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Lissabon und die Silberküste 2012

G

Gelöschte Mitglieder 3928

Gast
Gast
Hallo,

wir sind gerade aus Portugal zurückgekehrt. Im Vorfeld habe wir hier im Forum heimlich mitgelesen und so für unseren Urlaub profitiert. Gerne würden wir nun unsere Erfahrungen in Form eines Reiseberichtes teilen.
Das haben wir gemacht:

3 Tage (mit Anreise) Hotel in Lissabon
10 Tage Ferienwohnung in Sao Martinho do Porto direkt an der Costa da Prata inklusive vieler Ausflüge mit dem Mietwagen

Mitreisende:
Ich (Harald)
Simone (die beste Ehefrau von allen)
Leonie (8 Jahre)
Amelie (6 Jahre)


Ich könnte mir vorstellen, die Reiserlebnisse garniert mit ein paar Bildchen in Tagesabschnitten einzustellen. Vorausgesetzt natürlich, es besteht Interesse.

Viele Grüße
 
AW: Lissabon und die Silberküste 2012

Also mich wuerde es freuen, wenn ihr einen Reisebericht mit Fotos macht.:)

Gruss Caramelo
 
AW: Lissabon und die Silberküste 2012

Hallo Wolliknäuel,

willkommen im Portugalforum!

Klar besteht hier Interessen an Reiseberichten. Auch Urlaub mit Kindern ist immer wieder ein Thema hier, vielleicht habt ihr ein paar gute Tipps für Ausflugsziele, Strände etc. ? Wir warten gespannt!

Grüße
can
 
AW: Lissabon und die Silberküste 2012

Hallo can,

ich denke da dürfte einiges dabei sein. Sozusagen Urlaubtipps für Reisen mit Kindern in konzentrierter Form.

Harald
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
AW: Lissabon und die Silberküste 2012

Hallo Carmelo,

toll, wenn man in so kurzer Zeit positive Rückmeldungen erhält!

Harald
 
AW: Lissabon und die Silberküste 2012

Hallo Iris,

dann legen wir doch gleich los!

Sonntag, 27. Mai: Ankunft in Lissabon

Pünktlich um 4.30 Uhr klingelt der Wecker. Schnell waren wir aus den Betten, denn wir wollen rechtzeitig nach Frankfurt aufbrechen. Nach einem hastigen Frühstück erreichen wir Viertel vor Sieben den Parkplatz des Shuttle-Service, wo unser Lufthansa-Flug nach Lissabon startet. Alles verläuft reibungslos und als sich während des ruhigen Fluges die Pyrenäen unter uns zeigen, wissen wir endgültig, dass der Urlaub beginnt.

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Gegen Mittag erreichen wir Lissabon, wo wir einen Aero-Bus besteigen der uns zum Novotel ins Lissaboner Geschäftsviertel bringt. Besonders der etatmäßige Reisetaschenschlepper der Familie freut sich, dass der Bus direkt gegenüber dem Hotel hält. Zwar liegt das Hotel etwas außerhalb des eigentlichen Zentrums, besitzt aber eine gute U-Bahn-Verbindung und vor allem einen Swimming-Pool, den wir schon bald zu schätzen wissen.
Nachdem wir die Zimmer bezogen und uns kurz ausgeruht haben, machen wir uns auf den Weg in die Stadt. Nachdem unser Busticket 24 Stunden für alle überirdischen Vehikel des Transportunternehmens Carris, aber nicht für die Metro gültig ist, beschließen wir das erste Stück durch den nahen Parque EduardoVII zu laufen und dann mit dem Bus weiter in die Stadt zu fahren.
Zuerst kommen wir an einem kleinen Teich vorbei, wo die Mädchen Frösche und Seerosen entdecken...klar, dass wir erst mal stehen bleiben (müssen!)...

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...erst dann können wir die Aussicht ins Stadtzentrum genießen.

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Wir suchen noch zwei Geo-Caches von denen wir immerhin einen finden (der andere ist wie sich später heruasstellt, nicht mehr an Ort und Stelle), dann fahren wir mit dem Bus bis zum Rossio, einem der geschäftigsten und schönsten Plätze Lissabons.

