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Invasive Makroalgenart bedroht die Strände der Algarve

Ptflyer

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Muss diesen Thread mal auspacken da die Algarve ja in diesem Sommer (einmal mehr, aber von Jahr zu Jahr schlimmer) von einer invasiven Makroalgenart geplagt wird, welche scheinbar aus Asien eingeschleppt wurde.
Ich weiss nicht ob hier an anderer Stelle schon darüber gesprochen wurde, aber ich halte die Einschränkungen zumindest an den Stränden zwischen Albufeira und Lagos für aktuell so groß dass ich niemanden einen herbstlichen Strandurlaub empfehlen würde. Auch die beiden Herbststürme der vergangenen Tage haben an der Situation nichts geändert (außer dass mehr und mehr davon stinkend am Strand liegt. Unten ein aktuelles Foto von der Praia Grande von gestern - auch wenn das Wasser mit 20-21° toll ist möchte ich nicht in die schwarzen Wellen eintauchen. Scheinbar gibt es auch keine Lösung außer der maschinellen Räumung des Biomülls von den Stränden, da wird auf die Gemeinden viel Arbeit zukommen im Frühjahr.

Dazu auch mehr:
Tonnen von Seetang werden von den Stränden der ...The Portugal Newshttps://www.theportugalnews.com › nachrichten › ton...
Makroalgen erobern die AlgarveküsteAlgarve Guidehttps://algarve.guide › makroalgen-erobern-algarveku...

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Wir waren vor den Stürmen auf der Iha de Tavira, an dem angesprochenen Praia Grande und am Praia do Zavial. Auf der Ilha war fast nichts, bei den anderen beiden Stränden waren zwar Algen, ab ich habe das nicht so dramatisch empfunden, wie Du es beschreibst und es das Foto zeigt. Die Bilder aus Carvoeiro sind dann nochmal etwas Anderes.
Von daher würde ich nicht von einem Strandurlaub im Herbst kategorisch abraten, bei uns hat die Freude über die überraschend hohen Wassertemperaturen überwogen.
 
Wir waren vor den Stürmen ........... und am Praia do Zavial.
Ich war vor etwa 2 wochen ( am 15.10. ) am Zavialstrand und in Ingrina , die liegen Luftlinie nur etwa 750 meter auseinander.

Ingrina war bis auf ne kleine Ecke am westlichen Ende grün von sehr vielen Algen ( Zum 1. mal dass ich das in Ingrina gesehen hab, kein foto gemacht ) und Zavial östlich davon war fast frei von Algen,

Liegt wohl am Winkel wie die Wellen auf den Strand treffen. Zavial ist nach südwest ausgerichtet , Ingrina in einem Trichter nach Süden.

.... und von Ingrina nochmal 600 meter westlich Praia do João Vaz gar keine Algen. siehe foto vom Tag.

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Uns reichten schon die handelsüblichen Grünalgen, welche in den letzten beiden Hochsaisons tageweise (je nach Windrichtung) an der Sandalgarve (Fuzeta, Manta Rota) angespült wurden. Das waren dann die Pooltage.
 
An den Stränden zwischen dem 11. Und 15. Oktober.
Ich habe vor etlichen Jahren mehrfach die Erfahrung gemacht, dass das Wasser im Spätsommer und Herbst an der Küste immer dann viel wärmer war, wenn wir El Niño hatten. Nun sagen die Experten zwar, dass die direkten Auswirkungen auf Europa eher gering sind, aber ich hatte auch in diesem Jahr im Frühjahr kühn behauptet, dass der September bis zum Ende außerordentlich warm würde – wegen El Niño. Wenn ich jetzt höre, dass auch das Wasser an der sonst eher kühlen Algarve wieder besonders warm ist, dann wäre das eine kleine Bestätigung dieser These, dass es vielleicht ein paar lokale Auswirkungen gibt, weil die nur mäßig warme (14-19°C) Küste schwächer wird ... aber wer weiß?
 
