Ich hatte neulich kurz geguckt, was es zu dem Thema gibt, letzter Jahr →
https://www.publico.pt/2025/07/23/a...ortugal-governo-aprova-plano-controlo-2141402 und das →
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... und siehe, es gibt prompt eine "Nationale Strategie zur Algenverwaltung":
Mir fehlt die Energie, um mich gebührend über diese Allmachtsphantasien lustig zu machen, bezeichnend ist aber doch vor allem der Plan: "Die gesammelte Biomasse durch zirkuläre und innovative Lösungen verwerten". Aus Scheiße Gold machen, das ist, was die Welt bewegt. Wenn’s nicht klappt, bleibt die Scheiße eben liegen.
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(Deepl)
Verordnung Nr. 270-A/2025/1,
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Die aus dem Pazifik stammende exotische Makroalge Rugulopteryx okamurae hat sich rasch in den Küstengebieten ausgebreitet, insbesondere in der Region
Algarve und in jüngster Zeit auch in Küstengebieten des Großraums Lissabon, wie beispielsweise in Cascais. Ihr invasives Verhalten, das durch hohe Widerstandsfähigkeit und Ausbreitungsfähigkeit gekennzeichnet ist, hat erhebliche Auswirkungen auf die marine Biodiversität, die Fischerei, die Badebetriebe und die lokale Küstenwirtschaft.
Die anhaltende Ausbreitung dieses Phänomens erfordert eine strategische und koordinierte Reaktion zwischen den verschiedenen Regierungsebenen – zentral, regional und lokal – auf der Grundlage eines technischen, wissenschaftlichen und territorial angepassten Ansatzes.
Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, eine wirksame, integrierte und nachhaltige Reaktion auf das Vorkommen der Makroalge Rugulopteryx okamurae auf nationalem Gebiet zu entwickeln, um den Schutz der Küstenökosysteme, die Widerstandsfähigkeit der lokalen Gemeinschaften und die nachhaltige Verwertung der geernteten Biomasse zu fördern.
Die Nationale Strategie zum Umgang mit der invasiven Makroalge Rugulopteryx okamurae legt die Handlungsrichtlinien und die zu erreichenden Ziele im Umgang mit dem Vorkommen dieser Makroalge fest sowie die Einrichtung einer Arbeitsgruppe zur Begleitung, Analyse und Umsetzung dieser Strategie.
Daher verfügt die Regierung durch die Ministerin für Umwelt und Energie und den Minister für Landwirtschaft und Meeresangelegenheiten Folgendes:
Artikel 1
Verabschiedung der nationalen Strategie
Die nationale Strategie zum Umgang mit der invasiven Makroalge Rugulopteryx okamurae, die im Anhang zu diesem Erlass enthalten ist, wird hiermit verabschiedet.
Artikel 2
Nationale Arbeitsgruppe
1 – Die Koordinierung, Überwachung, Analyse und Umsetzung der Nationalen Strategie obliegt einer noch zu bildenden Arbeitsgruppe, deren Leitung der Portugiesischen Umweltagentur (Agência Portuguesa do Ambiente, IP; APA) übertragen wird.
2 – Die Arbeitsgruppe setzt sich aus den im Anhang zu diesem Erlass aufgeführten Stellen zusammen.
3 – Für die Teilnahme an der Arbeitsgruppe wird keine Aufwandsentschädigung oder Vergütung gezahlt.
Artikel 3
Inkrafttreten
Dieser Erlass tritt am Tag nach seiner Veröffentlichung in Kraft.
Die Ministerin für Umwelt und Energie, Maria da Graça Carvalho, am 17. Juli 2025. – Der Minister für Landwirtschaft und Meeresangelegenheiten, José Manuel Fernandes, am 22. Juli 2025.
ANHANG
(auf den in Artikel 1 Bezug genommen wird)
Nationale Strategie zum Umgang mit der invasiven Makroalge Rugulopteryx okamurae
1 – Strategische Ziele
1.1 – Überwachung und Erforschung der Ausbreitungsdynamik der Art in verschiedenen Regionen des Landes;
1.2 – Die negativen Auswirkungen auf Badegebiete, die Fischerei und die lokale Wirtschaft abmildern;
1.3 – Die gesammelte Biomasse durch zirkuläre und innovative Lösungen verwerten;
1.4 – Die sektorübergreifende und interregionale Steuerung beim Management invasiver gebietsfremder Arten stärken;
1.5 – Gewährleistung einer schnellen und koordinierten Reaktion durch die Ausarbeitung regionaler Pläne zur Bekämpfung, Eindämmung oder Ausrottung sowie eines nationalen Plans zur Bekämpfung, Eindämmung oder Ausrottung, wie im
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vom 10. Juli vorgesehen. Die Struktur dieser Pläne muss dem vom ICNF erstellten Muster entsprechen, das auf der Website dieser Behörde verfügbar ist.
2 – Handlungssäulen
2.1 – Überwachung und Frühwarnung
Einführung von Überwachungs- und Küstenbeobachtungssystemen (vor Ort und per Fernerkundung) in kritischen Gebieten wie der
Algarve, Cascais und der Costa da Caparica;
eine nationale georeferenzierte Datenbank zur Erfassung und Analyse der Entwicklung der Algen zu erstellen;
Bürgerwissenschaftsprojekte zur Überwachung der invasiven Algen zu fördern, wie beispielsweise das Projekt „Algas na Praia“ der UALG.
