Ich möchte hier meine Erfahrungen mit Keddy by Europcar – vielleicht sind sie für euch hilfreich.
Im Dezember 2025 sowie im Januar und April 2026 habe ich am Flughafen Faro jeweils für sechs Tage ein Auto bei Keddy by Europcar gemietet. Keddy gehört zur Europcar Mobility Group. Der Mietpreis betrug jeweils rund 164 Franken für sechs Tage.
Da meine Rückflüge ab Faro jeweils bereits um 6 Uhr morgens starteten, erfolgte die Rückgabe ausserhalb der Öffnungszeiten: Auto auf dem Europcar-Parkplatz abstellen und Schlüssel in die dafür vorgesehene Box werfen.
Und dann passierte dreimal dasselbe:
Schliesslich schilderte ich den Fall auch der Schweizer Vertretung von Europcar, mit der ich bei einer früheren Automiete sehr gute Erfahrungen gemacht hatte. Danach ging es plötzlich schnell: Rund eine Woche später teilte mir Europcar Schweiz mit, dass Europcar auch auf die Forderung wegen der Windschutzscheibe verzichte.
Nach drei solchen Fällen und dem damit verbundenen Aufwand erklärte ich mich damit einverstanden, dass K-Tipp über meine Erfahrungen berichtet.
Da online hinter der Paywall, kopiere ich unten den ganzen Text ein.
Mein Fazit für Mietwagen in Faro:
Automiete: Forderungen wegen Schäden müssen belegt werden
Mietwagenfirmen bieten Kunden die Möglichkeit, Autos auch ausserhalb der Bürozeiten zurückzugeben. Falls danach Schäden entstehen, wollen sie die Kunden dafür haftbar machen. Dagegen kann man sich wehren.
An seinem Ferienhaus in Portugal hat K-Tipp-Leser Philippe Welti aus Zürich viel Freude. Doch seine letzten Reisen in den Süden waren mit Ärger verbunden. Verantwortlich dafür ist die Mietwagenfirma Europcar.
Bei einem Aufenthalt in Portugal Anfang April mietete Welti am Flughafen in Faro einen Peugeot 208 bei der Keddy by Europcar – eine Tochterfirma der Europcar Mobility Group mit Sitz in Paris. Mietpreis: 164 Franken für sechs Tage.
Weil Welti für die Heimreise einen Flug am frühen Morgen gebucht hatte, gab er sein Auto ausserhalb der Öffnungszeiten zurück. Diesen Service bieten Europcar und viele andere Autovermieter an. Morgens um fünf Uhr stellte er den Peugeot beim Parkplatz von Europcar am Flughafen Faro ab und warf den Schlüssel in eine dafür vorgesehene Box.
Auf Europcar.de im Internet heisst es, eine Rückgabe ausserhalb der Öffnungszeiten sei «überhaupt kein Problem. Geben Sie einfach einen Abgabetermin bei der Reservierung an». Ähnlich auf dem Portal Sixt.ch des Vermieters Sixt: «Einfach Auto parken, abschliessen, Schlüssel einwerfen.»
Forderung über 117 Franken erhalten
Drei Tage nach Abgabe des Autos erhielt Philippe Welti per E-Mail von Europcar Portugal einen Schadenreport. Darin waren zwei kleine Schäden auf der Frontscheibe vermerkt. Die Firma schrieb Welti, er hafte dafür und könne innert zwei Wochen schriftlich reklamieren – sonst müsse er umgerechnet 117 Franken zahlen für die Reparatur der Scheibe und den administrativen Aufwand der Firma.
Welti bestritt, für die Schäden verantwortlich zu sein. Sie waren auf den Fotos, die Europcar mitlieferte, kaum erkennbar.
Schon bei seinen letzten Reisen nach Portugal hatte Europcar Welti zu Unrecht nachträglich Schäden in Rechnung gestellt. Im März etwa verursachte er an der Stossstange seines Mietautos angeblich eine Delle. Kosten für die Reparatur: rund 180 Franken.
Im Dezember 2025 forderte die Europcar-Vertretung in Faro 260 Franken wegen mehrerer Kratzer am Auto. Doch beide Male belegte Welti mit Fotos, dass die Autos zum Zeitpunkt der Übernahme bereits beschädigt waren. Der Europcar-Kundendienst entschuldigte sich darauf jeweils bei Welti.
Diesmal jedoch hatte der Zürcher Pech. Ausgerechnet den beschädigten Teil der Scheibe hatte er nicht fotografiert. Deshalb hielt Europcar an der Forderung von 117 Franken fest. Der Kundendienst der Firma schrieb ihm: «Wenn Sie sich entscheiden, das Auto ausserhalb der Öffnungszeiten zu retournieren, bleiben Sie für das Fahrzeug verantwortlich, bis es offiziell von einem Vertreter der Mietstation erneut kontrolliert wurde.»
