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Portugals Norden, das Stiefkind der Nation!

Dieses Thema im Forum "Portugal Allgemein" wurde erstellt von eusebio, 11 April 2010.

  1. eusebio

    eusebio Lusitano Teilnehmer Stammgast

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    Schon in Salazars Zeit wurde der Norden Portugals weitgehend "vergessen". Auch heute noch! Von Lissabon aus wird regiert, aber nur die Südhälfte wird berücksichtigt. Nicht umsonst ist nach der Einführung der EU viel Geld in den Norden geflossen um da Strassen zu bauen, was bis dahin vom Staat nicht veranlasst wurde.
    Auch mit den neueren Techniken ist es im Norden noch nicht weit voran gekommen, so sind viele Teile weder für Handybetreiber erschlossen, noch für das Internet.
    Ein Teil der Bevölkerung reicht es jetzt und sie haben eine Petition gestartet und wünscht die Unabhängigkeit.
    Wer mehr erfahren möchte:

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    Wer noch mehr erfahren möchte, kann googlen unter "Portugal norte região perdido.

    Und unter uns gesagt: Auch hier im Forum ist der Norden schlecht vertreten im Vergleich zu z.B. Algarve oder Lissabon.:pssst:
     
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  3. Tano

    Tano Gast Gast

    Grob gesprochen finde ich das garnicht mal so schlecht. Bürgt dieser Umstand doch auch dafür, daß diese Hälfte Portugals noch ein Weilchen länger Teile seine Ursprünglichkeit wahren kann, die man im Süden fast nur noch auf inszenierten ´Gauklerfestivitäten´ vorfindet.

    Wie gesagt und grob gesprochen, - der Norden ist was für die stillen Genießer und auf den Bäumen hockt da nun auch schon seit einigen Jahren keiner mehr mit ´ner Keule ...

    Wegen meiner kann es noch so was bleiben ....
     
  4. Herbert

    Herbert Lusitano Teilnehmer Stammgast

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    AW: Portugals Norden, das Stiefkind der Nation!

    Tano - du sprichst mir aus dem Herzen!
     
  5. eusebio

    eusebio Lusitano Teilnehmer Stammgast

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    AW: Portugals Norden, das Stiefkind der Nation!

    Was die Natur und den Tourismus betrifft habt ihr Recht, nur das ist für die Bevölkerung nicht ausschlaggebend. Da in diesem Forum auch die Nachrichten des Nordens so gut wie nicht zu lesen sind, hier ein Beispiel:
    In Valença wurde das Centro de Saúde geschlossen, so dass Notfälle aus Melgaço oder Monçao nach Viana do Castelo gebracht werden müssen. Das dauert viel zu lange. So beschloss man diese nach Tui in Spanien zu bringen, weil die Strecke kürzer ist. Demonstriert wurde reichlich, es wurden sogar spanische Flaggen gehisst, weil mehr Unterstützung aus Spanien kam, als aus Lissabon.

    SAPO - Portugal Online!

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  6. fonte cigana

    fonte cigana Gast Gast

    AW: Portugals Norden, das Stiefkind der Nation!

    oha--- dann isses ernst...

    ich weiß von meiner allerersten portugaltour- da sind wir über den norden eingereist- wie mich die landschaft verzückt hat...
    überall wars "märchenhaft"

    damals- `86- war mir allerdings auch ersichtlich, das es mit "arbeitsmöglichkeiten" und infrastruktur schlecht bestellt ist, und das der reiz ein bischen aus diesem "far from"- effekt kam..

    "hängengeblieben" bin ich dann auch südlicher...
     
  7. eusebio

    eusebio Lusitano Teilnehmer Stammgast

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    AW: Portugals Norden, das Stiefkind der Nation!

    Es kommt ja auch nicht von ungefähr, dass gerade im Norden die jungen Arbeitnehmer das Land verlassen und im Ausland ihr Glück versuchen. Der Norden "veraltet" zusehend.
    Daraus resultierend wird dann wiederum behauptet, dass kein Interesse z.B. am Internet besteht. So beisst die Katze sich in den Schwanz:fies:

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    Würde dieser Bericht sich ausschliesslich auf den Norden beziehen, wäre das wohl eine Absage für die Unternehmen im Norden Portugals überhaupt was auf die Beine zu stellen.
     
  8. eusebio

    eusebio Lusitano Teilnehmer Stammgast

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    AW: Portugals Norden, das Stiefkind der Nation!

    Nun könnte jemand fragen, warum ich mich dennoch im Norden dieses Landes niederlassen möchte, ohne alle liebgewonnen Bequemlichkeiten wie Internetbanking, online Nachrichten und- Suche nach Lösungen eines Problems und nicht letztendlich auch die Verabschiedung vom interessanten Portugalforum hier.
    Ja, ich ziehe gerne dorthin, wo der Hase den Fuchs noch gute Nacht sagt, weit weg vom Trubel des Tourismus, in einer noch unberührten Natur und wo Familie- und Nachbarschaftshilfe noch zählt und man keine Nummer ist. Grossstadt, nein Danke, nichts für mich, nur zu Besuch.
    Dafür sitze ich gerne nach einem Gewitter bei Kerzenlicht und schaue raus, wie Fakkellichter entzündet werden und die Nachbarn sich teilweise schreiend unterhalten um die Entfernung zu überbrücken, denn Telefone funktionieren dann ja auch nicht mehr. Man wird zurückgeworfen in eine Zeit, die man nur noch aus Geschichten kennt.
    Hoffentlich kommt meine Steuer, die ich dann bezahlen muss, dieser Gegend zu Gute, die mir so ans Herz gewachsen ist. Denn auf Hilfe und Interesse aus Lissabon, obwohl nur 3 Stunden entfernt mit dem Auto, darf man wohl nicht hoffen.
     
