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Frage Grundstücksnachbarn - Unklarheiten bzgl Grenzen, Rechte etc

bolacha

Amador
Teilnehmer
Stammgast
Hallo liebe Forianer,
wir sind wieder in Portugal und auf unserer "Baustelle" hat sich noch nicht so viel getan. Der Maler hat die Wände gestrichen und der Installateur und Elektriker haben auch schon gearbeitet. Seit 3 Wochen tut sich jedoch nicht viel hier, außer dass der Tischler zumindest schon mal die Türen gebracht hat. Da wir dieses Jahr bis Mitte August hier bleiben, kann sich ja noch was tun.

Ich hab jedoch eine ganz andere Frage an Euch: Unser Grundstück ist nach Osten durch die öffentliche Straße begrenzt und zu den anderen 3 Seiten jeweils durch Familienangehörige. Das Grundstück ist durch Begrenzungsmauern abgetrennt. Ein Verwandter hat nun schon vor 40 Jahren teilweise auf der Mauer, die uns gehört, gebaut. Könnte ich dagegen noch vorgehen oder ist das zu spät ? Und darüber hinaus hat er an unserer Begrenzungsmauer selbst nochmal eine Mauer drangebaut die relativ hoch ist. Darf er das oder gibt´s Vorschriften? Darüber hinaus hat er auch noch ein Carport vor einigen Jahren gebaut. Zwar auf seiner Mauer, aber an unserer Grundstücksmauer grenzend. Darf er das eigentlich einfach so ?

Darüber hinaus wurde vor ca. 20 Jahre von meiner Tante, die bereits verstorben ist, auf einem Nachbargrundstück hinter unserem (alles ein bisschen abschüssig gelegen) eine Villa gebaut. Dieses Grundstück grenzt an keine Straße bzw. nicht an irgendeiner Kanalisation angeschlossen. Nun ist es so, dass wahrscheinlich schon seit Jahren im Winter, wenn es viel regnet, dass Regenwasser von den oberhalb gelegenen Grundstücken und jetzt auch das Traufwasser von der Villa durch ein Loch in der Begrenzungsmauer in ein Ackergraben, welcher am Rande unseres Grundstücks verläuft, fließt.
Dieser Ackergraben taucht in keinem Dokument, was ich habe, auf und meine Verwandten meinen er hätte schon immer dort existiert. Mein Onkel an dessen Begrenzungsmauer der Ackergraben verläuft beklagt sich, dass das Fundament der Mauer schon zu sehen sei und wer dafür aufkommen solle, wenn die Mauer einstürzte. Ich habe mich zwar jetzt mehr oder weniger mit meinem Cousin, der die Villa bewohnt, geeinigt, dass er die Rohre liefert und ich die Verrohrung des Ackergrabens veranlasse. Mir würde jedoch interessieren, wie dies alles rechtlich zu bewerten wäre. Könnte ich theoretisch wenn der Graben verrohrt ist, trotzdem das Loch dann dicht machen und er muss sehen, wo er mit dem Wasser bleibt ?

Die liebe Verwandtschaft.....

Vielleicht kennt sich ja jemand hier damit aus. Ich wäre für eine Einschätzung sehr dankbar.

Liebe Grüße

P.S.: Vielleicht besteht ja Interesse sich mal auf ein Käffchen in Santo Tirso oder in der Nähe zu treffen.
 

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Das mit der Grenzmauer ist relativ einfach., wenn es deine ist darf diese nicht direkt für eine Hauswand so einfach nutzen.
Aber hinter der Grenzwand hätte er mit einer Baugenehmigung ein Haus , nur bis zu einer bestimmten Höhe ( 4 m ) bauen dürfen.

Frage mal beim Bauamt nach, ob es für das Haus mit Grenzbebauung in der jetzigen Version eine Genehmigung erteilt wurde .
Wenn es dafür so keine Genehmigung geben sollte, muss er u.U das Haus abreissen.
 
