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Coronavirus in Portugal : Diskussionen zu Stand, Maßnahmen etc

Wie lange ist das Impfzertifikat in Portugal im Moment gültig? Sind das die vollen 9 Monate, die von der EU eigentlich vorgeschrieben sind?

Ich frage weil einige europäische Länder für die Einreise zwar 9 Monate erlauben (da von der EU so vorgeschrieben), aber bei den Einschränkungen im Land einen eigenen Weg gehen und die Gültigkeit teilweise um mehrere Monate verkürzen. Als Beispiel sei Griechenland genannt (Gültigkeit des Impfzertifikats ab dem 01. Februar 2022 nur noch 7 Monate) sowie Italien und Österreich (Gültigkeit nur noch 6 Monate).
 
In Portugal ist das portugiesische digitale Impfzertifikat 270 Tage gültig.



Ich habe den Text aber so verstanden ab der 2. Impfung und die 3. Impfung verlängert die Gültigkeit nicht. Muss ich aber noch mal recherchieren.
 
Aus dem heutigen newsletter von afpop :

Reisen

Änderung bei den Tests für die Einreise auf das portugiesische Festland
Die Regierung verlangt für den Grenzübertritt nach Portugal keinen negativen Test mehr, wenn das Digitale EU-COVID-Zertifikat (oder ein anderer anerkannte Impfnachweis) belegt:

  • Vollständige Grundimmunisierung mit einem Impfstoff gegen COVID-19 vor mehr als 14 Tagen und weniger als 270 Tagen seit der letzten Dosis; oder
  • Auffrischungsimpfung oder
  • Genesung

Ist dies nicht vorzuweisen, braucht man einen PCR-Test (nicht älter als 72 Std.) oder einen Antigen-Schnelltest (nicht älter als 24 Std.). Kinder unter 12 Jahren sind von Tests befreit.
 
In Portugal ist das portugiesische digitale Impfzertifikat 270 Tage gültig.



Ich habe den Text aber so verstanden ab der 2. Impfung und die 3. Impfung verlängert die Gültigkeit nicht. Muss ich aber noch mal recherchieren.

Hallo Iris,

Das ist echt überall blöd formuliert. Ich habe gerade einmal nachgelesen, weil mir das unlogisch erscheint. Es heißt tatsächlich, dass die 270 Tage nach der ersten vollständigen Impfserie gelten. Der Hintergrund ist, dass man für die Auffrischungsimpfung mangels Langzeiterfahrung keinen Zeitraum festlegen konnte. D.h. wer geboostert ist (3/3 oder 2/1 bei Johnson&Johnson) hat zur Zeit noch eine unbefristete Gültigkeit des Zertifikats.

Mit Booster zunächst unbegrenzte Gültigkeit
"Ich persönlich kann nur jedem raten, sich nach spätestens sechs Monaten boostern zu lassen. Und auch nach drei Monaten ist es schon sinnvoll", sagt der CDU-Europaabgeordnete und Arzt Peter Liese. Dass die EU die Gültigkeit des Impfnachweises jetzt aber nicht auf sechs Monate oder sogar auf drei Monate begrenzt, sondern sie neun Monate in Kraft lässt, ist aus seiner Sicht ein Kompromiss.

Es sei eben in vielen Teilen Europas nicht so einfach, schnell an einen Termin für die Auffrischungsimpfung zu kommen , selbst für Menschen, die das wollen, so Liese. "Von daher hat man da einen pragmatischen Ansatz gewählt und gesagt: Die Menschen brauchen Zeit, den Booster auch tatsächlich zu bekommen."

Für diejenigen, die schon eine Auffrischungsimpfung haben, gilt der Nachweis zunächst unbegrenzt. Man wartet noch auf Studien, die belegen, wie lange eine solche Booster-Impfung schützt.

Quelle: EU-Impfnachweis ohne Booster noch neun Monate gültig

Die Artikel sind aber meist so formuliert, dass man es so herauslesen kann, wie von dir interpretiert.
Da die EU versucht diese Regeln anzugleichen, denke ich, dass das Zitat oben auch auf Portugal zutrifft.

