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Darts: (PDC Autumn Series, Turniere und anderes)

Der neue Weltmeister ist schon lange ermittelt und auch das Teilnehmerfeld für die kommende Saison steht fest. Ich denke der Vollständigkeit halber ergänze ich das hier noch, aber da der Kreis der Darts-Interessierten im Portugalforum sehr klein ist lohnen sich einfach keine regelmäßigen Berichte hierzu.

Der neue Dartweltmeister ist erst 17 Jahre alt und damit jünger als der amtierende Juniorenweltmeister. Luke Littler schickt sich an eine neue Ära im Darts in der Sportart einzuläuten und ist in England ein absoluter Superstart und nebenbei vermutlich bereits auch Multimillionär. Der verlinkte Bericht schildert seinen souveränen Sieg und enthält auch Interviews:

Die WM war aus deutscher Sicht eher durchwachsen, aber die folgende Q-School (dort werden jedes Jahr neue Teilnehmer der PDC-Tour ermittelt) zeigte deutlich, dass der Boom in Deutschland vermutlich noch lange nicht vorbei ist und viele junge Talente in den Startlöchern stehen. Insgesamt 5 Spieler sicherten sich hier die Card, darunter mit Max Hopp der immer noch größte Name des deutschen Dartsports, der nach dem Verlust seiner Tourcard zwei Jahre lang dort gefehlt hat. Niko-Springer hatte sich zuvor bereits einen Platz auf der Development-Tour der besten Nachwuchsspieler gesichert.

Wenn man sich die letzten Wochen so angeguckt hat, wird es ein Turnier voller Überraschungen werden. Die Zeit der alten Herren scheint vorbei, die jungen Wilden beherrschen die Bühne oder preschen zumindest vor. Auf jeden Fall werden wir spannende Matches zu sehen kriegen.
Das hat sich auch in der Q-School gezeigt, mit Simon Whitlock, Mervin King und John Henderson konnten einige sehr klangvolle Namen sich keine neue Tourcard sichern und werden den Fans sicher fehlen. Der "Bronzed Adonis" Steve Beaton hatte bereits angekündigt, nur noch Senior Tour zu spielen.

Die Ausnahme bildet dabei der Kanadier Jim Long, der in seinem regulären Job in den Ruhestand gegangen ist und jetzt mit 57 Jahren erstmals einer Tourcard hat. Perfektes Alter, um mal was neues anzufangen.
 
Ja, haben wir auch zumindest schriftlich verfolgt. Bin auch gespannt, wie die Deutschen sich halten werden, zum Teil war der average doch für das neue Dartszeitalter zu schwach, wer hätte das vor wenigen Jahren noch gedacht, dass man mit knapp 90 nicht gut genug für die Qualifikation sein kann...
Die Damen haben sich auch nicht schlecht geschlagen, da fehlt nicht mehr viel, bei Frau Greaves sicher eine gute Portion Selbstbewusstsein.
Das mag da doch der Jugend geschuldet sein, wobei es einem Herrn Littler ja so gar nicht an ersterem mangelt.
Ich hoffe nur, dass es zukünftig nicht wieder so ein van Gerwen-Ding wird, wo man eigentlich immer vorher schon weiß, wer (überragend) gewinnt-
mir sind spannende und auch mal überraschende matches lieber.
Der "Bronzed Adonis" Steve Beaton hatte bereits angekündigt, nur noch Senior Tour zu spielen.
Ihn werde ich tatsächlich vermissen...