Dabei verwies die Firma auf ihre Mietbedingungen. Bei anderen Autovermietern gibt es ähnliche Klauseln, etwa bei Avis und Sixt.
Mieter haftet nur für eigenes Verschulden
Rechtlich ist klar: Automieter haften nur für Schäden, die sie selbst verursacht haben. Behauptet die Mietwagenfirma, ein Kunde habe ein Fahrzeug beschädigt, muss sie dies belegen. Sobald ein Mieter das Auto zurückbringt, geht es in den Einflussbereich der Mietwagenfirma über.
Karolina Wojtal vom Europäischen Verbraucherzentrum sagt: «Der Mieter haftet grundsätzlich nur für eigenes Verschulden. Alles Andere fällt in den Risikobereich des Vermieters. Er kann sich als Eigentümer des Fahrzeugs durch entsprechende Versicherungen gegen solche Schäden absichern.»
Philippe Welti wandte sich schliesslich an Europcar Schweiz. Zwei Wochen später kam die Antwort: Man habe nach abschliessender Prüfung des Falls mit den zuständigen Stellen in Portugal «entschieden, die geltend gemachte Schadenforderung nicht weiterzuverfolgen». Fazit: Es hat sich für Welti gelohnt, sich gegen die Forderung zu wehren.
Im Dezember 2025 sowie im Januar und April 2026 habe ich am Flughafen Faro jeweils für sechs Tage ein Auto bei Keddy by Europcar gemietet. Keddy gehört zur Europcar Mobility Group. Der Mietpreis betrug jeweils rund 164 Franken für sechs Tage.
Da meine Rückflüge ab Faro jeweils bereits um 6 Uhr morgens starteten, erfolgte die Rückgabe ausserhalb der Öffnungszeiten: Auto auf dem Europcar-Parkplatz abstellen und Schlüssel in die dafür vorgesehene Box werfen.
Und dann passierte dreimal dasselbe:
- Einige Tage nach der Rückgabe erhielt ich – inzwischen wieder in der Schweiz – eine E-Mail von Europcar. Man habe am Fahrzeug einen Schaden festgestellt, für den ich haftbar sei.
- Bei den ersten beiden Anmietungen konnte ich anhand meiner Fotos widersprechen. Da ich Journalist bin, wandte ich mich zusätzlich an die Medienstelle von Europcar, zunächst in Paris. Später nahm ich auch den CEO von Europcar CC in den Verteiler auf. Daraus entwickelte sich ein längerer Mailverkehr mit einem Europcar-Repräsentanten in London.
In beiden Fällen entschuldigte sich Europcar schliesslich bei mir. Es habe sich um einen «Irrtum» gehandelt, die Forderungen wurden zurückgezogen.
- Beim dritten Mal ging es um einen angeblichen Schaden an der Windschutzscheibe. Europcar bestand zunächst darauf, dass ich dafür hafte. Als Beleg erhielt ich ein unscharfes bzw. verwackeltes Foto der Scheibe, auf dem ich selbst keinen Kratzer erkennen konnte. Ausgerechnet von diesem Bereich der Windschutzscheibe hatte ich jedoch kein eigenes Foto.
Schliesslich schilderte ich den Fall auch der Schweizer Vertretung von Europcar, mit der ich bei einer früheren Automiete sehr gute Erfahrungen gemacht hatte. Danach ging es plötzlich schnell: Rund eine Woche später teilte mir Europcar Schweiz mit, dass Europcar auch auf die Forderung wegen der Windschutzscheibe verzichte.
Nach drei solchen Fällen und dem damit verbundenen Aufwand erklärte ich mich damit einverstanden, dass K-Tipp über meine Erfahrungen berichtet.
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Da online hinter der Paywall, kopiere ich unten den ganzen Text ein.
Mein Fazit für Mietwagen in Faro:
- Es lohnt sich, gegen solche Forderungen vorzugehen.
- Auch der Rückgabe ausserhalb der Öffnungszeiten das Fahrzeug unmittelbar vor dem Abstellen sehr gründlich fotografieren – wirklich von allen Seiten und aus der Nähe, einschliesslich Windschutzscheibe, Felgen, Reifen und Dach. Idealerweise zusätzlich ein kurzes Video rund ums Auto machen.
