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viva o Benfica

ist Ronaldinho der richtige Mann für die diabos vermelhos


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HassanMC schrieb:
Ist zwar nur der Aldi-Cup oder wie der heisst, aber so peinlich mit nem geschenkten Elfmeter - fast schon skandaloes - zu gewinnen, ist schon der Gipfel.

Lucilio Baptista rettet Quique durch einen Phantom-Elfmeter - das steht heute in fast allen Zeitungen - zu Recht !

Dann sollte der gestohlene Sieg von Benfica vor ein paar Wochen mit rein zufällig genau dem selben Schiedsrichter aber eigentlich der anderen Mannschaft auch peinlich gewesen sein..... Ich weiss nicht, ob Ihr mal die Aufzeichnungen aus der Karriere dieses Schiri zusammengefasst gesehen habt, mit unzähligen Situationen, in denen er zu ungunsten von Benfica entschieden hat. Da fällt das eine Mal andersherum vergleichsweise überhaupt nicht ins Gewicht.
 
Naja, auch wenns nur der Aldi-Cup war, aber es war ein Finale - das hat schon einen anderen Charakter.

Und ich finde es einfach skandaloes, wenn sich der Praesident von Benfica sich schon vor dem Spiel herstellt und laut ueber den Schiedsrichter meckert. Damit wird dieser beeinflusst und entscheidet dann im Zweifel mal eben fuer den Verein, um sich nichts nachsagen zu lassen.

Aber das will ich nicht auf Benfica beschraenken. Die Schiedsrichterschelte ist in Portugal unertraeglich - und da sind alle Klubs gleich.
 
Was ist ein Aldi-Cup?

War am Samstag Abend zu einem Fado-Abend eingeladen und die Fado-Sänger haben extra gewartet, bis das Spiel aus war, ich dachte, Benfica sei jetzt portugiesischer Meister, naja, hab all meinen Benfica-Freunden gratuliert ... die werden sich auch nur denken, ach die wieder - hat ja eh keine Ahnung !!! (womit sie recht haben in diesem Fall! ;D)
 
hmmmmm, hmmmpf, *grööööl*

der war gut Heike, aber seis drum, das sind zwar Vorschusslorbeeren aber ich denke auch die Sache mit der Meisterschaft ist nicht ganz so abwägig.

Cumps
Sven
 
Teil 2 v.2


es war einmal.......

eine traurig wahre und zugleich schöne Geschichte......



Mehr als nur ein Name oder Fußballclub. Ein Mythos und eine lebende Legende gleichermaßen. Rekordmeister, Rekordpokalsieger, portugiesischer Rekordteilnehmer an internationalen Endspielen.

Es ist mein Club, euer Club, unser aller Club. Wir lachen und weinen mit ihm. Wir leben für ihn und sterben mit ihm. Die Gefühlslage geht von himmelhoch jauchzend bis tief betrübt. Es gibt kein Extrem was wir Benfiquistas noch nicht mit unserem Club durchlebt hätten.

Ich möchte euch heute ein Fenster in der Geschichte der ca. letzten 20 Jahre öffnen um die guten und die schlechten Zeiten zu beleuchten die uns vielleicht die Möglichkeit geben Antworten auf aktuelle Fragen zu finden.

Denn willst du wissen wie die Zukunft aussieht, so schaue in die Vergangenheit!!!

Auf die ganz großen Zeiten 1960-62, die unseren Mythos maßgeblich erschaffen haben, möchte ich erstmal nicht eingehen, da die meisten von uns zu dieser Zeit noch nicht geboren waren. Zu dieser Periode wird es einen gesonderten Artikel demnächst geben.

Beginnen möchte ich im Jahre 1988 mit dem Endspiel im Europapokal der Landesmeister am 25.5 im Neckarstadion (Gottlieb Daimler) zu Stuttgart.
Benfica trat gegen den holländischen Meister PSV Eindhoven an. Nach relativ langweiligen torlosen 120 Minuten musste der Sieger im Elfmeterschießen gefunden werden.

