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Orcas an der Costa da Caparica

Wenn ich in einem Boot sitze und ein Orca rammt das Boot, zerbricht das Ruder oder nähert sich nur schnell und dreht dann ab, dann ist das aus meiner Sicht ein Angriff und ich habe dann sicherlich keine Lust meine Wortwahl an die eines Meeresbiologen oder eines Orcaverstehers anzupassen. In solchen Fällen frag ich nicht, ob das Tier eine schlimme Kindheit hatte oder ob ihm langweilig ist und er ein Spielgefährten sucht.

Diese vielen Berichte lese ich eh nicht. Bei Stichproben habe ich aber immer gelesen, dass es noch keine gesicherte Erklärung für das Verhalten gibt.

Irgendwie erinnert mich hier manche Position an die Walmisere, die wir ja erst vor Kurzem in Deutschland hatten. Einen Orca als eine Art Riesenbaby zu vermenschlichen, ist ziemlich weit hergeholt. Ein Orca ist ein Raubtier, ein sehr erfolgreiches und intelligentes Raubtier. Wenn er keine Menschen frisst, dann sicher nicht, weil wir so lieb sind. Ich denke mal, wir schmecken ihm einfach nicht. :-D
 
Beitrag im Thema 'Orcas vor Portugal und Spanien: Wachsender Online-Hass gegen Zahnwale' Orcas vor Portugal und Spanien: Wachsender Online-Hass gegen Zahnwale


Es tut mir leid, aber dieser Artikel aus dem hiesigen Forum kommt meiner Meinung sehr nahe. Und ich bin weder "Meeresbiologe" noch "Orcaversteher". Aber "schön", wenn auf so einer Ebene hier diskutiert wird. Also verlassen wir den respektvollen Umgang miteinander. Das ist mein Eindruck.
 
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Der Link hat mich jetzt aber echt erschreckt. Und es war wirklich nicht das Video. (Das musst du nicht verstehen, @Eiche. Das ist ein kleines Privat-Späßchen). :-D:hurra.gif::redface::fies:
 
... Bei anderen Tieren wie Elefanten Fehlanzeige. ...
Ich habe jetzt nur mal Überschriften gesammelt, ganz auf die Schnelle:
Alle drei Beiträge aus 25 und 26.

Und wenn dir die Nutzung von "angreifen" gleichbedeutend mit "anfassen" nicht geläufig ist, @Eiche, haben deine Kinder dann damals ihre Spielzeuge im wörtlichen Sinne attakiert?
 
Warum liest du nicht was ich geschrieben habe? Du sprichst von einem ganz anderen Fall und dann so zitieren, das ist eine ganz andere Bedeutung herauskommt.

Auf die schnelle habe ich das Wort Angriff und dgl. nur bei beabsichtigten Interaktionen von Wildtieren mit dem Ziel Menschen zu schaden, zu vertreiben, Blut zu saugen...gefunden. Bisher haben die Orcas die Menschen ignoriert.
Auch die Elefanten die durch die Mfuwe Lodge in Sambia wandern und dabei durchaus Dinge zerstören, greifen die Lodge oder die Menschen dort nicht an, weder in deutschen, noch in englischen Berichten.

...

Nachtrag. Nur bei den Orcas gebrauchen gewisse Medien ( häufig Boulevard) Begriffe wie Angriff, ohne das betreffende Tiere bisher irgendetwas mit dem Menschen direkt gemacht haben. Bei anderen Tieren wie Elefanten Fehlanzeige.
Die Elefanten, die durch die Lodge laufen, greifen keine Menschen an. Die Orcas, die sich mit dem Ruder beschäftigen, warum auch immer, die greifen Menschen an? Für mich ist das Messen mit zweierlei Mass. Und ich kann dir versichern, Elefanten sind sehr gefährliche Tiere, wie Orcas übrigens auch.

Nachtrag: Der passendste Begriff hierzu ist Doppelstandard oder, etwas schärfer formuliert, Doppelmoral. Beide Begriffe meinen, dass ähnliche Sachverhalte mit unterschiedlichen Maßstäben bewertet werden – also genau das, was man umgangssprachlich mit „mit zweierlei Maß messen“ bezeichnet. Das ist mein Empfinden.
 
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Zu den Interaktionen der Orcas mit Segelbooten, vornehmlich Segelboote, würde ich nachfolgenden Film empfehlen. Der ist aber nur noch zwei Tage online.
klick
Wer ihn noch nicht gesehen hat: er ist noch vorhanden und wirklich sehr interessant und informativ. Ansonsten fände ich es schön, wenn wir- so wie die Orcas- auch ein bisschen Intelligenz zeigen und uns hier um eine gewisse Sachlichkeit und Themenbezug bemühen würden. Auch wenn es ein sehr emotionales Thema ist.
 