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Über die Rua Augusta gehen wir Eis schleckend bis zum Praça do Comércio. Einst diente der Platz als Zugang zum Meer, heute ist seine Weite immer noch beeindruckend. Hier am Ufer des Tejo verbleiben wir eine Weile, genießen das Licht und die Wellen.

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Der Einfachheit halber und um nicht lange suchen zu müssen essen wir etwas im Mac Donald’s, und lassen auf den Rückweg noch unsere Blicke schweifen...
Auf die Ruinen der Igreja do Carmo, die einstmals größte Kirche Lissabons, die dem Erdbeben 1755 zum Opfer fiel...

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Auf das Castelo Sao Jorge, das wir noch besichtigen werden ...

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und auf die fast hufeisenförmigen Türen des Bahnhof Rossio.

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Zurück im Hotel wagen wir uns trotz der sinkenden Temperaturen noch in den Pool ehe wir müde von dem langen Tag aber zufrieden in die Betten fallen.

Harald
 
AW: Lissabon und die Silberküste 2012

Schöne Bilder aus Lissabon, hebt die Laune, danke!
 
Hihi, McD. Ich hoffe, euer Urlaub wurde trotz der Kids kulinarisch noch interessanter ;).

Schöner Bericht!

Grüße
can
 
AW: Lissabon und die Silberküste 2012

Hallo

@ Bia und K.P

Schön, dass euch der Anfang gefällt. Das motiviert natürlich!

@ can

ch hoffe, euer Urlaub wurde trotz der Kids kulinarisch noch interessanter

Naja, Pizza halt.:D

Harald
 
AW: Lissabon und die Silberküste 2012

Gern geschehen. Spätestens morgen geht es weiter!
 
AW: Lissabon und die Silberküste 2012

Ja, unbedingt. Ich bin schon sehr auf die Silberküstenfotos gespannt.

Gruss
Susanne
 
AW: Lissabon und die Silberküste 2012

Dann wollen wir mal weiter machen ...

Montag 28.Mai: Parque das Nações

Am Morgen stürzen wir uns erst mal auf das reichhaltige Frühstücksbuffet und schlagen uns ordentlich die Bäuche voll. Weil Amelies und Leonie Bäuche früher voll sind, gehen sie hoch ins Zimmer um zu spielen. Die beste Ehefrau von allen und ich nutzen dies für einen Nachschlag ... und noch einen ...und ...
und dann brechen wir auf zum Gelände der ehemaligen Weltausstellung am Ufer des Tejos auf, das nordöstlich vom Stadtzentrum liegt. Weil unsere Bustickets vom Vortag noch Gültigkeit haben, fahren wir Bus statt mit der schnelleren U-Bahn. Vom Bahnhof Oriente aus schlendern wir gemütlich über das schön angelegte Gelände zur Hauptattraktion, dem Oceanário.

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Das große Hauptbecken, das größten Europas“ lässt sich auf zwei etagen umrunden, so dass sich immer wieder neue Perspektiven auf die Haie, Rochen, Sonnenfische usw. ergeben. An den Ecken sind verschiedene Meereshabitate wie Polarmeer und Mangrovenwald nachgebildet. Mit staunenden Augen beobachten wir die Tiere. Am besten gefallen den Mädchen natürlich die Seeotter.

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Nach gut 2,5 Stunden begeben wir uns weiter zum Pavilhão do Conheciment (Wissenspavillion, in dessen Nähe sich ein Wasserspielplatz befindet, den die Mädchen sogleich erkunden. Den dort befindlichen Cache heben wir und gönnen uns dann ein Fahrt mit der Seilbahn zum anderen Ende des Geländes. Dort steht der 145 m hohe Torre Vasco da Gama.

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Zu Fuß geht es dann zurück, wobei wir bei einem Klanggarten einen Stopp einlegen müssen – es darf dreimal geraten werden, wer bei uns das Programm macht.

