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Sollte vielleicht wieder der Escudo eingeführt werden?

Raporsa

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Sollen bei einigen EU-Ländern wieder die „einstmals gewohnten und vertrauten Währungen“ zum Schuldenabbau und Herbeiführens eines „frischen Wirtschaftsaufschwunges“ eingeführt werden?

Dazu nahm Stellung die Fachzeitschrift „Finanzzeug“ hier:



Was Portugal betrifft, meinte der Nachrichtensender NTV, vom 17. Februar 2011, unter anderem:
…….viele Experten gehen davon aus, dass Portugal seine Schuldenkrise ohne Hilfen von EU und Internationalem Währungsfonds nicht lösen kann. Kreisen zufolge hat das Land den Tiefpunkt der Krise noch nicht erreicht, nähere sich ihm aber an. Mit ihrem drastischen Sparprogramm versucht Portugal, verloren gegangenes Vertrauen bei Investoren zurückzugewinnen. Sie will das Staatsdefizit in diesem Jahr von rund sieben auf 4,6 Prozent drücken - die EU-Verträge erlauben maximal 3 Prozent.
Quelle und weitere Informationen NTV:
Interessant wäre Eure Meinung dazu: „Wäre es wohlmögliche besser, nochmals den Escudo zu regenerieren und nach wirtschaftlicher Gesundung des Landes (Pt), der EU-Währungsunion, erneut beizutreten?“
gez.
Raporsa
 
AW: Sollte vielleicht wieder der Escudo eingeführt werden?

@Raporsa
Zuerst sollte man prüfen ob der Wechsel in 1911 von Portugiesischen Real zum Portugiesischen Escudo richtig war. Der Real hatte es bis dahin schon mehr als 470 Jahren gegeben. der Escudo bis 2002 nur klägliche 90 Jahre!!!
In soweit ist ein Rückkehr zum Real auch in Betracht zu ziehen. Vorteil wäre , daß damit ein Anschluß von Portugal an Brasilien bedeutend leichter wäre.
Diees Thema interessiert sicherlich ein Großteil der europäischen Bevölkerung mit Ausnahme der Portugiesen natürlich und sollte vielleicht auch mal ausdiskutiert werden mit dem Journalist Christoph B. Schiltz, der in der Internetzeitung für Hirn-Outsourcing Betreiber 'Die Welt-Online' neben seinen ersten Artikel : 'Käuflicher Sex, Deutschlands Prostitution immer internationaler' sich am letzten Wochenende auch zum Thema Portugal (Portugal News vom 19.2.2011) 'Spekulationen um Hilfe für Portugal' geäußert hat (natürlich nur im Konjunktiv, damit der Artikel alle 2 Monate wiederverwendet werden kann)!
S.I. (Johan)
 
AW: Sollte vielleicht wieder der Escudo eingeführt werden?

naja, das ganze ist ja nicht nur witzig ... Besonders Griechenland aber auch Portugal werden in den nächsten Monaten immer wieder unter Druck geraten. Wenn sich - etwa durch ein mittleres Wunder - die wirtschaftlichen Daten nicht urplötzlich verbessern, kann es die portugiesische Wirtschaft einfach nicht schaffen, die Kreditwürdigkeit auch nachhaltig wieder herzustellen.

Was dann kommt, kann auch eine Art Währungsschnitt sein, den man am nur bewerkstelligen kann, wenn man eine Währung beliebig abwerten kann ... das wird nicht der Euro sein. Eine Regierung ist eben Staatsschulden immer noch am besten durch Weginflationieren losgeworden.

Kai
 
AW: Sollte vielleicht wieder der Escudo eingeführt werden?

