Hallo zusammen,
das wird jetzt hier natürlich ganz schön off-topic, weil wir wieder sehr allgemein werden, ohne viel Portugalbezug. Wir werden daher bestimmt was verschieben, sage ich schonmal ...
Wir sind so neoliberal durchdrungen, dass wir als Gesellschaft immer nur fragen: Was kostet uns das an Geld statt eben zu fragen: entspricht das denn noch dem, was wir als "richtig" betrachten? Ist Klimaschutz bzu teuer, obwohl er aber doch "richtig" wäre?
Bei Corona geht es natürlich auch darum, dass es auch "nicht richtige" Folgen der Maßnahmen gibt, keine Frage. Deshalb muss man sich angeblich für das geringere Übel entscheiden. Das lapidare Ergebnis solcher Abwägungen: das ist eben so, das ist das Restrisiko, das Leben ist gefährlich, wir müssen alle sterben und ähnliche rationalisierende Sprüche, verkennt eben, dass es in Wirklichkeit oft doch nicht "so ist" sondern dass wir es eben einfach als "zu teuer" betrachten. Stichwort Luftfilter usw. Es gibt oft noch mehr Möglichkeiten, die Folgen abzumildern, vieles ist nicht alternativlos. Wir entscheiden uns dagegen, weil Dinge unserer Ansicht nach "nicht genug bringen" und wir die dafür nötigen Ressourcen anders einsetzen wollen, etwa für den privaten Konsum.
Was ich damit sagen will: Die Sache mit der Überlastung des Gesundheitswesens, die es zu verhindern gilt, war in meinen Augen immer eine Hilfskonstruktion von klugen Politikern um der neoliberal "durchseuchten" Gesellschaft mit einem Effizienzargument sowas wie ein Stück Restempathie abzuringen, freilich mit der Drohung im Hintergrund, dass es bei einer Überlastung auch jene trifft, die sich nicht anstecken. Und jeder denkt natürlich, wie immer: Mich trifft es schon nicht, was gehen mich eure Probleme an?
Wie schon gesagt, bestehe ich gar nicht so auf der Impfung, aber es gibt viele andere Dinge, die man hätte besser machen können, etwa viel frühere und konsequentere und damit viel kürzere Kontaktbeschränkungen, technische Maßnahmen, konsequente Kontrollen an den Grenzen usw. Ist nicht passiert wegen der "Freiheit" und der "Kosten" und mit einem Mal finden wir uns in einer Debatte um eine Impfpflicht wieder, die natürlich wegen der "Freiheit" auch wieder kritisiert wird.
Hatte man sich vielleicht ganz sparen können. Ich will ja nicht sagen: "Ich habe es gleich gesagt" - aber ich habe es gleich gesagt ...
Kai
das wird jetzt hier natürlich ganz schön off-topic, weil wir wieder sehr allgemein werden, ohne viel Portugalbezug. Wir werden daher bestimmt was verschieben, sage ich schonmal ...
Ja, das ist so definiert worden, dass man die Maßnahmen damit legitimiert. Aber natürlich stellt man sich irgendwann als Gesellschaft die Frage, was eine solche Definition auch bedeutet? Effizienzkriterien, Kosten-Nutzen-Relation, Abwägung ... Denn man könnte ja versucht sein das so zu steuern, dass das Gesundheitswesen gerade nicht überlastet wird. Also, indem man Kranke und Tote eben einkalkuliert, irgendwie. Das würde ja auch immer so gefordert, und behauptet, dass das Gesundheitswesen nie an seine Grenzen kam (was nicht stimmt). Als ob das durchaus erstrebenswert gewesen wäre.als Entscheidungskriterium die potenzielle Überlastung des Gesundheitssystems benannt
Wir sind so neoliberal durchdrungen, dass wir als Gesellschaft immer nur fragen: Was kostet uns das an Geld statt eben zu fragen: entspricht das denn noch dem, was wir als "richtig" betrachten? Ist Klimaschutz bzu teuer, obwohl er aber doch "richtig" wäre?
Bei Corona geht es natürlich auch darum, dass es auch "nicht richtige" Folgen der Maßnahmen gibt, keine Frage. Deshalb muss man sich angeblich für das geringere Übel entscheiden. Das lapidare Ergebnis solcher Abwägungen: das ist eben so, das ist das Restrisiko, das Leben ist gefährlich, wir müssen alle sterben und ähnliche rationalisierende Sprüche, verkennt eben, dass es in Wirklichkeit oft doch nicht "so ist" sondern dass wir es eben einfach als "zu teuer" betrachten. Stichwort Luftfilter usw. Es gibt oft noch mehr Möglichkeiten, die Folgen abzumildern, vieles ist nicht alternativlos. Wir entscheiden uns dagegen, weil Dinge unserer Ansicht nach "nicht genug bringen" und wir die dafür nötigen Ressourcen anders einsetzen wollen, etwa für den privaten Konsum.
Was ich damit sagen will: Die Sache mit der Überlastung des Gesundheitswesens, die es zu verhindern gilt, war in meinen Augen immer eine Hilfskonstruktion von klugen Politikern um der neoliberal "durchseuchten" Gesellschaft mit einem Effizienzargument sowas wie ein Stück Restempathie abzuringen, freilich mit der Drohung im Hintergrund, dass es bei einer Überlastung auch jene trifft, die sich nicht anstecken. Und jeder denkt natürlich, wie immer: Mich trifft es schon nicht, was gehen mich eure Probleme an?
Wie schon gesagt, bestehe ich gar nicht so auf der Impfung, aber es gibt viele andere Dinge, die man hätte besser machen können, etwa viel frühere und konsequentere und damit viel kürzere Kontaktbeschränkungen, technische Maßnahmen, konsequente Kontrollen an den Grenzen usw. Ist nicht passiert wegen der "Freiheit" und der "Kosten" und mit einem Mal finden wir uns in einer Debatte um eine Impfpflicht wieder, die natürlich wegen der "Freiheit" auch wieder kritisiert wird.
Hatte man sich vielleicht ganz sparen können. Ich will ja nicht sagen: "Ich habe es gleich gesagt" - aber ich habe es gleich gesagt ...
Kai
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