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Euer Leben in Portugal

CasaWistuba

Lusitano
Teilnehmer
Stammgast
Viva Ora,

mich würd es brennend interessieren, was "Eure" Beweggründe waren um nach Portugal auszuwandern / überzusiedeln oder warum ihr so an diesem Land hängt.
Persönlich bin ich immer wieder froh, wenn ich Portugal für 3 -6 Monate auch mal wieder den Rücken kehren kann und dann wieder frisch motiviert ins gelobte Land zurück zu kommen.

lasst uns doch mal einen kleinen Erfahrungsaustausch starten über eure für und wieders, würdet ihr es wieder tun, was würdet ihr anders machen, oder würden manche diesen Schritt gar nicht mehr wagen.
 
Meine Grund ist (teilweise ja schon bekannt) eine Portugiesin. Und da stellt sich nicht die Frage, ob ich es nocheinmal oder anders oder nie mehr tun würde.
O
 
Hallo Sven,

und was waren denn nun Deine Beweggründe?

Meine habe ich ja auch schon an anderer Stelle veröffentlicht ;D

LG
Iris
 
Nun, es begann mit es war einmal………..

Bei einem meiner unzähligen Urlaube und einem anschließenden Sprachkurs bin ich wohl mit dem bekannten bösen Virus infiziert worden und seit dem hat mich das Land, seine meist sehr komischen Leute, der kulturelle Aspekt und die Art wie die Menschen dort „augenscheinlich“ unbefänglich leben voll erfasst.

Es gab Zeiten in meinem Leben wo ich versucht habe jede freie Minute mich mit der Mentalität und der Sprache zu befassen, was mir m.E recht gut gelungen ist.

Bei Germanwings war ich mittlerweile Stammkunde und flog so oft es ging, manchmal 2-3 mal im Monat nach Portugal, was wiederum an meinen Finanzen so sehr zehrte, das ich mich im Jahre 2002 / 2003 dazu entschloss, mir in Lagos eine Bleibe zu kaufen, da mich die Hotelaufenthalte mein letztes Hemd gekostet haben.

Eines Tages hat mein CEO davon erfahren und hat mich gefragt ob ich mir zutrauen würde in Lissabon einen neuen Geschäftszweig des Unternehmen zu festigen. Ich hatte damals ohne zu überlegen zu gesagt was sich im laufe der Zeit als sehr stressbeladen erwies.

So kam es also das ich ( auch heute noch ) zwischen den beiden Ländern hin und her fliege
d.h 3 Tage Portugal, 5 Tage Deutschland, mal eine Woche in D mal 2 Monate in P. usw. usw.
Im Klartext: ich bin nun kein Stammkunde mehr von GW sondern gehöre schon zum Inventar *lol*

Mittlerweile ist der Bau der Casa Wistuba in Vale da Telha in vollem Gange und wenn Gott und CEO es so wollen wird’s wohl bald auf ewig sein………………………….


Und wenn sie nicht gestorben sind…………………
 
Habe 1994 das erste Mal in Carvoeiro an der Algarve in Portugal Urlaub gemacht und mir dort den Algarvia Virus eingefangen

– der bedeutet wer einmal hier war kommt wieder –

So war es denn auch bei mir – denn in den folgenden Jahren war ich immer öfters an der Algarve und habe die Mentalität der Leute und das Land kennen und lieben gelernt.

Habe durch meinen früheren Job viel von der Welt gesehen, dabei aus dem Koffer gelebt, nun hab ich es mir ruhiger gemacht, denn die Mentalität der Menschen im Süden und auch der Algarve, gehen alles bedachter an, sie planen länger und haben deshalb auch nicht den Stress oder Hektik, der Mitteleuropäer.

Aus diesem Grunde hatte ich auch 1993 für mich beschlossen

– in 10 Jahren lebst Du im Süden –

deshalb fiel mit der Schritt in 2003 relativ leicht, meinen Lebensmittelpunkt ganz an die Algarve zu verlegen. Bis heute habe ich diesen Schritt nicht bereut.

Bin aber ein gemütlicher und umgänglicher Typ der seit über 30 Jahren Pfeife raucht und es auch nicht lassen will und trinke abends meinen Rotwein zum Tagesausgleich.

Als ich dann im Forum auch noch, meine heutige portugalbegeisterte Lebensgefährtin kennen gelernt habe, die inzwischen auch hier mit mir in Alvor wohnt, gestaltet sich mein zweiter Lebensabschnitt in der Form wie ich ihn mir vorgestellt hatte.

Da ich noch kein Rentner bin und auch einen Beitrag für unsere Lebenshaltungskosten benötige, habe ich mir ein Vermittlungsbüro für Transporte aller Art zwischen Nordeuropa und Südeuropa inzwischen aufgebaut.

Mein Leben hat sich Positiv verändert und ich bereue es nicht nach Portugal umgezogen zu sein.
 
Ich brauche eigentlich nichts zu diesem Thma schreiben, kann man doch schon nachlesen.

Zwar bin ich momentan noch mit dem Kampf mit der port. Bürokratie - sprich Beibringen von weiß-ich-was für Formularen - beschäftigt, aber auch das wird eines Tages ein Ende haben - meine Residencia habe ich auf jeden Fall schon mal in der Tasche.