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Im Einkaufszentrum gibt’s ein Eis und ein paar T-Shirts. Im Bahnhof kaufen wir dann für jeden ein Tagesticket mit dem wir auch endlich U-Bahn fahren können. Was am Bahnhof Orientierte besonders Spaß macht, denn die U-Bahn-Station wurde einige andere auch von namhaften Künstlern gestaltet, hier von Hundertwasser...

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Was einen hübschen Kontrast zum ansonsten futuristischen Design des Bahnhofs abgibt...

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Die heißen Spätnachmittagstunden verbringen wir am Pool, ehe wieder in die Stadt geht.
Kaum sind wir aus der U-Bahn-Station ausgestiegen und einige Meter gelaufen, sehen wir vor uns eine wartende Zahnradbahn. Klar, dass wir die sofort nehmen. Sie bringt uns einen steilen Hügel hinauf in das Bairro Alto von wo aus wir gemütlich in die tiefer gelegene Baixa schlendern.

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Nun wartet das nächste historische Transportmittel auf uns, der von einem Schüler von Gustave Eifel geschaffener Elevador da Santa Justa. Nach 15-minütiger Wartezeit und kurzer Fahrt steigen wir am Anstieg einer Aussichtsplattform aus. Im Gegensatz zu meinem Besuch in Lissabon vor fünf Jahren kostet dies Eintritt, den wir uns sparen, denn auch so ergeben sich im warmen Abendlicht schöne Ausblicke:

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Von der wiederum sehenswert gestalten U-Bahnstation Baixa fahren wir hundemüde ins Hotel.

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Harald
 
AW: Lissabon und die Silberküste 2012

Einfach Super wie du das so beschreiben kanns.
Da bekommt man richtig lust es dir nachzumachen.

Gruß aus Bielefeld
Rudi
 
AW: Lissabon und die Silberküste 2012

Dienstag 29.Mai: Belém und Castelo S. Jorge

Mit der Straßenbahn fahren wir in den Stadtteil Belem, wo die kulturhistorisch bedeutsamsten Gebäude Lissabon stehen. Zuerst erreichen wir den Torre de Belém, einst Teil der Lissabon Verteidigungsanlagen, heute mit seinen manuelinischen Verzierungen Unesco-Weltkulturerbe. Als wir angekommen, stehen schon einige Busse da. Während ich noch nach dem besten Kameraausschnitt suche, laufen die Kinder an das Ufer des Tejo und spielen „wir-hüpfen-vor den-Wellen-zurück“. Mehrmals werden wir Japanerinnen gefragt, ob sie unsere Mädels fotografieren dürfen. Geduldig posieren die Kids – komisch, wenn wir solche Fotos machen wollen, meckern sie immer.

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Danach spazieren wir zum Entdeckerdenkmal. Mit diesem Bauwerk in Form einer Karavelle feiert die Seefahrernation Portugal sich und ihre Größen, wie z.B. Heinrich den Seefahrer.

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Durch eine Unterführung geht es weiter zur Mosterio dos Jeróimos. Die Fassade des Hieronymus-Klosters an sich ist schon beeindruckend, beim Betrachten des Südportals bleibt einem fast die Spucke weg.

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Nun betreten wir eine der schönsten Kirchen, die ich kenne.

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Gleich rechts neben dem Eingang befindet sich das Grabmal Vasco da Gamas

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Besonders beeindruckend ist auch die einem Palmenwand nachempfundene Decke.

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Aber auch der Rest der Kirche ist sehenswert. Jetzt indes wollen wir in den berühmten Kreuzgang. Aber angesichts der langen Schlange und der Aussicht auf eine lange Wartezeit in der Sonne verzichten wir auf den Besuch.
Deshalb an dieser Stelle der Vollständigkeit halber ein paar Aufnahmen von meinem Besuch 2007:

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Wir verdrücken uns in den kleinen Park gegenüber, finden in der Nähe des thailändischen Pavillons einen Cache und brechen dann auf, um ein Muss-do eines jeden Lissabon-Besuchs zu unternehmen, nämlich die Fahrt mit einer der historischen Straßenbahnlinien 12 oder 28.
Wir entscheiden uns für die 28, die uns durch die engen Altstadtgassen der Grace hinauf zum Burghügel bringt. Am Miradouro Santa Luzia treffen sich die Straßenbahnlinien...

