In Évora, doch immerhin eine der Metropolen auf dem Land, wird das Ausmass der Krise immer deutlicher. Die letzten Male, als ich in einem der grossen Supermaerkte (ehem. Feira Nova) war, bot sich eine gespenstische Stimmung: Der riesige Parkplatz ist so gut wie leer, im Supermarkt selbst sind etwa genauso viele Kunden wie Angestellte. Zwei von 15 Kassen sind nur besetzt.
Einzig die Supermaerkte, die mit Gutscheinen arbeiten (deshalb aber nicht unbedingt guenstiger sind) sind noch gut besucht.
Was mich vorallem erstaunte, war mein Erlebnis beim mercado (Zigeunermarkt) am Rossio diesen Monat: Ich war ca. 13:30 dort bei wunderbarem Wetter und bummelte an den Staenden entlang. Es waren kaum Leute unterwegs und um 14:00 fingen etliche Haendler bereits an, ihren Stand abzubauen. Andere harrten noch aus und standen zusammen und unterhielten sich darueber, dass die Leute einfach kein Geld mehr haetten, irgendetwas zu kaufen. Ich fragte Interesse halber nach, ob der Markt nur heute Nachmittag so schwach besucht sei. Sie antworteten, dass den ganzen Tag schon so gut wie niemand kam. Eine Haendlerin sagte treffend: Frueher kaufte ich mir hin und wieder etwas, was mir gefiel, heute kaufe ich nur noch, was ich brauche. Sicher geht es denen nicht anders.
Bisher war auf dem Markt immer die Hoelle los, weil die Dinge oftmals erschwinglicher sind, als in den Laeden. Jetzt ist nicht mal mehr Geld da, um dort einzukaufen!
Hier hat sich im letzten halben Jahr viel veraendert, auch das Stadtbild, weil im Centro Historico immer wieder Laeden schliessen und neue aufmachen, die sich manchmal nicht mal ein Jahr halten koennen!
Macht ihr aehnliche Beobachtungen?
Gruss Manuela
Einzig die Supermaerkte, die mit Gutscheinen arbeiten (deshalb aber nicht unbedingt guenstiger sind) sind noch gut besucht.
Was mich vorallem erstaunte, war mein Erlebnis beim mercado (Zigeunermarkt) am Rossio diesen Monat: Ich war ca. 13:30 dort bei wunderbarem Wetter und bummelte an den Staenden entlang. Es waren kaum Leute unterwegs und um 14:00 fingen etliche Haendler bereits an, ihren Stand abzubauen. Andere harrten noch aus und standen zusammen und unterhielten sich darueber, dass die Leute einfach kein Geld mehr haetten, irgendetwas zu kaufen. Ich fragte Interesse halber nach, ob der Markt nur heute Nachmittag so schwach besucht sei. Sie antworteten, dass den ganzen Tag schon so gut wie niemand kam. Eine Haendlerin sagte treffend: Frueher kaufte ich mir hin und wieder etwas, was mir gefiel, heute kaufe ich nur noch, was ich brauche. Sicher geht es denen nicht anders.
Bisher war auf dem Markt immer die Hoelle los, weil die Dinge oftmals erschwinglicher sind, als in den Laeden. Jetzt ist nicht mal mehr Geld da, um dort einzukaufen!
Hier hat sich im letzten halben Jahr viel veraendert, auch das Stadtbild, weil im Centro Historico immer wieder Laeden schliessen und neue aufmachen, die sich manchmal nicht mal ein Jahr halten koennen!
Macht ihr aehnliche Beobachtungen?
Gruss Manuela