal an, der in Portugal Urlaub macht. Dort freundet er sich mit einem kleinen Jungen namens Yvon an.

Nun aber zu eigentlichen Event:

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Verstehen tun wir nicht viel, aber doch grob, worum es geht. Terry liest das Buch vor, die Illustratorin erklärt etwas zu ihren Werken.
Ach, und das ist doch E. Und diese Beiden, die auch nochmal gesondert begrüßt und geehrt werden, kennen wir doch aus einem Video von C.
Auch Kanadier wie der Autor, haben sie eine kleine Galerie hier in der Stadt.

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Dann folgt die Signierstunde, ich stelle mich auch mal an und frage, wo ich das Buch bezahlen kann. Nein, nein, das ist ein Geschenk! Wow.
Folgend gibt es noch das erste Werk, zwei Postkarten, eine Briefmarke zu erwerben.

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Ein kleines Schlückchen Rotwein, wir reden noch kurz mit E., sie hat leider auch schon länger nix von L. aus England gehört...

So, was machen wir nun mit dem angefangenen Abend? Ja, da bietet sich doch wieder das Café Concerto an...

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Eimersaufen???

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Katze Sméagol ist natürlich auch dabei.

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Wir schlürfen unsre Bierchen, quatschen, bestellen eine neue Runde, ein Herr greift nach meinem vollen caneca und meint, das ist meins!
NEIN, es ist F., der nach Feierabend auch hier auf einen Absacker reingeschneit ist.

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Wie cool ist das denn! Er setzt sich natürlich gern zu uns, wir äußern nochmal unser Bedauern über den Lauf der Dinge, aber é vida...
Leider ist unsere geliebte Stammlokalität, das "O Galeão", nun Vergangenheit.
S. arbeitet jetzt wohl im „Atafona“, dem neuen Restaurant- wie klein doch die Inselwelt ist.
Wir hören noch die Story, dass ein enger Mitarbeiter von George Lucas von Pico stammt.
In seinem Vertrag wurde explizit vermerkt,
dass er einmal im Jahr, im August, freigestellt wird, um seine Heimat zu besuchen!

Irgendwann ist aber doch mal Schluss, der Uhrzeiger auch schon weit vorgerückt und wir setzen R. wohlbehalten daheim ab.
In unserm Zuhause angekommen, verschwinden wir dann auch nach nicht mehr allzu langer Zeit ins Bett.

für Morgen früh ein Souvenir aus der Kneipe...

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Hallo Farbenzeit,

Nachdem auf deinen Bildern die Insel so grün wie immer erscheint, habe ich den Eindruck, dass die Hitze und Trockenheit die Europa die letzten zwei Monate fest im Griff hatte auf den Azoren nicht angekommen ist. Es scheint so wie immer wettertechnisch zu sein. Oder täusche ich mich da?

Grüsse

Jürgen
 
Das war letzten Herbst. Wir waren noch nie in den Sommermonaten dort, da sieht es dann tatsächlich schon anders aus.
Ich hab hier noch was dazu geschrieben:

Dürre vielleicht nicht, aber es war zum Teil schon extrem trocken, zumindest auf Pico.
Die Seen zum Teil fast komplett ausgetrocknet- kann man hier auf manchen Bildern sehen
und auch angeordnete Wassersparmaßnahmen gab es.
Also selbst dort Wochen ohne nennenswerten Regen und letztes Jahr Ende September hatten wir noch 30 Grad mit dabei.
Natürlich ist es dort immer noch viel besser als andernorts, aber man merkt schon deutliche Veränderungen.
Besonders dramatisch die Erwärmung des Meeres...
 
Samstag, der 20.09.25, Tag 9

So, heute mal ganz gemütlich in den Tag starten, die Sonne scheint.

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Und die Nachbarin bringt ein frisch gebackenes Rosquilha vorbei, zum Kaffee!
Hier kann man gar nicht verhungern…

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So schon vorgesättigt, frühstücken wir auch spät.

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Eine Maschine Wäsche flattert noch im Wind, hoffentlich hält das Wetter, just beim Aufhängen ziehen dunkle Wolken her!

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Einen Einkaufszettel für nachher schreiben, dann meldet sich I. noch, gibt grünes Licht für die Marmeladenübergabe an die kürzliche Vermieterin. eine äußerst nette und großzügige Urlaubsbekanntschaft von I und K (edit iris)
Wir haben ja in Deutschland per Päckchen die Mitbringsel erhalten und in die letzten Lücken des Koffers gepackt, um sie nun hier im Auftrag abzuliefern.
Ist ja wieder eine lustige Geschichte und wir werden neue Leute kennenlernen.
Wir hören nebenbei noch ein bisschen was vom Darttunier in Ungarn...