Es sollte sich ein Drama ereignen welches sich für einen Spieler von uns als fatal für seine Zukunft erweisen würde. Das Elfmeterschießen stellte sich als sichere Sache für beide Teams aus, denn alle Schützen konnten treffen. 5:5 Das KO schießen musste es nun richten.
Für den PSV trat Janssen an und verwandelte sicher. Für Benfica trat Antonio Veloso an den Punkt
Antonio Veloso, unsere Nummer 2, ein Verteidiger im absoluten Zenit seiner Karriere der eine extreme Torgefährlichkeit mit sich brachte. Als Verteidiger konnte er regelmäßig 4-5 Tore pro Saison für sich verbuchen. Er trat an zum Elfmeter , und verschoß ihn. Benfica verlor das Endspiel, und Veloso war derart geknickt und erschüttert das er sich von diesem bittersten Moment seiner Karriere nie wieder erholen konnte. Er spielte noch ca.3-4 Jahre bis er seine Karriere beendete. Aber seit dem 25.05.1988 hat er es nicht mehr geschafft ein Tor für Benfica in einem Pflichtspiel zu schießen. Auch seine Leistungen nahmen immer mehr ab. Nach diesem Endspiel war er nicht mehr derselbe. Ein Fluch oder nur Spinnerei ?? Die Tatsache als solches hat jedoch Bestand.

Zwei Jahre später am 23.05.1990 schaffte es Benfica noch einmal (und bis heute letztmalig) bis ins Endspiel der Landesmeister. Ein Highlight war das Halbfinale gegen Olympique de Marseille. Nach dem 0:0 im Hinspiel in Marseille strömten sage und schreibe 127 000 !!! Zuschauer ins alte Estadio da Luz und sahen den 1:0 Sieg und den Einzug ins Finale. Auf Vereinsebene ein absoluter Zuschauerrekord in Europa und bis heute und wohl für alle Ewigkeit unerreichbar.
Das Endspiel fand ihn Wien statt und der Gegner war kein geringerer als der Titelverteidiger AC Mailand
Benfica verlor das Endspiel mit 0:1 und die großen Zeiten im internationalen Fußball waren für uns vorbei.

Was nun folgte waren wenig rühmliche Zeiten und der Anfang von großen Problemen für unseren Club.
1991 und 1994 konnte Benfica sich zwar noch den Meistertitel sichern, aber es hatten sich schon längst dunkle Wolken über dem Estadio da Luz zusammen gezogen. Im Zusammenhang mit Finanzproblemen kam nun auch der Vorwurf der Steuerhinterziehung. Bezeichnend hierfür sind 2 Namen:
Joao Santos (Präsident von 1987-1991) sowie Jorge Artur Rego de Brito (Präsident von 1991 bis 1994)
War Benfica bis 1987 ein solide geführter Verein, so läuteten diese beiden Herren, sowie ihre Angestellten, eine Zeit der schier unglaublichen und bis zu diesem Zeitpunkt nie da gewesenen Geldvernichtung ein. Internationalen sowie portugiesischen Medienberichten zufolge häufte sich ein Schuldenberg von sage und schreibe 150-180 Millionen DM an !!! Immer wieder klagten Exspieler und Extrainer aber auch noch damals aktuelle Spieler wie Trainer über noch ausstehende Gehaltszahlungen. Ablösesummen für Transfers aus der Vergangenheit konnten nicht mehr gezahlt werden und mussten bei den "Gläubigern" in Raten abgestotteret werden. Wunschspieler konnten nicht mehr verpflichtet werden da sich die marode Finanzsituation bei allen Clubs in Europa rasend schnell herumgesprochen hatte. Mehrmals war die Aufrechterhaltung des Spielbetriebes "akut" gefährdet. Diese Hypothek der Schuldenlast wurde bis zum Börsengang und auch teilweise bis heute vor sich her geschoben. In dieser Zeit ist auch der Anfang gemacht worden das Benfica am Spieler und Trainerkarussell gedreht hat. Leider hat sich bis zum heutigen Tag diese Mentalität kaum bis überhaupt nicht geändert und liegt seitdem wie ein Geschwür auf unserem Club. Von 1992 bis heute hat unser Club die unglaubliche Zahl von 18 Trainern verschlissen. Von den Spielern die geholt und wieder verschärbelt wurden will ich gar nicht erst reden, das sind zu viel um sie noch zählen zu können. Es wurden aber Millionen DM als auch Euros zum Fenster rausgeschmissen. Die Talente die unser Club hervorbrachte mussten zum Schleuderpreis abgegeben werden. Unsere Jugendarbeit für die wir einst in Europa von allen beneidet wurden ist eigentlich kaum bis gar nicht mehr vorhanden.
Der letzte vorläufige und unrühmliche Höhepunkt von korrupten Präsidentschaften ist die von Dr. Joao Antonio de Araujo Vale e Azevedo (1997-2000) Hier der Vorwurf der Steuerhinterziehung, Veruntreuung von Vereinsgeldern, persönliche Bereicherung an Transfergeschäften usw. für die er auch rechtskräftig verurteilt wurde. Die Strafe hat, so viel ich weiß, bis heute Gültikgeit.
Sportlich ist die Zeit von 1994 bis heute für uns ein absolutes Desaster, da wir es in 15 Jahren nur einmal geschafft haben Meister zu werden. Im internationalen Bereich verhält es sich ähnlich. Positiv ist sicherlich das der Club durch die letzten zwei Präsidenten wirtschaftlich wieder auf Kurs gebracht wurde auch wenn wir finanziell noch lange nicht auf Rosen gebettet sind.

