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Darts: (PDC Autumn Series, Turniere und anderes)

Kapitel 2:
Ricky Evans- jetzt wird's schnell. Und lustig, seine legendären Weihnachtskostüme (die man auch erwerben kann) sorgen immer wieder für Stimmung.
Mit einem Weihnachtslied läuft er ein. Und spielt gegen Man Lok Leung aus Hongkong. Der hat in der ersten Runde der PDC World Darts Championship 2024 überraschend Gian van Veen knapp mit 3:2 geschlagen und stellte dabei mit elf 180ern den Rekord für die meisten geworfenen Maxima in einem Erstrundenmatch auf. In Runde zwei musste er sich dann Gabriel Clemens mit 1:3 geschlagen geben.
Ja, ein flottes, spannendes Spiel, manchmal echt knapp, aber der "Rapid Ricky" macht's dann gegen "Hugo". Und wieder steht die unglückliche 3:0.

weiter geht's mit Gian van Veen, dem smarten niederländischen Shootingstar:
mit gerade einmal 23 Jahren hat er sich zum jüngsten Europameister der Geschichte gekürt.
In der Weltrangliste steht er nun auf Rang zehn - vor großen Namen wie Martin Schindler (13.) und Gary Anderson (14.).
Groß ist er allerdings auch, daher sein Nickname "The Giant".
Und wir befinden uns wenigstens mal auf der iberischen Halbinsel bzw eigentlich den Kanaren:
von Teneriffa kommt sein Gegner Cristo Reyes.
Besonders in Erinnerung bleibt dessen legendärer Auftritt gegen Michael van Gerwen bei der WM 2017.
Trotz einer 2:4-Niederlage spielte Reyes einen Average von 106,07 – damals ein Rekord für einen Verlierer.
Bei der Weltmeisterschaft 2019 startete Cristo Reyes gegen Rowby-John Rodriguez ins Turnier, hatte das Glück auf seiner Seite und drehte das Spiel noch in einen 3:2-Sieg. Dann war aber Schluß und "The Spartan" war eigentlich einige Jahre von der Bildfläche verschwunden und verlor 2021 auch seine Tourcard. Nun allerdings wieder qualifiziert, meldet sich nach einer beeindruckenden Serie beim Mediterranean Qualifier zurück.
Er macht ein wirklich gutes Spiel, mit einem 167er Highfinish breakt er sogar und schnappt sich den dritten Satz gegen die 2:0- Führung von van Veen,
der ist gewohnt stark, er hat eine stabile Routine entwickelt, auch mental gut aufgestellt. Aber er hat's nicht leicht.
Zum Schluß muß er alles geben und der Matchdart sitzt.

So, und nun noch das letzte Match des Abends, dank der schnellen Spiele fast im Zeitplan.
Damon Heta gegen Steve Lennon.
Der australische Feuerwehrmann trägt als Nick das Anagramm seines Nachnamens "The Heat" als Anspielung auf diese Tätigkeit.
Und einen Flammenhut beim Einzug, kombiniert mit stimmungsmachenden Walk-On-Songs.
Heute passend aus ”Dancing In The Dark" von Bruce Springsteen die Zeile "You can't start a fire without a spark".
Bei den UK Open 2024 war Heta in ein von herausragender Qualität geprägtes Spiel gegen Luke Littler verwickelt und
konnte sich mit einem Sieg erstmals bei einem Major-Turnier ins Halbfinale spielen.
Bei der PDC World Darts Championship 2025 gelang Heta bei seiner Drittrundenniederlage gegen Luke Woodhouse ein Neundarter.
Zu Steve Lennon:
Der Ire gab sein Weltmeisterschaftsdebüt im Jahr 2018, verlor aber 2:3 gegen Michael Smith in der ersten Runde.
Am Ende des Jahres 2023 stand er auf Rang 66 in der PDC Order of Merit und musste somit seine Tour Card nach sieben Jahren abgeben.
Bei der Q-School 2024 durfte Lennon in der Final Stage an den Start gehen, wo er am ersten Tag seine Tour Card zurückgewann.
Heta startet furios ins Spiel, zwei 100+Checkouts (144,110), eine 180, einen 98er Average vor der ersten Pause.
"Scuba Steve" bleibt da mehr als 10 Punkte drunter, aber er kämpft. Nach der Pause erzielt er ein Break, was aber direkt zurückgegeben wird.
Es fehlt eben leider doch ein Stück an der verlangten Klasse.
Wenigstens einen Satz holt er sich dann doch nach vergebenen Matchdarts von Heta.
Dann wird es etwas zäh, aber der Australier gewinnt 3:1 und Lennon verliert die Tourcard.

Weiter geht es dann morgen.
 
Leider..muss ich ja auch noch ab und zu arbeiten oder das normale Leben findet statt. Ich konnte also den Nachmittag nur sporadisch verfolgen.

Mario Vandenbogaerde vs David Davies
Ersterer auch schon was älter unterlag doch überraschend 0:3 gegen den nicht so bekannten Waliser!

Dann ein gewohnt abgeklärter Andrew Gilding (obwohl sich manchmal ein breites Lächeln auf seinem Gesicht zeigte!) gegen den Frischling Cam Crabtree aus London (der, finde ich, mit entsprechender Klamotte aus einer Eaton Place Folge stammen könnte). Das Spiel endete dann ziemlich klar 3:1, den einen Punkt feierte Crabtree auch gebührend...er hatte sich sicher etwas mehr versprochen.

Es folgte ein sehr konzentrierter Luke Woodhouse (ich finde, er starrt die Zahlen geradezu nieder),
der den Chuck Norris :-D der Darts Boris Krcmar mit 3:1 bezwang.

Das Highlight des Nachmittags, für mich zumindest:
Gary Anderson gegen einen unerwartet starken Adam Hunt, der seine Jahresleistung deutlich toppte.
Hochkarätiges Spiel mit einem Average von Beiden mit Mitte 90.
Anderson ließ den Altprofi raushängen und zauberte doch noch kurz vor Schluss einen 3:2 Sieg mit großartigen Aktionen,
irgendwie ist er ja ein ...,aber verdient.
Ich bin ein großer Fan des Schotten.
Hunt verliert leider damit seine Tourcard.

Nach einer Glühweinpause ging es für uns dann in die Abendsession:

Jeffrey de Graaf gegen die Legende Paul Lim.
Bekannt wurde der durch seinen 9-Darter bei der BDO-Weltmeisterschaft 1990, der zugleich der erste (und einzige bei der PDO) 9-Darter bei einer Weltmeisterschaft war. Er wurde Lim zum ältesten Spieler, der jemals an einer PDC-WM teilgenommen hat, inzwischen ist er 71!
Als absoluter Publikumsliebling wurde der gelernten Koch frenetisch abgefeiert vom Saal und gewann mit 3:1 mit reichlich 140ern und tollen Finishs gegen den schwedischen Weltranglisten-49. Jeffrey de Graaf. Der gebürtige Schwede mit dem Spitznamen "The Rebel" kam abgesehen vom zweiten Satz gerade in den entscheidenden Momenten nie rein ins Duell mit dem "Opa" der Darts-Szene und musste am Ende als Favorit die Segel streichen - trotz acht zu zwei erreichter 180er.
Lim, der nach drei Jahren Pause wieder bei einer WM dabei ist, stellte damit einen neuen Rekord im Alexandra Palace auf.
Der «Singapore Slinger» will auch auf gar keinen Fall aufhören...


Das Highlight des Tages auf jeden Fall!

Es folgt das Duell Wessel Nijman-Karel Sedlacek aus Tschechien, aktuell auch ohne Tourcard

Sehr flott und mit großer Qualität (100.91, 50% auf die Doppel) entscheidet der Niederländer 3-0 für sich.
Während der COVID-19-Pandemie verlor er übrigens bei einem Online-Turnier absichtlich Spiele, weshalb er von der Darts Regulation Authority mit einer fünfjährigen Strafe, die zu zweieinhalb Jahren auf Bewährung ausgesetzt war, bestraft wurde. 2023 kehrte er dann auf die PDC Development Tour zurück.

Und nun der Weltmeister von vor zwei Jahren: Luke Humphries gegen den ehemaligen Jugendweltmeister Ted Evetts, der bereits an vier PDC-Weltmeisterschaften teilnahm, wobei er in der ersten Runde des Turniers 2020 gegen die weibliche Spielerin Fallon Sherrock verlor
und danach mit Hassmails überschüttet wurde!
Humphries unglaublich routiniert, er beweist mal wieder, warum er diesen Titel damals bekam und bis vor Kurzem ja auch die Nummer1 der Weltrangfolge war.
Auch die Wespe spielt mal wieder mit...
Trotz heftiger Gegenwehr gelingt Humphries der Sieg, mit einem knapp Hunderter- Average .

Abschließend der heutige Höhepunkt aus deutscher Sicht:
Saarländer "Gaga" Gabriel Clemens kämpft gegen Alex Spellman, den US-Amerikaner.
Das 3:0 gegen den schwachen US-Amerikaner Alex Spellman bei der Darts-WM 2026 bedeutete den ersten Sieg seit seinem Zweitrundenerfolg gegen Man Lok Leung aus Hongkong bei der Weltmeisterschaft 2024. Seitdem gab es bei den Major-Events sechs Auftaktniederlagen, beim World Masters schied er in der Vorrunde aus, siebenmal hatte er sich gar nicht mehr für die großen Turniere qualifizieren können.
Nachdem er seinen Anwurf zum 1:0 durchgebracht hatte, checkte er 170 Punkte zum Break. Der Big Fish – ein ganz dickes Ausrufezeichen.
Neben zahlreichen Fans im German-Giant-Trikot saßen auch die WM-Debütanten Arno Merk und Lukas Wenig im Alexandra Palace und feuerten ihren Landsmann an.
Die jetzt schon sicheren 25.000 Pfund WM-Preisgeld bedeuten ein Polster, um sich am Jahresende möglichst aus dem Kampf um die letzten Tourkarten heraushalten zu können.
(www.welt.de)

Und so freuen wir uns auf den nächsten Tag des spannenden Tuniers.
 
Wir haben/hatten heute (unterstützt werde ich mit Infos von www.dartsnews.de,www.dartn.de, und Wiki):

Jonny Tata vs Ritchie Edhouse 3:0

Dem breiteren Dartpublikum wurde der Neuseeländer durch seinen Auftritt bei der World Series of Darts 2023 bekannt,
bei dem er bei den New Zealand Darts Masters direkt bei seiner ersten Teilnahme Peter Wright mit 6:3 bezwingen konnte.

Als Favorit im Spiel eigentlich Edhouse, der 2024 überraschend die European Darts Championship gewann.
Durch den Sieg verbesserte er seine Position in der PDC Order of Merit um zehn Plätze auf Position 29.

Doch es kam dann anders...
Ritchie Edhouse verlor sein Auftaktspiel gegen den Neuseeländer Jonny Tata klar mit 0:3 in Sätzen.
Bei seinem WM-Debüt steht der Neuseeländer damit direkt in der zweiten Runde und hat ein Preisgeld von 25.000 Pfund sicher.

Dom Taylor vs Oskar Lukasiak 3:0

Ersterer sehr schlank mit beeindruckender Körpergröße,
Spitzname auch: The Tower (der Turm)
Taylor sollte letztes Jahr in den Players Championship Finals spielen, wo er in der ersten Runde gegen den Weltmeister von 2023, Michael Smith,
antreten sollte.
Vor dem Turnier wurde jedoch bekannt gegeben, dass die Darts Regulation Authority (DRA) Taylor aufgrund eines positiven Dopingtests suspendiert hatte. Taylor erhielt eine einmonatige Sperre, nachdem festgestellt wurde, dass die verbotene Substanz nicht leistungssteigernd war und außerhalb des Wettkampfs eingenommen wurde

Sein Gegner, Schwede Lukasiak, warf bereits im Alter von zwölf Jahren bei den Denmark Open einen Neundarter.
Beim German Darts Grand Prix 2023 gab Lukasiak sein Debüt bei einem Turnier der PDC. In der ersten Runde unterlag er Gabriel Clemens.
2025 begann für ihn mit einem Tourkartengewinn bei der Q-School und einem Turniersieg auf der Nordic & Baltic Tour in Riga.
Heute hatte er allerdings kein gutes Händchen und musste sich geschlagen geben:
Beinahe hätte die Darts WM 2026 den zweiten Spieler erlebt, der seine Partie mit einem 170er-Finish beendet.
Im Gegensatz zu Rob Cross scheiterte Dom Taylor jedoch am Versuch das Bullseye zu treffen,
machte seinen Sieg wenig später jedoch auf der Doppel-4 perfekt.