Ich habe vor etlichen Jahren mehrfach die Erfahrung gemacht, dass das Wasser im Spätsommer und Herbst an der Küste immer dann viel wärmer war, wenn wir El Niño hatten. Nun sagen die Experten zwar, dass die direkten Auswirkungen auf Europa eher gering sind, aber ich hatte auch in diesem Jahr im Frühjahr kühn behauptet, dass der September bis zum Ende außerordentlich warm würde – wegen El Niño. Wenn ich jetzt höre, dass auch das Wasser an der sonst eher kühlen Algarve wieder besonders warm ist, dann wäre das eine kleine Bestätigung dieser These, dass es vielleicht ein paar lokale Auswirkungen gibt, weil die nur mäßig warme (14-19°C) Küste schwächer wird ... aber wer weiß?
Ist immer schwierig mit dem Baugefühl, aber ich würde sagen, das Wasser war in Zavial noch sie so warm wie bei unserem Besuch im Oktober. Der Strand ist toll aber die Wassertemperaturen waren oft auch im Hochsommer echt eisig.
 
in Zavial noch sie so warm wie bei unserem Besuch im Oktober.
Ich habe das zweimal an der Westküste erlebt, einmal September vor etwa 25 Jahren, als es auch so warm war wie vorher noch nie von mir erlebt. Das sind dort ja immer nur so um die maximal 20 Grad, wir hatten sicherlich über 25. Es war unvorstellbar warm.
 
Wie kürzlich schon hier angemerkt sind die Makroalgen über den gesamten Winter hindurch nicht ganz verschwunden, und nehmen im noch jungen Sommer 2024 bereits rapide zu. An vielen Stränden zwischen Albufeira und Portimão ist das Problem schon wieder mehr als deutlich sichtbar, vor allem an solchen Stränden an denen kein schweres Gerät eingesetzt werden kann um abzuräumen.
Hier Bilder vom vergangenen Wochenende, Praia de Manuel Lourenco in Galé. Verständlicherweise kein Mensch hier, trotz bestem Badewetter und andernorts vollen Stränden. Genauso schaut's auch an vielen anderen Strand/Felsbuchten aus. Die Algen türmen sich nicht nur am Strand, sondern auch im Wasser bis ca. 30m vor dem Strand. Ich habe im Vorbeiwandern noch eine Bica im örtlichen Strandclub getrunken, dort ist man entsprechend verzweifelt. Mit schwerem Räumgerät kann man diesen Strand nicht erreichen.
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Die offenen Strände in der Nachbarschaft (Praia da Galè, Praia Grande, Armacao de Pera) dagegen sind weitestgehend geräumt und "sauber" bis auf eine feine schwarze Algenlinie am Saum, zumindest bis die nächste signifikante Dünung aus Südost oder Südwest die Algen aus den Felsbuchten wieder an die großen Strände treibt :(
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2 Jahre fast forward... grabe ich diesen Thread wieder mal aus. Ich wundere mich darüber das über diese ökologische (und wirtschaftliche ?) Katastrophe nicht weitaus mehr gesprochen wird.

Ich hatte mir nach dem Juni/Juli Aufenthalt 2024 eigentlich geschworen den Sommer in der Algarve zu meiden, nun hatte ich aber keine Wahl - Verwandtschaft hatten sich in einem bekannten Luxushotel rund um Armacao de Pera eingemietet und ich hatte versprochen den Reiseleiter zu geben. Ich hatte nach dem Sturmwinter auf einen Säuberungseffekt v.a. der besonders betroffenen Felsbuchten gehofft, aber das Gegenteil scheint der Fall.

Viele Strände vor Ort geben einen schlimmen Anblick ab, und auch ein Ausweichen auf andere Gegenden war wirklich schwierig: Rugulopteryx okamurae war meist schon da. Zwischen Albufeira und Lagos sind mMn. ausnahmslos alle Felsbuchten mit Süd-Ost Ausrichtung voll mit Algen, teils hüfthoch am Strand liegend und in der Sonne vor sich hin stinkend. Versteckte Kleinode wie die Ninho do Andorinha sind so voll mit dem Zeug dass an Baden nicht mehr zu denken ist. Lediglich an den freien Großstränden (Praia Grande, Meia Praia) ist baden eingeschränkt möglich, aber auch hier sieht man die Algen im Wellensaum und unregelmäßig auch am Strand. Benagil versucht man übrigens durch striktes Anlande- und Betretungsverbot zu schützen und man säubert den Kessel wohl häufig, mal sehen ob das hilft.

