Sonntag, der 28.09.25, Tag 17
Ich wache mit leichten Halsschmerzen und verstopfter Nase auf, jetzt bitte nicht noch krank werden!
Aber es gibt sich dann doch, ich bin allerdings eher unproduktiv, außer Wäsche waschen passiert heute nicht viel.
Draußen Stimmen, die lauter werden, ein Trüppchen mit Fahne wandert die Straße hoch, mit der Nachbarin wird geredet und ein junger Mann kommt auch zu unsrer Haustür. Ah, eine Abgesandtschaft der Lokalpolitik auf Werbetour...wir erklären, dass wir (leider) nicht wählen können.
Aber sie sind sehr freundlich, die Partei war mit den 5 Leutchen sicher komplett vertreten...
Ich hoffe, dass die Wäsche noch trocken wird, es zieht sich komplett zu und der Regen liegt quasi schon in der Luft.
Ich nehme die Sachen mal vorsichtshalber rein.
Ein bisschen Terminabsprache ist noch erforderlich, wir haben ja noch zwei Treffen mit deutschen Bekannten bzw auch unbekannten
anberaumt für die noch verbleibende Zeit.
Die Welt wird grauer, vom Pico ist heut nix zu sehen, wie gut, dass wir gestern den Tag noch genutzt haben!
Noch ein Anruf zu Hause, unsre Vermieterin hat heute Geburtstag.
Dann wird es auch schon Zeit, wir haben halb sechs mit B. abgemacht.
Es fallen nun auch die ersten Tropfen.
Hier flattert noch trotzig die Wäsche im Wind:
Ein Hauch von Berg dann doch
Am Hafen ein Menschenauflauf-ah-das ist ja das Fußballstadion! Da wird wohl heute gespielt.
Vorbei geht's am unscheinbaren Radiosender. Ob S. da grade ihre Interviews bearbeitet?
Auch hier tatsächlich der Fuß vom Pico zu sehen.
An manchen Tagen ist er ja komplett wolkenverhüllt, wenn man es nicht wüsste, würde man nie denken,
dass da ein fast Zweieinhalbtausend-Meter-Berg vorhanden ist...immerhin der höchste Portugals.
Wir wollen uns hinter der Cella Bar treffen- zum Erstbeschnuppern sozusagen.
Noch ist ein paar Minuten Zeit, wir tun es den Touristen gleich,
die versuchen, trotz Wetter wenigstens ein paar nette Aufnahmen zu schießen.