Nitin Kumar vs Richard Veenstra 3:2

Der Ally Pally erlebt seine nächste Sensation:
Nitin Kumar -und damit überhaupt der erste Inder-gewinnt erstmals ein Match bei der Darts WM!
Kumar eröffnet den Entscheidungssatz mit einem Break durch einen eiskalten 84er-Checkout auf Tops.
Veenstra verpasst viele Doppel-Chancen und kann das Match trotz toller Highfinishs und dem glatt gewonnen 4. Satz einfach nicht drehen.
Der Inder bleibt bis zum Ende eiskalt auf die Doppel, checkt 76 Punkte in zwei Darts und triumphiert erstmals auf der größten Bühne des Sports.

Joe Cullen vs Bradley Brooks 3:0, zweimal England

Brooks "Bamm Bamm" hat trotz seiner jungen Jahre schon beachtliche Erfolge erzielt, unter anderm 2020 den Titelgewinn als Jugendweltmeister.
Zuletzt im November beim Grand Slam of Darts mit Erreichen des Achtelfinales.
Dort lieferte er Gerwyn Price einen guten Kampf, verlor aber am Ende mit 8:10.

Joe Cullen hat die Nachmittagssession mit einem Ausrufezeichen beendet.
Der „Rockstar“ setzte sich gegen Bradley Brooks souverän mit 3:0 in Sätzen durch. Cullen fand schnell seinen Rhythmus, steigerte sich im Scoring und übernahm spätestens ab Satz zwei vollständig die Kontrolle. Mit einer starken Doppelquote, mehreren Breaks und einem brillanten 116er-Checkout zum Matchgewinn machte Cullen den dominanten Auftritt perfekt und zog hochverdient in Runde zwei ein. Das tut ihm wirklich gut, für mich eine etwas tragische Figur im Darts-Zirkus, er bleibt oft unter seinen Möglichkeiten zurück und verliert auch unglücklich viele Spiele. Seinen Frust läßt er auch gerne in Interviews und den sozialen Medien raus...passend zum Nickname.

Heute Abend dann zum Auftakt der nächste deutsche Spieler:

Lukas Wenig vs Wesley Plaisier 1:3

Der 31-jährige Marburger (geboren- ungelogen! in Münchhausen) gibt um 20 Uhr sein Debüt im Ally Pally gegen
den belgischen Wesley Plaisier, Nummer 84 der Welt.
Eigentlich ganz zuversichtlich noch im Interview, ist das Spiel von Lukas noch ziemlich wackelig. Plaisir zieht straight durch und
nimmt sich ohne große Gegenwehr den ersten Satz. Mit viel Bemühen und auch Glück gleicht der Deutsche aus.
Die Fehler des Belgiers kann er nicht wirklich bestrafen. Der nächste Satz läuft etwas besser, aber es ist eine Zitterpartie.
Er schafft tatsächlich ein schickes break, aber Plaisier holt es sich auf dem Fuß zurück.
Er ist eindeutig der konstant stärkere Spieler, da helfen auch bisher fünf 180er für den Hessen nix. Zu viele Aufnahmen ohne Triples.
Der vierte Satz hart umkämpft, aber der zweite Matchdart des Belgiers sitzt. Schade drum.
Somit ist der erste der 8 deutschen Spieler ausgeschieden.

D. Van den Bergh vs Darren Beveridge 3:0

Und der nächste Belgier tritt ans Oche:

Dimitri Van den Bergh hat ein hartes Jahr hinter sich.
Für den „Dreammaker”, so sein Spitzname, ähnelte 2025 eher einem Alptraum.
Der Belgier, lange Zeit ein fester Bestandteil der großen Darts-Bühnen, musste erkennen, dass Körper und Kopf eine Pause brauchten.
Er hat sich tatsächlich eine Auszeit genommen, die ihn allerdings einige Plätze in der Weltrangliste kostete.
Ende November wurde er nur noch auf Position 23 geführt.

Er tritt an gegen einen weiteren Debütanten, den Schotten Darren Beveridge, der im Januar 2024 bei der PDC Qualifying School
eine Tour Card für die Pro Tour gewinnen konnte. Er tritt stark und energisch auf, wohingegen man Dimi den psychischen Zustand deutlich anmerkt.
Es ist leider traurig zu sehen, Dimi hängt auch mit dem Average schwer hinterher. Und "Icecold" wird auch das Spiel beendet, einen 3:0 -Sieg steckt der Schotte ein. Wir werden hoffen und sehen, was der "Dreammaker" in Zukunft wieder erreichen kann.

Stephen Bunting vs Sebastian Bialecki 3:2

Publikumsliebling Stephen Bunting wurde im Januar 2014 Weltmeister bei der British Darts Organisation (BDO), wechselte dann aber zur PDC.
Bunting wirft ungewöhnlich weit rechts vom Oche, eine Stellung, die er seit Kindheit beibehält, weil zuhause das Dartboard etwas versetzt aufgehängt war. Er war lange bekannt dafür, sehr leichte Darts (z. B. etwa 12 Gramm) zu nutzen, hat aber sein Equipment im Lauf der Zeit angepasst, auf inzwischen 16 Gramm!, um mit einem etwas schwereren Setup stabiler auf hohem Niveau agieren zu können.
"The Bullet" schlägt auch entsprechend ein heute, seine Form in den letzten Jahre ist unglaublich geworden.

Sein Gegner kommt aus Łódź in Polen, begann im Jahr 2015 im Alter von 12 Jahren mit Darts und wurde 2017 und 2018 polnischer Jugendmeister.
Der große Erfolg steht für ihn aber noch aus, er hält auch keine Tourcard. Er wehrt sich leidlich, hat aber nicht wirklich eine Chance gegen einen tollen Bunting, dessen Sohn Tobi wie oft im Publikum sitzt und mitfiebert. Dann holt Bialecki unerwartet 5 legs in Folge, es wird noch spannend.
Es gibt den 2:2- Ausgleich! Ob die wieder aufgetauchte Wespe eine Rolle spielt? Bunting knallt noch 4 180er raus, aber der Pole führt zum ersten Mal.
Dann der Ausgleich: 2:2 im 5. Satz:
Es kommt zur ersten Anwendung der Two- Clear- Leg- Regelung, neu dieses Jahr schon in Runde 1.
Das Set wird nicht mit dem nächsten Leg bei einem Stand von 3:2 beendet. Stattdessen werden weitere Legs gespielt, bis ein Spieler zwei Legs Vorsprung hat. Falls kein Spieler einen Vorsprung von 4:2, 5:3 oder 6:4 Legs herauszuspielen schafft, wird die Spielentscheidung beim Stand von 5:5 Legs in einem "Sudden Death Leg" zum 6:5-Endstand erzwungen. Die Regeln bleiben dabei unverändert, und der Anwurf wird nicht erneut ausgebullt Quelle:

Und dann macht es doch Bunting (inzwischen mit 9 180ern...), aber Hut ab vor Bialecki!!!


Und dann zu guter Letzt: die Stimmung im Saal ist noch gut, ein Hauch von Country & Western weht durch...

James Hurrell vs Stowe Buntz 3:1

Im März und August erreichte Engländer Hurrell (der witzigerweise derjenige ist, der den Nickname "Hillbilly" benutzt)
jeweils bei den Players Championships ein Viertelfinale, hat auch eine Tourcard, aber ist noch recht unbekannt. Er spielt gegen Buntz aus Portsmouth, Virginia. Viele Jahre lang war der nicht auf internationaler Ebene aktiv. Erfolge hauptsächlich in den USA, außerdem gewann er im November die Gibraltar Open.

Beide nicht schlecht, wenn auch noch knapp unter 90 im Average. Und letztendlich zieht es Hurrell als vielleicht der etwas konstantere Spieler durch.

Ein langer ereignisreicher WM- Tag.

Dummerweise kann ich berufsbedingt morgen die Nachmittagssession nicht verfolgen
hätte sehr gern Cameron Menzies, Mensur Suljovic und natürlich Peter Wright gesehen. :frown2:
Dafür eröffnet dann Max Hopp gegen Martin Lukeman die Abendsession.
 
...hätte sehr gern Cameron Menzies, Mensur Suljovic und natürlich Peter Wright gesehen. :frown2:
Dafür eröffnet dann Max Hopp gegen Martin Lukeman die Abendsession.
Und was hab ich verpasst!!!
Menzies flossen letztes Jahr beim größten Darts-Turnier des Jahres auf der Bühne die Tränen und er musste von seinem Gegner Leonard Gates getröstet werden.
Nun schied der Schotte erneut direkt im ersten Spiel aus, schlug mehrfach auf den Beistelltisch ein und wurde vom Schiedsrichter von der Bühne geschickt.

Ire Brendan Dolan, mit einem Big Fish Finish zu Satz2
Ergebnis: 3-1 gegen Tavis Dudeney, eines der vielen englischen Nachwuchstalente im Dartsport, er konnte sich 2024 einen Titel auf der Development Tour sichern. Anfang 2025 folgte dann bei der Q-School der Gewinn der Tourkarte, Ende des Jahres gab er sein WM-Debüt.

Mensur Suljovic, auch bekannt als „The Gentle“, ist ein serbischer Dartspieler, der für Österreich antritt. Er begann seine Karriere in Wien und hat sich als einer der besten E-Darts Spieler aller Zeiten etabliert. Trotz seiner Erfolge hat Suljovic in den letzten Jahren Schwierigkeiten mit gesundheitlichen Problemen gehabt und fühlt sich nicht mehr so fit wie zu seiner besten Zeit.
Er besiegt den Kanadier David Cameron relativ souverän mit einem 95er-Average und einer Doppelquote von rund 32 Prozent zum 3:1.

Zum Abschluss der Session trat dann noch der zweifache Weltmeister Peter Wright gegen die Niederländerin Noa-Lynn van Leuven an.

Im Alter von 16 oder 17 Jahren bezeichnete van Leuven sich das erste Mal selbst als trans und
begann daraufhin ihre Transition zur Frau, welche sie 2022 abschloss.
Die Welle an Reaktionen rund um ihre Person und ihre Teilnahme am Frauendarts führte für sie in der Vergangenheit zu schweren mentalen Problemen. Besonders die Phase, in der Anca Zijlstra und Aileen de Graaf aus dem niederländischen Team ausstiegen, weil sie nicht mit „einem biologischen Mann“ spielen wollten, empfand van Leuven als „unglaublich schmerzhaft“.
Auch die Entscheidung des Dartverbandes WDF, Transfrauen von Frauenwettbewerben auszuschließen, hinterließ tiefe Narben.

Der schottische Grinch spielte zwar nur einen 84er-Average, bewies aber gutes Timing und hatte am Ende eine Doppelquote von 56 Prozent, sodass er sich problemlos mit 3:0 durchsetzte. Die Möglichkeit zur Leistungssteigerung hat der 55-Jährige dann einen Tag vor Heiligabend in der Nachmittagssession gegen Arno Merk.


Dann mit Spannung erwartet:
Max Hopp wieder zurück nach 5 Jahren im Alexandra Palace mit einem 3:1 gegen den Engländer Martin Lukeman.
Weil er in jungen Jahren quasi immer dabei war, ist es trotzdem bereits seine neunte WM-Teilnahme.
Mit 16 Jahren debütierte Hopp, gewann darauf den WM-Titel der Junioren und 2018 als erster Deutscher ein Turnier des Darts-Weltverbandes PDC.
Unter anderm mit seiner Rolle als TV-Experte bei der WM sorgte Hopp für ein geregeltes Einkommen in der Zeit, als er seinen Profistatus verlor,
es folgten schwierige Jahre in der "Zweitklassigkeit".
Lukeman galt für heute als klarer Favorit, ist in der Order of Merit, der Darts-Weltrangliste, schließlich die Nummer 38, während Hopp nur auf Rang 93 rangiert.
Den ersten Satz sicherte sich der «Maximiser» mit zwei Breaks, im zweiten Satz lag er mit 0:2 zurück, gewann aber dann drei Legs nacheinander.
Ganz so einfach machte es der Engländer dem Deutschen aber nicht. Hopp ließ sich auch nicht von einem Malheur aus der Ruhe bringen, bei dem er sich an der Scheibe verrechnete. Sein formschwacher Gegner erwischte allerdings auch einen schlechten Abend und verpasste zahlreiche Würfe auf die Doppelfelder. Letztlich nutzte Hopp seinen zweiten Matchdart zum Sieg.
In der zweiten Runde wartet nun Luke Woodhouse, die Nummer 25 der Welt, auf den 29jährigen Hessen.