Nach meiner Meinung liegen große Teile der heutigen Probleme unseres Clubs in unserer jüngeren Vergangenheit(ab ca.1990), da wir immer noch nicht vollständig aus unseren Fehlern gelernt haben. Auch mag es Leute und Strömungen im Verein geben die unsere Vergangenheit gar nicht als Fehler realisiert haben und immer noch der Meinung sind das Benfica schon irgendwie sportlich wie finanziell gut dasteht. Doch leider ist das Gegenteil der Fall. Über das sportliche brauchen wir nicht zu reden, die Ergebnisse kennen wir alle, und finanziell gesehen stehen wir (wenn überhaupt) erst am Anfang einer Besserung.


mais??

até proxima

cumps
Sven
 
Pastor weigert sich, Kinder auf den Namen Lucílio zu taufen (der Name des Schiedsrichters, der Sporting betrogen hat, ist Lucílio Baptista):

 
Olá,

Laut "O Jogo" soll Benfica am ungarischen Nationalstürmer Adam Szalai interessiert sein. Zumindest soll das sein Agent der französischen Presse gegenüber erwähnt haben.
"Ich weiss das La Coruna, Porto und Benfica ihn beobachtet haben.", so der Manager des 21jährigen Mittelstürmers, der zur Zeit bei Real Madrid B spielt.
In 46 Spielen hat er 21 Tore erzielt und es auch schon zu einem Länderspiel in der ungarischen Nationalmannschaft gebracht.
Laut Transfermarkt.de ist aber auch Hoffenheim und Dortmund an ihm interessiert.
Der Spieler kommt übrigens aus der Jugend vom VfB Stuttgart und wechselte 2007 für ca. 500.000 Euro nach Madrid

schaunmermal..................
 
CasaWistuba schrieb:
hmmmmm, hmmmpf, *grööööl*

der war gut Heike, aber seis drum, das sind zwar Vorschusslorbeeren aber ich denke auch die Sache mit der Meisterschaft ist nicht ganz so abwägig.

Cumps
Sven

nach all den langen ausführungen (die ich mangels interesse nur spärlich überflogen habe ;)) weiß ich nu aber immer noch nicht, was ein aldi-cup ist! grrrrr!!!!
 
*lol*


Aldi Cup, nennt man Pokalwettbewerbe oder Tunierwettbewerbe wo nicht so viel Gewicht beigemessen wird.

Zum vergleich mit der Meisterschaft oder mit der CL sind solche Spielchen Peanut´s

gecheckt??....

Cumps
Sven
 
auch weil die grafische darstellung ja oft mehr aussagt als ... was die welt bzw portugal im moment zum thema benfica/sporting bewegt ... auf der strasse, im bordell, im cafe, sogar in der botschaft, im buero, in der muckibude, im fernsehen und hoerfunk ...

