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Private Sonnenschirme am Strand sind nicht überall erlaubt

claus-juergen

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Teilnehmer
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"In Portugal soll es im Streit um Sonnenschirme jetzt Karten geben, die an Stränden aufgestellt werden. Denn das Aufspannen eigener Schirme ist Touristen nicht überall erlaubt. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Streit mit Konzessionären, berichtet unter anderem die portugiesische "Diário de Notícias".
Der Vorschlag für Karten, die bestimmte Zonen ausweisen, kam von Umweltministerin Maria da Graça Carvalho. Sie hofft, dass dadurch mehr Klarheit geschaffen wird, auch wenn es nur eine Empfehlung und keine verbindliche Vorschrift ist."


grüsse

jürgen
 
Hier wurde das auch schon heiß in den Medien diskutiert.
Soweit ich das verfolgt habe, darf man seinem Schirm eigentlich überall aufstellen, außer auf den Flächen, die vermietet werden. Früher gab es Verbotsschilder, dass man seinen Schirm nicht vor die Schirme der Strandbars aufstellen durfte, das wurde aber aufgehoben.

 
Das kann ich aber auch verstehen dass man nicht an den vermieteten Stränden eigene aufstellen darf. Die Vermieter bezahlen ja auch die Strandretter und die Toiletten davon. Nicht zahlt aber die Infrastruktur nutzt ist das halt doof.

Hans
 
Naja, ich finde die Regelung aber nicht in Ordnung, dass die Restaurants und Bars die Rettungsschwimmer bezahlen. Das müsste eigentlich Aufgabe des Staates oder der Gemeinden sein.

Wir haben vor einiger Zeit auch mal einen riesigen Streit gehabt, weil wir aus Versehen, ein ganz kleines Stück in die "Schirme Verboten Zone" gerutscht sind. Und wir waren super weit weg von deren Sonnenschirmen und hatten jeden Tag unser Mittagessen bei denen gekauft.
Sorry, ich hab da kein Verständnis für.
 
Naja, ich finde die Regelung aber nicht in Ordnung, dass die Restaurants und Bars die Rettungsschwimmer bezahlen. Das müsste eigentlich Aufgabe des Staates oder der Gemeinden sein.
...
Ich weiß nicht. Dann wäre die Sicherheit am Strand abhängig von knappen öffentlichen Kassen und Strände wahrscheinlich häufig gesperrt, weil man sich die Rettungsschwimmer nicht leisten kann. Dass die Leute, die hauptsächlich mit den Besuchern des Strandes ihr Geld verdienen auch für die Sicherheit verantwortlich sind, ist meiner Meinung nach kein schlechtes System - so lange es funktioniert, natürlich.

Was die Sonnenschirme angeht habe ich den Konflikt so verstanden:
Bisher galt die Lizenz für die Mietschirme immer für den ganzen Strand von oben bis zum Wasser, egal wo die Schirme und Liegen standen. Davor oder dahinter war es nicht möglich, mit einem privaten Schirm oder Windschutz sein Lager aufzuschlagen. So war den Schirmmietern der Weg und der Blick zum Wasser immer frei.
Nun hat die Umweltministerin relativ überraschend die Regeln geändert und private Schirme dürfen auch zwischen Konzessionsbereich und Wasser aufgestellt werden. Das verärgert die Schirmvermieter und -mieter, weil es nun im Slalom zum Baden geht und der Blick auf die Wellen versperrt wird.
Ich persönlich habe keinerlei Meinung dazu.
 