Wir sehen dann Dirk van Duijvenbode, den Auberginen-Experten. Kaum verwunderlich, dass er die Früchte seiner Arbeit schon mal stolz auf die Darts-Bühne trägt und deshalb den Spitznamen "Aubergenius" weghat, der den "Titan" ersetzt hat.
Das Erreichen des Viertelfinals bei der Darts-WM 2021 war für ihn das Sahnehäubchen. Van Duijvenbode erlitt jedoch eine Verletzung, nachdem er bei seinem Walk-on vor seinem Spiel gegen Dylan Slevin bei der Dutch Darts Championship 2023 gestürzt war. Durch seine frühen Ausscheidungen bei Turnieren litt Van Duijvenbodes Ranking, hinzu kam, dass er zweimal Vater wurde. Aber er ist wieder da.
Gegen Andy Baetens tritt er an. Der belgischer Dartspieler, der ab dem Jahr 2017 bei der BDO/WDF seine ersten größeren Erfolge einfahren konnte.
Allein 2023 erlangte Baetens zehn WDF-Titel und somit auch die Führung in der Weltrangliste. Außerdem krönte er sich im Dezember 2023 zum WDF-Weltmeister und holte sich 2024 eine Tourkarte.
Der Niederländer machts dann, ein hochkarätiges Spiel mit eine über 98er Average, der Big Fish war auch an der Angel. 3:2 das Ergebnis.

Jetzt Johnny Clayton auf der Bühne, der walisischer Dartspieler. Sein Spitzname ist "The Ferret", das "Frettchen". Diesen Beinamen bekam er bereits während seiner Zeit im Amateurrugby und spielt auf seine damalige Wendigkeit an. Der eher trainingsfaule Player bezeichnet seine Katze Layla als Glücksbringer. Als er mal zu Hause trainiert habe, sprang sie plötzlich während des Werfens auf seine Schulter.
Er wirft gegen Debütant Adam Lipscombe aus England. Er wurde von seiner Mutter in der Kneipe bei Spielen in der Jugendzeit angefeuert mit "Come on, my Baby Boy", der Name blieb...Und er macht seine Sache wirklich nicht schlecht. Aber Clayton dreht schwer auf, mit Highfinishes, Bullchecks und stufenweisem Steigern seines Averages und fegt den Gegner mit 3:1 weg.

Und zum Abschluss wird noch gezaubert.
The Wizard Simon Whitlock Australiens Spitzenspieler mit dem markanten Äußeren, wildem Bart und hüftlangem Dreadlock-Zopf.
Whitlock ist dafür bekannt, mit sehr groben Spitzen zu spielen. Der durch die Spitzen verursachte Schaden führte mehrmals zu Diskussionen über ein Verbot derselben, welches letztendlich von der PDC für den Zeitraum ab 2024 auch beschlossen wurde.
Letztlich geht die Regel aber nur so weit, dass der jeweilige Turnierdirektor die Spitzen verbieten kann, wenn sie „die Dartscheibe übermäßig beschädigen“.
Er verlor kürzlich seine Tourcard, was aber nicht das Ende von „The Wizard“ und der Dartsscheibe bedeutet:
die World Seniors Darts Championship bekannt, dass Whitlock zukünftig zum Teilnehmerfeld der weltbesten Darts-Senioren gehören wird.

Ohne Tourkarte spielte sich Gegner Connor Scutt aus England 2024 in die Top 64 der OoM und ist nun zum dritten Mal im Ally Pally.
Zieht recht eindeutig an Whitlock vorbei, vergibt aber seine Matchdarts und Whitlock bekommt einen Satz. Und kämpft gegen die inzwischen 180er der Engländers an, nimmt sich noch ein leg, dann den Satz, führt...aber letztendlich holt sich Scutt nach einigen verpatzten Matchdarts dann doch den Sieg!
3:2 geht es knapp aus.
Na, ob man da jetzt schnell in den Schlaf findet :fies:
 
Die Nachmittagssession kriege ich auch wieder nur teilweise zu sehen.

verpasst leider:

Alan Soutar : Teemu Harju 3:2

Der Schotte kommt ursprünglich auch von der BDO, wo er bereits früh bei der WM antrat.
Er ist Feuerwehrmann und versieht weiterhin Dienst neben seiner Karriere, Nach der WM 23 und seinem Sieg gegen den gesetzten Daryl Gurney flog er zurück in seine Heimatstatt Dundee, um dort auf der Wache über Weihnachten Schicht zu schieben.
Soutar ist auch in der Förderung junger Spieler aktiv. Er war Mitgründer der Angus Darts Academy und ist zudem bei der Junior Darts Corporation involviert

Harju aus Finnland arbeitet in einem Schlachthof und begann bereits als kleiner Junge, da auch seine Eltern Darts spielten
Zwischen 2016 und 2020 erlebte Harju eine ziemlich steile Talfahrt in seiner Darts-Karriere, als er unter Dartitis litt.
Ein Zustand der Nervosität, der einen Spieler davon abhält, den Dart während des Wurfes zum richtigen Zeitpunkt loszulassen.

noch die Schlussakkorde mitgenommen:

Nick Kenny : Justin Hood 3:0

Der Waliser Kenny nahm 2023 an der Q-School 2023 teil. Er qualifizierte sich hierbei per Tagessieg am zweiten Tag für die Final Stage,
wo er am letzten Tag über die Rangliste die Tour Card erspielen konnte.
Er musste sich aber klar geschlagen geben gegen einen überragenden Hood, der Name war Programm und mit einem fast 100er Average
zieht der Engländer weiter in die zweite Runde.

Scott Williams : Paolo Nebrida

Wieder steht ein Engländer am Oche:
Bei der PDC-Weltmeisterschaft 2024 konnte Williams nach Siegen über Haruki Muramatsu, Danny Noppert, Martin Schindler, Damon Heta und Michael van Gerwen das Halbfinale erreichen, welches er allerdings deutlich mit 0:6 gegen den späteren Turniersieger Luke Humphries verlor. Nach seinem Drittrundensieg gegen Martin Schindler sorgte er mit einer Aussage über Deutschland mit Bezug auf die beiden Weltkriege für einen Eklat, entschuldigte sich jedoch dafür.
Der Gegner Nebrida ist ein Dartspieler von den Philippinen, der seit über zehn Jahren dabei ist. Zunächst spielte Nebrida eher regionale WDF-Turniere und mit der Expansion der PDC nahm Nebrida auch an diesen Events teil. Ein WDF-Turnier und mehrere Events der PDC Asian Tour konnte er für sich entscheiden. Sein größter Erfolg waren die Qualifikationen für die PDC-WM 2023 bis 2025. Bei seiner dritten Teilnahme zog er dann als erster Spieler seines Heimatlandes in die dritte Runde ein.

Strotzend vor Selbstbewusstsein und sehr dominant zieht Williams davon, teils mit affigem Gehabe, wie ich finde.
92 zum Match mit Doppel18/Doppel18 macht er mit 3:0 den Philippinen nieder, der einem schon fast leid tut.


Die Fans werden heute Nachmittag gleich noch Chris Dobey gegen Xiaochen Zong aus China erleben.
Ich muss leider essen gehen...:fies:

Zu Dobey muss man nicht viel sagen, lange schon ist der Engländer dabei.
Er begann seine Karriere wie viele zunächst bei der BDO. Allerdings gelang es ihm nicht, dort Fuß zu fassen.
Nachdem er die Qualifikation für die BDO-Weltmeisterschaft 2015 verpasst hatte, wechselte Dobey zur PDC.
Der Schotte Gary Anderson begann von dort an, ihn zu unterstützen.
Sein Karriereweg zeigt eine pragmatische Herangehensweise:
keine Beschwerden, wenn man etwas verpasst, nur stetiger Fortschritt und Konzentration auf die nächste Herausforderung.
Bei der Weltmeisterschaft 2025 rückte er bis ins Halbfinale vor, in dem er Michael van Gerwen unterlag.

Im September 2022 gewann Zong die PDC China Premier League, indem er im Finale mit 11:6 gegen Han Xicheng gewann. Damit wäre Zong eigentlich für die PDC World Darts Championship 2023 qualifiziert gewesen. Sein Startplatz wurde jedoch an den unterlegenen Finalisten Han weitergegeben, da Zong sich aufgrund von Allergien nicht gegen SARS-CoV-2 impfen lassen konnte.
Er hat ca. 8500 km zurückgelegt, um in London dabei zu sein.

Ergebnis: 3:1

Ich hoffe, wieder rechtzeitig auf der Couch zu sitzen, denn:

das erste Spiel des Abends: der nächste deutsche Spieler Ricardo Pietreczko gegen---
jaaa, José de Sousa!!! Somit haben wir hier auch endlich mal wieder den Portugalbezug.

Wenn ich Euch hier allerdings zu viel zuschwalle,
darf der Darts- Faden gerne nach "Plaudern und Diskutieren", wenn wirklich mal der Herr de Sousa (oder gerne auch andere Portugiesen, aber da mangelt es ein wenig) auftritt, kann ich das ja in "Sport in Portugal" einfügen.
 
Ricardo Pietreczko gegen:
José de Sousa- "The Special One"- Kommentar Basti Schwele: das kommt nicht von seinen Ergebnissen...
Aber er holt sich direkt im ersten leg das Break! Auch das nächste läuft, wenn er auch ein bisschen weniger flüssig spielt als früher.
Da muss Pikachu noch ein wenig aufrüsten! Er macht dann doch das 1:2.
Auf die erste 180 des Deutschen direkt die gleiche Antwort aus Portugal.
Ricardo schafft das Break sauber mit Tops. 2:2
De Sousa stellt sich ganz speziell im entscheidenden leg die bogey-Nummer, kann nicht mit 3 Darts checken.
Ricardo verpasst erst das Doppel, machts dann aber doch. Der erste Satz geht an Deutschland.
4 legs in Folge bisher. Dennoch De Sousa mal mit 177. Ausgleich im 2. Satz für Portugal. Und eine nächste 180.
Ein bisschen Dramatik...De Sousa verpasst Tops, Ricardo trifft Bullseye für 11 Rest..., der Portugiese macht aus. 2.2
Ricardo reißt den Satz mit einem 18/Doppel-20-Check, währen der Spezielle noch 61 stehen hat.
Es sieht gut aus für Deutschland, aber ich finde dennoch, de Sousa schlägt sich gut, obwohl knapp unter 90 im Schnitt.
Auf jeden Fall ein spannendes Spiel mit vielen guten Aufnahmen.
Ausgleich in Sätzen in Satz 3. Und Ricardo muss tatsächlich etwa kämpfen, knapp schafft er das 2:1.
2:2 für den Decider im 3. Satz. Und er hat den Vorteil. Und macht den Satz. Wie schön und verdient.
"74 Rest- weiß er das?" :-D Unser Rechenkünstler...
Dann doch Ricardo nach 3 legs des Gegners wieder eins.
Und im letzten Moment noch eine deutsche 180...
Ricardo wirft zum Match an.
Einmal das Tops/Tops verpasst, aber dann doch der Sieg.
Es war wirklich gut, einer muss gewinnen...
 
Weiter geht's mit
Danny Noppert vs J. van der Velde.
Ein niederländisches Duell.
Noppert: sein Spitzname „The Freeze“ ist ein Wortspiel und symbolisiert sowohl seine Heimat Friesland, als auch seine Nervenstärke.
Ein ganz toller, super sympathischer Spieler, dem man wirklich Erfolge wünscht. Er musste sich sehr oft den ganz Großen geschlagen geben.
Jurjen van der Velde konnte bereits einige Titel im Juniorenbereich gewinnen, ehe er 2018 mit einem Whitewash das Finale der German Open gewann.
Und es folgten weitere Erfolge. JDC, WM der unter 16jährigen, im Ally Pally, allerdings ohne Zuschauer ausgetragen.
Für ihn ein Traum heute wahr geworden.
Präpariert für einen eventuellen Wespenstich mit einem Spray, was allerdings direkt Tränen hervorruft,
kommt er auf die Bühne.
Routinier Noppert nimmt sich aber den ersten Satz. Und knallt ein 135er Finish raus. Wo vdV schon schön bei 36 stand...
Er fährt jetzt auch große Geschütze auf, prescht durch, lässt noch 2 Matchdarts aus, aber macht's dann 3:1 zu.

Gerwyn Price tritt an gegen Adam Gawlas, den jungen Tschechen, auch ohne Tourcard. Wird wohl bald die Q-School antreten.
Souverän mit 3:0 wuppt der Favorit diese Aufgabe mit wenig Gegenwehr.