LG

Chap
 
Nebenbei mal eine gute Nachricht:

Heute wurde offiziell bestätigt, dass nach 2 Jahren Pandemie-bedingter Pause im Juni endlich wieder die Festas Populares gefeiert werden - zumindest für Lissabon wurde das von der Câmara "zu 100%" bestätigt, aber es wird sicherlich auch im Rest des Landes so kommen. :liebe:
 
Hallo Leute,
bis vor Kurzem, galt für EU-Touristen, die u.a. von Deutschland nach Portugal mit dem Flugzeug einreisen wollten, eine Anordnung der Gesundheitsbehörde DGS, dass vor Abflug einen "Passagier -Locator, Fluginformationen" auszufüllen ist. Kann mir jemand aus dem Forum definitiv sagen, ob diese besagte Anordnung zum Ausfüllen der Fluginfo noch gilt bzw. durch den neuen Corona Bestimmungen weggefallen ist?

Gruss Sülzmeister
 
Fines for failing to fill in a passenger location form / 8.2.2022





 
Zuletzt bearbeitet:
Wir haben Ende Januar/ Anfang Februar sowohl vor Anreise (wurde beim Einchecken auch kontrolliert) als auch beim Rückflug (da wieder im Flieger) ein Formular ausgefüllt.
 
Die 7-Tage Inzidenz ist inzwischen auf 2.200 gefallen und nun konstant seit knapp 2 Wochen stark rückläufig.

Nächste Woche wird es ein neues Infarmed Treffen geben, bei dem die Lockerung von Maßnahmen beschlossen werden soll. Im Raum steht ua. die Verkürzung der Isolationszeit asymptomatischer Fälle auf 5 Tage und die weitgehende Aufhebung der Maskenpflicht für Geboosterte.

Ich bin mal gespannt, ob man die umfangreichen Testpflichten noch aufrecht erhält, um die Booster-Impfungen weiter zu pushen oder ob man bei Tests und Boostern nun langsam aber sicher auch sagt: Risikogruppen reicht. Ich habe zumindest auch schon von diversen Freunden gehört, dass sie nicht so wahnsinnig motiviert zum Boostern sind, weil sich alles jetzt schon deutlich entspannt.
 
Dann versuche bitte deine Freunde zu motivieren, dass sie sich doch boostern lassen. Sonst geht evtl alles von vorne los.
So kurz vor dem ( Zwischen?) Ziel einen Rückzieher zu machen, wäre denkbar kontraproduktiv :(
 
Dann versuche bitte deine Freunde zu motivieren, dass sie sich doch boostern lassen. Sonst geht evtl alles von vorne los.
So kurz vor dem ( Zwischen?) Ziel einen Rückzieher zu machen, wäre denkbar kontraproduktiv :(
Ich halte das persönlich für den Sommer auch für völlig unnötig. Das kann man, wie bei der Grippeimpfung, zur entsprechenden Wintersaison dann wieder auffrischen. Der aktuelle Pandemieverlauf mit Omikron in Portugal legt nun aber nicht wirklich nahe, dass die Bevölkerungsgruppen U40 unbedingt für die warmen Monate geboostert und auch Kinder geimpft werden müssten.

Die Omikron-Verläufe sind mehrheitlich so harmlos, dass sich die Impfungen auf die Risikogruppen fokussieren sollten, gerade wenn wir über eine Impfpflicht reden (die ja nun in Deutschland zB. aufgrund der harmloseren Omikron-Welle auch vom Tisch zu sein scheint).
 
Ich halte das persönlich für den Sommer auch für völlig unnötig. Das kann man, wie bei der Grippeimpfung, zur entsprechenden Wintersaison dann wieder auffrischen
Corona ist keine Krankheit der Wintersaison. Nur weil in Europa die höchsten Wellen eher in dieser Jahreszeit waren, ist diese Schlussfolgerung falsch. Omrikon z. B. ist ja bekannterweise aus Südafrika, und hat da genau in deren Sommer gewütet.
Wenn, was hoffentlich nicht passieren wird, eine neue Welle mit einem gefährlichen Erreger, der auch noch hochansteckend ist, kommt, ist die Impfung dann einfach zu spät, vor allem, weil man dann mit vielen anderen um die Impfung konkurrieren muss. Dann doch lieber bei niedrigen Imfektionsgeschehrn ohne Wartezeit schnell sich eine Impfung holen.
 
