• Gäste können im PortugalForum zunächst keine Beiträge verfassen und auch nicht auf Beiträge antworten. Das klappt nur, wenn man registriert ist. Das ist ganz leicht, geht schnell und tut nicht weh: Registrieren. Und dann verschwindet auch dieser Hinweis ...

Keine Billigflüge mehr ?

  • Ersteller Ersteller Trofense
  • Erstellt am Erstellt am
Hallo Maximus,
Von daher ist das zu kurz gedacht, jetzt einfach mal die Preise für deutsche Verbraucher zu erhöhen um das Klima zu retten.
Du hast völlig Recht. Es ist aber noch ein wenig kürzer gedacht anzunehmen, dass das irgendjemand tun möchte, einfach die Preise zu erhöhen. So einen Unsinn hat niemand vor, die falschen und letztlich auch sinnlosen Unterstellungen folgen dem Zweck der Diskreditierung.

Was generell politisches Ziel ist, ist allgemein, auch für Exportfleisch, die Produktionsbedingungen zu ändern. Die irrsinnige Tierquälerei ist ebenso ein nicht mehr tolerierbarer Zustand, wie die krasse Nitratverseuchung des Grundwassers durch Gülle, wie eben auch die CO2-Erzeugung. Durch Maßnahmen dagegen steigen Preise, keine Frage. Was aber derzeit getrieben wird, ist in vielen Aspekten nicht hinnehmbar.

Das angebliche Argument, die Verbraucher würden nur Billigfleisch kaufen, greift zu kurz. Aus vielen Umfragen weiß man, dass viele Menschen es durchaus hinnehmen würden, mehr Geld für Fleisch zu bezahlen. Wenn billiges Fleisch da ist, greift man aber eben dort zu.

Das Problem bis jetzt ist, dass die Regierungen der letzten Jahre immer wieder vor der Fleischindustrie eingeknickt sind. Wenn man sich die Produktion dort anschaut, auch wie die Arbeiter ausgebeutet werden, ist es sonnenklar, dass sich da etwas ändern muss.

die deutsche Gesellschaft
Klar, aber das ist nicht so griffig wie "Volk", weil es eben auch durch die Sprache deutlicher wird, dass es eben die angebliche gewünschte Einigkeit nur in der Phantasie der jeweiligen (rechten) Politiker gibt. Punkt ist, dass es eben, das muss man betonen, dass es das "einfache Volk", das zum Beispiel nur Quälfleisch kaufen will oder muss so nicht gibt. Wie gesagt: Die Wahrheit ist, dass viele Menschen durchaus bereit sind, auf Fleisch zu verzichten und mehr zu bezahlen. Das sagen alle Daten, die es dazu gibt.

Das gilt auch fürs Auto. Viele Menschen wären bereit darauf zu verzichten, wenn es sinnvolle gut ausgebaute und schnelle ÖPNV Verbindungen gibt. In der Realität sieht es so aus, dass der Nahverkehr in vielen ländlichen Regionen in den letzten Jahren immer mehr reduziert wurde. Natürlich fahren dann mehr Menschen Auto, weil sie es müssen.

Aber das würde nur gehen, wenn die da oben das auch vorleben würden. Tun sie aber nicht, Grüne mit eingeschlossen
Findest Du wirklich, dass das das wichtigste ist? Geht es nicht darum, dass sich vor allem erstmal die Politik ändert? Was nützen mir integre Politiker, die nichts bewegen? Frau Merkel ist so jemand: definitiv nicht korrupt, lebt in ganz normalen fast bescheidenen Verhältnissen, keine Skandale usw. Aber das hat nicht viel geholfen ...

Was wir brauchen, ist erstmal eine andere Politik in vielen Feldern.

Kai
 
Zuletzt bearbeitet:
Frau Merkel ist so jemand: definitiv nicht korrupt ...
Na ja, man geht erst einmal davon aus... bis man irgend wann einmal das Gegenteil beweist.
In der Regel kommen Politiker ohne Leichen im Keller gar nicht erst in solche Positionen... der Ziehvater hatte auch so seine Geschichten, aber dafür gibt es ja jetzt den Ehrenkodex in der Union.