Leider hat sich gestern schon abgezeichnet, dass der Zustand der Toilette sich wieder verschlechtert, dafür ist der unangenehme Geruch weg...
es muss also doch was mit den Rohrverbindungen zu tun haben…

Dann kommt noch die Nachricht aus Piedade, dass die Zwei nicht zur Fiesta kommen können, es gibt noch dienstliche Belange.
Tja, das sind dann halt die Nachteile, wenn man von hier aus arbeiten kann muss.

So, nun sollten wir mal langsam aufbrechen, inzwischen sieht das Wetter doch auch nicht so schlecht aus.

Also dann mal los.

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Ja wirklich ein Traum heute!

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Erster Stop: São Caetano.
Lustigerweise (Ihr wisst ja, wie klein die Inselwelt ist...) wohnen die Zielpersonen just in der gleichen Straße wie D. Das Haus ist uns natürlich auch bekannt.

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Klingel gibt es keine, die Treppe rechts am Haus hoch scheint der Wohnungseingang zu liegen.
Aber es ist- außer Kätzchen- wohl keiner daheim.
Das "S&D" an der Tür zeigt aber, dass wir richtig sind. Ok, dann noch ein Versuch auf dem Rückweg.

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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Wir fahren hoch ins Bergland, zu den Seen soll's gehen.

Vorzeige-Azoren-Bilder entstehen...

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Und wenn der Berg sooo zu sehen ist, na, da kann man doch gar nicht anders als knipsen, knipsen, knipsen...

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Es ist aber auch ein paradiesisches Stückchen Erde hier oben.



Viele Wanderer sind unterwegs...nix mehr mit ruhig und einsam. Und Autos...
Ist natürlich auch Wochenende- und bei dem Wetterchen... vorbei die Zeiten, als der September Nachsaison war.
Die Krönung ist allerdings ein Reisebus auf der Holperpiste!

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Und auch die Kühe sind auf Wanderschaft.

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Manche der kleinen Seen sind ganz abgetrocknet.

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Andere wenigstens noch vorhanden, wenn auch kein Vergleich zum Frühjahr.

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Achtung, die nachfolgenden 100 Bilder können Spuren von Kühen enthalten- aber auch da kann ich einfach nicht anders...

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Man hat begonnen, die schönen alten Hinweistafeln mit frischer Farbe zu renovieren,
sicher nützlicher als die pittoresk verwitterten Varianten,
aber eben nicht mehr ganz so schick.

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Auch hier am Abzweig alles vollgeparkt.

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Vorbei am "Waldsee" Lagoa seca.

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geht's zum Lagoa do Caiado.
 
kleine Ergänzung von Tante Edit:
an die kürzliche Vermieterin
Wurde grad berichtigt, es war eine nette Urlaubsbekanntschaft!

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Auch immer einer unsrer Haltepunkte. Sehr schön, dass wir heute den Berg mit auf Blick und Fotos haben!

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Zur Rechten gibt es bei schönem Wetter- so wie heute- immer einen tollen Blick auf die Nachbarin.

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Der Wasserstand ist hier ebenfalls sehr niedrig, es war wohl wieder ein trockener Sommer...rechts seht Ihr die "Staumauer":

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Und sonst würde A. mitten im See stehen...
naja, nicht ganz, aber doch reichlich befeuchtet.
Wir genießen es,

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bis drei spanisch schnatternde Mädels eintreffen. Und verschwinden- wie auch der Berg ab und an.
 
Ein letzter Blick rüber...und was wir lange nicht mehr gesehen haben: Raubvögel.
Angeblich u.a. dezimiert durch vergiftete Ratten...ich weiß es nicht, aber früher war mehr Lametta.

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Und dann geht's natürlich nochmal zum Paúl, unserm Favoriten-

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Ich finde es immer wieder faszinierend, wie die Landschaft sich nach einigen hundert Metern schon verändert.
Hier wurde irgendwas aufgeforstet?!

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Und schon sind wir in Afrika! Das war beim ersten Mal meine Assoziation. Fehlt nur noch ne Giraffe oder ein Elefant, der durch die Büsche kommt.