Bedenklich stimmt mich auch dass sich die Alge immer weiter gen Westen ausbreitet. Die Signature-Strände von Lagos (Dona Ana bis Piedade) sind ja schon seit 2-3 Jahren verloren, aber dass nun auch Luz und Burgau derart betroffen sind war mir neu. Selbst an der Praia das Furnas lag ein großer Algenteppich im Wasser vor dem Strand, nur eine Frage der Zeit bis das braune Zeug auch dort vom nächsten Südost-Wetter an den Strand gespült wird.

Fazit meiner Verwandtschaft: ziemliche Enttäuschung nach all der Vorfreude aufs Baden an den berühmten Algarve Felsstränden. Die Felsbucht bzw der Strand am Hotel (der mit der - sagen wir halblegalen - Betonmole :-) war übrigens eine der schlimmsten überhaupt, der heraufziehende Algen-Gestank hatte sogar einen negativen Beigeschmack beim Frühstück und Abendessen hinterlassen. Ich würde niemandem einen Badeurlaub dort empfehlen.


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Ich kann gut verstehen dass du das bedenklich findest, und ein wirtschaftlicher Schaden hat das auch. Aber hast du eine Idee was man da machen kann, wobei ich mich frage wer dieser "man" sein sollte, Staat, Zivilgesellschaft... eventuell wie bei Tankerkatastrophen alle mit Eimer und Schaufel an den Strand?
Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass man dagegen nichts machen kann. So wie der Waschbär, der Goldschakal, Nilgans, Signalkrebs, japanischer Staudenknöterisch, drüsiges Springkraut, kanadische Goldrute... sich bei uns nicht mehr ausrotten lässt, da sie sich flächendeckend in der Natur ausgebreitet haben.
Genau wie du finde ich das nicht gut. Aber das ist vermutlich der Preis den unsere Gesellschaft bezahlen muss, bei einer globalisierten Wirtschaft und entsprechenden Wirtschaftswegen, sowie bei den sich ändernden klimatischen Bedingungen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Ich hatte neulich kurz geguckt, was es zu dem Thema gibt, letzter Jahr → https://www.publico.pt/2025/07/23/a...ortugal-governo-aprova-plano-controlo-2141402 und das → ... und siehe, es gibt prompt eine "Nationale Strategie zur Algenverwaltung":

Mir fehlt die Energie, um mich gebührend über diese Allmachtsphantasien lustig zu machen, bezeichnend ist aber doch vor allem der Plan: "Die gesammelte Biomasse durch zirkuläre und innovative Lösungen verwerten". Aus Scheiße Gold machen, das ist, was die Welt bewegt. Wenn’s nicht klappt, bleibt die Scheiße eben liegen.

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(Deepl)

Verordnung Nr. 270-A/2025/1,


Die aus dem Pazifik stammende exotische Makroalge Rugulopteryx okamurae hat sich rasch in den Küstengebieten ausgebreitet, insbesondere in der Region Algarve und in jüngster Zeit auch in Küstengebieten des Großraums Lissabon, wie beispielsweise in Cascais. Ihr invasives Verhalten, das durch hohe Widerstandsfähigkeit und Ausbreitungsfähigkeit gekennzeichnet ist, hat erhebliche Auswirkungen auf die marine Biodiversität, die Fischerei, die Badebetriebe und die lokale Küstenwirtschaft.

Die anhaltende Ausbreitung dieses Phänomens erfordert eine strategische und koordinierte Reaktion zwischen den verschiedenen Regierungsebenen – zentral, regional und lokal – auf der Grundlage eines technischen, wissenschaftlichen und territorial angepassten Ansatzes.

Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, eine wirksame, integrierte und nachhaltige Reaktion auf das Vorkommen der Makroalge Rugulopteryx okamurae auf nationalem Gebiet zu entwickeln, um den Schutz der Küstenökosysteme, die Widerstandsfähigkeit der lokalen Gemeinschaften und die nachhaltige Verwertung der geernteten Biomasse zu fördern.