Die eigene Familie zu verklagen klingt für mich eher Deutsch als Portugiesisch :eek:
 
Mein Nachbargrundstück wurde verkauft. Der neue Eigentümer hat sich nicht vorgestellt. Er hat an die gemeinsame Grenze neue Grenzsteine gesetzt. Und damit die Grenze verändert. Er hat meinen Elektrozaun (Pferde) großflächig abreißen lassen und einen martialischen Stacheldrahtzaun errichten lassen. Seine Arbeiter und Maschinen sind auf meinem Grundstück rumgefahren und haben z.T. gerodet und Bäume gefällt und mit den Maschinen den Boden verwüstet. Die Reste des Pferdezauns, zerbrochene Balken, Litzen, stromführende Seile und Draht haben sie auf meinem Grundstück ins Gebüsch geschmissen. Unseren Hauptweg auf unserem Grundstück haben sie bearbeitet und durch Stacheldrahtzaun verengt. Ich habe die Pfosten wieder entfernt, damit ich überhaupt rausfahren kann aus meinem Grundstück. Da erschien der neue Eigentümer mit Polizei. Der GNR-Beamte hat sich geweigert, seinen Namen zu nennen. Er hat mir gesagt, daß ich keine Rechte habe, da ich keine Betongrenzsteine hätte. Ich habe mein Grundstück vor 15 Jahren komplett vermessen lassen und habe alle Unterlagen mit allen Meßpunkten. Darunter auch die alten antiken Steinmarkierungen. Meine Caderneta interessierte nicht. Der neue Nachbar hat gedroht, daß ich keine "Scherze" mit ihm machen solle (don't joke with me). Da wäre ich froh gewesen, wenn ich ein bißchen Verwandtschaft in der Nähe gehabt hätte.
 
@ da hört sich nach Ärger an , da braucht man wohl einen Rechtsbeistand .
Wenn sich der nette Nachbar fremdes Land einverleibt und Sachbeschädigung begangen
hat, warum habt ihr das nicht auch angezeigt ?

Ist euer Grundstück evlt schon im Geoportal von Portugal drin ? Da sieht man genau die Grenzverläufe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke Idealist für deinen Hinweis mit dem Geoportal. Ja, wir haben nach dem "Besuch" von GNR und neuem Nachbarn uns sofort um Rechtsbeistand gekümmert. Wir haben Strafanzeige erstattet wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung. Ich hatte anfangs überhaupt nicht bemerkt, was sich da auf meinem Grundstück tut, da unser Haus abgelegen ist von der Grundstücksgrenze. Als dann unser Hauptweg plötzlich eingekesselt war - wir leben ziemlich einsam im Campo und fahren nicht jeden Tag zum Einkaufen - haben wir uns den Weg frei gemacht und am nächsten Tag war die Polizei und unser neuer Nachbar da. Ich habe alle Beschädigungen und Spuren mit Fotos dokumentiert. Es wird wohl sowohl einen Zivilrechtsprozess geben als auch einen Strafprozess.
 
Er hat an die gemeinsame Grenze neue Grenzsteine gesetzt. Und damit die Grenze verändert.

Das kann ja widerlegt werden, wenn es stimmt.

Da erschien der neue Eigentümer mit Polizei. Der GNR-Beamte hat sich geweigert, seinen Namen zu nennen. Er hat mir gesagt, daß ich keine Rechte habe, da ich keine Betongrenzsteine hätte.
Dein neuer Nachbar hat offenbar "cunhas" und will dich damit einschüchtern, scheint mir.

Ich habe mein Grundstück vor 15 Jahren komplett vermessen lassen und habe alle Unterlagen mit allen Meßpunkten. Darunter auch die alten antiken Steinmarkierungen.

Das ist gut. Sollte dann ja auch so in der offiziellen "Caderneta" eingetragen sein.

Ich fürchte, du musst dich auf einen langen Kampf einstellen.
Dafür wünsche ich dir viel Kraft und Nerven.

