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Artikel Portugals Schutzrezept gegen den Rechtsruck

Dieses Thema im Forum "Politik und Gesellschaft in Portugal" wurde erstellt von Paule, 15 Mai 2019.

  1. Paule

    Paule Super-Moderator Mitarbeiter

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    Im Zusammenhang mit der anstehenden Europawahl hat die WELT einen Artikel über Portugal und seine politische und wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre veröffentlicht.
    Es werden darin alle bekannten Entwicklungen thematisiert, angefangen vom - teilweise bekämpften - Ende der Austeritätspolitik und den daraus resultierenden Auswirkungen bis hin zur Problematik der Geringverdienter und der Streiks der letzten Wochen.
    Der wirtschaftliche Erfolg und die dadurch verbesserten Staatsfinanzen wird jedoch als Indiz dafür genommen, dass es
    Gesamter Artikel:
    Alternativ: Portugal zerfällt in zwei Länder Europawahlen: Warum Portugal im Kampf gegen Populisten Erfolg hat - WELT
     
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  3. Ozzy

    Ozzy Lusitano Teilnehmer Stammgast

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    Na, ich finde den Artikel recht durchwachsen.
    Als Pro wird aufgeführt, das die Steuer in Portugal weniger vom Einkommen verzehrt. Waren die mal hier? Haben die mal mit den Menschen hier gesprochen?
    Offenbar nur mit der Fischfrau im Markt. Denn die meisten sehen das hier doch ganz anders, bestimmt auch die Fischfrau.
    Im Vergleich zu anderen Ländern mag das stimmen, aber dafür gibt es ja auch viel weniger zu versteuern auf der Habenseite.

    Dann wird die Sozialhistorikerin zitiert mit den Worten, die Leute können sich die Schulbücher nicht mehr leisten.
    Ersten gab es schon immer für Sozialschwache Hilfe, gerade im Schulsektor. Dann sind die Bücher seit kurzem kostenlos, ab Sommer sogar für die höheren Klassen.
    Scheint wohl schon älter zu sein, das Interview mit der Sozialhistorikerin.

    Es muss immer alle so dramatisch geschrieben werden.
    Der Tankwagenfahrerstreik brachte das Land fast zum erliegen...hätte ich davon nicht hier was gelesen, hätte ich es nicht mitbekommen.
    Es gab wohl Auswirkungen und es ist gut, das es schnell vorbei war. Aber so dramatisch wie es fürs Land geschildert wird, fand ich es nicht.
    Costa stürzte fast über den Lehrerstreik...kann man so sehen. Oder so, das er sich da siegreich aus Forderungen manövriert hat.
    Ich kann die Lehrer verstehen. Das Problem ist aber, das es so viele Baustellen gibt, so viele Brände gelöscht werden müssen, es dauert eben.

    Da wird schon wieder, wie in Deutschland üblich, mit der nächsten Krise gewunken.
    Wenn es zu einem Anschwung weltweit kommt, wird der Tourismus vielleicht sogar in Portugal noch etwas zulegen, da Fernreisen dann zu teuer werden.
    Wenn es in der Türkei knallt, wer weiß. Derzeit locken die durch den Liraverfall mit krassen Preisen.
    Aber politisch sieht es dort sehr dunkel aus. Da könnte was bevor stehen.

    Aber neutral und nicht so reißerisch klickt ja niemand an und will offenbar keiner lesen.
     
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  4. Paule

    Paule Super-Moderator Mitarbeiter

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    Unser Kai (@kailew) könnte und würde darüber wohl eine ganze Abhandlung schreiben :fies:, aber das schenke ich mir. Ich stimme Dir einfach zu. :-D
     
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  5. Manuela

    Manuela Super-Moderator Mitarbeiter

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    Wie Ozzy schreibt, wird der Artikel der Realitaet im Land nicht wirklich gerecht.

    Schulbuecher und Mittagessen sind fuer Kinder aus einkommensschwachen Familien kostenlos, die mtl. Buskarte wird bei ihnen zu 50% bezuschusst. Wenn die Buecher nicht mehr gebraucht werden, verkaufen die Eltern sie ueber eine online-Plattform, verdienen also sogar etwas daran.

    Es wird immer von den reichen Auslaendern gesprochen, die sich hier einkaufen, Immobilienpreise und Lebenshaltungskosten in die Hoehe treiben. Das ist richtig, ist aber nicht die ganze Wahrheit. Es gibt viele Portugiesen, die sich momentan eine goldene Nase an der sozialen Ungleichheit verdienen, die im Land herrscht. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer mehr auseinander.

    Das gleiche Verhalten wie vor der Krise 2008 ist zu beobachten. Die Verschuldung der Privathaushalte steigt wieder an.

    Es gibt auch immer mehr Billigloehner aus Drittlaendern, Rumaenien, Indien etc. die unter Mindestlohn arbeiten und teilweise ausgebeutet werden. Im Sushirestaurant habe ich 2 Inderinnen kennengelernt, die gut Deutsch sprechen, weil sie schon in D. gearbeitet haben. Sie arbeiten 6x12 Std./ Woche. Das ist nicht zulaessig. Solange dem SEF aber nichts gemeldet wird, wird der Staat auch nicht taetig und geht weder Schwarzarbeit, noch illegalen Arbeitsbedingungen nach.

    Von dem Streik haben wir auch nichts gemerkt. Am betreffenden Sonntag war eine ziemlich lange Schlange vor den Tankstellen. Das war alles. Vor ca. 10 Jahren, war die Situation anders, weil bereits ganze Regale und die halbe Fleischtheke im Supermarkt leer waren.
     
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  6. Ozzy

    Ozzy Lusitano Teilnehmer Stammgast

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    Ja, Schulbus hab ich ganz vergessen, der ist bei uns kostenlos.
    Und das Schulessen ist sehr günstig, unter 2 Euro.
    Nicht immer toll, aber unsere wird immer satt.
    Kindergeschmäcker zu treffen, ist ja nicht immer leicht.
    Aber oft sagt sie, es war super, Minihamburger, Fisch, Nudeln etc.
    Sogar mal Pizza.
    Bei den Preisen toll.
    Genau weiß ich es nicht, da sie ab der 5. das Essen selbst aussucht, bestellt und bezahlt.
    Was auch super ist, da sie nicht jeden Tag isst.
    In Deutschland musste ich JEDEN Monat ALLE Tage bezahlen. Sogar die Ferien.
    Und wessentlich mehr.
    Argument, man müsse es so aufteilen, sonst wären die Schulmonate noch teuerer.
    Dabei hab ich schon 80 Euro im Monat gezahlt, nur fürs Essen.
    Und da war oft was dabei, bei dem die Kids nur gemackelt haben.
     
  7. picotours

    picotours Amador Teilnehmer Stammgast

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    In der taz gab es letzte Woche ein Interview mit der sehr resigniert klingenden Publizistin und ex-Mitglied des Linksblocks, Joana Amaral Dias: „Die Krise hat uns von Europa entfernt“. Sie kritisiert vor allem die Orintierung der portugiesichen Wirtschaft auf den Tourismus.
     
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  8. Ozzy

    Ozzy Lusitano Teilnehmer Stammgast

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    Kann ich nicht so bestätigen.
    Hier wird ganz viel auf Kleinobst gesetzt. Erdbeeren, Himbeeren usw.
     

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