Und dann schauen alle auf den Meenzer Bub, Nico Springer.
Der hochveranlagte Mainzer wurde seiner Favoritenrolle leider nicht gerecht.
Immer wieder haderte Springer mit seinem Spiel, es schlichen sich einfache Fehler ein.
Auch seine zweite Partie im Ally Pally ging verloren.
Der Mainzer verliert überraschend gegen den Australier Josh Comito (44) mit 1:3.
Sehr schade, trotz toller Momente.

Dabei hatte Springer eine so gute Saison gespielt, im Schnitt 95 Punkte erzielt.
So war die Nummer 52 der Welt auch der große Favorit.
Comito schafft es durch die WM-Teilnahme überhaupt erst in das Weltranglisten-Ranking, steht nun auf Rang 115.
Springer kommt gar nicht in die Partie rein, Comito nutzt die Chance sofort und holt sich den ersten Satz.
Mit sichtlich viel Wut im Bauch versucht Springer, zurück ins Spiel zu finden. Das klappt zunächst auch. Er gleicht aus.
Doch der Australier lässt sich nicht einschüchtern. Im 3. Satz räumt er 155 ab, gewinnt so den Satz.
Ausgerechnet im 4. Satz unterlaufen Springer zwei dramatische Fehler. Anstatt in die Doppel 20 zu treffen, fliegt der Pfeil in die Doppel 1 – die anschließende Doppel 19 schafft er nicht. Im nächsten Versuch trifft er die einfache 6 nicht.
Comito ist mit seinem vierten Matchdart zur Stelle und gewinnt!
Am Ende kommt Springer auf einen soliden Average von 86,95 Punkten, trifft allerdings nur 29 Prozent auf die Doppel.
Der Australier erzielt 85,5 Punkte im Schnitt, trifft dafür 40 Prozent seiner Doppelversuche.
Es hat nicht sein sollen, trotzdem ein gutes Match.

Aus deutscher Sicht ist es das zweite Ausscheiden nach Lukas Wenig.
Dafür stehen Gabriel Clemens, Arno Merk und Max Hopp bereits in Runde zwei.
Martin Schindler und Dominik Grüllich können den Sprung noch schaffen.
Wir freuen uns weiter und sehen uns morgen wieder!
 
...und jetzt hab ich mich heute so beeilt, nach Hause zu kommen und ganz verpennt, dass es ja heute gar keine Nachmittagssession gab...:klatsch:

Aber jetzt geht's weiter:

Matt Campbell vs Adam Sevada

Der Kanadier Campbell führt den Spitznamen Ginja Ninja, was durch seine roten Haare begründet ist.
In der letztjährigen WM gelangte er in Runde 2 mit einem klaren 3:0 Sieg gegen Mensur Suljović, unterlag dann aber zu Null Ryan Searle.

Gegner ist ein Amerikaner, Seveda nahm 2010 er mit den Las Vegas Open an seinem ersten größeren Turnier teil und kam unter die besten 32 Spieler.
In der Folge beteiligte er sich bis 2018 fast ausschließlich an Turnieren der American Darts Organisations und gewann dabei insgesamt sieben Titel. Anschließend verschwand Sevada vorerst von der Bildfläche und nahm erst 2021 das Spielen wieder auf, mit einigen Titelgewinnen in den USA, die ihn für die diesjährige WM qualifizierte.

Mit drei breaks wird das Spiel eröffnet, Sevada der stärkere Spieler, holt sich den ersten Satz.
Campbell hat die Chance auf ein leg, verpasst Tops, hat aber Glück, weil auch Sevada nicht checkt.
Und macht dann die 40 mit 20-der unglücklichen 6 und Doppel 7 aus!
Dank seinem 2. 180er-Wurf gelingt ihm die nötige Distanz und das 2:2 im zweiten Satz. Und er kann darauf auch durch ein break ausgleichen.
Eine weitere Spitzenaufnahme für den Kanadier zum Start nach der Pause, sein Selbstbewußtsein ist wieder gefestigt. Der Average schnellt nach oben, über 90 steht er jetzt.
Wohingegen Sevada aus dem Tritt ist, aber mit einem Highfinish (117) wieder ausgleicht. Das Spiel nimmt deutlich Fahrt auf.
Campbell macht das 2:1 in legs. Sevada legt zu mit seiner 2. 180, direkt beantwortet mit einer nächsten von Kanada.
Im Decider verpasst Campbell die Doppel4 knapp, Sevada kann die aber und geht mit 2 Sätzen in Führung.
Campbell inzwischen bei 5 perfekten Würfen. Aber der Amerikaner kämpft verbissen, er ist nur noch ein leg vom Sieg entfernt und wirft zum Match an.
Der 6. Matchdart sitzt und ein weiterer Debütant kommt weiter, mit 3:1 schlägt er den erfahreneren Spieler.

R. van Barneveld vs Stefan Bellmont

Nun einer der ganz großen Namen, wobei das ja immer so ein Wundertütenspiel bei Barney ist...und oft tragisch.

Der Schweizer Bellmont startete 2015 bei der BDO, wechselte dann wie Viele zur PDC und versuchte immer wieder,
leider vergeblich, eine Tourcard zu ergattern. 2025 gewann er die Turniere 5, 14 und 23 des Circuits der Challenge Tour.
Aufgrund dieser Leistung schloss der Schweizer als Bester ab und schrieb Dartsgeschichte:
Er sicherte sich als erster Schweizer in der Historie der PDC die Tour Card für die kommenden zwei Jahre.
Letztes Jahr als erster Schweizer auch bei der WM. Wobei die ja schon immer gut im Treffen waren, zumindest mit Armbrust auf Äpfel...
Nun versucht Belli sich also gegen einen Altmeister, eine Legende:
Seit dem Ende der 1990er Jahre galt der Niederländer van Barneveld als einer der besten Dartspieler der Welt.
Er wurde zwischen 1998 und 2007 fünfmal Dartweltmeister, viermal bei der BDO und einmal bei der PDC.
Die 33. WM für ihn insgesamt, die 19. bei der PDC.
2018 trennte Van Barneveld sich von seiner Ehefrau Silvia, mit der er seit 1995 verheiratet war.
Später lernte er die Britin Julia Evans auf einem Turnier in Southampton kennen, mit der er mittlerweile in London lebt.
Er verlor direkt in der ersten Runde der WM 2020, beendete danach seine Karriere.
Im September 2020 kündigte er sein Comeback an und erhielt auch die Tour Card wieder.
Psychisch (er erlitt auf der Bühne schon einmal einen Zusammenbruch nach einem verlorenen Spiel) und auch körperlich angeschlagen,
fühlte er sich auch nach eigener Aussage nicht in der Lage, mit voller Energie aufzutreten, negative Haltung zeigt dann seine Frustration.

Belli ganz stark, dominiert das Spiel eindeutig, fast ohne Gegenwehr geht er mit 2:0 Sätzen in Führung. 90er Average, 54% Check-out- Quote.
Barney wechselt die Darts, aber bisher hat er nur ein leg gewinnen können...
Fast mit stoischer Ruhe und Schweizer Langsamkeit Gelassenheit... steht er nun vor dem Sieg,
aber nach 8 legs von Belli kriegt Barney, unterstützt von seiner "Army" im Publikum, doch noch einen Punkt.
Der Schweizer vergibt allerdings die ersten drei matchdarts, beim nächsten Versuch erzielt er dann aber das Sensationsergebnis 3:0!

James Wade vs Ryusei Azemoto

Anfang Oktober holte sich der extravagante Japaner Azemoto in Qingdao seinen vierten Turniersieg auf der PDC Asian Tour und qualifizierte sich damit erstmals über die Asian Tour Order of Merit für die PDC-Weltmeisterschaft 2025. Dort verlor er sein Erstrundenspiel gegen den Niederländer Wesley Plaisier mit 2:3 Sätzen.

Ansonsten wahrscheinlich eher ein leichter Gegner für den gestandenen Spieler, der mit seinem aktuellen Walk-on-Song "I’m Still Standing" von Elton John eine mehr als passende Aussage liefert: "The Machine" ist immer noch da, kann sich gut in der neuen Dart-Ära behaupten.
Er ist einer der herausragendsten und beständigsten Spieler in der Geschichte des Darts.
Mit seinem einzigartigen Spielstil, oft gewinnt er mit einem eher knappen Average, und seiner mentalen Stärke
hat er sich als einer der besten Spieler der PDC etabliert. "I'm James Wade and I do what I do."
Linkshänder James Wade hat im Laufe seiner Karriere zahlreiche bedeutende Titel gewonnen, einzig Weltmeister kann er sich nicht nennen.
Es ging für ihn noch nicht über das Halbfinale hinaus. Dieses Jahr nimmt er den 22. Anlauf.
Wade hat öffentlich über seine Kämpfe mit bipolarer Störung und ADHS gesprochen, was ihm geholfen hat,
das Bewusstsein für mentale Gesundheit im Dartsport zu schärfen.

Der Japaner schafft ein 1:2, aber Wade macht Wade- Dinge und holt nach 2 Breaks den ersten Satz.
Azemoto wirft die erste 180 des Spiels. Wade lässt 4 Darts auf "seine" Doppel10 liegen, aber der Japaner verpasst auch die Chance auf Tops.
So checkt "The Machine" dann zum 2:0 in Sätzen. Noch zwei zum 6. leg in Folge, der Asiate deutlich unter 90 im Average chancenlos.
Dann sitzt der erste matchdart...und es ist vorbei.

Und zu guter Letzt für Heute:.
"The Wall", ich nenne ihn "Mäuerchen", Martin Schindler. Gegen Stephen Burton.
Der vorletzte deutsche Spieler tritt an zum Erstrundenspiel. Hoch geführt, wir sind gespannt, ob er die Erwartungen erfüllen kann.
Nicht immer in der letzten Zeit fand Martin gut ins Spiel, manchmal ist er da ein Spätzünder. Vielleicht kommt ihm der Satzmodus entgegen.
Vielleicht kann er auch mal wieder einige seiner coolen Highfinishs landen.

Burton aus England ist Tourcardholder, hat sich aber noch nicht herausragend gezeigt. Aber wie wir schon gesehen haben, hat das nichts zu sagen.
Genug Favoriten sind schon heimgeschickt worden.

Burton hat Anwurf und startet direkt mit 180 und holt das erste leg. Mit der Doppel1, dem "Madhouse" klappt's dann für Schindi.
Danach ein Break zum 2:1. Martin scored gut. Und einwandfrei geht der erste Satz an ihn.
Dann hat Burton 6 Darts Zeit fürs nächste leg. Und er spielt das 1:0.
Martin mit der ersten 180. Das Rebreak klappt nicht, Burton holt sich das 2:0 und rüstet weiter auf.
Die nächste deutsche 180 fällt. Und direkt noch eine.
Dennoch gibt's den zweiten Satz für den Engländer.
Eine 4. 180 von "The Wall" (er hält den deutschen Rekord mit 13 davon in einem Spiel).
Knapp geht der Pfeil dann doch in die Doppel9 und es gibt wieder ein deutsches leg.
Ein bisschen bemüht auch das zweite im Satz. Und auch das dritte und damit gibt's das 2:1 in Sätzen.
Zum Start in den dritten Satz ein weiteres Maximum im deutschen Anwurfleg. Was sich Martin auch holt.
98,6 zur Zeit im Schnitt. Er ist im Flow und macht auch das 2:0, setzt wieder drei Pfeile in der Treble20.
Und ganz schnell mit Tops dann das finale Doppel.
Neuer persönlicher Rekord: 99,1 Average
Somit ist der nächste Deutsche weiter, einen ham wer noch.
Dominik Grüllich muss morgen Abend sein Können beweisen.
Schöner Tagesabschluss. Good flight, good night.
 
Mit dem Ausscheiden von Campbel und Burton sind die Chancen für den Tourcarderhalt von Lukas Wenig übrigens extrem gestiegen. Sicher ist das noch nicht, aber drei Außenseiter müssten noch mehrere Spiele gewinnen. Zum Viertelfinale wissen wir vermutlich Bescheid.
 
Also bisher ist das richtig spannend, was da so passiert, die Felderweiterung hat meiner Meinung nach sehr gut getan.
Manchen damit allerdings auch die WM verhagelt...aber ich freu mich immer über nicht so vorhersehbare Spiele und Ergebnisse.
Solange ein Herr Littler noch nicht abräumt :fies:.
Aber wir sind noch nicht durch und können auf weitere Überraschungen hoffen.
Jedenfalls großartig, so viele deutsche Teilnehmer und die meisten sogar weiter.
James Wade hat sogar in einem Interview was dazu gesagt.
„Die Leute legen ihnen enormen Druck auf. Deutschland wartet auf DEN Major-Sieger. Und dieser Person wird in Deutschland regelrecht hinterhergejagt.“

Nachher geht's weiter, ich werde leider auch erst wieder etwas später dazustoßen können, aber das Leben ist ja kein Ponyhof Ally Pally...
 