Ich hattte mal Probleme mit Jägern auf der Quinta auf der ich mal lebte. War nicht schwer herauszufinden, dass die Problemjäger mit denen verbunden waren, bei denen ich sie angezeigt hatte...

Bleib stark, ist sicher oft nicht einfach.

Ich hoffe, du gewinnst dann genauso wie ich damals, gleich wie lange es dauern mag!

LG,
Sivi
 
Liebe Sivi, für deinen Zuspruch danke ich dir herzlich. Ja, ich denke auch, das wird ein langer Kampf, vor allem auch deshalb, weil mein Gegner ein steinreicher bekannter Mann ist, der nach der Devise lebt, wer Geld hat, hat auch die Macht. Er wird hier nicht leben als Nachbar, sondern hat das Riesengrundstück (ca. 200 ha) wohl als Investition gekauft; ich hörte, da sollen Schafe drauf. Aber: es gibt ja auch eindeutige Gesetze was Grundstücksgrenzen betrifft: Soweit ist es jetzt weiß, darf ein Nachbar nicht eigenmächtig Grenzsteine versetzen, dafür muß er sich VORHER mit dem Anrainernachbarn in Verbindung setzen und Pläne vorlegen. Und auch die Konstruktion eines Zauns muß gemeinsam besprochen werden . Ich habe google earth Bilder von meinem Hauptweg von 2024 und Fotos, die ich vor Jahren von diesen Teil meines Grundstück gemacht habe, wo der Hauptweg eindeutig sichtbar und erkennbar ist mit dem Pferdezaun, der ihn zum Nachbarn hin begrenzt. Dasselbe ist in der Grafik von der Caderneta eingezeichnet. Damit steht fest, daß der Weg zu meinem Besitz gehört. Jetzt steht der furchtbare Zaun fast mitten auf dem Weg. Ich hatte dem GNR-Beamten deutlich gesagt, daß ich einen Stacheldrahtzaun mit nach innen (zu mir) gerichteten spitzen Parallelverbindungen im Knotendrahtgitter mit großen Gewebe, wo die Pferde leicht mit den Hufen durchrutschen können und sich die Sehnen verletzen oder gar durchschneiden können, auf gar keinen Fall akzeptieren werde. Da hat er gegrinst und gesagt, daß er selber Pferde habe und Stacheldraht etc. sei überhaupt nicht gefährlich für Pferde. Daß überdies von meinem Grundstück aus mit Maschinen gearbeitet wurde und mein Pferdezaun in Vandalismusmanier illegal weitgehend abgerissen wurde, Bäume gefällt und Boden gerodet wurde, spielte überhaupt keine Rolle. Seilschaft... Ich habe fest vor, durchzuhalten und stark zu bleiben. LG Eliso
 
Danke @Riko! So habe ich auch unsre Grundstücksgrenzen mal deutlich erkennen können,
da stehen an einer Stelle heute hohe Bäume und Büsche drauf, auf den alten Ansichten ist die Grenze noch weitgehend frei.
Und interessant, wie in den letzten 20 Jahren sich doch Einiges verändert hat und beim Nachbarn immer mehr "Gebäude" dazukamen:-D.
 
Hallo liebe Forianer,

ich bräuchte mal Euer Schwarmwissen.