Auf jeden Fall werde ich mein Leben in Portugal nachdem ich alles abgearbeitet habe mit Sicherheit genießen, schließlich war und ist Portugal immer meine zweite Heimat gewesen - und das seit nunmehr 43 Jahren!!
 
Richtig Heike, damals war noch Salazar da, der das Sagen hatte - und wenn noch das Archiv des PF zugänglich wäre, dann könnte man diese Geschichte nachlesen! (noch im alten Baumforum! ;D )
Damals wurde auch die Airbase in Beja aufgebaut.
Ein Kollege meines damaligen Mannes hatte sich als Rechnungsführer freiwillig nach Portugal gemeldet und dorthin versetzen lassen.
Damals war die Verwaltung noch in Lissabon am Praça José Fontana angesiedelt.
Er lud uns ein und so sind wir in Köln ins Auto gestiegen und Richtung Portugal gefahren, natürlich nicht ohne Streckenvorschläge des ADAC.
Lissabon war super und es stand schon nach wenigen Tagen fest: "Wir kommen wieder".
Sieben Jahre hintereinander immer in den Werksferien - ich arbeitete damals bei Ford in Köln - mit ausschließlich port. Freunden - darum habe ich mein Portugiesisch "auf der Straße" gelernt - haben wir Land und Leute kennengelernt.
Dann kam eine lange Pause, weil ich geschieden wurde und ohne Knete gehen nun mal viele Dinge einfach nicht.
Die Sprache habe ich in diesen Jahren aber immer gepflegt, d.h. ständig Portugiesischkurse in der VHS besucht.

1996 bin ich nach 24 Jahren das erste Mal wieder nach Portugal gereist, diesmal mit Flieger und Mietwagen und in den Norden.
Eine Woche habe ich gebraucht, um die Veränderungen, die nach der Revolution eingetreten waren, zu verarbeiten.
Die drei Wochen waren viel zu kurz - aber danach gab es kein Halten mehr und da ich bald Rentnerin wurde, waren Germanwings und Air Berlin mein ständiger Zubringer in das gelobte Land.
Na - und nun bin ich "permanente" hier.
Zwar der Liebe wegen, aber es passt ja alles gut zusammen - gelle??? ;D ;D
 
AW: Euer Leben in Portugal

Hallo,

ich habe eine Zeit lang in Portugal gelebt, obwohl nicht an einem Stueck, waren es jedoch insgesamt 5 Jahre, die ich in diesem Land, genau gesagt in Coimbra, Vila Franca dex Xira, Madeira und Monte Gordo, verbracht habe. Zur Zeit lebe ich in Andorra, aber wuerde eigentlich ganz gerne wieder nach Portugal, vorzugsweise in dei Gegend von Santarem, gehen. Aber wenn da diese schlechten Gehaelter und sowie die beschissenen staatlichen Krankenversicherungen nicht waeren, dann koennte man echt gut in Portugal leben. Mein Interesse an Portugal wurde durch einen Reisebericht aus den Sechszigern geweckt, das war Mitte der Achtziger. Danach habe ich dann ebenfalls einen sehr interessanten Bericht im Fernsehen gesehen. Ich hatte schon zu diser Zeit, ich war damals 18, schon mit dem Gedanken gespielt irgendwann einmal im Sueden zu leben, hatte aber bis dahin zunaechst wie fast jder Deutsche, Spanien im Vizier, da ich dort auch schon mit meinen Eltern war. Also kurzum war mein Interesse an Portugal geweckt, und wie der Zufall es wollte habe ich kurz darauf Portugiesen kennengelernt, mit denen ich mich sehr gut verstanden habe. Es waren Studenten, die aber schon sehr bald in ihre Heimat zurueck wollten. Wir haben dann Adressen ausgetauscht und Kontakt gehalten. Ich bin die VHS gegangen um Portugiesisch zu lernen und dann kam auch schon recht bald die erste Reise nach Portugal. Es folgten eine zweite und dritte Reise, und es hat mir immer recht gut gefallen. Danach folgte dann ein achtmonatiger Sprachkurs fuer Auslaender an der Uni von Coimbra. Nach zwei weiteren Sommerkursen, ebenfalls an der selben Uni, bot sich dann fuer mich zum ersten Mal die Gelegenheit in Portugal zu arbeiten. Mein privates und soziales Umfeld was ich sehr schnell habe, gefiel mir sehr gut, jedoch mein Arbeitgeber hat fuer mich keine Sozialabgaben bezahlt. Jahre danach ergaben sich andere Arbeitsmoeglichkeiten, und zwischendurch hatte ich auch immer mal wider die Idee nach Spanien zu gehen, aber das werde ich sicherlich nie machen. Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn mal als Fremder in Portugal lebt und einmal mit den Menschen warm geworden ist, wird man wie einer von ihnen behandelt. In Spanien andererseits wird man als Fremder voll respektiert und akzeptiert, aber man wird niemals so richtig einer von ihnen, es ei denn man hat einen einheimischen Ehepartner. Obwohl ich in Portugal auch sehr viele negative Erfahrungen machen musste, und ich es oft verflucht habe, waren jedoch meine positiven Eindruecke ueberragender. Perfekt ist es nirgendwo auf dieser Welt, und Portugal finde ich schon ganz o.k. Aber es gibt auch dort Regionen, wo ich keinesfalls leben moechte.
 
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