Die Nationale Strategie zum Umgang mit der invasiven Makroalge Rugulopteryx okamurae legt die Handlungsrichtlinien und die zu erreichenden Ziele im Umgang mit dem Vorkommen dieser Makroalge fest sowie die Einrichtung einer Arbeitsgruppe zur Begleitung, Analyse und Umsetzung dieser Strategie.

Daher verfügt die Regierung durch die Ministerin für Umwelt und Energie und den Minister für Landwirtschaft und Meeresangelegenheiten Folgendes:

Artikel 1

Verabschiedung der nationalen Strategie

Die nationale Strategie zum Umgang mit der invasiven Makroalge Rugulopteryx okamurae, die im Anhang zu diesem Erlass enthalten ist, wird hiermit verabschiedet.

Artikel 2

Nationale Arbeitsgruppe

1 – Die Koordinierung, Überwachung, Analyse und Umsetzung der Nationalen Strategie obliegt einer noch zu bildenden Arbeitsgruppe, deren Leitung der Portugiesischen Umweltagentur (Agência Portuguesa do Ambiente, IP; APA) übertragen wird.

2 – Die Arbeitsgruppe setzt sich aus den im Anhang zu diesem Erlass aufgeführten Stellen zusammen.

3 – Für die Teilnahme an der Arbeitsgruppe wird keine Aufwandsentschädigung oder Vergütung gezahlt.

Artikel 3

Inkrafttreten

Dieser Erlass tritt am Tag nach seiner Veröffentlichung in Kraft.

Die Ministerin für Umwelt und Energie, Maria da Graça Carvalho, am 17. Juli 2025. – Der Minister für Landwirtschaft und Meeresangelegenheiten, José Manuel Fernandes, am 22. Juli 2025.

ANHANG

(auf den in Artikel 1 Bezug genommen wird)

Nationale Strategie zum Umgang mit der invasiven Makroalge Rugulopteryx okamurae

1 – Strategische Ziele

1.1 – Überwachung und Erforschung der Ausbreitungsdynamik der Art in verschiedenen Regionen des Landes;

1.2 – Die negativen Auswirkungen auf Badegebiete, die Fischerei und die lokale Wirtschaft abmildern;

1.3 – Die gesammelte Biomasse durch zirkuläre und innovative Lösungen verwerten;

1.4 – Die sektorübergreifende und interregionale Steuerung beim Management invasiver gebietsfremder Arten stärken;

1.5 – Gewährleistung einer schnellen und koordinierten Reaktion durch die Ausarbeitung regionaler Pläne zur Bekämpfung, Eindämmung oder Ausrottung sowie eines nationalen Plans zur Bekämpfung, Eindämmung oder Ausrottung, wie im vom 10. Juli vorgesehen. Die Struktur dieser Pläne muss dem vom ICNF erstellten Muster entsprechen, das auf der Website dieser Behörde verfügbar ist.

2 – Handlungssäulen

2.1 – Überwachung und Frühwarnung

Einführung von Überwachungs- und Küstenbeobachtungssystemen (vor Ort und per Fernerkundung) in kritischen Gebieten wie der Algarve, Cascais und der Costa da Caparica;

eine nationale georeferenzierte Datenbank zur Erfassung und Analyse der Entwicklung der Algen zu erstellen;

Bürgerwissenschaftsprojekte zur Überwachung der invasiven Algen zu fördern, wie beispielsweise das Projekt „Algas na Praia“ der UALG.

2.2 – Operative Reaktion

Ausrüstung und Teams für die mechanische Entfernung von Ablagerungen und natürlichen Ansammlungen der Makroalgen zu mobilisieren;

Ausstattung der Teams mit geeigneten Mitteln zur Beseitigung an den verschiedenen Strandtypen und im Wasser;

Einrichtung regionaler Schnellreaktionsteams mit lokaler Koordination. Durchführung von Pilotprojekten zur Eindämmung;

Einsatz von Ausrüstung und Methoden zur Desinfektion der befallenen Bereiche (Boote, Fanggeräte, schwimmende Strukturen und Tauchausrüstung).