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auch, oder gerade als benfica mitglied spare ich mir jetzt jeden weiteren kommentar- mit sport hat das aber m.e. schon lange nichts mehr zu tun.

henry
 
HenryHill schrieb:
mit sport hat das aber m.e. schon lange nichts mehr zu tun.

Und da ich generell kein Freund von Seifenopern und Schmierentheater bin, kann ich mich auch nicht im entferntesten mit irgendeinem Verein hier in Portugal identifizieren. Wobei ich anmerken muß, daß ich Sporting bislang als das kleinste portugiesische Übel empfunden hatte. Paulo Bentos unbeholfene Fernsehauftritte haben mich fast immer amüsiert, ist irgendwie drollig das Kerlchen.
 
es geht voran....... oder auch nicht?,


Verdú zu Benfica?

Die portugiesische Presse berichtet einheitlich vom Interesse von Benfica am 25jährigen Joan Verdú von Deportivo La Coruna.
Der Spanier, der aus der Jugend von Barcelona kommt, ist ablösefrei da sein Vertrag ausläuft und er vor kurzem ein Verlängerungsangebot des Vereins ablehnte.
 
Miccoli stürmt nächste Saison für Benfica


Für viele Fans geht in der nächsten Saison ein Wunsch in Erfüllung, den der kleiner Bomber kehrt zurück. Fabrizio Miccoli ist sich mit Rui Costa über eine Rückkehr zu Benfica einig.
Rui Costa hatte bereits zu Beginn dieser Saison versucht den kleinen Stürmer zurück nach Lissabon zu holen aber nun ist es geglückt. Der kleiner Italiener wird in der kommenden Saison für wieder für Benfica stürmen. Nachdem Suazo nicht verpflichtet werden kann auf Grund des extrem hohen Gehalts hat Rui Costa sich schon frühzeitig auf dem Transfermarkt umgeschaut und ist sich recht schnell mit Fabrizio Miccoli einig geworden. Er hat bereits zwei Saison bei Benfica gespielt und hat sich in die Herzen der Fans gespielt. Er selber hatte bereits gesagt das er ausserhalb Italiens nur bei einem Verein spielt, bei Benfica.


Nun ist dieses Szenario perfekt. Der Wechsel ist in trockenen Tüchern, dank Rui Costa der noch Mannschaftskollege von Miccoli war. Nun holt er ihn zurück, als Sportdirektor


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Fotos Copyright by: &
 
Tickets:


Leider könnt Ihr bei uns keine Tickets für die Spiele von Benfica kaufen. Wir können auch keine vermitteln.

Die ofizielle Anlaufstelle für Karten:
Ticket-Shop
Alternativ die Benfica-Hotline: +351 707 200 100


Karten können auch bis zum Spieltag (sofern nicht ausverkauft), direkt am Stadion gekauft werden.
Am Spieltag selber empfielt es sich rechtzeitig vor Spielbeginn da zu sein, da es zu langen Warteschlangen kommen kann.
 
Ist das sicher, dass Miccoli kommt ? Bisher hab ich nur gelesen, dass man verhandelt, aber noch nichts in trockenen Tuechern sein.
 
Na ja heute haben wir

primeiro de abril, da würd ich mit allem vorsichtig sein was so in den Gazetten steht.... aber DIE Meldung habe ich gestern schon bekommen, von dem her dürfte was dran sein.
wenn nicht, c est la vi :D
 
Und wieder ein Transfergerücht.

Dieses Mal, so heißt es, soll Steve Mandanda, der französische Nationaltorhüter, zu Benfica wechseln.
Der 24 jährige Torhüter von Marseille ist erst diese Saison vom AC Le Havre zu seinem jetzigen Club für eine Ablöse von 2,5 Mio € gewechselt.

Momentan haben wir bei Benfica 3 Torhüter die in etwa gleich gut sind. Das Benfica sich also mal einen Torhüter internationaler Klasse gönnt wäre zu verstehen. Jedoch müsste dann wieder einer von den bisherigen dreien gehen. Wer das wäre, ist fraglich.
 