Mike De Decker vs David Munyua

Schon lange dabei der Belgier, der vor drei Tagen seinen dreißigsten Geburtstag gefeiert hat.
Durch die guten Resultate auf der Development Tour konnte De Decker sich schon 2015 eine Tourkarte für die nächsten zwei Jahre sichern
und hält die seit 2020.
Sein größter Erfolg: im Oktober 2024 gewann De Decker sehr überraschend den World Grand Prix.
Nach Siegen über Damon Heta, Gary Anderson, James Wade und Dimitri Van den Bergh gewann er das Finale gegen Luke Humphries mit 6:4 Sets.
De Decker ist zwar Linkshänder, wirft aber mit dem rechten Arm.

zu David Munyua:
"Ich will zeigen, dass es in Afrika Talent gibt"- der kenianische Tierarzt feiert heute sein Debüt bei der Darts WM
Dabei spielt er erst seit drei Jahren.
Mir ging es eigentlich nicht um die PDC, sondern um die Sportlichkeit, die dort herrschte, und die Freundschaften. Das fand ich großartig.“
Heute repräsentiert Munyua den gesamten Kontinent bei der WM.
„Das ist wirklich ein Traum, der wahr wird."
Hinter Munyua liegt eine Reise von mehr als 14 Stunden von Nairobi nach London – eine Stadt, die er zuvor noch nie besucht hatte.
„Großartige Stadt. Vielleicht fällt die WM nur in die falsche Jahreszeit. Solche Temperaturen habe ich noch nie erlebt."

David Munyua führt sowohl in Satz 2 als auch drei mit zwei legs, kann aber die Setdarts nicht einpassen.
De Decker schafft es wieder, obwohl sein Schnitt auch unter 84 liegt. Ab und zu blitzen gute Würfe auf, aber sein Spiel ist wechselhaft.
Und dann doch trotz Rechenfehler ein Satzgewinn für den Kenianer.
Als Start in den nächsten Satz legt er dann auch noch unter frenetischem Jubel der Halle 6 perfekte Darts vor!
Nochmal ein böser Verrechner...und die Wespe setzt sich auch noch direkt unter sein Auge! Dr Doolittle läßt grüßen...
Da De Decker immer noch nicht beim A-Game angekommen ist, schafft Munyua ein weiteres leg, er hält sich tapfer.
Und hat auch einen kleinen Fanclub dabei, der ihn richtig abfeiert.
De Decker muss alles geben, macht das auch mit einem Bullseye- Finish zum Rebreak auf 2:2 nach dem 2:1...
es wird richtig dramatisch, als De Decker die Matchdarts vergibt, der Kenianer das falsche Doppel trifft, was der Belgier ihm direkt nachmacht...
So steht es tatsächlich 2: in Sätzen! De Decker startet mit 6 perfekten Pfeilen in den fünften Satz.
Und unglaublich: Munyua macht die 135 aus mit Bullcheck. Die Halle tobt! 8 140er hat er schon geschafft.
34 Darts auf Doppel hat De Decker schon vergeben und der Kenianer geht in Führung! Bei 2:1 verpasst er den Matchdart!
Aber der nächste sitzt in der Doppel20 und ein historisches Ereignis hat stattgefunden. Bisher vielleicht die größte Sensation für diese WM!
 
Die andern Spiele hab ich leider nicht sehen können, aber der Engländer und Favorit Callan Rydz schlägt Patrik Kovacs mit 3:0.
Der Ungar hatte sich durch den Sieg bei der ungarischen Super League sein Ticket gesichert und auch zum ersten Mal bei der WM teilgenommen.
Ryan Joyce aus England, sein Spitzname Relentless spielt auf seine Nervenstärke an, bezwang den 23jährigen Landsmann Owen Bates mit dem gleichen glatten Ergebnis.
Kuriose Geschichte zu diesem Spieler: im Dezember 2023 verbot die PDC Bates' Spielernamen "The Master", da er mit den Worten "Owen Master Bates" auf die Bühne gerufen wurde und dies dem Satz "Owen masturbates" ähnelte...

Aber es gab eine weitere große Sensation und eine irre Show im Ally Pally!
Der Japaner Motomu Sakai bezwingt Thibault Tricole aus Frankreich glatt mit 3:0 in Sätzen.
Sakai „The Creature“ fühlte sich bei seinem Debüt auf der größten Darts-Bühne der Welt offenbar richtig wohl.
Schon beim Walk-on, ein Song aus einem Anime mit Superpower-Charakter, feierte er ausgelassen, tanzte und brachte früh eine Top-Stimmung in die Halle. „Ich glaube daran, dass die Darts umso besser fliegen, je mehr ich tanze“, sagte Sakai auf der Pressekonferenz nach der Partie.
Am Oche stellte der Japaner dies unter Beweis und spielte zwischenzeitlich über 90 Punkte im Drei-Dart-Average (sport1.de)
 
So, der erste Bayer steht auf der Bühne:
der 23jährige hat sich über die harte Tour nach oben gearbeitet: Development Tour, Super League, Q-School – und dann endlich die PDC Tour Card.
Er arbeitet als Garten- und Landschaftsbauer und passt sein Berufsleben an die Tour an, statt alles über Nacht umzuwerfen:
„Ich gehe jetzt mit den Stunden etwas runter, damit ich mehr Zeit habe zum Dartsspielen.“
Wichtig ist dabei die Unterstützung aus dem Alltag: „Mein Chef steht da voll hinter mir, gibt mir frei oder lässt mich Stunden nacharbeiten.“ Er spielt ungewöhnliche 23,5g- Pfeile.

Sein Gegner ne harte Nuss:
aus den Niederlanden Jermaine Wattimena Der Spitzname The Machine Gun spielt auf seinen schnellen Wurfrhythmus an.
Er begann seine Profi-Karriere bereits 2008.
Es folgten Jahre mit Hochs und Tiefs, bei der PDC World Darts Championship 2024 war Wattimena zunächst gegen Fallon Sherrock siegreich,
unterlag dann aber dem gesetzten Martin Schindler.
Insgesamt hat sich im Verlauf der letzten beiden Jahre ein deutlicher Formanstieg gezeigt.
Bei der Vorjahrs- WM musste er in der 3. Runde eine 2:4-Niederlage gegen Peter Wright mit einem 97er Average hinnehmen. Es ist seine.

Ein leg gönnte er dem Deutschen zu Beginn, aber der ist weitgehend chancenlos.
Das 1:2 im zweiten Satz kann sich der Bayer noch schnappen, sogar noch das break zum 2:2. Wirft dann an und schafft den Satzausgleich!
Er fighted weiter, macht auch das 1:1 in Satz 3. Dann aber doch 2:2 durch Rebreak vom Belgier. Die erste bayrische 180 fällt.
Gruellich kann die Führung übernehmen, Watti hat ein paar Patzer drin. Dennoch gleicht er in Sätzen aus.
Nach spannenden Würfen geht es in den fünften Satz, Anwurf Wattimena. Der verpasst viele Doppelwürfe, aber der Bayer kann es leider nicht nutzen.
Der Belgier hat jetzt aber alles im Griff, wirft zum Match an. Und der erste Pfeil auf Tops sitzt. Gut gekämpft vom Deutschen, aber der Routinier machts dann einfach.



Dave Chisnall vs Fallon Sherrock

Ich sagte ja schon, die Mädels haben sich da nicht die schlechtesten Gegner gelost...
Sie ist die bisher einzige Frau, die Spiele bei einer Weltmeisterschaft der PDC gewann. Ihr Spitzname lautet seitdem Queen of the Palace.
Shockwaves gingen 2020 durch die Welt...
Im Oktober des selben Jahres veranstaltete die PDC erstmals eine PDC Women’s Series, bestehend aus vier Turnieren an einem Wochenende, welche als Qualifikationsmöglichkeit für die WM 2021 galt. Sherrock erreichte gleich beim ersten Turnier das Finale, verlor dieses allerdings gegen Lisa Ashton.
Bei der PDC Qualifying School 2021 erreichte sie als einzige Frau die Final Stage, konnte sich jedoch keine Tour Card erspielen.
Am 25. August 2023 warf sie als erste Frau bei einem im Fernsehen übertragenen Spiel einen Neundarter.
2025 soll ihr vorerst letztes Jahr als Profi werden, da sie schon länger an einer Nierenerkrankung leidet.
Danach plant die 31-Jährige eine Pause vom Turnierzirkus – mit dem Ziel, langfristig wieder ganz zurückzukommen.
Privat war sie liiert mit Cameron Menzies, die Trennung wurde im Oktober bekannt gegeben.

Dave Chisnall schnappte sich über zehn BDO-Titel und zog ins WM-Finale im Lakeside 2010 ein. Bei der PDC konnte „Chizzy“ mittlerweile 18 Pro Tour Turniere für sich entscheiden. Für einen Major-Titel reichte es aber noch nicht, sechsmal kam er ins Finale, so u.a. beim World Grand Prix und beim Grand Slam. Der größte Erfolg bei der Weltmeisterschaft war das Erreichen des Halbfinals im Jahr 2021. 15. WM spielt er gerade.

Der erste Leggewinn an die Dame, dann aber Satz 1 an Chizzy, Fallon verpasst zu viele Doppelchancen und überwirft sich bei 125...
Ihre erste 180 kann leider die absolut miserable Doppelquote nicht wettmachen. Nur 1 von 15 konnte sie verwandeln.
Die Wespe findet Schwarz-Gelb gut und hockt auf Chizzys Trikot. Im Publikum sitzen übrigens auch als Imker verkleidete Fans.
Beide Spieler steigern ihren Average etwas, der ist noch im verbesserungswürdigen Bereich.
Und Chizzy macht die 160 ganz lässig zum zweiten Satz aus.
Im 3. Satz gelingt Frau Sharrock dann sogar das Break. Sie kämpft auch stark. Beim Herrn die Bogey- Nummer, so kann sie doch endlich mal in Legführung gehen. Doch dann Chizzy Matchdarts, läßt aus, aber auch Sharrock patzt. Er machts dann doch. Da wär mehr drin gewesen, schade.

Noch ein paar Analysen, dann kommt Mighty Mike, The Green Machine, dreifacher Weltmeister gegen den Japaner Mitsuhiko Tatsunami.
"That's the way I like it" singt der ganze Saal. Aber dann erklingt „Seven Nation Army“ von den White Stripes und der Niederländer betritt die Bühne.
Bei der vergangenen WM war „Mighty Mike“ etwas überraschend ins Endspiel gestürmt, verlor dann aber gegen Luke Littler.
Dem verlorenen WM-Finale war privat und sportlich „ein schwieriges Jahr“ gefolgt, wie er sagt. Große Kiefer-OP,
Trennung von seiner Frau nach über zehn Jahren Ehe.
Er ist nicht mehr in der Form seiner besten Jahre, aber immer noch spitzenmäßig unterwegs.
Aber Tatsunami greift direkt, an, auf seinen 2. Führungstreffer folgt direkt die 180 von MvG (534!!! bei WMs für ihn damit insgesamt).
Und phänomenal checkt der Japaner zum Satz mit 13/Treble19/Doppel11! Irre.
Und zaubert weiter, der Saal tobt. Ein Treble nach dem andern fällt, van Gerwen bringt grade mal seinen Anwurf durch. Hammer.
Dann das 2:2 in Satz Zwei. Van Gerwen hatte schon den Socken-T(r)ick anwenden müssen. Und fährt jetzt seine Superkraft auf.
Busted 147...Geht durch für den zweiten Satz. Dem Japaner geht jetzt doch etwas die Energie aus. Checkt aber noch die 1:2 perfekt.
Inzwischen stehts auch 2:0 im vierten Satz für den Asiaten. MvG gleicht aus...aber der (Ta)tsunami stürmt weiter.
Doch dann...a win is a win, van Gerwen schüttelt den Kopf....nach dem verpatzten Doppel nimmts dann doch der Niederländer.
Das war echt knapp, leider eben wieder diese Kleinigkeiten.
Aber ein tolles Match.