Corona ist keine Krankheit der Wintersaison. Nur weil in Europa die höchsten Wellen eher in dieser Jahreszeit waren, ist diese Schlussfolgerung falsch. Omrikon z. B. ist ja bekannterweise aus Südafrika, und hat da genau in deren Sommer gewütet.
Wenn, was hoffentlich nicht passieren wird, eine neue Welle mit einem gefährlichen Erreger, der auch noch hochansteckend ist, kommt, ist die Impfung dann einfach zu spät, vor allem, weil man dann mit vielen anderen um die Impfung konkurrieren muss. Dann doch lieber bei niedrigen Imfektionsgeschehrn ohne Wartezeit schnell sich eine Impfung holen.
Es geht ja nicht um den Erreger selbst, der löst sich selbstredend im Sommer nicht in Luft auf. Es hat aber einen Grund, warum wir im Winter anfälliger für Krankheiten sind. Unter anderem verbringen wir alle im Sommer viel mehr Zeit draußen an der frischen Luft und weniger in geschlossenen, beheizten Räumen. Die Welle in Südafrika gipfelte übrigens bei ca. 1/3 der portugiesischen Infektionen zuletzt, trotz deutlich größerer Bevölkerung.

Und wir sind jetzt auch im Dezember/Januar OHNE Booster der U40er sehr gut durchgekommen. Viele jüngere Menschen werden daher einfach nicht mehr die riesengroße Bereitschaft zum Boostern haben.

Omikron-Verlauf: Mild bedeutet nicht gleich harmlos

Ich sage es mal so: Natürlich wäre es dennoch gut, wenn sich so viele Menschen wie möglich impfen ließen, weil das vermutlich schon auch hilft. Denn "mild" ist eben nicht immer "harmlos".

Kai
Das ist sicher ein Argument. Auch da ist die Frage aber: reicht das, um erwachsenen Menschen ein Stück Ihrer Mündigkeit zu nehmen und sie praktisch über einschränkende Maßnahmen zur Impfung zu drängen? Ich finde, letzteres sollte nur dann der Fall sein, wenn eine erhebliche Belastung des Gesundheitssystems droht. Andernfalls sollte man den Menschen die Entscheidungsfreiheit lassen.

Premierminister Costa betonte heute auch nochmal, dass seine Infektion zwar nicht schwerwiegend war, aber er heute immer noch Müdigkeitserscheinungen hat. Klar kann man dieses Risiko berücksichtigen und Abwägen ... aber eben nicht mehr mit Zwangsmaßnahmen oder erheblichen Einschränkungen.
 
Hallo Osgood,
Auch da ist die Frage aber: reicht das, um erwachsenen Menschen ein Stück Ihrer Mündigkeit zu nehmen und sie praktisch über einschränkende Maßnahmen zur Impfung zu drängen? Ich finde, letzteres sollte nur dann der Fall sein, wenn eine erhebliche Belastung des Gesundheitssystems droht. Andernfalls sollte man den Menschen die Entscheidungsfreiheit lassen.
Ach ja, die Mündigkeit ... tatsächlich kann man sich fragen, ob man die Menschen zu einem körperlichen Eingriff drängen und zwingen kann? Ich würde ja aber sagen: Vielleicht nicht, wenn man sie vorher viel früher, deutlicher, aber kürzer gezwungen hätte, die Kontakte auch wirklich zu beschränken. Das ist aus diversen Gründen regelmäßig nicht passiert und es hatte Folgen, wie man weiß. In Deutschland gab es einen relativ frühen und ausreichend harten im Vergleich zu anderen Staaten immer noch "soften" Lockdown, der aber zusammen mit dem guten Gesundheitssystem die Folgen der ersten Welle, anders als in Spanien oder Italien, gut beherrscht hat. Leider hat man es nie wieder so gemacht, sondern sich von den ideologischen Protesten, wo es meist auch um ganz andere Dinge ging, treiben lassen. Und dann war plötzlich die Impfung das Mittel der Wahl. Es gab Staaten, die hatten Corona auch ohne Impfzwang ganz gut im Griff.
Kai
 
Bei allem Respekt: Das Offenhalten von Schulen und anderen Bildungseinrichtungen (nur um ein Beispiel zu nennen) als von ideologischen Protesten geleitet zu bezeichnen ist aber in sich schon ziemlich ideologisch in die andere Richtung gedacht. Ein weiterer harter Lockdown nach der ersten Welle mit Schließung von so ziemlich allem wäre absolut inakzeptabel gewesen und auch nicht tragbar für eine freie Gesellschaft.
 
Hallo,
Bei allem Respekt:
oha ...