Teil 1 v. 2

Olá Ihr lieben.... leset und verstehet, dann werdet Ihr sehen was den Mythos ausmacht ein Benfiquista zu sein. Eventuell, kann ich hiermit vieleicht auch ein paar Blau oder Grün angehauchte umstimmen.

leider hab ich in meiner Schussligkeit den 2. Teil vor dem 1. gepostet.
Teil 2 findet Ihr unter #64

Viva SLB


Sport Lisboa e Benfica 1904 e.V.
Gründung, Geschichte, der Mythos


Gegründet wurde unser Club im Jahre 1904 nach dem sich der eigentliche Club, nämlich Sport Lisboa, in den Jahren 1902 -1903 einer massiven Führungskrise ausgesetzt sah. Es kam wie es kommen musste und ein Teil von Funktionären verließ den Club und gründete 1902 einen Verein der sich Sport Club de Belas nannte. Ein anderer Teil gründete 1904 den Campo Grande Sporting Club. Aus diesen beiden Clubs entstand 1906 der Sporting Club Portugal. Die verbliebenen Mitglieder von Sport Lisboa machten im alten Club weiter, da sich von ihnen keiner zum Campo Grande bekennen wollte. Hinter dem Namen Sport Lisboa setzten sie das e Benfica, da der Club in diesem Lissaboner Stadtteil beheimatet war. Der erste Präsident vom neu gegründeten Sport Lisboa e Benfica war Jose Rosa Rodrigues. Neben der Hauptsportart Fussball fanden aber auch andere Sportarten eine Heimat in diesem Verein. Von Anfang an dabei war der Radsport. Er ist bis heute Teil des Vereinswappens. Aber auch Rollhockey,Volleyball, Handball sowie viele kleinere Sportarten wurden in den Verein mit eingebunden.

In dieser frühen Geschichte liegt auch der Ursprung der großen Rivalität der beiden Hauptstadtclubs. Das erste Duell zwischen diesen beiden Rivalen konnte Sporting 2:1 gewinnen. Da es noch keine offizielle portugiesische Liga gab nahmen beide Clubs an der Iberia Meisterschaft teil und mussten sich schon frühzeitig in ihrer Geschichte mit Clubs wie Real Madrid oder dem FC Barcelona messen. Benfica konnte aber auch hier schon einige Titel für sich verbuchen. Desweiteren wurde in den Jahren 1910- 1925 (ca.) lokale Meisterschaften ausgespielt die allerdings noch keine offiziellen Status hatten. Auch hier konnten sich die beiden Lissaboner Vereine mehrmals als Sieger eintragen.

Der erste offiizielle Meistertitel gelang Benfica im Jahre 1936, und es sollte mit den Folgetiteln 1937 sowie 1938 gleich ein Hattrick werden.
In den Folgejahrzehnten ging es erfolgreich weiter und es konnten regelmäßig Meisterschaften sowie Pokalsiege gefeiert werden. Aber schon in dieser frühen Erfolgshistorie war ein Umstand klar bemerkbar: Benfica bediente sich bei Trainerverpflichtungen im europäischen Ausland. Insbesondere englische und ungarische Trainer standen beim Club hoch im Kurs und wurden immer gerne verpflichtet. Gerade die Ungarn waren hoch angesehen bei Benfica, waren sie doch die erste Fussballweltmacht in den Jahren 1930 -1954. Aber auch Trainer aus Argentinien und Brasilien konnten sich in die Liste eintragen. Sozusagen war Benfica schon sehr früh ein "Global Player" im Fussball.

Dann, im Jahr 1959 wurde wieder ein ungarischer Trainer verpflichtet der Benfica in den Olymp des Fussballhimmels katapultieren sollte und den Mythos Benfica erschaffen hat. Bela Guttman wurde als Trainer verpflichtet der unseren Club in den Jahren 1961 sowie 1962 in die Endspiele der europäischen Landesmeisterpokale geführt hat. Brisanterweise hatte Bela Gutmann in der Vorsaison, also 1958, noch den FC Porto trainiert und mit einem hauchdünnen Vorsprung vor Benfica die Meisterschaft gewonnen.
Schon damals hatte Bela Gutmann den Ruf eines Weltenbummlers, war er doch lange Zeit als Spieler und Trainer in Südamerika unterwegs. Bei Benfica schaffte er es die südamerikanischen Elemente des Fussball in die Mannschaft einfließen zu lassen und schuf eine bis dato nie dagewesene Spielkultur auf die alle anderen Vereine in Portugal als auch in Europa keine Antwort hatten. Mit Leichtigkeit führte er Benfica erstmalig in ein europäisches Endspiel.

