S
suse
Gast
Gast
Wir waren schon fünf Monate unterwegs, als wir schließlich in Viana do Castello
ankamen. Um 17.10 Uhr öffneten sie ganz für uns allein die kleine Schwenkbrücke
und in Ruhe konnten wir anschließend in der Marina festmachen.
Wir hatten morgens in Baiona/Spanien abgelegt und einen mehr oder weniger guten
Segeltag erlebt. Der Wind war immer mal wieder eingeschlafen, so dass wir leider häufig die
Maschine zur Hilfe nehmen mussten. Segeln ohne Motorengeräusche ist natürlich wesentlich
angenehmer und wenn dann auch noch die Windsteueranlage ordentlich funktioniert, nur das
beständige Rauschen des Atlantiks zu hören ist, kann man sich ganz entspannt zurücklehnen und die Natur genießen.
Nachdem wir alles ordentlich festgezurrt hatten, ging es eilends zum Einklarieren, was in Portugal unbedingten Vorrang hat. Verzögerungen sind nicht erwünscht. In Viana war dafür eine sehr kompetente und sachliche Dame zuständig und so hatten wir die Formalitäten rasch erledigt.
Im weiteren Verlauf unserer Reise stellten wir dann aber fest, dass die Bürokratie in Portugal bezüglich des Einklarierens ohne Vergleich ist. Ab Viana mussten wir uns überall in den Häfen so anmelden, als seien wir gerade frisch ins Land gekommen.
Vom Hafenbüro aus machten wir uns sogleich auf den Weg in die Stadt, die uns sofort für sich einnahm. Nach dem lauten Galizien betörte uns besonders die ruhige Atmosphäre. Eigentlich hätten wir am nächsten Tag weiter gewollt, beschlossen aber zu bleiben und unsere Bekanntschaft mit dem Ort zu vertiefen. Einem gütigen Wind, der uns einwehte, verdanken wir jetzt, dass sieben Tage daraus wurden. Die zeitweise starken Regenfälle lassen wir mal beiseite.
A propos Regen: Als es am vierten Tag besonders stark schüttete, besichtigten wir das Lazarettschiff „Gil Eannes“, das dort im Hafen liegt. Dieses Schiff war ab 1955 als Lazarett für die Kabeljaufischer auf den Neufundlandbänken eingesetzt. OP-Räume, Unterkünfte, Messe etc. alles ist noch erhalten und anzuschauen. Im Salon saßen wir ganz lang und schauten uns ein Video über das harte Leben der Fischer damals an. Natürlich besichtigten wir auch verschiedene Museen, den Tempel Santa Luzia, und die keltische Siedlung. Lesend verbrachten wir auch genüßlich Zeit in diversen Cafes am Ort.
Als der Wind nicht mehr aus Süd wehte, sondern sich mal für Ost entschied, legten wir ab und begaben uns gen Leixoes. Das Barometer stand an diesem Tag auf schön.
Ich hoffe, das war jetzt nicht zu ausführlich.
suse
ankamen. Um 17.10 Uhr öffneten sie ganz für uns allein die kleine Schwenkbrücke
und in Ruhe konnten wir anschließend in der Marina festmachen.
Wir hatten morgens in Baiona/Spanien abgelegt und einen mehr oder weniger guten
Segeltag erlebt. Der Wind war immer mal wieder eingeschlafen, so dass wir leider häufig die
Maschine zur Hilfe nehmen mussten. Segeln ohne Motorengeräusche ist natürlich wesentlich
angenehmer und wenn dann auch noch die Windsteueranlage ordentlich funktioniert, nur das
beständige Rauschen des Atlantiks zu hören ist, kann man sich ganz entspannt zurücklehnen und die Natur genießen.
Nachdem wir alles ordentlich festgezurrt hatten, ging es eilends zum Einklarieren, was in Portugal unbedingten Vorrang hat. Verzögerungen sind nicht erwünscht. In Viana war dafür eine sehr kompetente und sachliche Dame zuständig und so hatten wir die Formalitäten rasch erledigt.
Im weiteren Verlauf unserer Reise stellten wir dann aber fest, dass die Bürokratie in Portugal bezüglich des Einklarierens ohne Vergleich ist. Ab Viana mussten wir uns überall in den Häfen so anmelden, als seien wir gerade frisch ins Land gekommen.
Vom Hafenbüro aus machten wir uns sogleich auf den Weg in die Stadt, die uns sofort für sich einnahm. Nach dem lauten Galizien betörte uns besonders die ruhige Atmosphäre. Eigentlich hätten wir am nächsten Tag weiter gewollt, beschlossen aber zu bleiben und unsere Bekanntschaft mit dem Ort zu vertiefen. Einem gütigen Wind, der uns einwehte, verdanken wir jetzt, dass sieben Tage daraus wurden. Die zeitweise starken Regenfälle lassen wir mal beiseite.
A propos Regen: Als es am vierten Tag besonders stark schüttete, besichtigten wir das Lazarettschiff „Gil Eannes“, das dort im Hafen liegt. Dieses Schiff war ab 1955 als Lazarett für die Kabeljaufischer auf den Neufundlandbänken eingesetzt. OP-Räume, Unterkünfte, Messe etc. alles ist noch erhalten und anzuschauen. Im Salon saßen wir ganz lang und schauten uns ein Video über das harte Leben der Fischer damals an. Natürlich besichtigten wir auch verschiedene Museen, den Tempel Santa Luzia, und die keltische Siedlung. Lesend verbrachten wir auch genüßlich Zeit in diversen Cafes am Ort.
Als der Wind nicht mehr aus Süd wehte, sondern sich mal für Ost entschied, legten wir ab und begaben uns gen Leixoes. Das Barometer stand an diesem Tag auf schön.
Ich hoffe, das war jetzt nicht zu ausführlich.
suse
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