Diesen Beitrag finde ich interessant in dem Zusammenhang:

. Die URL im Klartext: /themen/tourismus-schifffahrt/orca-angriffe-auf-segelboote/

Das verwundert ein wenig, da im Beitrag stark Wert darauf gelegt wird, von Interaktionen statt von Angriffen zu sprechen. Nun ja, mag halt mal passieren.

Die Stiftung scheint seriös zu sein, aber, schaut man einmal, wie sie über Timmy/Hope berichtet, dann wird klar, dass sie dort zumindest die Rettungsversuche gut fanden und auffällig „nicht-kritisieren“ (was ich gemacht hätte). Von einem gewöhnlichen, einfachen Menschen wie mir, bei einem Spezialthema wie Orca-Angriffen, kann man nicht verlangen, dass er statt „Angriff“ „Interaktion“ verwendet. Zumal es Befürworter ja oft selbst nicht auseinanderhalten können, wie die falsche URL zeigt.
 
Hauptsache, sie interagieren nicht Deinem Boot. :-D

Herrliche Tiere, nicht nur Orcas! Ich bin mit den immer verspielten Tümmlern (Flippers) in unserer Bahia schon ganz zufrieden.

Übriges: eine mögliche Ursache sei laut dem von mir oben verlinken Beitrag wohl auch das Wale Watching. Wer weiß, ob da was dran ist? Wer mal auf ne halbe Stunde auf einem Bänkchen vor einem Gorillakäfig im Zoo saß, kann sich den Frust von Tieren begafft zu werden, bildlich vorstellen. Wobei der Frust, den man diesen Tieren deutlich ansieht, wohl eher auf die Gefangenschaft zurückzuführen ist.

Weshalb fällt mir jetzt auf, dass sich das Verhalten gegenüber „Fremden“, der noch übrig gebliebenen Schon-Immer-Bewohner der Alfama deutlich von dem in den beispielsweise Achtzigerjahre unterscheidet? Ob die auch irgendwann mal plötzlich mit eBikes und Rikschas interagieren?
 
Ist echt spannend, was die so treiben. In dem oben erwähnten Film wurde ja von der "Mode" einiger kanadischer Orcas berichtet, die einen toten Lachs auf dem Kopf trugen...einer fing an, die anderen machten es nach. Dieser Trend hielt allerdings nur einen Sommer an.
 
... von der "Mode" einiger kanadischer Orcas berichtet, die einen toten Lachs auf dem Kopf trugen...
hi und hmm,
bei dem gemeinen canis lupus familiaris, dem hund also, wurden offensichtlich aehnliche beobachtungen gemacht- nothing strange I guess, der lachs liegt sicher noch im kuehlschrank

144626.jpg


greez
henry
 
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Wie wäre es mit ein bisschen mehr Sachlichkeit...



Wir hatten dieses Jahr das erste Mal Orcas beim Whalewatching vor São Miguel, war sehr beeindruckend, auch weil man im Zodiak quasi fast auf "Augenhöhe" mit den Tieren war.
 
Schöner Artikel. Besonders die Beschreibung der Unterschiedlichkeit der Populationen finde ich faszinierend.
Aus dem enthaltenen Bericht:
Während sich die Ökotypen im Norden vor allem durch kulturelle Merkmale unterscheiden, gibt es bei den Schwertwalen der südlichen Hemisphäre auch starke morphologische Unterschiede: Zwischen dem kleinsten und dem größten Ökotypen besteht zum Beispiel ein Größenunterschied von mehr als drei Metern!

Die Resident-Orcas ... leben vor allem küstennah und ernähren sich von Fisch. Sie leben in sehr stabilen, matrilinearen Familienverbänden.
Bei der Jagd sind sie sehr vokal und nutzen ständig Klicks, Pfiffe und Rufe sowie Echoortung. Jede Familie hat ihren charakteristischen Dialekt.

Bigg’s Orcas dagegen können sowohl küstennah als auch offshore gesichtet werden. Sie leben in kleineren, weniger stabilen Gruppen und jagen im Gegensatz zu den Residents keinen Fisch, sondern andere Meeressäuger wie Robben, Seelöwen, gelegentlich auch andere Wale und sogar Haie.
Bigg’s Orcas teilen sich alle das gleiche Ruf-Repertoire mit nur kleinen regionalen Unterschieden.
Sie sind bei der Jagd sehr leise und Echoortung wird nur sparsam genutzt, da sie ihre Beute sonst auf sich aufmerksam machen würden.

Resident und Bigg’s Orcas sind also wohl verschiedene Unterarten. Weitere Studien legen nahe, dass manchen Ökotypen genetisch so weit voneinander entfernt sind, dass es sich vielleicht sogar um verschiedene Arten handeln könnte.
 
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