Am 31.05.1961 hieß das Endspiel in Bern:
FC Barcelona - Benfica Lissabon
Aufstellung Benfica:
Costa Pereira- Joao/Angelo/Neto/Germano/Cruz - Augusto/Santana/Rui Aguas - Coluna/Cavem
Benfica siegte dank Tore von Rui Aguas und Coluna, sowie einem Eigentor von Antoni Ramallets in einem dramatischen und sehr attraktiven Spiel mit 3:2. Die Tore für Barcelona konnten die beiden Ungarn Kocsis und Cibor erzielen. Erstmalig konnte ein anderer Verein als Real Madrid diesen Titel gewinnen und die Dominanz der Spanier durchbrechen. Doch ein Jahr später sollte es noch besser kommen.

Nach diesem Triumph folgte das nächste Husarenstück von unserem ungarischen Trainer. Mitte bis Ende 1961 tauchte ein junger dunkelhäutiger Mann in Lissabon auf. Sein Name war Eusebio da Silva Ferreira. In seiner Heimat Mosambik spielte er für Sporting Lourenco Marques, einer Filliale von Sporting Club Portugal. Bela Gutmann war der einzige der das Riesenpotential von Eusebio erkannte und ihn sofort nach Benfica holte.
Mit fast der gleichen Mannschaft wie 1961, jedoch nochmals verstärkt mit Eusebio ging der Siegeszug von Benfica weiter.

Am 02.05.1962 kam es in Amsterdam zum Showdown zweier Giganten.
Das Endspiel im Europapokal der Landesmeister stand an
.
Benfica Lissabon vs. Real Madrid

Was nun folgte lässt sich mit Worten kaum beschreiben. Es ereignete sich eine epische Fussballschlacht die ihresgleichen suchte. Ein Spiel frei von taktischen Geplänkel oder Sicherheitsdenken. Beide Mannschaften kannten nur eins: Offensive, von der ersten Minute an und um jeden Preis. Noch heute gilt dieses Endspiel unter den Fussballexperten in aller Welt als eines der besten die jemals auf dieser Erde gespielt wurden.
Real Madrid begann furios und etwas stärker als Benfica und konnte dank zweier Tore des ungarischen Superstar Ferenc Puskas mit 2:0 in Führung gehen. Obwohl Benfica als Titelverteidiger ins Spiel ging waren Reals Spieler die Könige Europas und wollten dies auch bleiben. Unmissverständlich wollten sie klar machen das Benfica nichts, aber auch rein gar nichts zu melden hätte.
Benfica fand jedoch sehr schnell zurück ins Spiel und konnte mit einem Doppelschlag durch Rui Aguas und Cavem zum 2.2 ausgleichen. Dann kurz vor dem Halbzeitpfiff wieder Ferenc Puskas der zum 3:2 für Real traf. Alle Zuschauer ob für Real, Benfica oder neutral hatten die Pause wahrscheinlich nötiger als die Spieler. Denn was sie da zu sehen bekamen war einfach nur sensationell. Zur Pause hätte es locker 7:7 stehen können.
War die erste Halbzeit schon sensationell, so entwickelte sich die zweite Halbzeit zu einem wahren Feuerwerk. Benfica kam trotz Rückstand erhobenen Hauptes auf den Platz und war nun nicht mehr zu stoppen. Real Madrid wurde förmlich überrannt. 3:3 Mario Coluna. Doppelschlag Eusebio 4.3, 5:3. Eusebio spielte wie von einem anderen Stern und war nicht mehr zu bremsen. Es folgte Torchance auf Torchance. Aber Real blieb jederzeit gefährlich und hat alles andere getan als sich seinem Schicksal zu ergeben. Mit jeder Balleroberung erspielten sie sich eine Torchance, scheiterten aber immer wieder an Costa Pereira.
Dann endlich der Schlußpfiff und es war gewiß: Real Madrid, die Könige Europas, Seriensieger von 1955 - 1960 waren endgültig vom Thron gestoßen. Und es war kein geringerer als Benfica der dafür gesorgt hatte. Für Real Madrid war es das Trauma von Amsterdam, das sportliche Waterloo von dem sie sich auf internationaler Ebene erst 32 Jahre später erholen konnten.