Als ob da der Rückschritt zu einer alten Währung irgendetwas bringen würde. Wer es in der EU, mit all den Möglichkeiten die so eine gemeinschaftliche Währung bietet, nicht schafft, bekommt es auch mit Rubeln, Dukaten, Dublonen oder Reiskörnern nicht hin. Kleinere Nationen, so wie Portugal, die eben ohne große Industriezweige, Mineralvorkommen und Ähnliches auskommen müssen, könnten ja auch mal ihre Sturheit ablegen und einmal ohne irgendwelche Vorurteile schauen wie es so in anderen Ländern wohl funktioniert.
In einigen dieser kleineren EU-Länder hat sich aber im Laufe der Zeit die Korruption und Vetternwirtschaft so enorm ausgeprägt, das es natürlich nicht so einfach sein wird, damit nun von heute auf morgen aufzuräumen. Das sitzt einfach in den Köpfen der Menschen und kann mit einem erhobenen Zeigefinger nicht einfach entfernt werden....
Andere Gründe sind zum Beispiel die Löhne hier in Portugal. Ich habe mal von einem klugen Mann gehört, das man seinen Arbeitern möglichst hohe Löhne zahlen soll. Kann ich selbst auch gut nachvollziehen, wenn man mal diese Kette weiterdenkt.
Leider ist es ja hier dann verkehrte Welt, 600,- Euro im Monat sind hier schon für einige Portugiesen ein sehr guter Verdienst. Lächerlich eigentlich bei den Lebens(er)haltungskosten.
Und auch überhaupt nicht nachzuvollziehen....die Preise hier, ob es nun der Einkauf im Supermarkt, der Auftrag eines Handwerkers, oder sonstiges ist, sind hier mindestends genauso teuer wie in Deutschland. (Ok....Orangen sind billiger....Orangensaft wiederum teurer, Materialien für die Tetrapaks müssen ja importiert werden, die landen dann alle wieder in den grünen Tonnen......)
Und die Erhöhung der IVA ist in meinen Augen auch nur ein verzweifelter Schuss ins eigene Knie, um dann hinterher mit blutendem Bein und schmerzverzertem Gesicht nach Hilfe zu betteln. Heisst momentan einfach nicht mehr, als das mehr als 90% der portugiesischen Bevölkerung nun noch mehr Schulden macht jeden Monat. Was waren das noch für Zeiten als wir nur den Zehnten abdrücken mussten.......ach ja.

Gruß, Jahni
 
AW: Sollte vielleicht wieder der Escudo eingeführt werden?

Jetzt warte ich einmal, wer auf die so zutreffenden Ausführungen von JAHNI, wieder das "verbale Feuer" eröffnet und "Andere" (speziell andere EU-Mitgliedsstaaten) für die Misere verantwortlich macht!!!

gez.
Raporsa
 
AW: Sollte vielleicht wieder der Escudo eingeführt werden?

Das Thema wird alle 2 Wochen von den gleichen Leuten als Neues Thema in irgendeiner Form aufgebracht. Die Argumente für oder gegen den Rettungsschirm sind immer die Gleichen. Dann werden Links zu mehr oder weniger dubiösen Zeitungen eingestellt, die aber auch keine neue Begründungen dafür oder dagegen liefern.
Zum Kotzen (Entschuldigung es fehlt mir gerade kein anderes Wort ein!) finde ich noch, daß Links eingestellt werden mit der anschliessenden Aufforderung seine Meinung dazu abzugeben, ohne dass derjenige der den Link eingestellt hat seine Meinung als erster verkündet
Zu Portugal:
Es gibt doch nur 2 Alternativen: A )Portugal geht unter den Rettungsschirm, bekommt zinsgünstigere Refinanzierungsmöglichkeiten, verliert Teil seine Souveränität und muss sich halb tod sparen.
B) Portugal geht nicht unter den Schirm, muss sich etwas mehr als halb tod sparen.
Noch bei Alternative A noch bei Alternative B wird das wirkliche Problem und zwar die Konkurrenzfähigkeit des Landes gelöst. Um die aber zu lösen, müssen andere Länder aber auf Vorteile (sprich: Subventionen) zum Teil verzichten, was sie natürlich nicht wollen oder können. Wahrscheinlich haben Sarkozy, Merkel & Co schon längst die Rechnung aufgemacht und sich für den leichteren Weg entschieden und zwar das Hineinpumpen von Geld und den Erhalt der Subventionen.
Durch eine Rückkehr zum Escudo und eine Abwertung die Schulden zu reduzieren ist- um mit dem Wort von Karl Theodor zu sprechen- ABSTRUSS denn damit würden die spanischen Banken, die hier am Meisten engagiert sind, in die Pleite getrieben und dann hätte die EU ein noch viel größeres Problem und die Wirtschaftsprobleme blieben in Portugal auch dann weiterhin bestehen.
S.I. (Johan)
 
AW: Sollte vielleicht wieder der Escudo eingeführt werden?

Hierzu kurz anmerken möchte ich noch etwas zu der Aussage zur "Korruption in kleinen EU-Ländern".

Diese kenne ich persönlich, allerdings meine ich damit nicht Portugel.

ABER ich kenne sie auch in "großen" EU-Ländern persönlich, Frankreich ist sowieso kaum zu übertreffen, aber auch Deutschland ist, zumindest in Württemberg, komplett korrupt durchzogen, ich habe alles schriftlich.

Und diese oder andere Probleme in Deutschland kennen viele, die dieses lesen.

Stichwort "Seilschaften". Falsche Freunde also, das kennen wir alle.
 
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