Und zum Abschluss noch Krzysztof Ratajski gegen Alexis Toylo

Ich bin froh, dass ich nicht morgen früh arbeiten muss, der Philippino spielt mit ausgesuchter Langsamkeit und mit sehr speziellem Wurfstil...
kann aber richtig gute Schnitte spielen und hat schon

Ratajski „The Polish Eagle“ spielte ursprünglich Softdarts, wo er auch einige Erfolge erreichen konnte.
Auch einige Titel beim Steeldart konnte er holen, wir werden sehen, in welcher Form er sich befindet.
Bei der Weltmeisterschaft 2021 konnte er Ryan Joyce mit 3:0 und Simon Whitlock mit 4:0 besiegen.
Im Achtelfinale siegte er gegen Gabriel Clemens mit 4:3. In diesem Match vergaben beide Spieler insgesamt 16 Matchdarts.
Es ist seine neunte WM.
Bei der PDC-Weltmeisterschaft 2025 gewann Toylo sein Erstrundenspiel gegen Richard Veenstra mit 3:0 Sätzen und
verlor in Runde 2 just gegen Ratajski mit 1:3 und schied aus.
Der spielt auch solide, als einer der drei polnischen Teilnehmer. Ein schicker Bullcheck, 2 legs hat er bereits.

Am Rande: es geht ja nicht alles so, wie man will. Man muss noch arbeiten, Dinge erledigen, den Haushalt machen,
Termine usw usf.
Man kann (wenn nicht grad auch die Spiele auf Sport1 nochmal gezeigt werden) auch mal den live-Ticker bemühen,
ganz schön für eine Übersicht oder einen Blick auf den Verlauf.
 
So, schnell noch das Ergebnis vom letzten Spiel gestern anfügen: das ist mal wie erwartet ausgegangen, 3:0 für Krzysztof Ratajski.

Heute Nachmittag spielen Kevin Doets, ein Niederländer, der der Liebe wegen nach Schweden zog und dort als Kurierfahrer arbeitet.
Gegen Matthew Dennant aus England
Da ist der Favorit eigentlich gut dabei, schnell mit guten scores, vergibt aber einige Setdarts und der Engländer
mit einem Average über 90 weiß sich da zu helfen.
Den zweiten Satz kann Doets aber dann doch erringen. Er hat inzwischen einen Schnitt von fast 100.
Sein Gegner wehrt sich auch verbissen, verpasst aber auch seinen Setdart...der Satz geht mit einer Doppel15 von Doets in die Verlängerung.
Von 0:2 in zum 2:2. und zum Satzsieg spielt er sich, mit einer weiteren 180.
Ein Shanghai- Finish, die 120, macht Doets schön aus. Dennant kann noch etwas Druck aufbauen.
Aber der zweite Matchdart des Niederländers sitzt und er gewinnt 3:1.

Nun zieht ein neues Land ein: Jesus Salate, ein Glaser aus Argentinien betritt die Bühne. Er bekommt es mit Ryan Meikle aus England zu tun.
Der Frisör checkt direkt zu Beginn eine 130 raus. Salate kann mit dem bisher schlechtesten Average des Turniers von unter 80 nicht mithalten.
Und kaum komme ich vom Wäscheaufhängen zurück, ist das Ding schon aus, der Bart ist ab sozusagen.
Der "Barber" hat mit 3:0 zugeschlagen.

Mickey Mansell vs Leonard Gates
Seit 1993 spielt der Nordire, mit wechselhaftem Erfolg. Dieses Jahr keine TV-Siege zu verzeichnen.
Leonard Gates zählt zu den erfolgreichsten US-Amerikanern im Dartsport. Unzählige Turniersiege auf amerikanischen Boden stehen für Gates zu Buche, auch darüber hinaus nahm der „Soulger“ bereits an internationalen Events teil.
Sein Debüt gab er im Jahr 2023 im Ally Pally, zudem gewann er zahlreiche Turniere der World Senior Darts Tour.
Er reißt das Publikum schon beim Walk on mit, setzt direkt zur Show an. Ski-Brille auf, breites Grinsen im Gesicht – Zeit für ein Tänzchen.
Gewinnt auch die ersten beiden legs, holt auch den ersten Satz nach einigem Hin und Her.
Im zweiten Satz hat der Texaner nicht viel zu melden, und Mansell machts dann aus.
Gates tauscht mehrmals die Darts...Set 3 läuft gut für ihn, in einem leg sogar über 107 im Schnitt, er schafft auch das 2:1 in Sätzen.
Der vierte Satz läuft im "Kaffee-und Kuchenmodus" wie Basti meint. Beide Averages sinken drastisch, es dümpelt ein bisschen vor sich hin.
2:2 dann, es ist wieder alles offen. Aber dann prescht Gates durch und räumt alle 3 legs ab- damit der Sieg für den 55jährigen Amerikaner!

Und zum Abschluss des Nachmittags noch ein besonderes Match:

Josh Rock aus Antrim, Nordirland, ist ein aufstrebendes Dartstalent der Professional Darts Corporation (PDC). Er tritt mit dem Spitznamen „Rocky“ an. Der Nordire, der mit 24g Mission Darts spielt, wechselte 2022 von der WDF zur PDC und etablierte sich rasch als einer der dynamischsten Spieler der Tour. Bekannt für seine explosive Wurftechnik und beeindruckende Averages, feierte Rock bereits in seiner Debütsaison einen Pro-Tour-Sieg und dominierte die Development Tour mit fünf Titeln. Mit Siegen bei Events wie dem Dutch Darts Championship 2024 und dem World Cup of Darts 2025 hat er sich zu einem brandgefährlichen Gegner entwickelt.

Der junge Wilde hat es mit einer Gegnerin zu tun:
Gemma Hayter
Die Engländerin spielte schon 2009 als Jugendliche und war auf dem Weg, eine der besten Dartspielerinnen ihres Landes zu werden. So wurde sie auch schnell für das Nationalteam nominiert, dann blieben die Erfolge allerdings ein wenig aus. Gemma Hayter stoppte für Jahre mit dem Dartsport.
Erst 2024 wagte sie dann eigentlich aus dem Nichts einen neuen Comeback-Versuch, nahm da auch an den Damen-Turnieren der PDC teil,
qualifizierte sich mit einigen Erfolgen erstmalig für die PDC Dart-WM.

Und liefert ein sehr solides Erstrundenspiel, kann im Scoring mit dem klaren Favoriten Josh Rock einigermaßen gut mithalten,
es fallen sogar 5 perfekte Darts.
6 Legs kann sie für sich entscheiden, muss sich aber letztendlich dann doch mit 1:3 geschlagen geben.
Eine sehr beeindruckende Vorstellung, wir sind gespannt, was wir da künftig noch von der Engländerin zu sehen kriegen werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Noch eine unschöne Meldung:

Dom Taylor, wurde wie auch im letzten Jahr schon, seitens der PDC suspendiert und ist mit sofortiger Wirkung aus der Darts WM 2026 ausgeschieden.
Bei routinemäßigen Dopingkontrollen während des Turniers stellten die Verantwortlichen einen „auffälligen Analysebefund“ fest.
Für den 26-jährigen Engländer endet die Weltmeisterschaft damit vorzeitig.
Taylor gewann sein Erstrundenspiel mit 3:0 gegen Oskar Lukasiak.

Und schwupps geht's schon weiter:

William O’Connor tritt an gegen Krzysztof Kciuk

Der Ire zum neunten Mal dabei.
Bei den Players Championships 2023 spielte er am 20. März 2023 bei seinem Erstrundenmatch gegen Jimmy Hendriks
einen Neundarter. Sein vergangenes Jahr war auch echt gut, mit einem 95er Schnitt über die Saison.

Bei der Q-School 2025 erreichte Kciuk (auf Polnisch "Daumen" also Nickname "The Thumb") die Final Stage,
in der er am ersten Tag bis zum Viertelfinale kam,
sonst jedoch kein Spiel mehr gewann und somit auch die Tour Card nicht zurückholte, die er 2023 abgeben musste.

Der Pole eröffnet mit einer 180. Kann O' Connor auch. Und setzt direkt mal ein 167er Finish nach einer Minute!
Das Publikum singt den Walk-on Song des Iren, "Zombie" von den Cranberries immer weiter!
Kciuk gleicht aus, O'Connor macht das 2:1. Alles geht sehr schnell, kein Wunder, beide spielen über 100 im Average.
Der Pole erzwingt den Decider...aber schlussendlich macht der Ire das entscheidende Doppel zum ersten Satz.
Und zieht den nächsten mit drei leg- Gewinnen klar durch. Immer noch 103er Schnitt, der Pole ist auf unter 90 abgesackt.
Es fällt die sechste 180 für O'Connor. Wieder führt er mit 2:0 im dritten Satz, noch ein Maximum und dann sitzt der erste Matchdart.
Kurz -und schmerzhaft für den polnischen Gegner. Eine super Leistung vom Iren, der höchste Gesamt-Schnitt bisher im Turnier.

Nun kommen wir zum absoluten Highlight:

Daryl Gurney vs Beau Greaves

Wir bleiben auf der Insel, allerdings geht es nach Nordirland.
Gurney ist aktuell die Nummer 22 der Welt, nachdem er 2019 schon auf Platz 3 stand. Nickname "Superchin".
Er hat insgesamt 6 PDC-Titel in seiner Profi Karriere geholt, die 2009 begann.

Und die vielleicht beste Spielerin, die es je gab.
"Beau'n Arrow" Beau Greaves

Beau Greaves begann ihre Profidarts-Karriere früh: sie stand 2014 bereits im Alter von zehn Jahren im Finale des World Youth Masters,
nachdem sie zuvor schon in einigen Ligen und Turnieren Großbritanniens mitgespielt hat.
Da es nicht möglich war die WM bei der PDC und der WDF zu spielen, blieb sie bei den Damen, sie traute sich auch die Männerkonkurrenz noch nicht zu. Sie holt da noch drei WMTitel (22,23 und 24), bevor sie in die Männerdomaine vordringt. Und wie. Hier holt sie das erste leg, zwingt Gurney zu Hochleistung für den zweiten. Gurney kann das Break nicht spielen, Beau trifft das falsche Doppel! Er macht dann souverän das 2:1 im zweiten Satz.
Aber nach verpasstem Doppel von Gurney kann sie das Break zum 2:2 machen. Dann läuft es nicht so gut für die junge Engländerin und Superchin trifft beim ersten Versuch die Doppel20 zum ersten Satz. Trotzdem krass, wie Beau ihn zwingt, alles zu geben.
Und das macht er, direkt die erste 180 fällt bei ihm. Mit 140 holt sie wieder auf. Sie hat über 400 Matches diese Jahr gespielt, 677 180er geworfen...leider fehlt es hier noch ein bisschen an den großen Zahlen, nur knapp 82 im Schnitt erreicht sie. Für das 1:1 reicht es aber. Mit einem 15-Darter. Und dann kommt auch ihr erstes Maximum. Ja! 128 mit Bullcheck ausgemacht. Und nun läufts, mit einem 10-Darter holt sie den Satz.
Nach der Pause muss Gurney schon schnaufen, wieder fallen 180 Punkte. Und sie schnappt sich auch das erste leg. Gurney setzt 3 Darts an den Draht, aber auch sie kann nicht checken, der Nordire macht dann doch seinen Punkt. Eine 180 vom Herrn, die Dame kann mit 140 antworten. Dennoch macht Superchin das 2:1. 180 Nummer 4 für Beau. Sie stellt sich Doppel16. Und es geht in den Decider. Sie läßt dann aber die Doppel20 aus und Gurney schnappt sich den Satz. Beau kann wieder mal mit einem Break in Führung gehen. Und ihre 5. 180. Was für ein Spiel! Die Lady macht den Punkt.
Und den Satz!!! Nach der 1 im ersten Wurf ihre 6. 180....und macht mit der Doppel10 wieder aus, das 4. leg in Folge...sehr knapp, mit einem weiteren Maximum zwingt sie Gurney zum Checken, der das auch macht. Und er nimmt die 144 raus, weil er muss, Rest 16, ihm prallt ein Dart ab! Und sie macht 120, aber der Checkdart ist mm weg vom Doppel. Gurney macht seinen Matchdart und ist heilfroh, dass er das Ding dann doch noch gerockt hat und macht einen Kniefall vor der Gegnerin.
Superspannend bis zum letzten Dart, wirklich auf Augenhöhe! Und natürlich unglücklich für Greaves, einen andern Gegner hätte sie vielleicht geknackt, aber so ist es eben.
Und Littler wurde gefragt, welche 2 Gegner er nicht haben wollte. Paul Lim war der erste und...Beau Greaves, die ihn ja auch schon besiegte.

