• Gäste können im PortugalForum zunächst keine Beiträge verfassen und auch nicht auf Beiträge antworten. Das klappt nur, wenn man registriert ist. Das ist ganz leicht, geht schnell und tut nicht weh: Registrieren. Und dann verschwindet auch dieser Hinweis ...

Diskussion zum klimaneutralen Verkehr

Wenn ich einen riesigen Berg an Bedingungen auftürme, dann verzweifeln die meisten daran.
Die wenigsten Menschen haben Lust eine Mount Everest zu besteigen.
Du hast natürlich recht. Ich schwanke immer, ob es das Problem ist, dass man verzweifelt oder verstockt? In der Verzweiflung steckt für mich der dringende Wunsch, etwas zu schaffen und an der Überforderung zu scheitern. Beim Verstocken kultiviere ich die Überforderung, weil ich mich mit der Sache eigentlich nicht befassen möchte.
Aber es ist wichtig, dass man die echt Verzweifelten mitnimmt und den wirklich Verstockten den Wind aus den Segeln nimmt.

Kai
 
@Chap
Der Mount Everest war nur sinnbildlich für einen sehr hohen Berg.
Aber du hast natürlich recht, dass das was dort passiert ein Unding und eine riesen Sauerei ist
 
Ist schon klar Solvana ;)

Ein Familienmitglied von mir ist professioneller und leidenschaftlicher Bergsteiger und Fotograf. Er hat am Mount Everest einen super virtual reality Film gedreht. Ein sehr aufwendiges Projekt, deshalb ist mir die Problematik sehr bewußt.

Natürlich war dein Beispiel nur sinnbildlich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich war früher auch sehr gerne Alpin unterwegs. War sogar damals mit 8 Jahren der Jüngste Bub auf dem Groß Glockner.
In den Alpen bin ich fast auf jeder Spitze über 3000 Meter gewesen.
Die typischen Wanderrouten haben wir immer gemieden. Die Berge genießt man am besten mit einer gewissen Ruhe. Da waren unsere kleinen Seilschaften mit 3-5 Jungs schon laut genug.
Wir haben immer peinlichst darauf geachtet, nichts zurück zu lassen.
 
Harald Lesch, man mag ihn oder man mag ihn nicht, aber in einem seiner neuesten Videos " Klimakatastrophe-Zeit zum kapitulieren" hat er das Thema und Lösungsvorschläge eigentlich sehr gut dargestellt.
 
Das schlägt dem Faß ja wohl den Boden aus:mad::mad::mad:
Claus Strunz: Von der Leyens Privatjet-Flug ist die Spitze des Heuchelns
Ist die Alte noch ganz dicht in der Birne? Wie lange muß man diese F…e noch in solchen Positionen ertragen müßen?
Ich selber trau mich kaum noch, meinen Firmen LKW zu benutzen und die bringt so eine Scheiße.
Pfui Pfui Pfui, weg mit der. Hier muß ich mal die BILD ausdrücklich loben, daß die diese Umweltsauereien mal ans Licht holen und publik machen.
Dieser Claus Strunz ist schon gut in seinem Metier. Ist mir schön öfters aufgefallen. Guter Journalist
LG
M
 
So wie ich es weiß, musste sie mit dem Flieger kurz danach schon wieder weiter. Man sollte das immer im Gesamtkontext betrachten.
 
So wie ich es weiß, musste sie mit dem Flieger kurz danach schon wieder weiter. Man sollte das immer im Gesamtkontext betrachten.

Das kann ja sein, daß sie es eilig hatte und mit dem Flieger direkt weiter mußte. Aber sowas kann man als Ratspräsidentin nicht bringen. Man kann nicht dem Volk Bahnfahren predigen und dann selber 50 km mit dem Flugzeug fliegen mit der Ausrede, man hätte es eilig. Da ist in ihrer Position auch ein bisschen mehr Vorbildfunktion angesagt. Diese Strecke mit dem Zug hätte sie hin und rück 2 Stunden Zeit gekostet. Diese Zeit hätte sie sich dem Klima zu Liebe nehmen müßen. Alle hätten dann gesagt, Woaow, wenn die mit dem Zug fährt, fahr ich ab jetzt auch damit.
Ich sag mir das jetzt auch, daß mir das mit dem Bus oder Fahrrad zu lange dauert, um von a nach b zukommen und fahr statt dessen mit meinem Auto. Ich hab’s ab jetzt auch nur noch eilig.
 
