Offenbar gibt es den Thread mit den Folgen der Corona-Krise nicht mehr.
Also dann hier, nachdem die Handwerker fertig sind und nach 2 Jahren endlich die Satschüssel wieder Bilder liefert.
Fand ich ja super nett, das die trotz allem kamen.
Vorab, um das klar zu machen, Selbstisolation, Abstand, Schliessungen usw. finde ich insoweit OK, als das es Sinn macht.
Was mich erschreckt, ist das Jubeln, auch hier im Forum, über das wahnsinnig schnell ablaufende beschränken der Bürgerrechte und die ganzen Maßnahmen, die zum Teil völlig unlogisch sind.
Da werden Ausgangsbeschränkungen in Bayern verhängt, ich kann aus dem Fenster über den Main nach Bayern sehen. Hier geht eine Fußgängerbrücke rüber, wie soll das gehen, kontrolliert werden?
Sollen wieder Schranken zwischen den Bundesländern gezogen werden?
Wenn, dann sollte das einheitlich sein.
Wieso dürfen Friseure offen haben? Das hat Bayern nun beendet, völlig Panne war das.
Spielplätze, Schulen und Kitas werden geschlossen, aber die Alten sitzen zusammen in den Cafes, ohne Abstand. Der Virus ist in Deutschland nur 9 bis 18 Uhr aktiv, weil Restaurants dann schliessen mussten?
Wurde nun geändert, statt jeden zweiten Tisch blockieren zu lassen.
Angebotene Kinderbetreuung findet zwar statt, aber in Gruppen bis 20-30 Kinder, wo ist da dann der Sinn, Spielplätze zu schliessen und Kinder per HiPos von dort zu verweisen?
In quasi atemberaubender Geschwindigkeit werden Bürgerrechte beschnitten, jedes Bundesland bzw. Testosteron-gesteuerter Politiker will andere ausstechen mit noch "besseren" Maßnahmen.
Keiner diese Sprücheklopper sagt genau, wann und wie er es wieder aufheben wird.
Das es notwendig ist, bestreite ich ja nicht, weil offenbar genug rumlaufen, die sich nicht daran halten, einfach mal zuhause zu bleiben.
Aber was ich zu bedenken geben möchte, auch wenn das jetzt der ein oder andere in den falschen Hals bekommen wird.
Ist das alles, was getan wird, noch verhältnismässig?
Damit meine ich es global gesehen und die globalen Folgen.
Wenn man die spanische Grippe nimmt, starben 50 Millionen Menschen. Das wird heutzutage wohl nicht mehr ganz so schlimm sein, da die Hygiene und Medizin besser geworden ist.
Nicht schön, aber derzeit wird die Wirtschaftsgrundlage von quasi Milliarden Menschen pulverisiert.
Freiheiten werden eingeschränkt und Menschen beklatschen das auch noch bei aktuellem Stand 12.000 Toten.
Mir ist klar, warum das alles.
Aber was ist in ein paar Wochen, Monaten?
Wenn die Hälfte oder mehr der Erdbevölkerung keinen
Job mehr hat, alles pleite ist und keiner mehr einen Ausweg sieht?
Ist das dann noch Verhältnismässig?
Klar, jeder Betroffene wird da zustimmen, aber man sollte auch mal das Gesamtbild im Blick haben.
Es geht hier nicht um zB. Braunkohle, wo Menschen zur Not in anderen Branchen arbeiten können.
Hier wird quasi die gesamte Wirtschaft mit 130 gegen die Betonwand gefahren. In nicht mal 3 Wochen.
Wofür?
Weil wir ein paar Millionen Menschenleben gerettet haben?
Ich bin da sehr skeptisch, das sich das alles wirklich auszahlen wird.
Menschen dürfen nur noch mit Passierscheinen draußen sein, in Frankreich kostet es 135 Euro Strafe ohne erwischt zu werden.
Menschen werden die Existenzen entzogen, zum "Wohle aller".
Was bringt das aber alles, wenn in ein paar Monaten nichts mehr da ist?
Nochmal, ich verstehe die Maßnahmen, aber alles sollte mit Augenmaß passieren. Ich hab heute morgen Brötchen geholt, alle hatten 2m Abstand.
Im Supermarkt wird Abstand gehalten, Schutzfenster errichtet usw.
Diese ganzen Maßnahmen KÖNNEN sich noch gar nicht in den Zahlen niederschlagen, weil das etwa 10 Tage braucht.
Aber jeden Tag wird mehr gemacht mit dem Argument, die Menschen hören nicht, die Zahlen gehen rauf.
Niemand wartet wirklich ab, weil, dann wird es zu spät sein.
Was ist beim nächsten Mal?
Wann werden die Maßnahmen beendet, wenn die Bürger dann doch so schön dran gewöhnt sind?
Ich finde es wirklich massiv erschreckend, wie schnell eine Demokratie zerbrechen kann wegen einem unsichtbaren Feind, dessen Gefährlichkeit noch nicht endgültig berechnet werden kann.
Sicher ist Italien echt krass und schlimm.
Aber überlegt einfach mal, wie schnell echte BIllionen an Geld in die Hand genommen, versprochen werden, um die westliche Wirtschaft zu stützen.
Weil bisher 12.000 Tote da sind.
Was machen die bei 1 Million erst?
Und wo war diese Hilfe bei den vielen verhungernden in Afrika?
Da sollte private Hilfe es richten.
Im Grunde ekelt mich dieser Politikapparat echt an.
Ich hoffe, das dies, wenn es mal ein Ende gefunden hat, thematisiert wird und dann der Bürger/Wähler seine Konsequenzen zieht.
Aber ich glaube, da bin ich zu hoffnungsvoll.
So wie man nicht an die Vernunft der Menschen glauben kann, die da jetzt immer noch quasi Party machen.
So, das musste ich mal loswerden.
Ich bin ja lange allein, weil meine Frau 14h am Tag im Krankenhaus ist...