Was kann da jetzt noch kommen?
Natürlich "The ASP" Nathan Aspinell, der Saal tobt, "Mr. Brightside" wird aus tausenden Kehlen gesungen.
Kam 2019 und 2020 ins Halbfinale, unterlag aber den Michaels: Smith und van Gerwen.
Lourence Ilagan der Gegner, "The Gunner" von den Philippinen. Auch schon WM erprobt, kam 2023 sogar in die zweite Runde.

Leg 1 gewinnt Asp, dann schon zu Beginn die unvermeidliche Wespe. Leg 2 geht an Ilagan. Und auch ein Decider ist hier im ersten Satz direkt drin.
Und Ilagan holt sich auch den! Ein schnelles Spiel. Aspinell kann dann den Satzausgleich erzielen. Und auch die 2:1 Satzführung schafft Aspinell, es geht der nächste doch wieder in den Decider...aber der Favorit aus England macht mit dem "Big Fish" aus. Wow. War doch leidlich spannend, Ilagan hat super gespielt und viele gebotenen Chancen nutzen können.

zum Abschluss der Runde 1 nun noch
Keane Barry vs Tim Pusey

Der nächste Ire kommt ins Spiel: Keane Barry ist einer der besten Jugendspieler der Welt und zurecht wird ihm eine große Zukunft vorhergesagt.
Bei den WDF-Jugend-Turnieren hat Barry so ziemlich alles gewonnen, was man gewinnen kann, darunter auch die Jugend-WM.
Mittlerweile neun Turniersiege gab es auf sekundären PDC-Touren und ebenfalls mehrfach war „Dynamite“ schon bei der PDC-WM am Start gewesen.
2021 sicherte sich der Ire außerdem eine Tourcard.

Aus "Down Under" kommt Pusey, spielt seit 2015 bei Turnieren der australischen Tour.
Puseys selbstgewählter Spitzname „The Magnet“ bewirkt ein Wortspiel The „Puseymagnet“ und drückt eine Anspielung darauf aus, dass Frauen sich angeblich zu ihm hingezogen fühlen, da sein Nachname ähnlich klingt wie „Pussy“, eine englische Bezeichnung für die weiblichen Genitalien.
Die PDC beschloss daraufhin, Pusey diesen Spitznamen im Rahmen der PDC World Darts Championship zu untersagen. Wikipedia

Nach den zwei ersten legs kann der Australier nicht mehr punkten, Barry stellt 2:0 in Sätzen.
Wenn er den Sieg schafft, wird er der Zweitrundengegner von Martin Schindler sein. Und so kommt es auch, mit 3:0 gewinnt der Ire.

64 matches haben wir nun schon hinter uns, morgen geht es spannend weiter.
 
So, nun mit Volldampf auf in die zweite Runde:

Den Anfangs"quicky" macht Ryan Searle gegen Brendan Dolan.
Der Engländer mit einem 100+Average und Doppelquote von fast 65% lässt dem Nord-Iren keine Chance,
auch wenn der ein 109er-Finish einbauen kann.
Ganz schneller, klarer 3:0-Sieg für "Heavy Metal" gegen den „The History Maker“,
bei dem aber seine besten Geschichten in der Vergangenheit liegen.

Dann zwei Spieler, die unterschiedlicher nicht sein könnten:

Andreas Harrysson, der Wikinger-Typ aus Schweden, der überraschend Ross Smith heimschickte mit einem 3:2- Sieg in Runde eins.
Gegen den flippigen Japaner Motomu Sakai, der ebenfalls den Favoriten Thibault Tricole aus Frankreich glatt mit 3:0 in Sätzen bezwingen konnte.
Vollzeit-Profi Sakai spielt, seit er 16 Jahre alt ist.
Set 1 geht 3:2 an den Nordmann, der schon eine 141 rausnahm und leicht im Average führt.
Und auch den zweiten erkämpft er sich, der Japaner kann schon etwas aufrüsten, aber es reicht dann doch nicht ganz.
Nur ein leg ist es in diesem Satz für ihn. Aber der dritte Satz geht dann doch noch in den Decider.
Den zweiten Matchdart versenkt Harrysson und so zieht ein ganz ungeplanter Spieler in Runde drei ein und der Tanz ist für den Japaner vorbei!
Im Interview trägt der Sieger eine Schwedenkappe und plaudert aus dem Familiennähkästchen.
Zur Unterstützung dabei seine Schwester und seine wie er sagt "Beinahe"- Frau (da er sie vor 25 Jahren gefragt hat, ob sie ihn heiraten will, sie auch ja gesagt hat, aber seither ist nix mehr passiert).

Es folgt D. van Duijvenbode vs James Hurrell

Erste 180 geht an den Engländer, erstes leg an den Niederländer.
Der Hillbilly kann beim Scoring nicht so richtig mithalten, trotz vier 180er kommt er nur auf gut 80.
Aber jetzt im zweiten Satz setzt er sich mit 2 weiteren Maxima gut durch gegen den Aubergenius, der schon 4! 9darter dieses Jahr vorzuweisen hat,
und macht das Ding mit 3:0 zu.
DvD schafft nun auch endlich seine erste 180, er ist sichtlich ungehalten, dass seine Leistung nachlässt, wohingegen Hurrell richtig aufdreht.
4 legs in Folge holt der sich. Das Rebreak des Niederländers macht es weiter spannend.
Aber das nächste leg gegen den Anwurf geht an den Engländer und er holt auch den Satz, es steht 2:1.
Leg eins dann wieder an Dirk, aber Hurrell antwortet mit seiner achten 180 im Spiel.
Trotz 34 Plätzen Unterschied in der Rangliste schlägt sich der Hillbilly deutlich besser als erwartet. Aubergenius verkürzt auf 2:2 in Sätzen.
Ein dramatischer Endspurt, Break vom Engländer, beide Spieler gleich im Schnitt jetzt und Hurrell legt das Champagne- Finish hin: Bull/Bull Doppel16...
und knallt noch ne 180 hinterher. Und Dirk geht bei 90 wieder über die 18 und vergibt...nach 2 verpassten Matchdarts von Hurrell macht DvD das 2:2, es geht ins nächste leg, Anwurf für den Niederländer. Auch dessen 4. 180 tut jetzt gut. und noch eine folgt für ihn. Macht aber nicht aus.
Es kommt nervenaufreibend: nach vergebenem Checkdart von Dirk (dann hätte die Two-Clear-Leg-Regel gegriffen) macht es der Engländer, der Aubergenius ist raus!

Und last but not least:
Dave Chisnall (einer der gesetzten Spieler) ist der Gegner von Pikatchu Ricardo Pietreczko.
Mal sehen, wie sich "unser" Spieler schlägt. Von 5 bisherigen Partien der Beiden konnte der Deutsche nur eine für sich entscheiden.
Chizzy nicht in seiner Bestform dieses Jahr. Gegen Frau Sharrock hat er die erste Runde gesiegt, Ricardo nahm den Portugiesen raus.
Und souverän geht der erste Punkt an den Pokemon, direkt ein Break. Gefährlich, er verpasst sein Anwurf-Doppel-Aus.
Aber Chizzy verwirft sich und es klappt dann doch mit dem 2:1. Das nächste leg geht klar an England.
Aber etwas bemüht klappt dann der erste Satz für Ricardo.
Diesmal holt sich Chizzy das Break und auch seine erste 180. Trotzdem das Rebreak von Ricardo. Und die 2:1 Führung.
Aber die zweite 180 von Chizzy fällt. Und noch eine 140...er verpasst die Doppel16, aber Ricardo kann nur stellen. Aber der Engländer verpasst sein Doppel und der Deutsche kann checken! 2:0 in Sätzen. Chizzy kriegt dann doch mal seinen Anwurf durch, nachdem Pikatchu verpasst. Die dritte 180 für den Engländer. 140 für Ricardo und dann das nächste Maximum....Ricardo noch ohne. Aber er kriegt den Punkt.
Und noch ne 180 von Chizzy...und noch eine, schon 4 in diesem Satz...aber die Doppelquote! 17,6 %...20 vergebene Checkdarts...
aber dann passt es doch endlich. Und die 5. 180 im Satz. Irre. Und Ricardo grad nicht so gut dabei, Chizzy auf Breakkurs!
1:2 in Sätzen mit 8 180ern...und wieder ein Break, uiuiui...die 9. 180 fällt. Ganz stark der Engländer...und Pikatchu lässt wieder aus...
Chizzy checkt, Satz Nummer fünf und es sieht gar nicht gut aus...das Spiel hat sich komplett gedreht,
da Publikum skandiert Chizzys Namen und tobt. Und das nächste Maximum. Ein Drama. 180 Nummer 11.
Ein ganz ganz komisches Spiel. Ricardo hat immer noch den höheren Average, verrückt. Mit 38 100+ Aufnahmen...
aber der Engländer zieht gnadenlos vor, 2:1 im letzten Satz. Aber er verpasst den Matchdart, Ricardo macht das 2:2.
Die Two-Clear-Leg-Regel kommt zum Einsatz. Ricardo breakt...und dann das Wunder: geschafft ohne 180 gegen 11.
Hammerhart! Knapper geht's nicht. Bestimmt, weil Pikachu im Interview gesagt hat, dass er Decider mag....

Und schon ist es Zeit für die Abend- Session...

Heute nur 3 Spiele, weil Clayton ohne Spiel weiter kommt,
sein Gegner wäre Dom Taylor gewesen, der ja wegen unerlaubter Substanzen suspendiert wurde.

Eröffnet wird der Abschnitt durch Michael Smith und Niels Zonneveld.

2023 gewann Smith erstmals die PDC-Weltmeisterschaft, nachdem er 2019 und 2022 jeweils Vizeweltmeister geworden war.
Sein Spitzname lautet Bully Boy.
Der ehemalige Weltmeister leidet unter starken Schmerzen, teils konnte er nur nach Spritzen spielen.
"Ich habe mir beide Handgelenke gebrochen, als ich 19 Jahre alt war, und jetzt holt es mich ein, denn ich leide an Arthritis in der rechten Hand."
Heute aber scheint er in guter Verfassung.


Der 27jährige Niederländer Niels Zonneveld mit dem Spitznamen "Triple Z" hält seit 2019 eine PDC Tour Card.
Es handelt sich um eine Verkürzung von "Zig Zag Zonneveld", wie ihn einige Kommentatoren aufgrund seiner Tendenz, beim Werfen die Ellbogen zu bewegen, bezeichnet hatten. Er spielt mit der linken Hand.
Es ist seine 5. WM und er ist gut in Form.

Der Niederländer schnappt sich den ersten Satz, 3:1 legs kann er für sich verbuchen.
Smith stockt auf, 107 spielt er grade im Schnitt. Und dreht das Ergebnis um, mit 3:1 gewinnt er jetzt den zweiten Satz.
Satz 3 geht in den Decider, Bully Boy kommt gut rein.
Die Jungs sind auch echt flott unterwegs, viele legs dauern nur 1 bis 2 Minuten!
Zonnefeld holt sich das Break und damit Satz 3.
Und ist dann nicht mehr zu stoppen. Er prescht durch, gönnt Smith kein leg mehr und macht mit einem 12-Darter aus...
3:1 Endergebnis.


Spannend verspricht auch das folgende Spiel zu werden:

Chris Dobey trifft auf Andrew Gilding

Der Engländer Dobey stand in Runde eins krank gegen Xiaochen Zong aus China auf der Bühne, ein Magen-Darm-Virus hatte ihn erwischt.
Er hat sich in den letzten Tagen zu Hause auskuriert und hofft nun auf den Gewinn. Letztes Jahr stand er erstmals im Halbfinale der WM.
Landsmann "Goldfinger" Gilding schaffte einen starken Auftaktsieg gegen den Newcomer Cam Crabtree.

Gilding nimmt direkt zu Beginn die 134 zum Break raus!
Dobey mit der zweiten 180 in leg zwei. Und nimmt das auch für sich, nachdem Gilding acht Darts aufs Doppel liegen läßt.
Dann schnappt wieder der Goldfinger das 2:1.
Inzwischen steht es 1:1 in Sätzen. Beide sind richtig gut dabei, über Mitte 90 im Schnitt. Dobey müht sich ein bisschen, Gilding spielt sehr effizient.
Und macht den 10 Darter zum Satz 3! Average inzwischen über 100. Toll für den 55jährigen Oldschool-Darter.
Aber Dobey knallt ein 167er Bullseye-Finish rein!
4.Satz, wieder 2:2 in legs...und dann: Gilding kickt den höchstgesetzten Spieler aus dem Turnier! Wahnsinn.