2.3 – Verwertung und Abfallwirtschaft

Untersuchung des Potenzials der Biomasse für Anwendungen wie Düngemittel, Futtermittel, Kompostierung, Biokraftstoffe oder Biokunststoffe, Pharmazeutika und Kosmetika;

Schaffung von Logistikketten für den Transport und die Aufbereitung der Algen unter Nutzung bestehender Infrastrukturen;

Untersuchung und Einrichtung von Zwischenlagerstätten, gegebenenfalls unter Nutzung stillgelegter Salinen, mit Rückgewinnung des zusammen mit den Algen entfernten Strandsandes.

2.4 – Forschung und Innovation

Unterstützung von Forschungsprojekten zur Biologie, Ökologie und zu den Ausbreitungswegen der Art;

Förderung von Partnerschaften mit Universitäten und Technologiezentren zur Entwicklung von Lösungen zur Eindämmung und Verwertung.

2.5 – Institutionelle Koordination und Bürgerbeteiligung

Einrichtung einer nationalen Arbeitsgruppe mit Vertretern der wichtigsten öffentlichen und wissenschaftlichen Einrichtungen;

Einbeziehung von Kommunen, Fischergemeinden, der Tourismusbranche und Bürgern in Sensibilisierungskampagnen und lokale Maßnahmen.

Ausarbeitung eines Plans zur Bekämpfung, Eindämmung und Überwachung der Alge;

3 – Nationale Arbeitsgruppe

Die Umsetzung der Strategie wird durch eine interinstitutionelle Arbeitsgruppe gewährleistet, die von der Portugiesischen Umweltagentur (APA) koordiniert wird und an der folgende Einrichtungen beteiligt sind:

ICNF – Institut für Naturschutz und Forstwirtschaft, IP;

CCDR (konkret bei der Gründung der Arbeitsgruppe zu benennen);

Metropolregion Lissabon (AML);

Universitäten (die zum Zeitpunkt der Gründung der Arbeitsgruppe konkret benannt werden);

DGRM – Generaldirektion für natürliche Ressourcen, Sicherheit und maritime Dienste;

Kommunen der betroffenen Küstengebiete (die zum Zeitpunkt der Gründung der Arbeitsgruppe konkret benannt werden);

Tourismusregion Algarve;

Turismo de Portugal, IP;

Interkommunaler Verband der Algarve (AMAL).

4 – Erwartete Ergebnisse

Verringerung der ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen von Rugulopteryx okamurae in mehreren Küstenregionen;

Verbesserung der Vorausschau- und Koordinationsfähigkeit in den betroffenen Gebieten;

Verwertung der Biomasse durch kreislaufwirtschaftliche und wirtschaftlich tragfähige Lösungen;

Stärkung der Zusammenarbeit zwischen öffentlichen, wissenschaftlichen und kommunalen Einrichtungen;

Festlegung eines übertragbaren nationalen Modells für das Management invasiver gebietsfremder Meeresarten, gegebenenfalls mit einer Gesetzesänderung.

5 – Umsetzung und Bewertung

Die sofortige Umsetzung der Strategie wird empfohlen, insbesondere in Regionen mit höherer Gefährdung und größerer Intensität natürlicher Ablagerungen, wie der Algarve und dem Küstenstreifen zwischen Oeiras und Sesimbra. Es wird ein kurz- und mittelfristiger Aktionsplan mit Mechanismen zur kontinuierlichen Überwachung, jährlicher Überprüfung und direkter Einbindung der lokalen Gemeinschaften umgesetzt.

Es gibt jedoch im Anschluss an die Nationale Strategie für Naturschutz und Biodiversität bis 2030

(ENCNB 2030) das Gesetzesdekret Nr. 92/2019 vom 10. Juli über die Prävention und das Management der Einschleppung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten, in dem 18 Makroalgenarten aufgeführt sind. In praktischer Hinsicht sind beide Dokumente Instrumente der öffentlichen Politik, die auf den Aufbau eines Systems zur Bewirtschaftung, Kontrolle und Frühwarnung hinsichtlich des Auftretens dieser Arten, die Minimierung ihrer Auswirkungen sowie ihre Ausrottung oder Nutzung als Quellen großer Mengen an Biomasse abzielen.