Die Belgier tüfteln sehr engagiert an einer Möglichkeit der Energiegewinnung durch Wasserstoff. Hab nicht genau verstanden, wie und was die da machen wollen, aber es scheint einstweilen kein einfaches Unterfangen zu sein.



Das Problem ist wohl, daß diese Art der Energiegewinnung zuerst einmal Energie benötigt. Und zwar fossile Energie. Auch ist nicht klar, wie diese Energie transportiert werden soll oder kann, ohne erneut erst mal andere Energiequellen dafür einzusetzen.

Immerhin, - Laut Experten könnte die Technologie bis zum Ende des Jahrzehnts zu einer Wertschöpfung von einer Milliarde Euro und zur Schaffung von bis zu 10.000 Jobs in Belgien führen.
---

Und hierzu? Das noch

Wie immer sind die Kommentare am unterhaltsamsten ...
 
Zuletzt bearbeitet:
So wie ich es weiß, musste sie mit dem Flieger kurz danach schon wieder weiter. Man sollte das immer im Gesamtkontext betrachten.

Hier in der Welt hab ich’s jetzt auch gelesen


Stimmt, es gibt ja auch noch Corona:klatsch: Da hat sie recht. Bahn und Sonstigen ÖPV sollte man da besser meiden. Ich benutz das auch nicht sondern fahr deswegen lieber mit dem eigenen Auto oder dem Motorrad.
Das muß eben jeder für sich selber entscheiden, was ihm wichtiger ist. Das Klima schützen und ÖPV nutzen oder sich selbst vor Corona schützen und Auto fahren
 
Da es ja zwischendurch einen kleinen Ausflug bezüglich der Forschung an Fusionsreaktoren gab, ergänze ich dazu mal etwas. Es wird keinen kurzfristigen Beitrag leisten, aber wenn ein Technologiesprung gelingt kann das doch mittelfristig eine interessante Alternative werden. Die Risiken bezüglich Betrieb und Entsorgung sind sehr viel geringer als bei der Kernkraft, das ist ein sehr wesentlicher Punkt.
Bei komplexen Themen ein besseres Verständnis zu bekommen geht nicht in ein paar Minuten. Falls Jemand daran Interesse hat hier mal zwei Empfehlungen. Zum einen hat der Betreiber des deutschen Forschungsreaktors die Möglichkeit geschaffen den Wendelstein 7 interaktiv zu besuchen. Auf der Website findet sich eine Vielzahl von weiteren Informationen:

Wer sich drei Stunden Audio geben mag, dem sei ein Podcast von 2016 empfohlen. In dem Interview wird mit viel Begeisterung einiges zum Thema erklärt:


Und dann noch meine persönliche Einschätzung zum Thema Kernkraft: Aus meiner Perspektive ist die Abschaltung jedes einzelnen Reaktors für die Menschheit eine gute Sache. Nicht aus Sicht der CO2-Bilanz sondern aus Sicherheitsaspekten. Es werden noch weitere schwere Unglücke geschehen, ich bringe hier noch einmal Fukushima in Erinnerung.
 
Kann sich noch jemand an den Energiechartavertrag von 1994 erinnern?



Darin gibt es ein Regelwerk, welches die regelt, die für gewöhnlich versteckt von der Öffentlichkeit ablaufen.



Und nun dies ...

Energiekonzerne reagieren offenbar mit einer geheimen Klagewelle gegen den Ausstieg aus der fossilen Energiewirtschaft. Nach einem Bericht der britischen Tageszeitung Guardian ist es zu einem "Anstieg von Klagen im Rahmen des Energiechartavertrags (ECT)" gekommen.

Schiedsgerichte: 269 Prozent mehr Geheimklagen gegen Energiewende

"Die .... erinnert daran, dass das Pariser Abkommen einen Ausstieg aus der Kohlewirtschaft bis zum Jahr 2030 vorsieht. Sie schätzt, dass ausländische Investoren Regierungen bis 2050 auf gut 1,5 Billionen Euro Entschädigung für die vorzeitige Schließung von Kohle-, Öl- und Gasanlagen verklagen könnten - eine Summe, die über das hinausgeht, was die EU im nächsten Jahrzehnt für ihren Green Deal ausgeben will.