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... warum wird beim Ausblick von meinem Lissaboner Aussichtspunkt schnell deutlich.

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Wir laufen noch einige Meter hoch zum Castelo Sao Jorge. Beim Betreten der Burg passieren wie linkerhand die recht kitschige Statue des Namengebers. Zwischen ein paar Bäumen finden wir Schatten, machen ein kleines Picknick und bestaunen die Aussicht.

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Leonie und Amelie machen sich die derweil für die Verteidigung der Stadt bereit.

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Auch paar der Umrundung der Burgmauer der inneren Festung gibt es noch schöne Ausblicke.

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Anschließend laufen wir den Burgberg hinunter in die Baixa, fahren zurück ins Hotel und waschen den Schweiß des Tages im Pool ab. Abends laufen wir noch einmal zum Parque Eduardo, wo wir unsere Lissabon-Tage in einem Restaurant ausklingen lassen.
Morgen übernehmen wir unseren Mietwagen und fahren ins rund 100 Kilometer nördlich direkt an der Küste gelegene Sao Martinho do Porto, natürlich nicht ohne den einen oder anderen Abstecher zu machen.

Harald
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
AW: Lissabon und die Silberküste 2012

Hallo,

danke. Dann machen wir in dem Stil weiter:

Mittwoch 30.Mai: Über Sintra an die Küste

Pünktlich um 9.30 Uhr steht der Mietwagen von Auto Jardim vor der Hoteltür. Die Übernahme ist schnell abgewickelt, wir quetschen unser Gepäck in der Kofferraum und die Dame von Auto Jardim ist überrascht, was in einen Fiesta so alles hineinpasst. Wir übrigens auch. Respektvoll stürzen wir uns in den Lissaboner Verkehr. Mit dem Navi ist es aber kein Problem unser nächstes Ziel, Sintra, zu finden.
Sintra gehört aufgrund seiner zahreichen Paläste und des historischen Stadtbildes zum Unesco-Weltkulturerbe. Die bekanntesten Bauwerke sind wohl der Palácio Nacional de Sintra und der Palácio Nacional da Pena (beide Bilder von 2007).

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Wir haben uns aber statt dessen für eine Erkundung der Quinta da Regaleira entschieden. Dieser Palast mit seinem verwunschenen Garten wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von dem Freimaurer Carvalho Monteiro erbaut. Beim Eintritt erhalten wir einen Übersichtsplan über den Park, den wir aber schon nach wenigen Metern wegpacken, denn hinter jeder Biegung wartet eine neue Überraschung und wir gehen auf Entdeckungsreise durch diese großartige Anlage: Brunnen, Grotten, unterirdische Gänge, Türme in die Luft gebaut, Türme nach unten in die Erde gebaut, künstliche Wasserfälle, Skulpturen ...hach, man weiß nie, was einen erwartet. Alle sind hellauf begeistert.

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Zum Schluss streifen wir noch durch die als Museum angelegte Villa. Dann brechen wir auf zum Cabo da Roca, dem westlichsten Punkt Kontinentaleuropas.

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Es ist recht viel los und man kann die schöne Küstenszenerie gar nicht so recht genießen. Wir suchen einen in der Nähe ausgelegten Cache, der uns abseits der Hauptwege führt und uns diese Aussicht beschert:

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Jetzt ist es Zeit gen Norden zu fahren. Bis Mafra bleiben wir auf der Landstraße und wechseln dann auf die fast leere A8. In Sao Martinho do Porto beziehen wir unsere Ferienwohnung, decken uns im nahen Intermarché mit Lebensmitteln ein, hüpfen noch in den Pool der Apartmentanlage und lassen die wunderbaren Eindrücke des heutigen Tages Revue passieren, der füns zu den Höhepunkt unserer Reise zählte.

Harald
 
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