Und JA, ist es kaum zu glauben, dass Merkel der Union angehört... so ganz ohne größeren offensichtliche Skandale in all den Jahren :fies::p:-D
.
 
Zuletzt bearbeitet:
In der Regel kommen Politiker ohne Leichen im Keller
Naja, ich denke schon, dass sie Leichen im Keller oder im Sauerland hat, wo Friedrich Merz ja wohnt ... :) Aber ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass sie in irgendeiner Weise korrupt ist - anders als der Ziehvater tatsächlich.
 
Was generell politisches Ziel ist, ist allgemein, auch für Exportfleisch, die Produktionsbedingungen zu ändern. Die irrsinnige Tierquälerei ist ebenso ein nicht mehr tolerierbarer Zustand, wie die krasse Nitratverseuchung des Grundwassers durch Gülle, wie eben auch die CO2-Erzeugung. Durch Maßnahmen dagegen steigen Preise, keine Frage. Was aber derzeit getrieben wird, ist in vielen Aspekten nicht hinnehmbar.



Das Problem bis jetzt ist, dass die Regierungen der letzten Jahre immer wieder vor der Fleischindustrie eingeknickt sind.

Kai

was soll’s, das Bundeslandwirtschaftsministerium ist neben dem Bundesgesundheitsministrium der dickste Futternapf. Wer es geschafft hat, dort Bundesminister zu werden, hat mit Quälfleisch nichts am Hut. Der genießt einfach nur seine großzügigen Bezüge aus der Industrie neben seinem üppigem Ministergehalt und seine Privilegien wie dicker Audi mit Fahrer und Flugbereitschaft.
Da ist es egal, welche Partei den Landwirtschaftsminister stellt. Die sind alle gleich korrupt und auf ihren eigenen Vorteil bedacht. Alles Politnutten.
Und selbst wenn mal ein Tierfreund Landwirtschaftsminister werden sollte, alleine könnte er ohne Rückhalt in seiner Koalition nichts gegen die mächtige Fleischindustrie und die Bauernverbände unternehmen.
Und dann ist da ja auch noch Brüssel, von wo aus die Quälfleischindustrie mit Multimilliarden subventioniert wird.
Auch mit Fleischboykottaufrufen von Verbrauchern ist man gegen diese Industrie machtlos. Da ja über 90 % der Produktion eh ins Ausland geht.
Ganz Afrika wird von hoch subventionierten EU Agrarprodukten überschwemmt.
Viel Geld wird auch mit dem Export von Gülle gemacht. Ich kenne einige Gemeinden in der Eifel, bei denen viel Geld in die Gemeindekassen kommt, indem sie es zulassen, daß Fleischgroßproduzenten aus den Niederlanden ihre Gülle auf den Gemeindewiesen verklappen.
Tanklastzugweise wird dieser Dreck dort hin geschüttet.

LG
M
 
Ich kenne einige Gemeinden in der Eifel, bei denen viel Geld in die Gemeindekassen kommt, indem sie es zulassen, daß Fleischgroßproduzenten aus den Niederlanden ihre Gülle auf den Gemeindewiesen verklappen.
Tanklastzugweise wird dieser Dreck dort hin geschüttet.

Nicht nur in der Eifel, aber das ändert sich gerade, dank des Engagements von , von dessem Vater wir 1987 den Hof seines Großvaters in Lontzen-Busch für ein paar Jahre anmieten konnten.

Übrigens ein GRÜNER, der den Namen ehrlich verdient KLICK und einer der aufräumt...
 
Hallo Maximus,
Da ist es egal, welche Partei den Landwirtschaftsminister stellt. Die sind alle gleich korrupt und auf ihren eigenen Vorteil bedacht. Alles Politnutten.
Ich teile diese Art von Zynismus nicht, kann sie aber verstehen. Ich denke aber schon, dass es deutliche Unterschiede gibt, was den Grad der Korruptheit betrifft.

Und selbst wenn mal ein Tierfreund Landwirtschaftsminister werden sollte, alleine könnte er ohne Rückhalt in seiner Koalition nichts gegen die mächtige Fleischindustrie und die Bauernverbände unternehmen.
Naja, dann wird es Zeit, dass es eine Koalition gibt, in der der Tierfreund Rückhalt hat. Wie ich schon sagte: Mit der CDU in der Regierung wird das schwer.