"Da die Entschädigung an Unternehmen aus öffentlichen Mitteln gezahlt wird, hätten die Regierungen weniger Geld für neue Technologien, um Gebäude, Verkehr und Industrie grüner zu machen", schreibt der Guardian."


Secretive court system poses threat to Paris climate deal, says whistleblower

Es regt sich vermehrt Widerstand. Vermutlich aussichtslos ...



Beispiele derartiger Verfahren gibt es viele – und es werden mit jedem Jahr mehr. Je höher die Klimaschutzambitionen der EU, desto mehr „entgangene“ Gewinne fossiler Energieunternehmen und desto mehr Klagen.



Zuletzt verklagte RWE die Niederlande, wegen des dort beschlossenen Kohleausstiegs bis 2030, auf Schadensersatz von bis zu zwei Milliarden Euro. Nach Ansicht des Energiekonzerns würde der Kohleausstieg hohe Verluste bedeuten, da RWE Kohlekraftwerke in den Niederlanden früher als geplant abschalten müsste.

Auch Deutschland ist betroffen. Wegen des beschlossenen Atomausstiegs verklagte der schwedische Energiekonzern Vattenfall Deutschland auf Schadenersatz von 4,7 Milliarden Euro. Inzwischen ist dieser Fall zu den Akten gelegt, da Deutschland sich mit Vattenfall und anderen Energiekonzernen im Rahmen des Atomausstiegs auf eine Entschädigung von 2,4 Milliarden Euro einigte.



Eine umfangreiche „Investigate Europe“-Recherche zeigt jetzt, dass der Energiecharta-Vertrag die EU-Staaten in den nächsten Jahren noch viele hunderte Milliarden Euro kosten und den Klimaschutz stark verzögern könnte. Aus Angst vor den hohen Entschädigungszahlungen sei eine Aufweichung von Klimagesetzen wahrscheinlich.

Die European Investigative Collaborations (EIC) ist ein 2016, von damals , gegründetes journalistisches Recherche-Netzwerk. Bekannte Projekte des Netzwerk die zu aufsehenerregenden Veröffentlichungen führten waren Football Leaks und Malta Files.

Das kann ja noch heiter werden ... :klatsch:.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nachtigall, ich hör Dich trapsen ...

Kann sich noch jemand an den Energiechartavertrag von 1994 erinnern? .........

Habeck warnt vor Scheitern der Koalitionsgespräche

"Grünen-Co-Chef Robert Habeck hat vor einem Scheitern der Koalitionsverhandlungen mit SPD und FDP gewarnt. Die drei Parteien seien sich einig gewesen, dass die nächste Regierung eine Klimaregierung sein müsse, sagte Habeck im RBB. Wenn es nicht gelinge, die Weichen für das Erreichen des 1,5-Grad-Ziels zu stellen, "dann sind wir in den Koalitionsverhandlungen gescheitert"."

Das wäre zu wünschen!

Während die halbwegs cleveren Genossen von der SPD und die halbwegs taffen Kameraden von der FDP diesen Beitrag ...

Diskussion zum klimaneutralen Verkehr

... scheint´s nicht nur gelesen haben, sondern sich der Tragweite eines Klimaschutz-Programms nach Plänen der grünen Spinner durchaus wohl schon vorher bewußt gewesen sind, könnte es nun zu einem scheitern der Koalitionsverhandlungen der drei Ampelfarben kommen, um genau daß zu vermeiden, was Deutschland an Regressforderungen aus Richtung der Energiewirtschaft und Energieindustrie blüht, wenn man die spinnerten Vorstellungen der Öko-Phantasten umsetzen sollte.

Das, was im Beitrag #192 steht, hat entweder keiner hier gelesen oder nicht mal ansatzweise verstanden.

Immerhin könnte es also sein, daß SPD und FDP intellektuell besser positioniert sein dürften, wie die grünen Traumtänzer von der Weltverbesserer-Sekte.