Und für den Maxi freu ich mich auch, nicht immer nur die Andern kommentieren (auch wenn er das inzwischen richtig toll macht),
sondern auch mal wieder mitmischen.:-D
 
Ein tolle Turnier liegt hinter uns. Der Modus auch interessant, es wird immer wieder neu ausgelost, wer gegen wen darf/muss.
Die UK-Open
In die dritte Runde auch diesmal gelangt der portugiesische "special one" José de Sousa,
da dann:
6:4 gegen Jimmy van Schie,
folgend aber gegen Ross Smith 7-10 verloren. Dennoch ok.
Die deutschen Jungs haben auch nicht so schlecht abgeschnitten, Schindi sogar bis zum 10-9 gegen Dylan Slevin,
zwar hart erkämpft im decider, aber immerhin. Clayton hat ihn dann abends aber leider hinweggefegt.
und auch knapp: Madars Razma 10-9 Ricardo Pietreczko
Die Oberhammersensationen hat aber Beau Greaves geliefert:
wirklich ordentliche Spiele gegen alle Widersacher und dann ein legendäres Match: 7-10 vs. Luke Humphries.
alle Hüte ab. Da geht noch Vieles.
Und mein persönliches highlight: nach Ansage kann der "alte Herr" auch mit den neuen Superstars mithalten:
4. Runde: Peter Wright 9-10 Luke Littler- bis in das Entscheidungsleg.
Auch Wade hat's nochmal gezeigt:
er schraubt ganz untypisch seinen average richtig hoch und spielt großartige darts.
Das Finale geht dann aber so traurig aus:
Luke Littler 11-2 James Wade
Ich gönn dem Kerl ja diesen Erfolg, ist halt ein Wunderkind, aber für die Zuschauer ist es oft ein Gemetzel, auch wenn der Gegner wunderbar spielt.
Ist nicht wirklich schön zuzugucken.


So- und klar: zur Zeit laufend:
heute auch mit argen Übertragungsproblemen: Darts Premier League
ein weiterer Donnerstag, der 5. Spieltag, mit spannenden Spielen.
Dobey super gegen Littler, wenn auch vergebens...
-und 2!!! Neun-Darter
Was für ein Spieltag in der Premier League: Gleich zwei 9-Darter durften die Fans in Brighton bestaunen.
„Cool Hand Luke“ machte den Anfang in seinem Viertelfinale gegen Rob Cross, verlor aber dennoch 4:6.
Im Halbfinale gelang dann wiederum Cross das seltene Kunststück. Auch er schied allerdings aus gegen Aspinall 5:6.
Damit wieder bestätigt:
der Neun-Darter ist absolut großartig, aber das Spiel wird dann doch (meist) verloren.

Und auch das Finale... ein wunderbarer Asp, aber Littler macht's dann eben doch 6:3.
 
Und wieder ein großartiges Wochenende für die Fans. Nachdem in Graz einige der ganz Großen fehlten,
dürfen wir uns jetzt gleich die Fingernägel abbeißen:
das "Mäuerchen" Schindi ist im European-Tour-Finale. Ein wahres Glückskind, es war schon seeehr knapp.
Absolute Highlights, viele 180er, aber auch reichlich Aufnahmen ohne Tripple. Aber wie durch ein Wunder hat er den starken Jungschen Josh Rock besiegt.
Auch sonst haben wir wunderbare matches gesehen, ich finde es sehr erholsam, bei den Siegern nicht immer MvG oder Littler zu lesen.
Van Duijvenbode wieder in Top-Form, leider dann doch raus durch den auch unantastbaren? Smudger Ross Smith.
Ryan Joyce, der sich auf einem steil aufsteigenden Ast befindet und seine Gegner deutlich schlug, könnte ihn jetzt im HF noch stoppen.
 
Und da hat er ihn, den Janker...
8:4 gegen Smith- mit absoluten Highlights, auch wenn Kleinigkeiten daneben gingen.:hurra.gif:
Vielleicht umbenennen in "Flummi", so wie er über die Bühne gehüpft ist.

schindi.jpg
 
Und wieder: was für ein Wochenende!