Ich weiß nicht. Dann wäre die Sicherheit am Strand abhängig von knappen öffentlichen Kassen und Strände wahrscheinlich häufig gesperrt, weil man sich die Rettungsschwimmer nicht leisten kann. Dass die Leute, die hauptsächlich mit den Besuchern des Strandes ihr Geld verdienen auch für die Sicherheit verantwortlich sind, ist meiner Meinung nach kein schlechtes System - so lange es funktioniert, natürlich.
Das Problem ist doch, dass es nicht funktioniert. Es ertrinken so viele Leute, weil gutes Wetter ist, die Strände voll sind, aber keine Rettungsschwimmern vor Ort sind, weil die nur während der Saison bezahlt und engagiert werden. Dabei sind im Frühjahr oder Herbst die Strömungen besonders gefährlich.
Das verärgert die Schirmvermieter und -mieter, weil es nun im Slalom zum Baden geht und der Blick auf die Wellen versperrt wird.
Das Slalom gehen wird ja nicht verhindert, Handtücher durfte man schon immer hinlegen.
 
Was die Sonnenschirme angeht habe ich den Konflikt so verstanden:
Bisher galt die Lizenz für die Mietschirme immer für den ganzen Strand von oben bis zum Wasser, egal wo die Schirme und Liegen standen. Davor oder dahinter war es nicht möglich, mit einem privaten Schirm oder Windschutz sein Lager aufzuschlagen. So war den Schirmmietern der Weg und der Blick zum Wasser immer frei.
Nun hat die Umweltministerin relativ überraschend die Regeln geändert und private Schirme dürfen auch zwischen Konzessionsbereich und Wasser aufgestellt werden. Das verärgert die Schirmvermieter und -mieter, weil es nun im Slalom zum Baden geht und der Blick auf die Wellen versperrt wird.
Die kommerziellen Betreiber haben - entgegen der eigentlichen Regelung - ihren Bereich weitaus größer abgesteckt, als es ihnen zugwiesen wurde ... so habe ich es verstanden.
Die Ministerin hat in der ganzen Polemik klargestellt, wie es denn nun rechtlich ist. Zusätzlich wurden noch einmal die Grenzen der kommerziell genutzten Fläche definiert (eher klargestellt), da es sich ja um öffentlichen Raum handelt, wie fast alle Strände an der pt. Küste (die andere Polemik bei Setubal lassen wir da mal weg, andere Geschichte...).

Das portugiesische Recht legt fest, dass Strände öffentlicher Raum sind und frei zugänglich sind. Die Kontroverse entstand, weil viele Badegäste jahrelang davon ausgegangen waren, dass der Sandstreifen direkt am Meer (vor den Sonnenschirmen und Liegestühlen) privat sei.

Kurzum: Jeder Strandbesucher hat das Recht seinen Schirm egal wo aufzustellen, sofern der Bereich nicht als Sicherheitszone deklariert ist oder die Rettungsschwimmer nicht behindert.

Die kommerziellen Betreiber dürfen nur in dem ihnen zugewiesenen Bereich irgendwelche Ansprüche erheben, dieser darf aber auch nur "30 % der nutzbaren Fläche und nicht mehr als 50 % der Strandfront einnehmen dürfen“
Quelle: APA esclarece que banhistas podem colocar chapéus-de-sol em frente às concessões de praia
.
Am Rande noch: Mir ist das Schnuppe, bin eh möglichst weit weg von den ganzen Massen ;-)
:cool:
 
Hmmm, mag alles sein. Wir wurden auch schon zwei/drei Mal „des Platzes verwiesen“. Das war zwischen den konzessionierten Bereichen und dem Meer. Es kam rech zügig einer der David Hasselhoffs und hat uns freundlich erklärt, dass wir hier keinen Sonnenschirm aufstellen dürfen, aber 10 m weiter ginge es. Naja, da waren logischerweise ein paar Leute mehr. Ich habe sofort und intuitiv ohne jeden Gesetzestext zu lesen. verstanden, um was es ging. Wer fünf Euro oder sowas für ein Liegestuhl zahlt, der will natürlich auch freie Aussicht aufs Meer haben. Sei es ihr oder ihm gegönnt. Obwohl ich nicht immer alles ohne Gegenwehr schlucke, fand ich es hier stimmig und vor allem waren die Jungs immer nett und haben eher gebeten als befohlen. Allerdings fanden wir es einmal nicht so lustig. Da kam David 1 und David 2 erst nach 20 Minuten und wir hatten es uns schon richtig gemütlich gemacht. Der Workaround war einfach. Es war eh windig und wir haben einfach den Sonnenschirm eingeklappt. Dann konnte man auch liegen bleiben. Übrigens, der ultimative Trick, wenn es jemand in der Sonne aushält. Dann ist es nämlich ein Logenplatz, fast alleine und freien Blick aufs Meer. :-D

Ich ich finde einfach nur schade, dass immer David und niemals Pamela vorbei kommen.
 