Und dann ist da ja auch noch Brüssel, von wo aus die Quälfleischindustrie mit Multimilliarden subventioniert wird.
auch das ist änderbar

Auch mit Fleischboykottaufrufen von Verbrauchern ist man gegen diese Industrie machtlos. Da ja über 90 % der Produktion eh ins Ausland geht.
Ganz Afrika wird von hoch subventionierten EU Agrarprodukten überschwemmt.
und das ist ein Skandal
Kai
 
Nun sind wir vom Kerosin zur Gülle gekommen und hofffentlich wieder zurück.Was Annalena Baerbock ins Auge fasst ist eine Besteuerung von Kerosin.Wenn das in die Preise einfließt wird es automatisch teurer.
 
Nun sind wir vom Kerosin zur Gülle gekommen
Passt ja, die Diskussion "riecht" schon ein wenig streng... :-D

Egal ob Grün, Rot, Schwarz, Braun und sonst was... die Nicht-Besteuerung, also Subventionierung, von Kerosin halte ich seit jeher für eine verfehlte ungerechte Politik.
Und dann bekommt schon seit Ewigkeiten u.a. auch die Lufthansa einen der größten Stück vom Agrarsubventionskuchen, aber was weiß ich schon. :rolleyes:

.
 
Wie soll die Besteuerung von Kerosin den gehen?
Wenn es nicht min. EU-weit gemacht wird, geht es nur zu Lasten deutscher Fluglinien.
Denn wo wird dann mehr getankt?
Dort, wo es billiger ist.
ZB. werden die Flieger von Ryanair in Porto nicht betankt, wenn sie aus Frankfurt kommen sondern die fliegen gleich zurück.
Das wird dann bei vielen Strecken Gang und Gäbe werden.
Also heiße Luft, wenn es nicht Global min. EU-weit angegangen wird.
 
Wie soll die Besteuerung von Kerosin den gehen?
Per Gesetz? :p
Und natürlich EU-weit... geht ja sonst nicht anders.

DIe Agrarsubventionen der Lufthansa und sonstigen von Lobby vertretenen Unternehmen kommen ja auch unter dem Deckmantel der EU, besonders die aus DE.
.
 
@Ozzy

Bist du dir da sicher?

Für die Strecke braucht so ein Flieger ca. 5 Tonnen Kerosin.
Die Hersteller tun heute alles um die Flieger leichter und damit sparsamer zu machen.
Warum sollte also mehr Sprit wie nötig mitgeschleppt werden?
Der Mehrverbrauch auf der Strecke sind mal locker 500 Liter Kerosin.
 
Die Hersteller tun heute alles um die Flieger leichter und damit sparsamer zu machen.
Warum sollte also mehr Sprit wie nötig mitgeschleppt werden?
Richtig, außerdem darf man ja aus Sicherheitsgründen nur mit wenig Sprit an Board überhaupt landen.
Die Rechnung ginge also nur auf, wenn man ohne zu landen die Strecke wieder zurück flöge, was natürlich absoluter Quatsch wäre.
;)
.
 
Die dürfen schon landen. Sie dürfen nur das vom Hersteller vorgegebene Landegewicht nicht überschreiten.
Bei Langstreckenfliegern kann das schon mal zum Problem werden, wenn sie direkt nach dem Start wieder landen müssen und durch die vollen Tanks zum landen zu schwer sind.
Das sind auch die einzigen Flugzeuge die im Notfall Kerosin ablassen können, um das Gewicht zu reduzieren.
 
Wieso muß Energie überhaupt besteuert werden? Jeder braucht Energie. Genauso, wie jeder Luft zum Atmen braucht. Soll diese jetzt am besten auch besteuert werden?
Komisch, daß diese Forderungen nach höheren Benzinpreisen und der Einführung einer allgemeinen CO2 Abgabe gerade von denen gefordert wird, die sich selbst ein Weihnachtsgeld von 8000€ und mehr gönnen, zuzüglich üppiger Coronahilfen ( von denen eine Intensivpflegerin nur träumen kann)
Klima - und Umweltschutzmaßnahmen dürfen nicht dazu führen, das Arme nun zu Fuß laufen müssen, während Wohlhabende einfach so weiter machen dürfen wie bisher. Merkt euch das, ihr Grünen, schreibt es euch hinter die Ohren.
 