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Und Brombeeren sind echt international...man sieht aber auch immer wieder Pflückwütige an den Straßenrändern.

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Da kann man gaaanz leckeren Amora- Likör draus machen. Ich hab noch eine wertvolle Flasche von unserm verstorbenen Nachbarn hier.
Für einen besonderen Anlass...

Von Kühen geleitet bzw flankiert laufen wir runter zum Wasser.


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Aber da sieht's auch schlecht aus. Nicht mehr viel übrig.

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Wobei ich im Netz dann ganz erschreckende Fotos gefunden habe aus dem Sommer- kein Tropfen mehr im See.
Ok, die Farmer entnehmen auch Wasser für's Vieh, aber das ist schon ein heftiger Anblick.

Dafür gibt’s reichlich Kühe, der Berg aber ist zumindest obenrum in Wolken gehüllt, ab und an nur blitzt die Spitze hervor.
Aber die Farben strahlen in der Nachmittagssonne. Wir haben echt Glück heute.
Selbst mein Brummbär ist in übermütiger Stimmung :hurra.gif:

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Den Kerl hier haben wir dann ganz vorsichtig umgangen...

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Der Totwald passt sich auch mehr und mehr der Restvegetation an, irgendwann wird er absorbiert sein.

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Jetzt kommen wieder die schottischen Highlands- zumindest stelle ich mir die so oder ähnlich vor.

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So, nun aber ab nach Lajes, wir müssen ja noch den Wochenendeinkauf tätigen.

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Da haben wir vorhin noch am Wasser gestanden!

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Der Berg inzwischen wieder eingepackt...es zieht sich zu.

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Und es gibt doch tatsächlich inzwischen Verbotsschilder auf der Insel...

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Auch schon erneuert:

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Endlich wieder Rindviecher!

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Und ihre Naturställe.

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Auf dem endlos langen, geraden Straßenabschnitt wehen zwei Plastiksäcke über den Asphalt, die Farmer sehen das ja nicht so eng.
Ein Auto auf der Gegenfahrbahn stoppt, eine junge Frau steigt aus und versucht, die Behältnisse zu fangen.
Bestimmt Touristen, denke ich noch...

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...da hält A. auf Höhe des Fahrers an und...wir lachen: es ist S., das Mädel D., unsre zwei Berliner!

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Auch sie kommen grade vom Supermarkt, aber Achtung: Salat ist aus!
Kopfschüttelnd fahren wir weiter, das “wir sehen uns hoffentlich noch“ am Telefon vorhin hat sich auf kuriose Weise erfüllt.

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Zur Abwechslung mal wieder ein Pferdchen.

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Dann hat uns die Zivilisation wieder, parken am Supermarkt.

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Im Laden treffen wir auch C., C’s Frau. Heute ist es ja wirklich lustig. Ich nutze die Gelegenheit, sie nach ihrem Vornamen zu fragen, den wussten wir ja bisher nicht, auch C. war erstmal lange nur „der Boss“, weil wir ja Kontakt zu T., dem damaligen Angestellten hatten und er ihn natürlich so nannte.
Nach einem kurzen Plausch dann den Einkaufszettel abarbeiten, wir entdecken auch tatsächlich Hefe und Vanillezucker!

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Ich hoffe, ich habe auch das richtige Mehl eingepackt. Dazu braucht es natürlich auch eine Backform.
 
So, ab nach Hause, wir haben ja auch unterwegs noch eine Aufgabe.

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Diesmal ist jemand daheim, wir erklären irgendwie, wer wir sind und was wir wollen...
D. bittet uns wie selbstverständlich ins Haus, er ist grade am Kochen.

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Ist uns ja echt ein bisschen peinlich, da so reinzuschneien.
Es werden Getränke angeboten, mehrere Biersorten stehen zur Auswahl und das brasilianische Guarana, eine Limo aus der südamerikanischen Frucht.

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Wir müssen natürlich auch die Frikadellen probieren, nach brasilianischem Rezept, einfach köstlich.
Frittierte Fleischbällchen mit Zwiebeln, Knoblauch und Kräutern.

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D. arbeitet übrigens im Baumarkt, wir sollen nächstes Mal nach Prozenten fragen...
So vergeht die Zeit, wir reden mit Händen und Füßen, sie kann ein bisschen Englisch, ihr Mann nicht,
so müssen wir uns mit portugiesischen Brocken und Übersetzungshilfe verständigen.
Aber das klappt alles irgendwie.
Wir schauen uns noch die Außenküche an, total nett gemacht, überall huschen kleine Kätzchen rum.