Sonnenschirm-Streit in Portugal: Eine neue Regelung erlaubt Gratis-Schirme direkt vor Badebuden – und bringt zahlende Urlauber auf die Palme.
Wer im Sommer nach Portugal fährt, erwartet Sonne, Atlantik und Erholung. Was viele Urlauber stattdessen erleben, ist Streit – und zwar direkt am Strand.
Eine Klarstellung der Umweltministerin hat eine Debatte ausgelöst, die längst nicht mehr nur juristisch ist. Sie trifft einen Nerv, der tiefer reicht:
der Artikel dazu-
 
Schon lustig, was es in Portugal angeblich alles gibt, was ein normaler Mensch, der in Portugal lebt und öfters an den Strand geht, niemals beobachtet. Dennoch scheint es ja ein wichtiges Thema zu sein und findet sogar den Weg in die deutsche Presse. Wie war das noch mal vor ein paar Wochen? Der Polizeiskandal hat den Weg in die deutsche Presse nicht gefunden. Nun ja, man muss natürlich Prioritäten setzen!
 
Ihre Nachbarin Maria Luisa Ramos, die nach eigenen Angaben rund 97 Euro pro Woche für ihre Bude zahlt,
:shocked:
zog daraus eine klare Konsequenz:
„Dann bringe ich das nächste Mal einen Sonnenschirm mit und mache es mir am Meer bequem.
Das ist doch mal ne vernünftige Entscheidung...
wenn ich mir das Foto ansehe, kann ich eh nicht verstehen, wie da jemand Erholung suchen kann...ob mit oder ohne Bude oder Schirm.
 
mir kam beim Lesen "über die Stränge schlagen" in den Sinn :-D und wollte den Fehler jetzt aber nicht so pingelig posten :fies:
 
Was die Sonnenschirme angeht habe ich den Konflikt so verstanden:
Bisher galt die Lizenz für die Mietschirme immer für den ganzen Strand von oben bis zum Wasser, egal wo die Schirme und Liegen standen. Davor oder dahinter war es nicht möglich, mit einem privaten Schirm oder Windschutz sein Lager aufzuschlagen. So war den Schirmmietern der Weg und der Blick zum Wasser immer frei.
hi,
das stimmt so nicht; es gab ueberhaupt keine regelung sondern nur die bereits anderswo erwaehnte, 'muskuloese erscheinung im befehls ton' wenn jemand am 'falschen platz' lag. (teilweise auch verbotsschilder).

A Agência Portuguesa do Ambiente (APA) esclareceu que não existe nenhuma lei que proíba os banhistas de colocarem os seus guarda-sóis em frente às zonas concessionadas nas praias portuguesas. Todo o espaço fora da área estritamente licenciada dos toldos e espreguiçadeiras é de uso público e livre

die neuen, ministerialen anordnungen zum thema lauten nun wie folgt:
Freie Nutzung: Der Raum vor den Strandbädern (Konzessionen) gehört zum öffentlichen maritimen Bereich.

Grenzen der Konzessionen: Die kostenpflichtigen Bereiche dürfen weder 30 % der Nutzfläche des Strandes noch 50 % der Meeresfront überschreiten.

Entfernung von Schildern: Von den Betreibern aufgestellte Schilder, die private Sonnenschirme in Meeresnähe verbieten, haben keine rechtliche Grundlage und müssen entfernt werden.

greez
henry
 
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