Ich, Tina, besitze ein Grundstück mit Haus und drumherum haben meine Verwandten ihre Grundstücke. Früher war alles 1 großer Acker, das meiner Oma gehörte. Noch zu Lebzeiten vermachte sie es ihren Kindern. Nun gehört mir ein mit Grundstücksmauern versehener Teil. Schon lange gibt es einen Ackergraben, der auf meinem Grundstück entlang der Begrenzungsmauer meines Onkels Tonio verläuft. Dieser hat sich beklagt, dass dieser Graben seine Mauer unterspült, diese evtl. einstürzt und ich dann möglicherweise verantwortlich wäre. Im Winter bin ich nie hier, aber ich habe gehört, dass der Graben im Winter sehr viel Wasser führt (es ist etwas Hanglage). Dann kommt noch dazu, dass oberhalb mein Cousin Armando bzw. mein Onkel Fernando deren Zufahrt und um Armandos Haus herum alles asphaltiert/versiegelt haben und Armando führt sogar sein Traufwasser vom Dach in den Ackergraben. Also, deren Boden kann nicht wie vorher den Regen aufsaugen, sondern landet an meiner Grundstücksgrenze im Ackergaben und überflutet somit auch mein Grundstück. Ich habe das Erdgeschoß jetzt ausgebaut und fürchte, dass das Wasser irgendwann ins Haus eindringt. Einen Fiscal von der Stadt hatte ich hier schon. Der sagt, weil es Familie sei, sollte man die Anzeige nicht weiter verfolgen, sonst sei er verpflichtet, das Wasser aus dem Graben bei sich hochzupumpen. Ich habe die Anzeige zurückgezogen. Mein Cousin Armando hat mir kommentarlos Rohre auf mein Grundstück gelegt ... nach dem Motto, ich hab meine Schuldigkeit getan, für den Rest bist du jetzt verantwortlich. Meine Fragen nun: Kennt sich jemand mit so einer Rechtslage aus ? Wen könnte man fragen um eine neutrale Antwort zu bekommen ? Mein Cousin hat mir angeboten einen befreundeten Anwalt hinzuzuziehen. Der wird sicher nichts gegen ihn sagen was unvorteilhaft wäre, oder ? Wenn ich die gelieferten rohre verlegen lasse, bin ich dann zukünftig für die ganze Baumaßnahme verantwortlich ? An wen kann ich mich wenden ? Hat jemand einen guten Tipp ?
Vorab schon mal vielen Dank für eure hilfreichen Antworten.
Liebe Grüße
 

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Wahrscheinlich kommt es dir deshalb bekannt vor, weil Bolacha die Thematik schon 2025 im Eingangsbeitrag geschildert hatte.;)

Danach gab es Beiträge eines anderen Users, der ebenfalls mit den lieben Nachbarn Ärger hatte.
 
@bolacha
Ganz ehrlich, schwierige Nachbarn sind schon schlimm genug und wenn es dann auch noch Familie ist, wird es nur noch unangenehmer.
Ich würde an deiner Stelle die Immobilie verkaufen und die buckelige Verwandschaft jemand anderem aufs Auge drücken. Sollen sich doch Armando, Fernando, Tonio und alle anderen mit einem Zugereisten herum ärgern und du kaufst dir eine schöne neue Immobilie weit, weit weg.
Oder du erstattest Anzeige und bietest an, dass man dir deinen Grundstücksteil für teuer Geld abkaufen und dich samt Problemen so gut los werden kann.
 
@Hans: ja die Geschichte hatte ich bereits gepostet, aber nicht weiter verfolgt. Jetzt bin ich wieder in P und wünsche mir eine Lösung für dies Problem, zu Mal ich in die Immobilie investiere.
Ich kann und will nicht so rumtaktieren, wie ich das Verhalten meiner Verwandtschaft empfinde. Verkaufen möchte ich nicht, da es mir hier im Dorf ganz gut gefällt, aber eben abgesehen von der Wasserproblematik, die nur im Winter bei viel Regen entsteht. Hat irgendjemand noch eine Idee ?
 
Ihr könntet euch natürlich alle gemeinsam mit einem Fachmann in Verbindung setzen und die Entwässerung eurer Grundstücke professionell planen und so einrichten lassen, dass keine Mauern einstürzen können und alles an Wasser abfließen kann.
Alle Grundstücke, die gemeinsam den Ablauf nutzen, beteiligen sich an den Planungs- und Arbeitskosten und vielleicht kannst du auch über einen Ausgleich verhandeln, weil die Drainage über dein Grundstück geht.
Aber dazu müssen natürlich alle bereit sein und nicht nur aufeinander einreden und Rohre irgendwo ablegen.
 
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