Aufstellung Benfica:
Costa Perreira - Joao/Angelo/Germano/Cruz/Augusto - Cavem/Eusebio/Rui Aguas - Coluna/Simoes

Nach diesem Triumph verließ Bela Gutmann unseren Club in Richtung Uruguay, kehrte aber noch mal im Jahr 1965 zurück, jedoch leider erfolgloß. Es ereignete sich das erste negative Ereignis für Benfica, denn Bela Guttman wurde trotz seines Heldenstatus im Frühjahr 1966 rücksichtslos nach nur einer halben Saison entlassen. Eine Demütigung an der Stätte seines größten Triumphes.

Europapokalendspiele:

22.05.1963 London: AC Mailand - Benfica 2:1
27.05.1965 Brüssel: Inter Mailand - Benfica 1:0
29.05.1968 London: Manchaster United - Benfica 4:1 n.V.
25.05.1988 Stuttgart: PSV Eindhoven - Benfica 6:5 n.E.
23.05.1990 Wien: AC Mailand - Benfica 1:0

UEFA Pokal Endspiele
04.05.1983 Brüssel: RSC Anderlecht - Benfica 1:0
18.05.1983 Lissabon: Benfica - RSC Anderlecht 1:1
Ges. 2:1 für RSC Anderlecht

Die Jahre ab 1970 verliefen auf nationaler Ebene gewohnt erfolgreich mit Meisterschaften und Pokalsiegen, international jedoch konnte man an den vergangenen Triumphen nicht mehr anknüpfen. Erst 1983 schaffte man den Einzug ins Endspiel des UEFA Pokal, welches jedoch nach zwei Spielen verloren ging. Letzmalig konnte man noch zwei Ausrufezeichen setzen mit den Endspielen im Europapokal der Landesmeister von 1988 und 1990, welche jedoch auch verloren gingen. Wahren die Zeiten von 1970 bis ca.1990 nicht so spektakulär anzusehen, so hatte jedoch in dieser Zeitperiode eine Abteilung von Benfica ein wirklich hohes Ansehen. Die Jugendabteilung. In aller Stille gelang es immer wieder Talente aus dem Hut zu zaubern die es immer wieder zu einer großen Karriere sowohl bei Benfica als auch in der Nationalmannschaft geschafft haben und die Spielkultur von Benfica maßgeblich geprägt haben.
Hier mal nur einige wenige Namen:
Paulo Bento ( Torwart, Nationalspieler, Spitzname: Die Katze )
Antonio Veloso ( Verteidiger mit Offensivdrang, Nationalspieler )
Paulo Futre (Stürmer, excellenter Techniker, Nationalspieler)
Paulo Sousa ( Mittelfeld, Nationalspieler, große Karriere bei europäischen Top Clubs)
Diamantino Miranda ( Extrem torgefährlicher Knipser, Nationalspieler)
Fernando Chalana ( Flügelflitzer und Torjäger, Nationalspieler, schon 2x Interimscoach)
Sheu (defensives Mittelfeld, Kapitän, Nationalspieler, immer noch im Club eingebunden)
Rui Costa (bedarf keiner Beschreibung)
Auch sind unsere zwei glorreichen Teams von 1961und 1962 zu 90% aus dem eigenen Verein entstanden. Die Jugendarbeit hatte bei Benfica schon immer große Tradition und hat dafür gesorgt das immer wieder gute Teams geformt werden wurden.