  9. Trofense

    Trofense Lusitano Teilnehmer Stammgast

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    AW: Portugals Norden, das Stiefkind der Nation!

    Vernachlässigung für den Norden gilt wohl nicht für alles pauschal !:)
    Für den Küstenstreifen nicht und Braga , Viana do Castelo nicht usw.
    Es sind wohl eher die abgelegener Ecken des Nordens - Richtung Braganca usw.
    Viele jüngere Leute haben doch in den vergangenen Jahren diese Gegenden verlassen. Wer schickt den da noch einen Cent Förderung hin ? Kaum noch Wähler !!

    ( Ähnliches Problem wie in MecPom und Brandenburg )
     
    Zuletzt bearbeitet: 11 April 2010
  10. fonte cigana

    fonte cigana Gast Gast

    AW: Portugals Norden, das Stiefkind der Nation!

    wenn du jetzt noch meck-pomm schreiben würdest, wäre ich dankbar...(und empfehle dir, dieses kürzel möglichst selten vor mecklenburgern zu benutzen: die meisten hassen es)

    genau diese debatte/ diesen vergleich wollte ich - als jemand, die (ab 93) auch mal sechs jahre lang in meck-pomm gelebt hat, eigentlich umgehen...
    aber sie drängt sich auf..

    wuuunderschön-- und vergessen..

    ich wage bis heute zu behaupten, wenn ich aus dem tiefsten alentejo alto nicht sowohl überalterung als auch landflucht schon gekannt hätte, hätte ich diese mecklenburger jahre NOCH schlechter überstanden.
    teilweise gruselige parallelen, was rückständigkeit, vernachlässigung durch "offizielle stellen" und endzeitstimmung anging..

    aber es ist genau, wie eusebio schrieb: der hund beisst sich in den schwanz:
    nix zu tun= keine jungen leute..
    keine jungen leute/arbeitnehmer=keine steuern= kein wie auch immer gearteter "support"... die spirale dreht sich nach unten.

    und um "da" leben zu können, nützt die größte romantik und der schönste idealismus nix: irgendwas muss man essen...
    "erst kommt die miete, dann kommt die moral .."
    meine persönliche prognose für solche landstriche schreibe ich lieber nicht..:eek:
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11 April 2010
  11. Tatuzinho

    Tatuzinho Entusiasta Teilnehmer Stammgast

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    AW: Portugals Norden, das Stiefkind der Nation!

    Fonte Cigana hat Recht, man kann vom Süden aus schön über die Ursprünglichkeit und Unverdorbenheit des Nordens reden, aber lebt mal da, ich habe drei Jahre hinter mir und muss sagen, danke das war's. So schön die Landschaft auch ist, in Zukunft nur noch als Touri! Der Alltag ist nämlich gar nicht lustig, angefangen von der schlechten ärztlichen Versorgung über die schlechte sonstige Infrastruktur bis hin zur etwas gewöhnungs-bedürftigen mittelalterlichen Mentalität!

    Lieber 20 Jahre im Interior von Piauí als nochmal DAS!
     
    Zuletzt bearbeitet: 14 April 2010
  12. Raporsa

    Raporsa Admirador Teilnehmer

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    AW: Portugals Norden, das Stiefkind der Nation!

    Zu diesem vorgegebenen Thema, möchte ich mich sogleich mit einer offene Frage einklinken:

    „Was wäre wohl aus dem Süden Portugals geworden, wenn keine Touristenzentren erbaut und weltumspannende Hotelketten, auf die Währung der „Sonnenhungrigen“ gespäht hätten“???

    Mitgelieferte Antwort: „ Die Algarve etc. der Süden, wären noch dürftiger dran, als zB. der bezaubernde Norden“!

    Deutsche Freunde, welche neben dem Süden Portugals, auch den Norden (Region Minho) ua. kennen gelernt haben , waren und sind noch immer begeistert, von Nord-Portugal, quasi von Land und Leuten.

    Infolgedessen liebe ich auch diese „nördliche“ Region mit seinen urportugiesisch, geschichtlichen Orten und Gepflogenheiten!

    Mit freundlichen Grüßen
    Raporsa
     
  13. eusebio

    eusebio Lusitano Teilnehmer Stammgast

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    AW: Portugals Norden, das Stiefkind der Nation!

    Einige Stimmen zu der Petition kann man nachlesen, wenn man die Kommentare liest. Die ersten Hundert sind hier festgehalten:
    Link nur für registrierte Nutzer sichtbar.
     
  14. Tatuzinho

    Tatuzinho Entusiasta Teilnehmer Stammgast

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    AW: Portugals Norden, das Stiefkind der Nation!

    Ich liebe die GEGEND auch, den Douro, die hübschen Städte Braga, Guimaraes, Braganca, Viana do Castelo usw. Und ich werde mir sicher auch noch Peneda Geres anschauen! Alles als Tourist!
     
  15. eusebio

    eusebio Lusitano Teilnehmer Stammgast

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    AW: Portugals Norden, das Stiefkind der Nation!

    Als Tourist lässt man vielleicht ein paar Euro da, was den einzelnen Portugiese kurzfristig was in die Tasche bringt, aber es hilft der Region nicht wirklich. Da muss eine Dezentralisierung her und eine gerechtere Verteilung der Mittel und vielleicht mal die Interessen einer armen Bevölkerung ernst nehmen.
     

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