Das wird noch spannend werden. Ich freu mich drauf ...!
 
Aus Angst vor den hohen Entschädigungszahlungen sei eine Aufweichung von Klimagesetzen wahrscheinlich.
Tragweite eines Klimaschutz-Programms nach Plänen der grünen Spinner
Ich will es mal so sagen: die "grünen Spinner" machen ja im Grunde das, was das Bundesverfassungsgericht vorgegeben hat, ist ja auch keine ganz unwichtige Instanz in Deutschland. Ich möchte den Politiker sehen, der jetzt hingeht und sagt: Wir brauchen hier des Geldes wegen laschere Gesetze. Ich bin mir sicher, dass das so nicht passieren wird, dazu ist das Thema, außer eben bei einer Minderheit, durchaus ja schon bei den Menschen angekommen. Sicher nicht in allen Konsequenzen, aber in den Köpfen schon.

Es wird dann Vereinbarungen mit den Firmen geben, die sicher auch teuer werden, aber eben nicht so. Man trifft sich dann eben immer in irgendeiner Mitte, sodass eben der politische Wille umsetzbar bleibt. Das ist alles andere als optimal, aber eben auch kein komplettes Katastrophenszenario, an dem alles scheitert. Das kann sich auch die Ampel in Sachen Klima nicht mehr leisten.

Es ist auch durchaus nicht so, dass es schon klar ist, dass man aus dem Vertrag nicht rauskommt. Manche wünschen es sich wohl nach dem Motto "Lieber tot als rot", aber ich bin mir nicht sicher, dass da die letzten Worte schon gesprochen sind:

Der EuGH hat dazu vor ein paar Wochen geurteilt, und es ist nun in der Fachwelt etwas umstritten, was daraus folgt:

In jedem Fall ist aber Bewegung in der Sache, und ich würde mich nicht zu früh freuen ... :)

Kai
 
Ich habe euch doch gesagt, dass andere Länder nicht mitmachen wollen. Tschechien möchte ein Tempolimit von 150 km/h statt 130 km/h einführen:



Die Tschechen schwärmen laut Bericht von ihren Erlebnissen auf deutschen Autobahnen ohne Tempolimit.

Desweiteren steht dort, dass, seit Polen das Tempolimit auf 140 km/h erhöht hat, es dort nicht mehr Unfälle gab, sondern weniger.

:cool::cool::cool:
 
Du darfst nur nicht vergessen das Verkehr in der Tschechei oder in Polen ein anderer ist.

In PT kannst du ja auch ganz entspannt mit 160 über die Autobahn fahren (also bis auf Lissabon). Aber in D ist das doch mittlerweile echt Stress.

Hans
 
Das ist richtig. Nur leider wird man, wenn man mit 160 km/h in PT erwischt wird, zur Verantwortung gezogen, weil man dort nicht schneller als 120 km/h fahren darf. Hier passiert das nicht auf Strecken ohne Tempolimit. Es gibt vielleicht nur Probleme mit der Versicherung im Falle eines Unfalls.

Da ich nicht weit weg von der tschechischen Grenze wohne (ca. eine halbe Autostunde), war ich öfters dort und habe bereits den Eindruck, dass die Tschechen nicht unbedingt schlechter fahren.

Wenn es hier in DE eine PKW- Maut gäbe, denke ich, wird man auch hier ganz entspannt fahren können - auch ohne Tempolimit. ;)
 
Passend zu diesem Thema die heutige Ernennung der neuen Bundesregierung durch den Bundespräsident. Ernennungsurkunde auf dem Gepäckträger von seinem E-Bike fährt Cem Özdemir an den anderen Ministern an den großen Limousinen vorbei. ;)
Nach der Bonusmeilen Affäre 2002 schon eine starke Veränderung von Cem Özdemir. Das er fast ausschließlich Rad fährt in Berlin, ist ja mittlerweile bekannt.
Aus Sicht eines Radfahrers wäre er der ideale Verkehrsminister. In Berlin hat er einige positive Veränderungen in der Corona Zeit für Radfahrer bewirkt.

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.


Siehe auch dieses Interview mit 2 Radfahrern auf ihrer Deutschland Tour.

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.
 
Zurück
Oben