Titelsammlung von Benfica bis heute (März 2009):

31x portugiesischer Meister: 1936,37,38 / 1942,43,45 / 1950,55,57 / 1960,61,63,64,65,67,68,69 / 1971,72,73,75,76,77 / 1981,83,84,87,89, /1991,94 / 2005
27x portugiesischer Pokalsieger: 1930,31,35 / 1940,43,44,49 / 1951,52,53,55,57,59 / 1962,64,69 / 1970,72 / 1980,81,83,85,86,87 / 1993,96 / 2004
4x portugiesischer Supercup 1980,85,89 / 2005
2x Europapokal der Landesmeister 1961 / 1962
Insgesamt 47 Teilnahmen am Europapokal


es folgt Teil 2...........
 
Schoen geschrieben, Sven

Vielen Dank dafuer von einem Portista.

Ich bin ja nun ein Zugereister und erst seit 1996 im Land. Da ich Fussball liebe, musste ich mir natuerlich auch hier einen Verein "suchen", den ich unterstuetze. Natuerlich kam fuer mich nur ein Verein in Frage, der in der Stadt beheimatet ist, in der ich lebe. Nach kurzem Flirt mit Boavista hiess der Verein FC Porto. Schon komisch, irgendwie schlug das Herz schneller und ich war aufgeregter wenn der FCP spielte, als wenn Boavista (oder Salgueiros) kickte. Gegen Sporting oder Benfica hatte ich urspruenglich ueberhaupt nichts (gegen Sporting eigentlich sogar immer noch nichts - finde sogar den Paulo Bento hoechst amuesant).

Nach ein paar Monaten lag Benfica aber eindeutig auf meiner Negativliste ganz ganz unten - so im Bereich Hansa Rostock oder Bayern Muenchen.

Und weisst du warum ? Diese grenzenlose Arroganz vieler Benfica-Anhaenger (und auch der meisten Offiziellen) hat mich einfach angewidert. Immerwieder diese Sprueche vom "glorioso" Benfica und der ruhmreichen Vergangenheit (ok, Glueckwunsch) gipfelte meistens im abqualifizieren der Erfolge des FCP und der Beleidigung es handele sich ja ohnehin nur um einen "lokalen Verein, der nicht die Groesse von Benfica haette".

Hoehepunkt war sicher die Leitung unter dem korrupten Vale e Azevedo unter dem diese Ansicht ja praesidial unterstuetzt wurde.

Ich finde diese Arroganz einfach unertraeglich. Seit ueber 20 Jahren spielt Benfica ueberhaupt keine Rolle mehr und dennoch masst man sich an, den erfolgreichsten Club Portugals dieser Zeit, den FC Porto, abzuqualifizieren. Ohne die vom FC Porto erspielten UEFA-Punkte wuerde Benfica noch nicht einmal in der Championsleague spielen - etwas Demut waere da schon angebracht. Aber nein, immer wieder wird der FCP als "Clube regional" bezeichnet, der nicht die grossartige Vergangenheit aufzuweisen hat.

Ich erinnere da immer an die glorreiche Vergangenheit vom FC Nuernberg, immerhin der 2.-erfolgreichste Club Deutschlands - zur Zeit in Liga 2 taetig.

Denkmaeler, sagte mal jemand, sind dazu da, damit die Tauben draufscheissen koennen. Passt auch irgendwie.

Als St. Paulianer bin ich ja auch unverdaechtig, nur den Erfolg eines Vereins zu sehen. Hier sehe ich den FCP schon fast in der Tradition des Underdogs - allerdings etwas erfolgreicher.

Und noch etwas, was mir aktuell bei Benfica immer wieder uebel aufstoesst. Dieses Rumgetroete wegen der Billionen Mitglieder. Das find ich schon fast wieder drollig. Bleibt der Erfolg auf dem Rasen aus, sammelt man Mitglieder bei Galp-Tankstellen und sonstwo. Ich sehe den Sinn eines Sportverein immer noch darin, erfolgreich Spiele zu bestreiten oder gar Titel zu erkaempfen, aber nicht darin, im Guinness Book of Records die meisten Mitglieder einzutragen. Sollte die Vereinssatzung vom SLB allerdings die Prioritaeten neu besetzt haben, bleibt mir nur eins zu sagen: Herzlichen Glueckwunsch, SLB. Endlich mal wieder die Nummer 1 ! ;D

xiao
Hassan
 
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