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Ich tue dem guten Mann garantiert Unrecht, er kann ja nichts dafür, wenn ich mich triggern lasse ... denn "value for money" ist eigentlich gar nicht so sehr eine Plattitüde, sondern fasst für mich als Formel ganz gut zusammen, was falsch läuft.
Ich muss mich nur mittags ins Restaurant am Strand setzen, garantiert taucht dann (meist) ein/e US-Amerikaner/in auf und kaum sind die aufgetauten und angkohlten Gambas am Spieß serviert, wird darüber sinniert, was das hier doch für ein phantastischer »value for money« sei.
Das heißt auch, aber nicht nur, dass man gerade ein Schnäppchen gemacht hat und die Locals eigentlich zu blöd sind, mehr vom gut situierten Kunden zu verlangen, sondern eigentlich behauptet man mit dem Spruch gerade den Geheimnissen der Warenwelt auf die Schliche gekommen zu sein. So als verfüge man über eine Formel, mit der sich genau der der »Wert« berechnen ließe aus Sonne/Sonnenuntergang, Meerblick, Terrasse, freundlichen Leuten, Wein und gutem (in dem Fall tatsächlich mittelmäßigem) Essen. Im Grunde steckt eine ganze Metaphysik dahinter, die suggeriert, man könne so etwas wie den »gerechten Preis« ermitteln – und hätte das auch gerade gemacht.
Wer das alles nicht im Sinn hat, könnte vielleicht sagen, "da bekommt man viel Leckeres/Geschmack für sein Geld" – aber warum tut man's nicht? Weil man eben von Herzen meint, es gäbe so etwas wie den richtigen Preis für eine Sache, und das sei auch gut so. Gibt's aber nicht, sorry.
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