Fast acht Jahre später ...
@zip Könnte gut sein, dass du nach der Lektüre noch urlaubsreifer bist. Ich habe den Roman (falls das denn einer ist) im Frühjahr wieder gelesen - Figuren, Familien, Szenen und Orte, die man nicht vergisst, aber mehr als ein Kapitel pro Tag habe ich selten geschafft.
(Ich habe letztes Jahr angefangen, noch einmal den ganzen Antunes ernsthaft zu lesen, durchzuarbeiten, so als Corona-Projekt, vorher hatte ich zwar alle Romane angefangen, bei einigen aber doch mittendrin kapituliert oder nur noch die Seiten überflogen. Deswegen ist Urlaubsentspannung gar nicht die schlechteste Voraussetzung, weil man schon aufmerksam-entspannt bei der Sache sein muss. Bis spätestens Ende des Jahre müsste ich jedenfalls fertig sein.)
Vielleicht kann man den Thread hier auch künftig als ALA-Thread nehmen - der Titel passt ja exakt zu Autor und Werk. (Und die oben vor acht Jahren verlinkte Chronik haut mich nach wie vor um wie kaum ein anderes der kurzen Stücke von Lobo Antunes, auch eine Covid-Lektion.)
Ich habe den Roman (falls das denn einer ist) im Frühjahr wieder gelesen
Und gerade merke ich, dass ich "Geh nicht so schnell in diese dunkle Nacht" mit "Was werde ich tun wenn alles brennt" verwechselt habe ... und was soll ich sagen: mach's nicht, das ist keine Lektüre für nebenbei, die muss man in einem Stück erledigen, sonst geht die Orientierung ganz verloren, hier löst sich jede Geschichte auf, in fast nichts, und am Ende bleibt so etwas wie der jubilatorische Effekt des Autors, dass er (er)finden kann, was er will, alles und das Gegenteil.