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Von der französischen Fliesenkünstlerin aus Manhenha, die- was auch sonst- eine Freundin ist, gibt es wunderschöne Stücke im Haus zu bewundern.

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Als Advogada ist natürlich auch die Kollegin J. von Faial bekannt sowie auch E....
Wir hören noch, dass nächsten Samstag ein großes Fest mit brasilianischem Essen und Musik in Silveira steigt,
vielleicht sehen wir uns da dann nochmal.
Aber für uns ist jetzt wirklich Zeit, heimzukehren, die Einkäufe müssen noch verstaut werden und eigentlich wollte ich ja kochen...
da verzichten wir dann aber doch drauf, der „snack“ eben war doch eigentlich genug.

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Morgen steht dann das große Dorffest an.
Also heute noch ein gemütlicher Ausklang des ja wieder so absolut azorentypischen Tages.
 
Sonntag, der 21.09.25, Tag 10


Ich wache ganz früh auf, von Albträumen geplagt, das Toilettenproblem belastet immer noch. Ich hatte ja tatsächlich ein Campingklo dabei, sicherheitshalber...aber irgendwie löst sich im wahrsten Wortsinn die Blockade wieder, zumindest vorübergehend...wir werden sehen.
Ich bin dann auch nochmal weggedöst, selbst A. schläft heute mal länger.

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Der Morgenkaffee, neue Sorte, im Bett, Reisebericht tippen, das alles mit Meerblick in einer angenehm kühlen Brise.
Es ist auch schön ruhig, gestern abend hatten wir wieder Geräuschkulisse von den feiernden Nachbarn.
Frühstücken und ein bisschen chillen, dann mache ich mich mal ans Backen.

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Es ist spannend, so mit ganz neuen Dingen zu arbeiten. Das Mehl ist hübsch verpackt, von Terceira kommt es.
In beschichtetem Papier und nicht zusammengeklebt, sondern mit einem Faden kunstvoll genäht. Nostalgisch.

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Ich freue mich über die kleine klappbare Küchenwaage, die mir I. noch mitgeschickt hat im Marmeladenpaket, als Dankeschön für die Überbringung. Jedenfalls ein sehr nützliches Utensil und es nimmt wirklich nicht viel Platz weg, was hier in der Wohnung wirklich sinnvoll ist.

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So, der Mürbeteig ruht im Kühlschrank. Dann den Lauch schnippeln und im angebratenen Speck mitdünsten.
Nun wird’s interessant: das neue Handrührgerät kommt zum Einsatz. Noch ein kurzer Blick auf die Bedienungsanleitung, ja, funktioniert.

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Welche Backform nehme ich? Das Blech ist zu groß, aus der Glasschüssel könnte das Entnehmen später zu Problemen führen.
Ob die neue Springform reicht? Ich riskiere es und kleide sie mal mit Backpapier aus. Es geht dann auch grade so auf.
Ein perfektes Rezept für die vorhandenen Gerätschaften.

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Jetzt Spannung: jeder Ofen ist ja anders, wird es mit den gemachten Angaben klappen?
Ich schiebe die Form in den Garraum, Mist, man soll ja Vorschriften immer erst bis zu Ende lesen. Ich hätte den Boden vorbacken sollen...
Das Versäumnis kann ich hoffentlich mit 10 Minuten Unterhitze ausgleichen.
Dann schaue ich noch 3x nach, aber der Bräunungs- und Festigkeitsgrad des Produkts entspricht noch nicht dem, was ich mir vorgestellt habe.
Ich erhöhe die Hitze und die Zeit und dann kommt eine duftende Lauchtorte aus dem Ofen!
Jetzt noch duschen und dann können wir runter zum Fest.
 
Bei der Gelegenheit nehmen wir auch noch den Müll mit.
Vorbei an Nachbarn, die draußen vor der Tür sitzen und durch die schmale Stichgasse kommen wir zur Kirche.

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Die Straßen sind bereits gesperrt, statt Fahnen kann man natürlich auch Decken aus den Fenstern hängen.

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Es ist schon echt was los.

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Erstmal ein Bierchen, wir winken R., der hinter dem Tresen wirkt.

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Alles ist schon vorbereitet für den großen Ansturm, die Getränke liegen auf Eis.

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Alte Familienschätzchen warten auf ihren Einsatz.

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Die aktuelle Preisliste, immer noch seee

hr erschwinglich.