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Auch hübsch zum Thema → Algenausbreitung: Die Plage aus dem Meer

»Die schwedische Geologin Vivi Vajda weist noch auf einen weiteren Aspekt hin: Fast immer, wenn in der Erdgeschichte die großen Ökosysteme zusammenbrachen, waren Algen die großen Gewinner. Als vor 65 Millionen Jahren vermutlich infolge eines Meteoriteneinschlags die großen Dinosaurier ausstarben, haben sich weltweit Mikro-Algen massiv vermehrt. Ebenso, als vor 250 Millionen Jahren - an der Perm-Trias-Grenze - 80 bis 90 Prozent der großen kohlebildenden Sumpfwälder verbrannten und alle Tier- und Pflanzenarten ausstarben. Brennende Wälder, erodierende Böden, starker CO2-Anstieg, massiver Nährstoffeintrag in die Gewässer. Für Vivi Vajda sind die Parallelen unübersehbar: "Auf gewisse Art ahmen wir nach, was bei früheren Massenaussterbeereignissen geschehen ist", so ihr Fazit gegenüber SWR2 Wissen
 
Auf den Azoren haben wir ja auch diese Algenschwemme, in Madalena werden sie mit Bagger abgeschöpft und ansonsten nutzen Bauern sie als Dünger? und sammeln Wagenladungen davon ein. Also wird das Zeug tatsächlich verwertet. Hab jetzt auf die Schnelle keine Bilder, falls ich noch was finde...
 
Angespülte Meeresalgen enthalten viel Kochsalz; ungewaschenes Material kann Pflanzen in Beeten und Töpfen schädigen (Osmose-Effekte, Wurzelstress)
Aus

Und


Ich vermute aber dass der Effekt nur ein sauberer Strand ist, und nicht wirklich für ein verschwinden der Algen oder für ein Lösen des Problems sorgt.
 
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Ebenso, als vor 250 Millionen Jahren - an der Perm-Trias-Grenze - 80 bis 90 Prozent der großen kohlebildenden Sumpfwälder verbrannten und alle Tier- und Pflanzenarten ausstarben. Brennende Wälder, erodierende Böden, starker CO2-Anstieg, massiver Nährstoffeintrag in die Gewässer. Für Vivi Vajda sind die Parallelen unübersehbar: "Auf gewisse Art ahmen wir nach, was bei früheren Massenaussterbeereignissen geschehen ist", so ihr Fazit gegenüber SWR2 Wissen

Aktuelle paläoklimatologische Studien zeigen, dass sich die Erde damals um etwa 10° C bis 11° C erwärmte. Gleichzeitig sind 80 bis 90% der Tierarten damals ausgestorben.

Im schlimmsten theoretischen Szenario des Weltklimarats (IPCC) könnte sich die Erde bis zum Jahr 2100 global um etwa 4,4 °C bis maximal 5,7 °C im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter erwärmen.

☆ Ironie an☆ da können wir ja ruhig so weitermachen, so schlimm wird es nicht kommen ☆ Ironie aus☆


Nachtrag
Aufgrund der hohen CO2-Ausgasungen des Trapps stieg die globale Temperatur innerhalb einer geologisch sehr kurzen Zeitspanne um 5 °C. Diese signifikante Erwärmung leitete unmittelbar zur Kernphase des Massenaussterbens über.

Aus
 
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Wenn’s nicht klappt, bleibt die Scheiße eben liegen.
Die bleibt in der Algarve so oder so liegen in den allermeisten und v.a. besonders betroffenen Buchten da man dort eben kein Räumgerät anwenden kann.
Eine Maßnahme der anderen Art wäre für mich all diesen Stränden erstmal die Blaue Flagge abzuerkennen. Das von einer solchen Algenkonzentration keine Gesundheitsgefährdung ausgeht können die ihrer Großmutter erzählen. Das trübe, stinkende, Blasen werfende Wasser steht für sich selbst.
 
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