European Darts Grand Prix in Sindelfingen. Viele haben sich selbst übertroffen, unglaubliche Quoten wurden erreicht.
Sowohl die Jungen als auch alte Hasen. Einige endlich wieder in gewohnter Form. Zu vielfältig die Attraktionen, um hier alles aufzuführen.
Und die Sensation: Flying Scotsman Gary Anderson hat es als Erster geschafft, den Titel zu verteidigen.
Mit einem Whitewash fegte er Guilding weg, der aber ein tolles Tunier spielte. Und der einzige überlebende gesetzte Spieler!
Viele wirklich ganz großartige Matches, auch Schindi hat es weit gebracht, so gut war noch nie ein deutscher Player zuvor.
Erwähnenswert auch ein ungewöhnlich häufig eingesetzter neuer deutscher Referee und Caller :
der 24jährige Bariton Franz Engerer, der singende Ansagen macht und der mittlerweile auch den markanter Spitznamen „German Eye Candy“ erhalten hat.

Die letzten Runden von heute hier:


Ich würde eigentlich auch gerne nochmal was über den portugiesischen Star José de Sousa schreiben.
Er gewann das Turnier im Jahre 2020 ( ),
war dann aber leider nicht mehr präsent in den letzten Saisonen.

Nach längerer Zeit erreichte er im April 2023 ein Pro Tour Finale, unterlag dort aber mit 3-8 gegen . Insgesamt verlief die Saison 2023 für de Sousa aber eher enttäuschend. Zwar war er für die Mehrzahl der großen Turnier noch qualifiziert, schied aber zumeist in der ersten Runde aus. Auch bei der PDC-Weltmeisterschaft 2024 änderte sich dieser Trend nicht. Er unterlag dem schwedischen Qualifikanten zum Auftakt.

Durch seine eingebrochenen Leistungen fiel de Sousa im Laufe der Jahre 2023 und 2024 in der PDC Order of Merit weit jenseits der Top 16 zurück, wodurch er nicht mehr automatisch für und qualifiziert ist. Er verpasste auch die Qualifikation für die . wiki
 
Dutch Darts Championship:
Wir haben eine neue Sensation!
Niko Springer, der 24-Jährige "Meenzer Bub" gelangt beim Turnier der European Tour im niederländischen Rosmalen ins Finale
und wurde erst vom walisischen Weltranglistensechsten Jonny Clayton mit 6:8 gestoppt.
Er warf zuvor auch seine deutschen Landsmänner Martin Schindler (6:2) und Ricardo Pietreczko (6:2) aus dem Rennen.
Ja, wir haben inzwischen so viele Deutsche am Start, dass die sogar zweimal gegeneinander spielen mussten!:-D
Erst seit diesem Jahr besitzt Springer die Tourkarte der PDC und es sieht für ihn ganz nach einer positiven Zukunft aus.
Einige Topspieler wie Weltmeister Luke Littler oder der frühere Dominator Michael van Gerwen, der wegen der Trennung von seiner Ehefrau Daphne eine Turnierpause einlegt, waren beim siebten Turnier der European Tour nicht am Start.
Das macht das Ganze wieder spannend und lässt auch Raum für solche Überraschungen.
 
Und nun endlich mal wieder Portugal:
World Cup of Darts.
Wie ich finde, eines der sehenswertesten Turniere, die Länder- Doppel.
Und ausgerechnet gegen "unsere" Jungs, die ein Heimspiel in Frankfurt haben.
Martin Schindler & Ricardo Pietreczko nehmen es gegen José de Sousa & Bruno Nascimento auf.
Der noch publikumsunerfahrene portugiesische Gärtner hatte sich in Caldas da Rainha den Startplatz erspielt.
Und er hat seine Sache gut gemacht, mit einer 180 sogar, ein Verrechner von de Sousa war natürlich auch mit dabei.
Es hat dann aber doch nicht gereicht, die Deutschen haben sehr gut gespielt, auch wenn die Portugiesen sich ordentlich gewehrt haben.
Ergebnis 4:2 für Schindi und Pikachu.
 
Wir sehen jetzt Portugals Team gegen Singapur:
und der "Singapore- Slinger" Paul Lim mit 71!!! ist mit neuem Partner wieder mit dabei.
...
So, fing nicht schlecht an für die Portugiesen, aber der alte Hase hat's gerissen...
de Sousa & Nascimento mussten sich wieder mit 2:4 geschlagen geben,
wobei für ein Doppel ein average über 90 schon echt gut war.
 
World Matchplay in der wunderschönen Halle "Wintergardens" in Blackpool.
Eins der besten Tunierformate neben der WM...diese langen Distanzen!
Es waren ja nun schon so viele Abende voller unglaublicher Spiele, in jeder Hinsicht. Es waren ganz "schreckliche" Partien dabei, mit unterirdischen Leveln, aber auch phantastischen Leistungen. Heute aber die 38!!! legs Wade gegen Clayton nach einer ziemlich komfortablen Führung der "machine". Aber dann hat das Frettchen, was verbissen dranhing, aufgeholt und es gab noch ein Nagelbeiss-Ende.
Wade ist ein absoluter Knaller, wie er sich angepasst hat an die neue Dartszeit. Irre.
Und jetzt bin ich gespannt auf Littler vs. Rock. Eben die "alten Hasen", nun die jungen Wilden.

Nachtrag:
leider hat sich hier auch meine Hoffnung nicht erfüllt, Rock hat großartig gespielt, aber was soll man gegen diesen Wunderknaben ausrichten???
Ich hätte mir sehr einen Sieg des jungen Nordiren gewünscht.
So heißt es jetzt morgen: Littler gegen Wade.
Ich habe die Befürchtung statt eines tollen matches werden wir ein Gemetzel sehen...aber wer weiß.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, wie erwartet macht es Luke "the Nuke", nachdem Wade so gut reinkam.
Aber dann fängt ja ein Herr Littler erst an und startet durch, Wade kann nur hinterherhinken.
Er spielt zwar einen wirklich guten Schnitt, aber kleine Doppelfehler kosteten ihn den Kopf.
Die Maschine ist nicht auf Höchsttouren aufgelaufen.
Für mich wieder kein schönes Spiel, aber da werden wir wohl mit leben müssen, solange Littler mitmischt.
Es waren aber so viele irre Spiele dabei und so viel potential vor allem bei den Jungen, da wird die Weltmeisterschaft sicher auch sehr aufregend.
Und bitte nicht vergessen: auch die Damen sind klasse!
Find ich auch superschade, dass man das nicht mitgucken konnte! Das ist noch ein großes Manko.



Sunday July 27

1pm-5pm

Quarter-Finals
Beau Greaves 4-1 Kirsi Viinikainen
Lisa Ashton 4-2 Robyn Byrne
Noa-Lynn van Leuven 4-0 Lorraine Winstanley
Fallon Sherrock 4-3 Gemma Hayter

Semi-Finals
Beau Greaves 3-5 Lisa Ashton
Noa-Lynn van Leuven 4-5 Fallon Sherrock

Final
Lisa Ashton 6-5 Fallon Sherrock
(die leider zu viele matchdarts versemmelt hat)

aber auch hier Respekt für die etwas reiferen Damen :-D
 
Zuletzt bearbeitet:
Habe lange nix geschrieben hier, obwohl ja interessante Spiele stattgefunden haben.
Auch die deutschen Jungs haben sich tapfer geschlagen. Jetzt aber der Knaller:



Der Meenzer Bub hat den Titel in Ungarn geholt!
Wir sind ja "leider" in Urlaub und waren gestern auf dem Fest unsres Dorfpatrons São Mateus. Da haben wir diese tollen matches natürlich nicht verfolgen können. Ich frage dann beim Spülen eben so meinen Liebsten: "Wer hat denn eigentlich gestern gewonnen?" und rechne mit Littler, Humphries...Und höre nur: Nico Springer!!! und denke, ah, er hat den Rock besiegt, cool. Aber nein! Die Serie ging weiter und er steht gegen Noppy im Finale, was er dann
mit 8:7 für sich entscheiden kann. Hut ab.

 
Über die letzte Woche habe ich auch nicht geschrieben, einmal sind die deutschen Jungs früh auf der Strecke geblieben und zum andern gab es so tolle Spiele, aber niemand konnte Littler stoppen, obwohl seine Gegner auch ganz großartig auftraten.
Der seit 1998 von der veranstaltete World Grand Prix ist das einzige , welches nach dem Spielmodus „Double-In/Double-Out“ gespielt wird und dadurch ähnlich wie ein Pokalspiel beim Fußball seinen ganz eigenen Regeln folgt. Durch diesen Spielmodus entscheiden sich die Spiele in der Regel noch schneller, da ein nicht getroffenes Doppel in der ersten Runde mit drei Bouncern im normalen Spiel gleichzusetzen sind. Aus diesem Grund kann bei diesem Turnier auch wirklich jeder Spieler gegen jeden Gegner gewinnen, auf jeden Fall ist die Spannung durch diesen besonderen Modus gesichert.
Zusätzlich gibt es hier noch Sätze, dh für einen müssen drei legs gewonnen werden.

Versöhnt hat mich aber heute diese Nachricht hier:

Darts: Wunderkind Luke Littler verliert gegen Landsfrau Beau Greaves

Einfach nur geil!!! :hurra.gif:
 
Nach einigen weiteren Veranstaltungen beginnt nun die Hochzeit für alle Fans.
Heute nach 10 Tagen gab es die Endspiele der WDF- Weltmeisterschaft im Lakeside Country Club
(die "World Darts Federation" hat nach der Insolvenz der BDO 2022 übernommen).
48 Herren, 25 Damen, 8 Jungen und 4 Mädchen traten an.
Auch Deutschland war nicht schlecht vertreten.
Leider mehr oder weniger erfolgreich, lediglich der Bayer Florian Preis kam weiter, sogar bis ins Finale der Youth Championship,
unterlag da aber ein bisschen tragisch dem neuen Shooting Star, dem jungen Schotten Mitchell Lawrie,
der im Alter von 15 Jahren als jüngster Spieler überhaupt in das Finale einer Weltmeisterschaft im Seniorenbereich eintritt.
Er wird als der neuer Luke Littler gehandelt, was durchaus seine Berechtigung hat.
Beau Greaves, die sich dreimal in Serie zur Königin von Lakeside krönte, gibt mit ihrem Wechsel zur PDC nun den Weg frei für eine neue Siegerin.
Es zeigt sich inzwischen bei Herren wie Damen, wie gering die Kluft zwischen Nachwuchsbereich und Hauptturnier inzwischen ist.
Bei der Jugend Gewinnerin des Titels überragend die Türkin Zehra Gemi (16) gegen die ein Jahr ältere Rebecca Allen aus Irland.
Im Endspiel die auf Jamaika geborene Deta Hedman, "The Heart of Darts".
(der ich übrigens mal "in Echt" in Luxemburg auf der Damentoilette begegnet bin:hurra.gif:)
Sie gehört mit 66!!! seit nunmehr 30 Jahren zur absoluten Dart-Weltspitze bei den Frauen,
wo sie mit Ausnahme des Damen WM-Titels auch bereits alles gewinnen konnte, was es zu gewinnen gibt).
Ihre größten Erfolge konnte sie jedoch Mitte der 90er erzielen, als sie quasi jedes Turnier, an dem sie teilgenommen hat, für sich entscheiden konnte.
Weltmeisterin war sie allerdings noch nie.
Gegnerin ist eine sehr starke 23jährige Lerena Rietbergen aus den Niederlanden.
Und ja, jetzt hat sie's geschafft!
Frau Hedman ist Weltmeisterin! Zitat: „Wenn man den Siegpfeil werfen darf, sind das die besten Darts.“
Und dann das Endspiel der Herren, auch hier der jungsche Schotte dabei:
Mitchell Lawrie gegen Jimmy Van Schie, der nach einem Rückstand unglaublich sechs Sätze in Folge gewann und
auch noch nur knapp einen Neun-Darter zum Ende des fünften Satzes verpasste:
nach acht perfekten Darts prallte der letzte schmerzhaft am D18-Draht ab.
Diese unerwartet spannende Wendung führte ihn dann zum 6:3-Sieg.