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Auch dieses Jahr wieder die beliebte Popcorn- Maschine!

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Auch die "Tribüne" ist schon gut besetzt.

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Ein generationenübergreifendes Spektakel!

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Die Brote stehen bereits draußen. Sonst haben wir das Auftischen ja meist noch mitbekommen,
der schier endlose Strom aus dem Gemeindehaus mit Körben noch und nöcher.

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Dann kommt schon die Prozession an.


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Auch Damen heute als Trägerinnen.

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Der "Held des Tages":
Aus mündlichen Überlieferungen ist bekannt, dass diese dem Apostel Matthäus geweihte Zivilpfarrei eine der ersten auf Pico gegründeten war.

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Heute ist auch eine ganze Truppe Rolli- Fahrer mit dabei.

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Vor der Kirche dann noch Segnung und Gebet.

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Fiel gefühlt dieses Jahr aber kürzer aus als sonst...

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Musikalische Untermalung ist selbstverständlich immer mit dabei, diverse Musik- und andere Vereine nehmen teil.

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Mit entsprechenden Bannern.

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Noch ein paar modische Akzente, man(n) und frau kommt hier meist in Festtagskleidung.

Dieses Jahr angesagt bei Damen der florale Look sowie geometrisch gemustert:

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Bei den Herren eher klassisches Karo oder auch mal Streifen, die Federn passend zum Apostensymbol:

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Auch frisurentechnisch natürlich schick:

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...und der Karajan- Gedächtnis- Schnitt von Dirigenten !

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Wir können hier auch unser Kapellchen mal von unten sehn.
"Die Kapelle des Friedhofs São Mateus (Capela do Cemitério de São Mateus), gelegen an der Rua da Boa Vista und im 19. Jahrhundert (1890) erbaut,
mit einer barocken Fassade mit gewölbtem Portal, flankiert von zwei runden Fenstern, denen die langen Mauerkorridore des Friedhofs und
das gotisch anmutende Eingangstor vorausgehen."
(welches sich aber unten an der Straße befindet)


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Auch das gesetzte Alter schützt nicht vor Tipp-Sucht...

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Die Sonne wandert tiefer. Zeit für feste Nahrung und vielleicht ein Bierchen.

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Es gibt natürlich favas

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und ein Böckchen

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Die Musikinstrumente werden gebracht

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Wir lassen den Blick schweifen, unten über die Ferienhäuser und den gut gefüllten Parkplatz.



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Auch dort im ruhigen beschaulichen Eckchen wird immer mehr gebaut, Luxusurlaubsunterkünfte...

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Noch mehr Besucher strömen herbei, der Berg läßt sich auch in komplett sehen zur Feier des Tages.

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Die Kids haben Spaß mit der Büste von Francisco Ferreira Goulart- Bewohner und Patron der kleinen Pfarrei-
die kann man prima zum Klettern nutzen. Oder auch zum Anlehnen. Sehr praktisch, das Ding.

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Wunderschöner Anblick

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Manche sind allerdings...nicht unbedingt nötig. Aber vielleicht macht er Werbung für Unterwäsche ?!

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Einige brechen ihre Zelte bzw Sitzgelegenheiten schon ab...

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Hier vielleicht der neue Ronaldo? Wer weiß

...

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Auch unser bevorzugtes Möbelhaus stellt Transporter zur Verfügung:

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Denn jetzt geht's gleich los!

Mein Schatz stärkt sich noch mit einem nachgeschobenen Bifana für das Schleppen der gleich verteilten Brote gg

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Inzwischen kommt auch die Festbeleuchtung gut zur Geltung:

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und es ergeben sich witzige Schattentheater:

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Die Ersten sind schon versorgt:

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und dann rollen die Wagen an!

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Es ist wie immer ein Riesenspektakel.

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Erst eins, dann zwei...

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aber schlimmer geht immer!

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So, nun muss was zur Stärkung her...es gibt den Tropfen für die GUTEN Freunde...

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nach altem Familienrezept...

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Auch in schicken shopping bags kann man die Brote transportieren und selbst die Youngsters im Business- Look haben zugegriffen.

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D. hat endlich Feierabend, die Mädels schuften ja immer stundenlang in der Küche. Noch ein bisschen Verpflegung für die Familie zum Mitnehmen und dann ist sie froh, wenn dieser Tag vorbei ist...ja, wenn die Andern feiern...

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Aber auch hier steht der Nachwuchs schon in den Startlöchern:

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