Automiete: Forderungen wegen Schäden müssen belegt werden
Mietwagenfirmen bieten Kunden die Möglichkeit, Autos auch ausserhalb der Bürozeiten zurückzugeben. Falls danach Schäden entstehen, wollen sie die Kunden dafür haftbar machen. Dagegen kann man sich wehren.
An seinem Ferienhaus in Portugal hat K-Tipp-Leser Philippe Welti aus Zürich viel Freude. Doch seine letzten Reisen in den Süden waren mit Ärger verbunden. Verantwortlich dafür ist die Mietwagenfirma Europcar.
Bei einem Aufenthalt in Portugal Anfang April mietete Welti am Flughafen in Faro einen Peugeot 208 bei der Keddy by Europcar – eine Tochterfirma der Europcar Mobility Group mit Sitz in Paris. Mietpreis: 164 Franken für sechs Tage.
Weil Welti für die Heimreise einen Flug am frühen Morgen gebucht hatte, gab er sein Auto ausserhalb der Öffnungszeiten zurück. Diesen Service bieten Europcar und viele andere Autovermieter an. Morgens um fünf Uhr stellte er den Peugeot beim Parkplatz von Europcar am Flughafen Faro ab und warf den Schlüssel in eine dafür vorgesehene Box.
Auf Europcar.de im Internet heisst es, eine Rückgabe ausserhalb der Öffnungszeiten sei «überhaupt kein Problem. Geben Sie einfach einen Abgabetermin bei der Reservierung an». Ähnlich auf dem Portal Sixt.ch des Vermieters Sixt: «Einfach Auto parken, abschliessen, Schlüssel einwerfen.»
Forderung über 117 Franken erhalten
Drei Tage nach Abgabe des Autos erhielt Philippe Welti per E-Mail von Europcar Portugal einen Schadenreport. Darin waren zwei kleine Schäden auf der Frontscheibe vermerkt. Die Firma schrieb Welti, er hafte dafür und könne innert zwei Wochen schriftlich reklamieren – sonst müsse er umgerechnet 117 Franken zahlen für die Reparatur der Scheibe und den administrativen Aufwand der Firma.
Welti bestritt, für die Schäden verantwortlich zu sein. Sie waren auf den Fotos, die Europcar mitlieferte, kaum erkennbar.
Schon bei seinen letzten Reisen nach Portugal hatte Europcar Welti zu Unrecht nachträglich Schäden in Rechnung gestellt. Im März etwa verursachte er an der Stossstange seines Mietautos angeblich eine Delle. Kosten für die Reparatur: rund 180 Franken.
Im Dezember 2025 forderte die Europcar-Vertretung in Faro 260 Franken wegen mehrerer Kratzer am Auto. Doch beide Male belegte Welti mit Fotos, dass die Autos zum Zeitpunkt der Übernahme bereits beschädigt waren. Der Europcar-Kundendienst entschuldigte sich darauf jeweils bei Welti.
Diesmal jedoch hatte der Zürcher Pech. Ausgerechnet den beschädigten Teil der Scheibe hatte er nicht fotografiert. Deshalb hielt Europcar an der Forderung von 117 Franken fest. Der Kundendienst der Firma schrieb ihm: «Wenn Sie sich entscheiden, das Auto ausserhalb der Öffnungszeiten zu retournieren, bleiben Sie für das Fahrzeug verantwortlich, bis es offiziell von einem Vertreter der Mietstation erneut kontrolliert wurde.»
Dabei verwies die Firma auf ihre Mietbedingungen. Bei anderen Autovermietern gibt es ähnliche Klauseln, etwa bei Avis und Sixt.
Mieter haftet nur für eigenes Verschulden
Rechtlich ist klar: Automieter haften nur für Schäden, die sie selbst verursacht haben. Behauptet die Mietwagenfirma, ein Kunde habe ein Fahrzeug beschädigt, muss sie dies belegen. Sobald ein Mieter das Auto zurückbringt, geht es in den Einflussbereich der Mietwagenfirma über.
Karolina Wojtal vom Europäischen Verbraucherzentrum sagt: «Der Mieter haftet grundsätzlich nur für eigenes Verschulden. Alles Andere fällt in den Risikobereich des Vermieters. Er kann sich als Eigentümer des Fahrzeugs durch entsprechende Versicherungen gegen solche Schäden absichern.»
Philippe Welti wandte sich schliesslich an Europcar Schweiz. Zwei Wochen später kam die Antwort: Man habe nach abschliessender Prüfung des Falls mit den zuständigen Stellen in Portugal «entschieden, die geltend gemachte Schadenforderung nicht weiterzuverfolgen». Fazit: Es hat sich für Welti gelohnt, sich gegen die Forderung zu wehren.
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