Und jetzt warten wir alle auf das!
Weihnachten beginnt immer Mitte Dezember! Zumindest für die Menschen, die wissen, was ein Oche ist und warum ein 9-Darter sowie eine Triple 20 Gänsehaut-Gefühle auslösen kann. Denn kurz vor der eigentlichen Bescherung richten sich alle Blicke der Darts-Fans gen England. Im Mekka des Darts, dem Ally Pally, trifft sich die Elite der Pfeilwerfer zum Saisonhöhepunkt und Finale. Alle Jahre wieder ist es also angerichtet, das Spektakel auf der Bühne des Alexandra Palace in London bei der PDC Darts-Weltmeisterschaft. Und alle Jahre wieder werden neue Geschichten geschrieben, wenn die „Gladiatoren des Darts-Sports“ ans Board treten, um den weltbesten Darter zu küren.

Und sorry, ich würde ja auch gerne mal wieder über portugiesische/brasilianische Spieler schreiben,
aber da tut sich gerade nicht so viel. Wir hoffen weiter.
 
Jetzt geht's looos!
Und zur Eröffnung direkt mit einem deutschen Spieler:
Arno Merk
gegen Kim Huybrechts, den belgischen The Hurricane.
Und es gab nur mäßigen Gegenwind für den Neuling: mit coolem 3:1 Satzsieg geht es für den 33jährigen aus Peine weiter! Toll!

Dann das erste Damenspiel: die Mädels haben echt krass in den Lostopf gegriffen:
Lisa Ashton, The Lancashire Rose, 55 und seit 18 Jahren Profi, darf gegen Bullyboy Michael Smith antreten- 2 Weltmeister im Duell!
Leider kam es, wie es kommen mußte...0:3 für die Lady. Am Anfang gar nicht mal so schlecht, aber das Manko vieler weiblicher Spieler: die Konstanz fehlt. Nur Frau Sharock schaffte jemals 2 Spiele in der WM und das ist auch schon 5 Jahre her.
Mit einem 78er Average war es einfach nicht genug gegen den arthrosegeplagten Smith..

Ich schreib hier einfach immer weiter...sind ja vielleicht nicht sooo viele Interessenten.

Nun kommt der amtierende jüngste Weltmeister aller Zeiten:
Luke Littler gegen Darius Labanauskas, er ist aktuell eindeutig der beste Dartspieler Litauens und daher auch mehrfacher litauischer Meister.
Aber ob das reicht?
 
Zuletzt bearbeitet:
Und der undankbare Set-Modus zeigt leider nie den wahren Verlauf:
Labanauskas hat ein großartiges Spiel mit einigen Legsiegen geliefert, Littler konnte sich nicht seine Entspannungsphasen leisten,
aber es geht dann doch 3:0 aus. Schade.
Das letzte Spiel des Premiereabends:
Madars Razma, Lettland-wir bleiben also im baltischen Raum- gegen Jamai van den Herik, 22 Jahre jung, aus den Niederlanden.
Ergebnis 3:1 für den erfahrenen Letten, der allerdings unter seinen Möglichkeiten blieb und Raum für Jamai ließ, der sich nicht schlecht verkaufte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Heute die Nachmittagssession, Infos zu den Spielern von , dartsnews.de und Wikipedia:

Start mit Haupai Puha, einem Maori aus Neuseeland, der sich wacker schlägt, aber dennoch durch einen stärkeren Niels Zonneveld bezwungen wird.
Auch hier wieder das Ergebnis 0:3 nicht ganz der Leistung des Unterlegenen gerecht.

Danach ein Duell der Altmeister Ian White und Mervyn King.
Es geht mit einem unter 90- Average und einer bescheidenen Doppelquote auch eher beschaulich zu,
King zeigt schon deutliche "Abnutzungserscheinungen". Der 59-Jährige, der schon im Alter von 15 auf einer Wellpappenscheibe übte,
spielt nun auch auf der Senioren-Darts-Tour, nachdem er Ende 2024 seine professionelle Tour Card verloren hat.
King zog noch ganz knapp am deutschen Michael Unterbuchner vorbei auf den letzten WM-Platz.
In die Schlagzeilen ist er wegen Steuerhinterziehung bezüglich seiner Gewinne über 20 Jahre geraten und
steht nun vor einem finanziellen Scherbenhaufen.
Schon ein ziemlich tragisches Ende einer langen Karriere.
Leider, trotz eines späten Aufbäumens, musste er nun auch den Sieg an White abgeben,
der in der letzten WM in Runde 3 eine Niederlage gegen den späteren Weltmeister Littler hinnahm.

Ein deutlich schärferes match steht nun an mit Heavy Metal Ryan Searl,
der nicht nur den entsprechenden Musikgeschmack und passende Haartracht hat, sondern auch die schwersten Darts aller Spieler wirft,
einer darf gerne 32 oder 34 Gramm wiegen.
Der Gegner ist Chris Landman, The Countryman aus den Niederlanden.
Das Spiel verläuft relativ kurz und schmerzlos, jedenfalls für Searl, der ein 3:0 erzielt.

Zum Abschluss heute Nachmittag Rob Cross, der eine ganz gegenteilige "Frisur" und einen Ex-Weltmeistertitel trägt,
errungen 2018 gegen die Legende Phil Taylor in dessen letztem WM-Spiel.
Der ehemalige Elektriker erhielt daher auch seinen Spitznamen „Voltage“. Er ist Vater von vier Kindern.
Während der Coronazeit konnte er allerdings nicht an den spektakulären WM-Sieg anknüpfen.
Beim Masters 2022 endete er im Achtelfinale übrigens gegen José de Sousa, sowie auch beim World Matchplay gleichen Jahres.
Wie auch das direkte Aus bei den UK Open gegen Gabriel Clemens erfolgte.
2023 startete Cross erholt und mit neuem Schwung durch, holte sich auch diverse Titel und
gelangte während der WM 2024 bis ins Halb-Finale, wo ihn aber der damals 16jährige Debutant Luke Littler
nach einem überragenden Spiel mit 6:2 bezwang.
Seinen ersten 9-Darter im TV warf Cross diesen März am 5. Spieltag der Premier League in Brighton.
Seine Form in den letzten Monaten war nicht überragend, er rutschte in der Order of Merit ab, auch weil
er nach eigenen Aussagen mehr Zeit mit der Familie verbracht hat, jetzt zur WMvorbereitung aber viel für seine Fitness tat und hart trainierte.

Cross steht jetzt auf der Bühne im Ally Pally gegen Cor Dekker,
dem gebürtigen Niederländer, der sich im Januar als erster Norweger eine Tour Card für die PDC Pro Tour erspielte.
Über 2 Meter groß ist der und besucht scheinbar den gleichen Friseur wie Cross...

Ein leidlich spannendes Spiel, welches Cross recht souverän noch mit einem Knallerabschluss, dem Big-Fish-Check 170 beendet.
 
So, heute abend:
Ross Smith gegen den Wikingertyp aus dem Land von Pipi und Michel: Andreas Harrysson.
Sehr lustig: bei dem bärtigen Kerl die eingeblendete Wilkinson-Werbung.
Smith erst leicht führend. Und da ist sie wieder: die Ally- Pally- Wespe.
Sitzt am Hals von Smith, der sich weiter steigert.
Dann Wespe weg, und Andreas holt auf! Verrückt. Ein superspannendes Spiel entwickelt sich noch und es wird wirklich knapp.
Die Wespe hat diesmal die Schulter von Ross gewählt.
Aber der Schwede bleibt stark und nach Nagelbeißmomenten macht er das Ding! Eine tolle Überraschung.
 
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