Das Offenhalten von Schulen und anderen Bildungseinrichtungen (nur um ein Beispiel zu nennen) als von ideologischen Protesten geleitet zu bezeichnen ist aber in sich schon ziemlich ideologisch in die andere Richtung gedacht.
Warum? Seltsam, dass es sowohl Lehrer wie auch Schüler und ihre Eltern, also die hauptsächlich Beteiligten, auch ganz anders sehen:


und die Ärzte sind zwar auch dafür, aber unter Bedigungen (die nicht eingehalten wurden):


Uneingeschränkt dafür waren nur die Kultusminister, die aber eben ansonsten wenig getan haben, um Infektionen zu verhindern. Stattdessen ist plötzlich die "Durchseuchung" das Ziel (gewesen):
Omikron in Schulen: Eltern befürchten "geplante Durchseuchung"


Also, es gibt da unter den unmittelbar Beteiligten durchaus die Ansicht, das habe ich mir nicht ausgedacht, dass es hier ideologische Komponenten gibt.

Ein weiterer harter Lockdown nach der ersten Welle mit Schließung von so ziemlich allem wäre absolut inakzeptabel gewesen und auch nicht tragbar für eine freie Gesellschaft.
Um wessen "Freiheit" geht es denn jetzt? Um die "Freiheit" der großen (schweigenden) Mehrheit, und alle Umfragen und die Wahlergebnisse haben das deutlich gezeigt, derjenigen, die für eine Beibehaltung oder Verschärfung der Maßnahmen waren, kann es nicht gegangen sein. Eher wohl um die Freiheit der esoterischen Krakeeler, der Neoliberal-Libertären von der rechtspopulistischen Querfront mal zu schweigen. Wer die Freiheit als Argument anführt, sollte bitte auch bedenken, dass wir immer noch in einer Demokratie leben und dass es lange keinerlei sich abzeichnende Mehrheit (siehe auch Wahlergebnis!) für die Abschaffung der Maßnahmen gab (mittlerweile ist das anders).

Kai
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Osgood,

Ach ja, die Mündigkeit ... tatsächlich kann man sich fragen, ob man die Menschen zu einem körperlichen Eingriff drängen und zwingen kann? Ich würde ja aber sagen: Vielleicht nicht, wenn man sie vorher viel früher, deutlicher, aber kürzer gezwungen hätte, die Kontakte auch wirklich zu beschränken. Das ist aus diversen Gründen regelmäßig nicht passiert und es hatte Folgen, wie man weiß. In Deutschland gab es einen relativ frühen und ausreichend harten im Vergleich zu anderen Staaten immer noch "soften" Lockdown, der aber zusammen mit dem guten Gesundheitssystem die Folgen der ersten Welle, anders als in Spanien oder Italien, gut beherrscht hat. Leider hat man es nie wieder so gemacht, sondern sich von den ideologischen Protesten, wo es meist auch um ganz andere Dinge ging, treiben lassen. Und dann war plötzlich die Impfung das Mittel der Wahl. Es gab Staaten, die hatten Corona auch ohne Impfzwang ganz gut im Griff.
Kai
Da sprechen wir jetzt aber von unterschiedlichen Dingen, Kai.

Ich habe als Entscheidungskriterium die potenzielle Überlastung des Gesundheitssystems benannt. Die war bei den vorherigen Virus-Varianten ein reales Risiko bzw. in manchen Ländern wie Portugal sogar schon erreicht - Freiheits-einschränkende Maßnahmen wie Lockdowns oder Impfungen in der Folge gerechtfertigt.

Jetzt haben wir mit Omikron aber eine Variante, mit der die Gesundheitssysteme ganz offensichtlich ohne große Maßnahmen und ohne Booster der jüngeren Bevölkerung auch bei sehr, sehr hohen Infektionszahlen immer noch gut zurechtkommen. Dementsprechend sind die Freiheits-Eingriffe nun in meinen Augen nicht mehr legitim und man kann individuellen Schutz auch der persönliches Risikoabwägung des Einzelnen überlassen. Impfen oder Maske tragen ist unter diesen Umständen kein Fremdschutz mehr.

Dem Boostern stehe ich nicht per se negativ gegenüber. Für mich macht das wie gesagt nur mehr Sinn vor der nächsten kalten Jahreszeit, wenn wir aufgrund der genannten Umstände (Innenräume, usw) alle empfänglicher für immun-schwächende Erreger sind. Auch fehlt mir hier noch der klare Plan der Politik. Aktuell gelten Booster-Impfungen als unbefristet gültig ... bleibt das so? Oder sagt auch die Politik, vor dem Winter sollten alle noch eine Dosis bekommen?

Ich habe mich ohne Kritik, Widerstand, Zögern impfen lassen. Kann mir den Booster generell auch vorstellen. Aber nicht zweimal im Jahr ohne akuten Anlass, wenn wir jetzt in die Endemie übergehen. Und ich kann verstehen, dass das vielen anderen Geimpften aktuell ähnlich geht.
 
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