2.2 – Operative Reaktion
Ausrüstung und Teams für die mechanische Entfernung von Ablagerungen und natürlichen Ansammlungen der Makroalgen zu mobilisieren;
Ausstattung der Teams mit geeigneten Mitteln zur Beseitigung an den verschiedenen Strandtypen und im Wasser;
Einrichtung regionaler Schnellreaktionsteams mit lokaler Koordination. Durchführung von Pilotprojekten zur Eindämmung;
Einsatz von Ausrüstung und Methoden zur Desinfektion der befallenen Bereiche (Boote, Fanggeräte, schwimmende Strukturen und Tauchausrüstung).
2.3 – Verwertung und Abfallwirtschaft
Untersuchung des Potenzials der Biomasse für Anwendungen wie Düngemittel, Futtermittel, Kompostierung, Biokraftstoffe oder Biokunststoffe, Pharmazeutika und Kosmetika;
Schaffung von Logistikketten für den Transport und die Aufbereitung der Algen unter Nutzung bestehender Infrastrukturen;
Untersuchung und Einrichtung von Zwischenlagerstätten, gegebenenfalls unter Nutzung stillgelegter Salinen, mit Rückgewinnung des zusammen mit den Algen entfernten Strandsandes.
2.4 – Forschung und Innovation
Unterstützung von Forschungsprojekten zur Biologie, Ökologie und zu den Ausbreitungswegen der Art;
Förderung von Partnerschaften mit Universitäten und Technologiezentren zur Entwicklung von Lösungen zur Eindämmung und Verwertung.
2.5 – Institutionelle Koordination und Bürgerbeteiligung
Einrichtung einer nationalen Arbeitsgruppe mit Vertretern der wichtigsten öffentlichen und wissenschaftlichen Einrichtungen;
Einbeziehung von Kommunen, Fischergemeinden, der Tourismusbranche und Bürgern in Sensibilisierungskampagnen und lokale Maßnahmen.
Ausarbeitung eines Plans zur Bekämpfung, Eindämmung und Überwachung der Alge;
3 – Nationale Arbeitsgruppe
Die Umsetzung der Strategie wird durch eine interinstitutionelle Arbeitsgruppe gewährleistet, die von der Portugiesischen Umweltagentur (APA) koordiniert wird und an der folgende Einrichtungen beteiligt sind:
ICNF – Institut für Naturschutz und Forstwirtschaft, IP;
CCDR (konkret bei der Gründung der Arbeitsgruppe zu benennen);
Metropolregion Lissabon (AML);
Universitäten (die zum Zeitpunkt der Gründung der Arbeitsgruppe konkret benannt werden);
DGRM – Generaldirektion für natürliche Ressourcen, Sicherheit und maritime Dienste;
Kommunen der betroffenen Küstengebiete (die zum Zeitpunkt der Gründung der Arbeitsgruppe konkret benannt werden);
Tourismusregion
Algarve;
Turismo de Portugal, IP;
Interkommunaler Verband der
Algarve (AMAL).
4 – Erwartete Ergebnisse
Verringerung der ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen von Rugulopteryx okamurae in mehreren Küstenregionen;
Verbesserung der Vorausschau- und Koordinationsfähigkeit in den betroffenen Gebieten;
Verwertung der Biomasse durch kreislaufwirtschaftliche und wirtschaftlich tragfähige Lösungen;
Stärkung der Zusammenarbeit zwischen öffentlichen, wissenschaftlichen und kommunalen Einrichtungen;
Festlegung eines übertragbaren nationalen Modells für das Management invasiver gebietsfremder Meeresarten, gegebenenfalls mit einer Gesetzesänderung.
5 – Umsetzung und Bewertung
Die sofortige Umsetzung der Strategie wird empfohlen, insbesondere in Regionen mit höherer Gefährdung und größerer Intensität natürlicher Ablagerungen, wie der
Algarve und dem Küstenstreifen zwischen Oeiras und Sesimbra. Es wird ein kurz- und mittelfristiger Aktionsplan mit Mechanismen zur kontinuierlichen Überwachung, jährlicher Überprüfung und direkter Einbindung der lokalen Gemeinschaften umgesetzt.
Es gibt jedoch im Anschluss an die Nationale Strategie für Naturschutz und Biodiversität bis 2030
(ENCNB 2030) das Gesetzesdekret Nr. 92/2019 vom 10. Juli über die Prävention und das Management der Einschleppung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten, in dem 18 Makroalgenarten aufgeführt sind. In praktischer Hinsicht sind beide Dokumente Instrumente der öffentlichen Politik, die auf den Aufbau eines Systems zur Bewirtschaftung, Kontrolle und Frühwarnung hinsichtlich des Auftretens dieser Arten, die Minimierung ihrer Auswirkungen sowie ihre Ausrottung oder Nutzung als Quellen großer Mengen an Biomasse abzielen.
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Algenausbreitung: Die Plage aus dem Meer
»Die schwedische Geologin Vivi Vajda weist noch auf einen weiteren Aspekt hin: Fast immer, wenn in der Erdgeschichte die großen Ökosysteme zusammenbrachen, waren Algen die großen Gewinner. Als vor 65 Millionen Jahren vermutlich infolge eines Meteoriteneinschlags die großen Dinosaurier ausstarben, haben sich weltweit Mikro-Algen massiv vermehrt. Ebenso, als vor 250 Millionen Jahren - an der Perm-Trias-Grenze - 80 bis 90 Prozent der großen kohlebildenden Sumpfwälder verbrannten und alle Tier- und Pflanzenarten ausstarben. Brennende Wälder, erodierende Böden, starker CO2-Anstieg, massiver Nährstoffeintrag in die Gewässer. Für Vivi Vajda sind die Parallelen unübersehbar: "Auf gewisse Art ahmen wir nach, was bei früheren Massenaussterbeereignissen geschehen ist", so ihr Fazit gegenüber
SWR2 Wissen.«