Ich persönlich freue mich jetzt sehr hierauf:

Stephen Bunting gegen Nitin Kumar

Bunting steht exemplarisch für die zweite Karrierephase eines Topspielers:
nicht die Entwicklung vom Talent zum Profi, sondern vom etablierten Namen zum echten Titel-Hunter.
Er konnte da Einiges erreichen, die letzte WM auch sehr erfolgreich:
Bunting erreichte das Halbfinale. Sein Lauf endete erst gegen den späteren Weltmeister Luke Littler.

Kumar wurde mit einem 3:2-Sieg gegen Richard Veenstra in der ersten Runde der Weltmeisterschaft 2026 der erste indische Dartspieler,
der je bei einer Weltmeisterschaft eine Partie gewann.

Nach einem leg für Kumar steht es dann jetzt doch 2:1 für den an Position 4 gesetzten Spieler.
Und der kann auch Satz1 klar für sich holen. Und so geht es weiter, Kumar schafft noch nicht mal die 80er Marke für den Schnitt
und Bunting spielt entspannte 90...so geht auch der zweite Satz an ihn.
Nochmal ein Highfinish, Bullcheck 132, und er wirft nun an zum Match. 20 Punkte Unterschied jetzt im Average.
Sehr schade, der Inder konnte in keinster Weise an seinen Erfolg im Erstrundenspiel anknüpfen, es ist eher ein Gemetzel.
Er macht noch das Rebreak und damit sein zweites leg im Spiel.
Und Bunting setzt dann den nächsten Matchdart sauber und ist weiter.

So, morgen ist ein neuer (Darts-) Tag, Max Hopp nachmittags und Schindi in der Abendsession.
Wir sind gespannt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nachmittagssession am vierten Advent:

Es geht los mit Ryan Joyce gegen Krzysztof Ratajski.
Der „Polish Eagle“ führt schnell mit Satz1, ist für mich auch der Favorit, da sehr konsequent und konstant mit den Pfeilen.
Aber wir werden sehn. Joyce hat seine erste 180 ins Spiel gebracht. Der Pole aber mit einem super Schnitt um die 100. Da kann der Engländer nicht mithalten. Er sagte auch selber im Interview, dass sein Scoring ihn weiterhin beschäftigt – gerade weil er weiß, welches Potenzial dort noch ungenutzt bleibt.
Joyce zeigte sich zwar zufrieden mit dem Weiterkommen, ging mit seinem eigenen Spiel jedoch auffallend kritisch ins Gericht.
Es gelingt ihm auch nicht, die Leistung der Erstrunde abzurufen.
Ohne viel Gegenwehr erhöht Ratajski auf 2:0 in Sätzen. Joyce holt sich mal wieder ein leg, nur sein drittes bisher.
Und er macht ein weiteres gutes und schafft sogar mal ein Break.
2x 180, 2x177 steht die Statistik für Ratajski. Nur das eine Maximum für Joyce, aber er schnappt sich den Satz durch ein Shanghai- Finish!
Er hat damit eine 50% Check-Out-Quote erreicht, während der Eagle etwas nachlässt.
Aber schlußendlich zieht es der Pole wie erwartet durch und läßt im letzten Satz keinen Raum mehr für Joyce. 3:1 geht das Match aus.

Für beide Spieler der nächsten Partie ist es wichtig, zu gewinnen, ihre Karriere so ein bisschen am Kippeln.

Joe Cullen trifft auf Mensur Suljovic

Sehr schwierig, da eine Prognose abzugeben.
Beide können hervorragend agieren, aber so ein bisschen Wundertüte ist auch bei jedem von ihnen immer mit im Spiel
Der Spieler, der zwar für Österreich antritt, aber nicht die Staatsbürgerschaft besitzt, hat in der Vergangenheit seine Dartitis überwunden,
aber Elemente seines damaligen Wurfrhythmus seien geblieben, die nicht seiner Idealvorstellung entsprächen.
Er sieht seine Stärke darin, äußere Einflüsse auszublenden: Laut Interviewen kann er das Publikum, Lärm und äußere Ablenkungen „verblassen lassen“ und sich auf seinen Wurf konzentrieren.
Durch viele Einsätze in der deutschen Bundesliga, sowohl im Steeldarts als auch im Softdarts, habe er sich in WM-Form gespielt.
Suljovic hat eine besondere Vorliebe für bestimmte Doppel, z. B. Doppel 14.

Engländer Joe Cullen steht gegen ihn am Oche. Er gewann 2022 das Masters und ist die Nummer 32 der Setzliste.

Der Engländer im ersten Satz souverän mit 2 180ern sowie 3 140ern und gewinnt alle legs. Auch im zweiten Satz gutes scoring für den Rockstar.
Aber The Gentle holt dann doch das Ding mit 3:1.
Es folgt ein richtiges Ping-Pong-Spiel, hin und her geht's, beide patzen, dann klappt's mal wieder.
Suljovic ist eh schon etwas langsam vom Rythmus, aber er neigt auch zum Verzögern. Seine Verhaltensweise führt auch noch zu einem Rüffel vom Caller.
Er breakt dann etwas bemüht mit 3:2 legs zum 2:1 in Sätzen. Und genau so zäh erringt er dann tatsächlich den Sieg,
Cullen ist für mich immer so eine etwas tragische Figur, eigentlich nicht schlecht, steht er sich selbst oft im Weg.
Auf den Gentle wird nun wohl Luke Littler warten...


Jetzt für wieder was für "uns":

Maxi Hopp kommt, ein starker Gegner erwartet ihn: Luke "Woody" Woodhouse,
Etwas schleppend geht's los beim Deutschen, 2 legs nimmt sich direkt der Engländer.
Das dritte sieht nicht schlecht aus, aber er läßt aus. Und der erste Satz geht souverän an England.
104er Average, da kommt Max nicht mit, bei Anfang 90 steht er. 6. leg in Folge für Woody.
Ein bisschen mehr Spannung hätte ich mir doch erhofft.
Sehr abgeschlagen Hopp, der "Maximizer" kann seinem Namen heute keine Ehre machen.
Das sieht gerade nach einem richtigen "Whitewash" aus.
Woodhouse knallt große Zahlen raus, aber Max kann dann doch ein leg schnappen! Und freut sich einen Ast.
Aber wieder schlägt der Engländer zu, die Statistik verschiebt sich immer weiter in Richtung Woodhouse, vier 180er hat er vorzuweisen.
Eine Chance hat Max, verpeilt aber wieder den Checkout. Auch das nächste Doppel läßt er liegen, Woddy wirft an zum Match.
Ein Maximum erringt Max noch. Aber wieder patzt er, und Woodhouse macht aus.
Chancenlos muss sich der Deutsche geschlagen geben.

Dann noch Rob Cross gegen Ian White, ersterer klarer Favorit, wobei der Herr White toll gespielt hat.

Nach dem ersten leg für Cross im zweiten von „Voltage“ eine 180 für 24 Rest und White haut ihm daraufhin einen 167er Check-Out um die Ohren!
Der Satz geht dann doch an Cross. White holt sich den zweiten mit 3 legs in Folge.
Der "Diamond" verliert aber seinen Glanz, der dritte Satz wieder ungeschlagen an Cross.
White kann sich noch genau wie Cross 2 legs sichern, aber das entscheidende geht dann doch an den Favoriten. Knapp, aber "a win is a win".
3:1 Endergebnis im letzten Spiel des Nachmittags.


Und nun, der vorletzte deutsche Spieler, es ruhen doch große Hoffnungen auf ihm:
Martin Schindler
Er bekommt es mit Keane Barry zu tun, dem jungen Iren.
Der das Ausbullen gewonnen hat, er startet mit 140, Schindi setzt ein Maximum dagegen. Das fängt gut an.
Barry holt sich aber das erste leg. "The Wall" kontert, 1:1. Und es muss das Break sein zum ersten Satz, knapp schafft Martin das.
Beide spielen ihre 7. WM. Und sehr ausgeglichen von der Qualität, viele sehr gute Aufnahmen, aber auch mal ohne Treble...
Schindi verpasst den Big Fish nach einem Super set up shot von Barry. Und mit einem dicken Quäntchen Glück, Barry prallt noch ein Dart zum Satzgewinn ab, macht das Mäuerchen das Ding. Wow. Beide wirklich toll gespielt. Mit einem Mitte 90- Schnitt.
Das Ergebnis 3:0 spiegelt auch nicht die Spannung wieder und wie knapp es war..
Schade für Barry, ich fand es sehr ausgeglichen, aber es kann ja nur einer gewinnen.
Schindler ist weiter!

Gerwyn Price steht gegen Wesley Plaisier, der Lukas Wenig in Runde 1 nach Hause schickte, am Oche.
Und er macht direkt mal ein leg mit einem 130-Bullseye-Finish! Price kann ausgleichen, aber der Niederländer legt sofort nach.
Und holt sich auch Satz 1! Das ist ja der Hammer.
2. Satz beginnt für ihn mit einem Break! Das hat so jetzt sicher Keiner vorausgesagt...4 legs in Folge gegen Price!
Price läßt seinen berühmten Schrei, weil er doch wenigsten sein Anwurfleg gekriegt hat.
Und der Niederländer, der erst letztes Jahr eine Tourcard erspielte, führt mit 2:0 in Sätzen.
Dann endlich mal die erste 180 vom "Iceman“, der noch eine weitere folgt.
Er kann somit wenigstens einen leg- Ausgleich erzielen. So, nun Anwurf Plaisier zum Match...
Price kann sich kein Finish stellen...schafft es aber, nachdem Plaisier vergibt, auf Tops Rest und- trifft nicht.
Zu Null verliert der ehemalige Weltmeister...Das ist die nächste Sensation in diesem Turnier, und wieder ein gesetzter Spieler raus.

Jetzt dann auch noch Littler, das nächste Gemetzel ist vorprogrammiert. Das Opfer ist wieder ein Waliser: David Davies.
Im November gewann Davies die Irish Open und zuvor das Finale des britisch-irischer Tour Card Holder & Associate Member Qualifier.
Somit qualifizierte er sich für die WM. In der ersten Runde besiegte er Mario Vandenbogaerde.

Davies läßt als Erstes seine Breakchance aus, natürlich macht's dann Littler. Aber seinen Anwurf kann er durchbringen.
Hey, Davies nutzt die nächste Breakchance, mit über 100 im Average macht er das 2:1.
Fünf Setdarts verpasst der Waliser dann aber unglücklich, also 2:2 im ersten Satz. Und natürlich geht der dann an Littler.
Der absurderweise 10 Punkte weniger im Schnitt spielt...Davies nimmt noch den ersten Punkt im nächsten Satz mit.
"The Nuke" macht die 145 aus, Davies jetzt auch mal ne 180. Aber wieder lässt er das Doppel aus...
Littler macht den zweiten Satz klar. Kommt jetzt auch auf den entsprechenden Schnitt.
Wenn der Waliser doch nur seine Doppel treffen würde...dann könnte es schon anders aussehen. Aber so...
Es gelingt ihm noch ein leg. Als Spieler ohne Tourcard macht er seine Sache schon gut, wenn auch das Ergebnis das nicht zeigt.
Ein bisschen spannender als gedacht, aber auch wieder ärgerlich, ein toller Spieler ohne wirkliche Chance.
Keine Überraschung, 3:0 fegt Littler seinen Gegner weg.

Als letztes Spiel heute Australien gegen Schweiz. Damon Heta misst sich mit Stefan Bellmont.
"The Heat" kommt gar nicht ins Spiel, mit einem Schnitt von 73! muss er Satz eins an den Schweizer abgeben, der auf Platz 111 der Weltrangliste steht.
Nach der Pause dann doch mal ne 180 für den Australier, der dann mit 2:0 im zweiten Satz führen kann.
Belli allerdings als Erster auf einem Finish, verkürzt auf 1:2. Mit 121 kann Heta dann aber dichtmachen, holt sich Satz 2. Sein Average ist inzwischen auch auf passable 89 geklettert. Dem Schweizer gelingt das Break. Heta seine zweite 180. Belli checkt die 110 weg.
Heta macht das nächste leg. Dann Anwurf Bellmont für den dritten Satz. Und den kriegt er auch. 62% Doppelquote ist toll.
Heta mit nem Break. Das schweizer Rebreak folgt. Und das dritte macht der Australier wieder. Und es geht in den fünften Satz nach dem Ausgleich...
Heta macht den 12Darter zu leg 1. Belli macht die 112 aus. Heta führt, ist stark unterwegs. Verpasst die Matchdarts aufs Bullseye. Aber macht sie dann im nächsten Anlauf. Es ist wieder sooo knapp gewesen und tut einem leid für den Schweizer. Aber so isses halt.

Morgen dann mehr, leider kann ich den Herrn Clemens nicht sehen, die Arbeit...
 
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