Maxi, die Wohlhabenden sind aber nicht so zahlreich wie die Armen. Deswegen bringt das doch mehr für die Umwelt.
Die Luft zum atmen wird nicht besteuert, aber das ausatmen, denn da ist ja viel CO² drin :-D
Obwohl, durch das EUGH Urteil wird die dreckige Stadtluft ja sauberer werden müssen, also wird da noch so einiges kommen.
Ich versteh das nicht, vor 50-60 Jahren war die Luft wirklich verdreckt. Da hat sich so viel getan.
Nun stösst man sich Grenzwerten, die man damals noch nicht mal messen konnte.
Die werden private Kamine verbieten oder quasi unmöglich machen zu betreiben, weil Filter zum Betrieb gebraucht werden, die es unrentable machen.
Was sollen denn die Portugiesen da sagen?
Ich denke manchmal, da wird jedes Maß aus den Augen verloren.
 
Wieso muß Energie überhaupt besteuert werden? Jeder braucht Energie. Genauso, wie jeder Luft zum Atmen braucht. Soll diese jetzt am besten auch besteuert werden?
Für die Luft zum Atmen stellt dir der Staat keine Infrastruktur zur Verfügung, die bezahlt werden muss.

Du kannst dir aber natürlich auch PV auf's Dach pappen, dich autark und CO2 neutral ohne Zutun des Staates mit Energie versorgen und dann sparst du dir auch die Steuern... ganz unabhängig davon, wie sehr der Luft-Vergleich hinkt.
 
Für die Luft zum Atmen stellt dir der Staat keine Infrastruktur zur Verfügung...
.... ganz unabhängig davon, wie sehr der Luft-Vergleich hinkt.

Hä, und wo fliegt ein Flugzeug denn? In der Luft fliegt es. Also braucht man auch keine Steuer auf Kerosin zu erheben.
Das ich für eigenen Strom, den ich mir von der Sonne hole, weniger zahle, als aus dem Kraftwerk, ist mir auch klar.
 
Für das Tanken von Kerosin für internationale Flüge ist aktuell weder eine Mineralölsteuer noch Mehrwertsteuer oder eine sonstige Energiesteuer zu entrichten.
Jedes andere Fortbewegungsmittel wird besteuert. Nur damit jeder Diskutant überhaupt weiß worüber diskutiert wird.
 
Hä, und wo fliegt ein Flugzeug denn? In der Luft fliegt es. Also braucht man auch keine Steuer auf Kerosin zu erheben.
Das ich für eigenen Strom, den ich mir von der Sonne hole, weniger zahle, als aus dem Kraftwerk, ist mir auch klar.
Jetzt stell dich mal nicht dümmer als du bist. Flugzeuge fliegen in der Luft, ja. Wenn sie landen, nutzen sie aber - oft staatlich betriebene - Flughäfen. Und auch in der Luft nutzen sie eine staatlich betriebene Flugsicherung. Die meisten Flughäfen sind zudem auf den Anschluss öffentlicher Verkehrsmittel angewiesen, damit die Passagiere überhaupt erstmal bis zum Airport kommen.

Die Mineralölsteuer wurde auch immer damit begründet, dass daraus vornehmlich der Straßenbau und andere "gesellschaftliche Kosten" (Lärmschutz, etc) des Verkehrs finanziert werden soll.

Allerdings muss man dazusagen, dass eine Kerosinsteuer von der Politik bisher meist (neben dem internationalen Wettbewerb) mit dem Argument abgetan wurde, dass die Airlines ja bereits Gebühren für die Nutzung der Infrastruktur bezahlen. Das steckt bereits im Ticketpreis und ist dementsprechend eine Art indirekte Steuer. Die Besteuerung aus Umweltschutzgründen ist dagegen etwas Neues - auch das kann ich aber in Zeiten des anerkannten Klimawandels durchaus nachvollziehen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Jo Osgood, du bist der Schlaueste hier im Forum und hast voll den Durchblick:)

LG
M
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben