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Darts: (PDC Autumn Series, Turniere und anderes)

Da @Farbenzeit ja arbeiten muss, springe ich mal in die Bresche.
Heute Nachmittag stand das Duell von Gabriel „Gaga“ Clemens gegen Wessel Nijmann an, in dem der Deutsche klarer Außenseiter war. Am Ende stand ein überraschender 3:0 Sieg für Clemens, der damit einige wichtige Euro für den dauerhaften Erhalt seiner Tourcard mit ins neue Jahr nimmt und in der nächsten Runde vermutlich gegen Luke Humphries spielen „darf“.
Zum Spiel: Nijmann traf nur 4 von 20 Doppeln, kam in den 13 Legs aber auf 5 180er und 12 140er die zeigten warum er zuletzt oft Spiele mit dreistelligen Averages gewann. Im dritten Satz eröffneten beide ein Leg mit einer 180 und brachten die Zuschauer ordentlich in Stimmung, am Ende konnte Gaga dank seines guten Timings den Sieg feiern.

Wer den kompletten Bericht der Nachmittgssession nachlesen möchte, kann dies z.B. hier tun:
 
Da @Farbenzeit ja arbeiten muss, ....damit einige wichtige Euro...
:-D

Jaja...das ein oder andere Match hätte ich ja schon gerne gesehen...

ps: hab mir grade dieses epische Spiel Evans-Wade in der Wiederholung noch angeschaut...Du meine Güte, was für ein Thriller...

ich danke Dir, @Duisburger fürs Aushelfen hier.
Ich freu mich jetzt auf die Abendsession.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das extrem starke Jungtalent Gian Van Veen aus den Niederlanden gegen den Schotten Alan Soutar.
Dem gelingt ein Satzgewinn, aber dann dreht Van Veen immer weiter auf, der Schotte busted zum nächsten Satz und van Veen ist zur Stelle,
nach dem zweiten holt er dann mit dem insgesamt zum neunten! Mal gefangenen Big Fish im Turnier den dritten Satz.
Er ist quasi nicht zu bremsen, schraubt sich auf einen 108er Average, da kann auch Soutar mit guten 95 nicht mithalten.
Van Veen rast aufs Finish zu, der erste Matchdart sitzt. 3:1 macht er den Schotten platt. Das ist die neue Ära, so wird heute gespielt...

Kann da das nächste Spiel noch mithalten?

Nathan Aspinall trifft auf Leonard Gates, den US-Amerikaner- der Showman besiegte zuvor Mickey Mansell.
Der Engländer lässt Gates nur das erste leg, holt Satz 1. Das folgende leg spielt der Texaner aber wieder gut, aber wie auch schon zuvor
spielt The ASP den Satz routiniert durch und macht auch das 2:0. Gates macht seine erste 180 im Match, checkt mal ein leg.
Aber auch das soll das letzte sein im Satz, Aspinall macht seinen Matchdart. Es hat nicht sein A-Game gebraucht,
solide mit knapp 92 im Schnitt und 3:0 ist er eine Runde weiter.
Fazit: ordentlich, aber nicht spektakulär, die Nerven durften sich mal ein bisschen erholen.

Jetzt wieder eine ungewöhnliche Paarung: Luke Humphries gegen den 71jährigen Paul Lim, der seine 28. WM spielt.
Der älteste Spieler, der je ein Spiel bei der Darts-WM gewinnen konnte - er ist auch eine der beliebtesten und sympathischsten Figuren.

Die Legende startet mit 180, auch der Ex-Weltmeister kann das natürlich.
Nach dem ersten leg für Humphries verpasst Lim knapp das High- Finish.
Lim über 90! im Average, aber Humphries könnte den soeben aufgestellten Rekord von Van Veen direkt wieder einstellen!
Er macht seinem Status alle Ehre und lässt seinem Gegner keinen Satz.

Der "Singapur Slinger" kann dann aber nach ein paar Patzern doch das Ehrenpünktchen erringen! Und wird frenetisch abgefeiert vom Publikum.
Dann aber macht der Favorit wie erwartet aus.
Auch Humphries ist emotional total ergriffen. Das war jetzt auch echt mal wieder was ganz Anderes und sehr besonders.

Dann abschließend:
Charlie Manby, ein weiterer spannender englischer Jungstar gegen den "Reaper", den Bestatter aus Amerika.
Der 20jährige warf zuvor Cameron Menzies mit einem 3:2-Sieg aus dem Turnier, woraufhin der sich ja in einem Wutausbruch die Hand blutig schlug.
Der Amerikaner ist mit einem Schnitt von unter 80 deutlich unterlegen, nur 2 legs kann er erringen.
Der erste Matchdart von "Champagne" sitzt sofort, beeindruckend lässig spielt er durch zum 3:0.
Und gegen Ricky Evans wird er dann in Runde 3 stehen.
 
So, die ersten beiden Spiele zugunsten von Weihnachtsbesuchen bei Nachbarn verpasst,
wobei da auch ein Stockwerk höher beim Sohnemann schon von der Straße aus im Fernseher eine Scheibe zu sehen war...

Ryan Meikle : Jonny Tata Der Neuseeländer muß sich gegen den Engländer geschlagen geben mit knappen 2:3.
Callan Rydz : Daryl Gurney: auch hier geht es mal wieder in die Verlängerung, ein starker Schlußspurt von The Riot
beschert dem dann im fünften Satz und mit dem achten leg den Sieg gegen "Superchin".
Damit der 15.te gesetzter Spieler nach Runde 2 raus, das schlägt den Rekord von 14 im letzten Jahr

Jetzt also:
Das unglaubliche Duell von Jermaine Wattimena gegen Scott Williams.
Beides für mich nicht die Sympathieträger, aber passend zusammengekommen.
Die knallen sich grade gegenseitig die Scores und Checks um die Ohren.
Wattimena schafft es aber, den Engländer einzudämmen. Trotz zweimaligem Decider gelingt es dem Machine Gun, der seinem Namen alle Ehre macht, ein 2:0 in Sätzen zu stellen. "Shaggy" kann aber im dritten ein 2:1 hinbiegen, Wattimena läßt leicht nach, der über 100er Average sinkt geringfügig.
Sofort ist der Engländer zur Stelle, schnappt sich den Satz. 4 legs in Folge hat er nun. Brutal: mit Tops, Tops macht er das 2:0.
Wattimena kommt grad nicht bei. Der Ausgleich! Es geht in den entscheidenden 5. Satz...Wattimena dreht auf, leg-Ausgleich,
Williams nochmal mit 6 perfekten Darts...und dann macht's doch der Niederländer.
Ein bisschen erleichtert bin ich schon, das Macho-Gehabe von Williams fand ich nicht so dolle.

"Unser" Arno Merk hat die Ehre, gegen Vintage Peter Wright zu spielen. Mit einem Christmas- Song läuft der ein.
Auf jeden Fall natürlich der Publikumsliebling. Ich jetzt auch ein wenig hin-und hergerissen, bin auch ein bekennender großer Snakebite-Fan.
Das lila Outfit, in dem er letztes Jahr im Achtelfinale Humphries schlug.
Hat wieder mal ein anderes Dart-Set eingepackt, nicht die, mit denen er die ganze Woche spielte.
Arno Doppel 16, Doppel 8! zum 1:0. Nach dem Bust von Peter durch das falsche Doppel macht der junge Mann aus Peine das Break.
Und checkt die 122! Damit der erste Satz klar an den Deutschen. Wow, was für ein Auftakt!
Und wieder das falsche Doppel von Wright...aber er holt sich noch das leg.
Merk gleicht mit aus. Das dritte Set Pfeile kommt bei Snakebite zum Vorschein. Nützt nix, Arno breakt wieder mit nem 13Darter...
Und dann klappt's auch mit Satz 2. Die erste 180 hilft Peter leider auch nicht, wieder geht der deutsche in Führung, das nächste leg allerdings mal an den Schotten. Ein weiteres Highfinish, die 104 bringt Merk das 2:1, Wright noch bei 305! und mit einem 12Darter, beschleunigt durch ein Maximum kann er sich dann auch den dritten Satz zum 3:0-Sieg holen. Klasse! Mit einem 92er Schnitt dem Schotten deutlich überlegen.
Der hatte schon vor dem Spiel geäußert:
„Es ist immer hart, wenn man gegen einen Spieler spielt, den man kaum kennt- vor allem mit meinen Statistiken. Das ist nicht gut."
Vor dem Turnierstart war Merk noch die Nummer 166 der Welt, durch den Sieg springt er nun auf Rang 99 und hat satte 35.000 Pfund (40.000 Euro) an Preisgeld sicher.
Somit stehen 4! deutsche Spieler in Runde drei, der Peiner folgt seinen "Kollegen" Martin Schindler, Ricardo Pietreczko und Gabriel Clemens.
 
So, weiter geht's im Darts- Zirkus...
Am Dienstag Abend konnte ich leider nur zwischen Kochtopf und Fernsehbildschirm hin und her switchen...

Das waren die Ergebnisse, zu sehen bei

Wir haben viele großartige Spiele gesehen, aber DAS Ding war Hood gegen Noppert. Das hat wirklich alles getoppt, besser geht es nicht, oder?
Das war mehr als ein Krimi. Das war episch...bis zum Sudden Death haben die zwei das Match auf die Spitze getrieben.
Ich hab jetzt keinen Video- Link auf die Schnelle gefunden, hier nochmal eine gute Beschreibung:
Was soll danach eigentlich noch kommen? So würde man sich das Finale wünschen.

Anderson in Folge dann natürlich auch echt toll gegen Scutt, auch da hat der Schotte sich selbst übertroffen mit einem 105er Average
und so den Sieg eingeholt. Die anfänglich schwache Doppelquote konnte er dann doch noch zu seinen Gunsten aufbauen.
Van Gerwen wieder top in Form kann den wirklich starken Iren O'Connor schlagen, der an diesem Abend aber nicht genügend in Fahrt kam.
Das letzte Spiel geht dann an Rock, das war nicht so sehr überraschend gegen den Australier, der Niko Springer in Runde 1 aus dem Turnier nahm.
"Rocky" warf einen starken Average von 101,33 und traf knapp 43 % seiner Doppel.

Nun also weiter im Programm, auf 4 Sätze wird jetzt in Runde drei weiter gespielt.
"Wir" haben noch die Hälfte der gestarteten acht Deutschen mit dabei.

Und gerade macht Wesley Plaisier den "Polnish Eagle" platt, diese niederländische Dampfwalze ist auch unglaublich.
Krzysztof Ratajski wehrt sich aber tapfer und kann zum 1:1 in Sätzen ausgleichen. Leider vergibt er den Check-Out zum 2:2 in legs
und Plaisier schnappt sich auch Satz 3. Und direkt den nächsten...gnadenlos pfeffert er die Pfeile ins Board. 2 Highfinishs und ein Break vom Polen bringen ihn nochmal in Vorteil. Beide spielen weit über 90, nahe 100. Und Ratajski vergibt auf Tops.
Er schafft es in einem dramatischen Aufbäumen, den 117er Check, noch, das 2:3 zu holen. Und er gibt alles, hat Anwurf zum Ausgleich!
Aber Plaisier holt das Break und wirft zum Match an...und beginnt mit 140., Nagelbeißer!!! Ein Hin und Her, der Pole übersteht 3 Matchdarts und mit 3:3 gehts in den Decider...Im siebten Satz kann Ratajski dann doch zum ersten Mal noch die Führung erlangen. Und er schafft es wirklich ganz zum Schluß!!!
Toll hingebogen.
Nach dem dicken Rückstand hat's vielleicht die Erfahrung und die Coolness gemacht und dass Plaisier die Doppel doch mal ausgelassen hat.
Na, der Nachmittag fängt ja gut an.

Gilding und Woodhouse betreten die Bühne. Auch ein alteingesessener Spieler gegen einen der jungen Stürmer.
Der aber extreme Doppelschwäche zeigt und bald steht es 1:1 in Sätzen. Aber Woodhouse stabilisiert sich außerordentlich, spielt einfach vorneweg, Gilding kriegt seit 4 legs keinen Dart mehr aufs Doppel. Weit überlegen auch in Schnitt und Doppelquote zieht "Woody" davon. Mit 3:1 geht er in Satzführung. Im fünften Satz kann Gilding den 7-leg-Lauf seines Gegners nochmal stoppen, aber doch ein 4:1 für den nun auf Platz 20 der Welt rangierenden Jungstar. Der nun als nächstes mit Ratajski klarkommen muss.

Jonny Clayton, der ja ein Freilos hatte durch die Suspendierung von Dom Taylor, tritt nun noch an gegen Niels Zonneveld. Den hat der Waliser seit 6 Jahren nicht mehr auf der Bühne besiegt. Es ist ein starker Beginn von Beiden, ein schnelles Spiel. 116 müssen bei Johnny raus, der Linkshänder Zonneveld spielt einen 106er Schnitt! Schon die 4. 180 für ihn. Aber auch Clayton haut drauf. Und holt den ersten Satz! Der Niederländer kann aber ausgleichen.
Nach einem Patzer von "Triple Z" nutzt Clayton die Doppelschwäche seines Gegners aus und bekommt Satz 3. Wirft nochmal ne 180 rein.
126er Bullcheck von Zonneveld fürs Break im 4. Satz. wenn auch beide Spieler einen unterschiedlichen Stil haben, ist das Niveau doch gleich hoch. Eindeutige Entscheidungen sind in dieser Runde nicht mehr vorgesehen. Der Satzausgleich fällt...
Clayton braucht noch diese achte 180 fürs 1:1, das erste leg ging an Zonneveld. Hart umkämpft gelingt dem Frettchen auch der fünfte Satz.
Wir haben schon 17! 180er im Spiel. Die 18. fällt durch Clayton. Trotzdem der 11 Darter zum Satzausgleich für den Niederländer. 24x die 140 hat er schon geworfen. Aber Clayton wirft an zum Match. Und auf den allerletzten Drücker schafft er es und ist auch wirklich erleichtert!

Jetzt geht's looos...

"Dirty Harry" gegen "Pikatchu"

Pietreczko hat ja schon ein großartiges Match gegen Chizzy hinter sich, es wird sich zeigen, ob er auch den Schweden Harrysson knacken kann...
leichte Lose gibt es natürlich jetzt nicht mehr, aber es hätte viel Und sein erstes Highfinishleicht schlimmer kommen können. Wir werden sehen.
Harry startet nice mit einer 180, Ricardo nimmt die 140. Sauber checkt der Schwede das erste leg. Und fängt wieder mit nem Maximum an.
Leg 2 an den Deutschen, mit einem tollen 158er Finish. Aber Harrysson zieht gnadenlos durch, die kleinen "Fehler" von Ricardo werden sofort bestraft. Schade, er schlägt sich wacker. Aber der Wikinger ist so präzise im Scoring und auch auf den Doppeln, da reicht's einfach nicht. Eine Doppel18 zum 116ener Highfinish rettet Pikatchu. Und holt sich noch leg 2. Und ja, auch der Satz klappt. Aber kein einziger Wurf aufs Doppel im nächsten Satz...
Da liegt einfach eine zu große Kluft dazwischen. Mit viel Glück eine 1:0 Führung im 6. Satz kann Ricardo noch schaffen. Läßt dann aber nochmal liegen...
Beim Schweden die sechste 180. Dann sein erstes Highfinish, es bringt ihn zum Anwurf für den Sieg.
Und der zweite Matchdart sitzt, "Dirty Harry" ist im Achtelfinale!

Stephen Bunting nimmt es auf gegen: James Hurrell, den "Hillbilly", "The Bullet" hat bei einem Floor- Turnier bereits gegen ihn gesiegt.
Die Kugel schlägt sofort ein, erstes leg an Bunting. Der sackt aber auf einen 84er Average, während sein Gegner aufdreht und sich den ersten Satz schnappt. Und er zieht er das weiter stark durch, irgendwie kommt Hurrel aufs 2:0 in Satz 2, Bunting hechtet hinterher, kann aber das Rebreak holen.
Und sehr cool auch den Ausgleich auf 2:2. Und findet plötzlich sein Spiel, mit einem 12Darter nebst 161-Bullcheck schafft Bunting dann den Satzgewinn.
"The Bullet" zeigt, was er kann und auch wenn Hurrell im Average noch drüber liegt und hart kämpft, führt der Favorit 2:1. Der "Hillbilly" gibt aber nicht auf, breakt und stellt sich 2:0 in legs. Der Kampf um den Satz geht an Hurrell.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und auch der nächste, Bunting jetzt wirklich unter Zugzwang. Die Nummer 4 der Welt hat richtig Stress.
Hurrell- mit über 99 Average, eine super Checkout- Quote- hat noch ein leg bis zum Sieg, die nächste Sensation bahnt sich an!
Aber es geht noch in den Decider! Bunting holt den 6. Satz, die Menge tobt. Ist das alles zu glauben...
in legs würde Hurrell 16 zu 12 führen...und führt...ein leg noch. Matchdarts!!! Der "Hillbilly" kickt Bunting raus.
 
Nun noch- vielleicht- ein interessantes Ding: Weltmeister Luke Littler gegen Mensur Suljovic.
59 Plätze in der Weltrangliste trennen die Beiden.
Aber Luke scheint's jetzt auch direkt anzugehen, zu heftig waren ja dann die andern Spiele zum Teil. Das wird er nicht riskieren wollen.
Mensur auch schon mit einem Maximum. Aber es geht wie zu erwarten sehr schnell, trotz der zweiten 180 für Mensur.
Knapp 6 Minuten für den ersten Satz hat Littler gebraucht. "The Gentle" spielt nicht schlecht, fast 100 jetzt auch im Schnitt, aber das 2:0 im zweiten Satz ist schon geschrieben, Littler mit über 10 Punkten mehr. 2:0 auch in Sätzen nach einer guten Viertelstunde.
Mensur macht sein erstes leg und natürlich seine Spielchen. Und noch eins für den Decider. Das Publikum weiß es zu feiern.
Littler ist richtig sauer. Und Suljovic genießt es. Littler versucht noch, seinen Schnitt- Rekord einzustellen.
Mensur schafft ein weiteres leg. Und hat auch insgesamt eine gute WM abgeliefert. Er kann zufrieden sein.
Littler läßt doch echt den Matchdart liegen. Aber der zweite sitzt natürlich.
Mensur verabschiedet sich trotz allem würdevoll mit einem über 96 Average.
 
Auftakt heute:
Schindi steht im Ring, Gegner "Heavy Metal" Ryan Searl.
Ein kleines Problem von Deutschlands Nr.1: manchmal kommt er schwer ins Spiel. Kein schlechter Einstieg heute, aber er ist noch schwach auf die Doppel, Ryan auch nicht viel besser, aber er hat's genutzt, um den ersten Satz zu holen. Er baut weiter auf, ein Highfinish 151. Und geht souverän mit zwei Sätzen in die Pause. Schindler kann seine Doppelquote nicht verbessern, auch leider immer wieder Ausreißer im Scoring. Martin versucht das Rebreak, aber Searl weiter stark, bei 98 im Average, weiter steigend. Und trifft seine Tops. Zu groß ist die Lücke, die da klafft, 3:0, ganz schnell ist Searl da. 9:2 in legs führt er, jetzt schon 6 legs in Folge. Er läßt nichts mehr liegen und mit einem mit 11 Punkten höherem Schnitt wirft der Engländer zum Match an.
Ein bisschen spannender hätte ich es mir schon erwartet, der Deutsche hatte Searl ja auch schon geschlagen.
Aber das Niveau der WM ist einfach so hoch, da können "unsre" Jungs leider, leider realistisch betrachtet nicht mithalten.
Nach einer guten halben Stunde ist der Traum aus.
 
Nun Australien gegen England:
Ex- Weltmeister Robb Cross (der 2018 als Debütant gewann) gegen Damon Heta.
Beide Spieler sind gut drauf. Cross zieht sich den zielstrebig den ersten Satz. Bei fast 100 im Schnitt ist er leicht im Vorteil,
Heta hängt ihm aber eng auf den Fersen. Die erste 180 fällt für Cross. Und schnell drauf auch für Heta ein Maximum.
Beide ähnlich im Spiel, aber die Doppelquote bei Heta ist nicht befriedigend. Und so kann Cross auch den zweiten Satz nehmen.
Dann endlich mal ein Break von Heta und Anwurf zum Satz. Aber wieder daneben, es geht in den Decider.
Heta vergibt erneut, Cross macht perfekt aus. 3:0 in Sätzen für "Voltage".
Mehr als mal ein leg ist für Heta nicht mehr drin, Anwurf zum Sieg für Cross.
Heta hat gekämpft, aber im entscheidenden Moment konnte er nicht zumachen.
Leider auch ein hartes Ergebnis unterm Strich, 4:0. So wird Cross im Achtelfinale auf Luke Littler treffen.
 
Nun ein angekündigt schnelles letztes Spiel.
"Flying Scotsman" Gary Anderson gegen Jermaine Wattimena, und die zwei feuern die Pfeile ins Bord. Anderson holt per Break Satz 1.
Das ist wirklich ein Knaller. Wattimena trotz bereits 3 180ern hinten. In wenigen Minuten.
Die Warnung der Kommentatoren, nebenbei keine kurzen Tätigkeiten einzuflechten, waren berechtigt. Meine Güte, Wattimena prescht im nächsten Satz ungebremst vor. Gary hat aber eine fantastische Doppelquote, über 70%! 2:1 für den Schotten. Man darf sich gar nicht vorstellen, was passieren würde, wenn er richtig trainieren würde...:fies: 2 Highfinishes macht er noch. "The Machine Gun" nutzt einen der wenigen Doppelfehler und wirft für den Satz an, vergibt aber und Gary checked- 3:1 in Sätzen. Da soll mal noch einer was gegen Altherren-Dart sagen...
Aber der Niederländer bäumt sich nochmal auf. Führt 2:0 im 5. Satz, Anderson holt auf. Der Matchdart geht in die Doppel8 statt Doppel16 und der zweite und dritte dann daneben. Wattimena macht seine 87 aus und holt damit den nächsten Satz. Gary patzt auf seine Doppel, aber er holt dann doch noch das 2:2 im 6. Satz. The Flying Scotsman lässt wieder aus! Verdient geht das Spiel in den 7. Satz...6 Perfekte vom Schotten fallen noch. Die hauen sich hier die 180er um die Ohren! Mit Bull macht Wattimena aus, 2:2 im 7. Satz. Ist das zu glauben??? Die Show geht weiter. Die 11. 180 von Gary...Und wieder Ausgleich!
12. 180 vom Schotten und verpasst den 9Darter um ein Haar!!!!! Das 7. Maximum für ihn allein in diesem Satz. Und dann holt Anderson den Sieg!
Wie war das? Kommentar: "In Germany we call it a Krimi". Mensch, was für ein Ding!
Das Noppert-Hood Spiel und dieses hier- die absoluten Highlights bisher!
 
heute Abend haben wir: Gian Van Veen gegen Madars Razma.

Kaum begonnen, schon ist der erste Satz eingesackt, Van Veen wie erwartet sehr stark, bei einem Schnitt von 102 aktuell.
Razma aber auch bei einem knapp 100er Average. Der König der Treble 19. Hat auch schon eine 109 rausgenommen.
Eine 180 folgt auf die des Gegners. Aber der junge Niederländer macht das klinisch und zieht mit 2 Sätzen davon, lässt dem Letten nur 2 legs,
geht 3:0 in Führung. Razma nur Statist, der seine zweite 180 abfeiert als kleines Highlight. Seine Chance auf ein Shanghai-Finish vergibt er dann aber.
Trotzdem gelingt ihm dieses dritte leg. Und sogar das Break, obwohl ihm noch ein Dart wegspringt. Hochmotiviert die nächste 180 für den Letten.
Und er holt den vierten Satz für sich mit 3:0 in legs. Van Veen macht grad ne Pause, die Zahlen nicht wie zuvor hoch, aber das erste leg geht doch an ihn.
Razma noch ein Maximum, aber keine Chance. Der Niederländer macht das jetzt flott zu, 3:1 das Endergebnis.

Nun wieder einer der verbliebenen Deutschen:

Saarländer Gabriel "Gaga" Clemens gegen den Ex- Weltmeister und Nr. 2 der Weltrangliste: Luke Humphries.
Kann er an seinen Erfolg in der WM 23 anknüpfen? Da erreichte er das Halbfinale,
schon nach der Sensation als erster Deutscher im Viertelfinale zu stehen.
Andere mutmaßen heute lediglich über die Höhe des Verlusts...
Wir hoffen, dass er wenigstens sein Power-Scoring auspacken kann und sich tapfer schlägt.
Ein leg ist drin, aber dann das Break von Humphries. Nicht ganz chancenlos, muss der "German Giant" aber doch den ersten Satz abgeben.
Eine zweite deutsche 180 fällt noch. Leider der Checkout vergeben. Aber dann im zweiten Versuch doch das leg.
Auch Humphries jetzt mit einem Maximum. Das nächste von Clemens, aber er vergibt wieder die Check-out-Chance und
Humphries bekommt auch den zweiten Satz. Präzise spielt er sein Spiel durch. "Cool Hand" wird seinem Namen gerecht.
Clemens zwar immer mit einem Treble, aber da liegen einfach Klassen dazwischen.
Dann mal ein Highlight aus dem Saarland, die 125 über Bull gecheckt! Und eine dritte 180 hinterher.
Dann fällt das Break für ihn, aber für den Satz reichts dann doch nicht. Schade, einen hätte man ihm doch fürs Kämpfen gegönnt.
Noch ein tolles leg mit Bullcheck für Gaga, fast 102 spielt er grade. Und, jaaa! Ein Satz! Das war wohl der Knackpunkt.
Und er powert weiter, holt sich das 4. leg in Folge. 17 140er hat er schon- und jetzt die 6. 180. Es folgt der 11Darter.
Na, da hat sich das doch zu einem wirklich spannenden Spiel entwickelt. Und fordert seinen Gegner richtig.
Der macht den 10. Big Fish! Dafür verkürzt Clemens auf 2:3! Wahnsinn. Da hat sich ein heftiges Battle entwickelt.
Gaga mit 11 legs gegen 12...und breakt!!! Und -go, Gaga, go! Und vergibt....dann noch ein Maximum!
Aber Humphries macht es zum Schluß- und ist heilfroh...Mensch, Mensch, Mensch...
Ganz große Darts! So schön hat nicht jeder verloren hier.
 
Und gleich noch einmal ein deutscher Spieler, Arno Merk. Der letzte verbliebene. Und auch da wieder gegen einen großen Namen...
Merk sagte eben im Interview: Wright war zweimaliger Weltmeister, nun steigert er sich gegen einen dreifachen. Humor hat er ja.
MvG: hält immer noch den höchsten WM- Average und nach Taylor die meisten Titel. Und legt los mit einem Break. Und dem flotten 2:0.
Hat schon 2 180er. Merk auch nicht schlecht dabei. Holt ein leg. Und seine erste 180. Zum Satz macht aber "The Green Machine" aus.
Ein verpatztes High- Finish von Merk, Van Gerwen mit der dritten 180. Zehn Punkte drunter liegt der Deutsche im Schnitt,
eine weitere 180 für den Niederländer. Satz zwei auch an Mighty Mike, der wieder erstarkt aus all seinen Krisen hervorgekommen ist.
Da mal ein 145er High-Finish für den Deutschen! Aber direkt der Ausgleich vom Gegner. Und dann doch noch das Shanghai- Finish von Merk! Cool.
Tatsächlich lässt Van Gerwen liegen und Arno gelingt es, Satz 3 zu holen. Leider ein Tropfen auf den heißen Stein,
treffsicher wie eh und je spielt sich Van Gerwen durch. 9 180er hat er schon auf dem Konto, Arno kriegt auch nochmal eine,
nach dem Verkürzen aufs 1:2 im letzten Satz muss er dann aber den zweiten Matchdart ertragen.
Dennoch hat er sich gut geschlagen, wer weiß, was uns da bei dem jungen Mann noch erwartet.
 
Hatte ja nun leider wieder einen vollen Arbeitstag, keine Chance auf die Mittagssession, die es ja wohl wieder in sich hatte.

Der kleine Justin Hood hat Ryan Meikle klar geschlagen mit 4:1, Rapid Ricky hat es nicht geschafft gegen Neuling Charlie Manby, verliert 2:4 und das größte Drama Nathan Aspinell : Kevin Doets mit 3:4 abgegeben!

Evans mit Pompons auf die Bühne, spielt wohl erst ganz nach Plan, dann aber dreht sich das Glück und er kriegt einfach nix mehr gebacken.
Es entgleitet ihm komplett und Evans trifft so gut wie gar kein Triple mehr, spielt plötzlich atemberaubend schlechte Satz-Averages von 73,80 und 64,79 Punkten. Der Weltranglisten-40. zeigt keine Gegenwehr, für den 20 Jahre jungen Manby ist das eine Einladung. Wenige Minuten später hat "Champagne", wie der Debütant genannt wird, den Sieg eingefahren. Evans ist fassungslos über das eigene Spiel, wirft in den letzten Aufnahmen seine Darts ohne jeglichen Siegeswillen und ohne jegliche Präzision auf das Board. Als er von der Bühne geht, deutet Evans auf seine Wurfhand. Er hatte zuletzt teilweise von Zuckungen und Krämpfen in seinen Fingern berichtet. Alles in allem ein bizarrer Auftritt.

Ganz anders verläuft das letzte Spiel der Nachmittagssession: Der in Schweden wohnhafte Niederländer Kevin Doets liefert sich mit WM-Mitfavorit Nathan Aspinall eine spektakuläre Partie - und gewinnt am Ende überraschend mit 4:3 in den Sätzen. Beide Akteure feuern Highlight um Highlight ab. Sagenhafte 8 der ingesamt 30 gespielten Legs werden per Highfinish abgeräumt. Am Ende schafft es Doets mit einem fantastischen Endspurt über die Ziellinie - und damit zum zweiten Mal in Folge ins WM-Achtelfinale.

Dabei hatte die Partie eher gemächlich begonnen: Aspinall geht souverän in Führung, verpasst aber knapp das 2:0 in den Sätzen. Doets greift zu, muss aber im dritten Satz den erneuten Rückstand verkraften. Weil Aspinall aber etliche Darts zur 3:1-Satzführung verpasst, bekommt die Partie eine nicht für möglich gehaltene Dramatik: Doets gleicht zum 2:2 aus - und macht das Spiel zum Spektakel. Daran hat zunächst auch der Weltranglisten-15. Aspinall seinen Anteil, als er ausgerechnet im Entscheidungsleg von Satz fünf das höchstmögliche Finish auscheckt. 170 Punkte, "Big Fish" genannt. Doch der herausragende Moment des zweifachen WM-Halbfinalisten bleibt sein letztes Highlight im Spiel, während Doets noch viele folgen lässt. Die Durchgänge sechs und sieben gehen jeweils mit 3:0 an den niederländischen Außenseiter. Aspinall hat dem Feuerwerk von "Hawkeye" auf die Doppel nichts mehr entgegenzusetzen.

So, jetzt endlich wieder auf der Couch, in der ersten Reihe sozusagen.

Josh Rock gegen Callan Rydz

Rydz musste ja noch den Tod seines geliebten Großvaters kurz vor Weihnachten verkraften, was ihn schon sichtlich mitgenommen hat.

Ein superschnelles Spiel, pro Satz ein paar Minuten...
Ein Highlight:
Rydz macht den 10Darter auf Doppel1!

Beide gut unterwegs, aber Rock schon dominant. Rydz wehrt sich dennoch ordentlich.
Trotzdem macht Rock das zielstrebig, 3:1 führt er. Nach 8 180ern versetzt er aber den Matchdart.
Und Rydz setzt noch das erste 100+ Finish des Spiels.
Dann macht Rock aber doch aus und steht zum 2. Mal in seiner Karriere im Achtelfinale.
Für mich auch einer der potentiellen Littler- Bezwinger.

Dann mal wieder "Hillbilly" Hurrell gegen "Heavy Metal" Ryan Searl.
Searl startet mit einem entspannten 110er Schnitt...aber Hurrell läßt sich nix bieten, 2:2 im ersten Satz steht es schnell.
Ryan holt sich nach einem Fehlwurf des Gegners dann doch den Punkt.
Er hat auch die Nase vorn, wobei Hurrell immer wieder an seinen Hacken klebt.
Aber Searl doch wieder im entscheidenden Moment treffsicherer. Satz 2 geht auch an ihn.
Schnitt bei fast 103, 12 140+ Aufnahmen und eine Doppelquote von über 58%, nicht schlecht, nicht schlecht...
Hurrell bleibt an einer Schraube am Oche hängen! Es passieren wahrlich kuriose Dinge.
Der Hillbilly verpasst Tops fürs Break...
Searl neben Littler (und bis gestern Clemens) der einzige Spieler, der noch keinen Satz abgegen hat!!!
So geht auch der dritte an ihn. Er bricht dieses Jahr seinen WM-Average- Rekord, das Viertelfinale winkt.
Hurrell erringt nochmal ein leg. Aber der zweite Matchdart sitzt für "Heavy Metal". 4:0 macht er das Ding.

Eine dreiviertel Stunde zu flott im Zeitplan und auch das letzte Spiel heute dürfte keine unnötige Längen haben.
Luke "The Nuke" Littler trifft auf "Voltage" Rob Cross.

Cross gewinnt das Ausbullen, startet nicht schlecht, versemmelt dann aber "seine" Doppel18!
Nach 2 relativ unspektakulären Legs für Littler holt sich Cross jetzt auch mal eins, aber am Schnitt muss er noch dringend arbeiten.
So geht Satz 1 nicht überraschend an "The Nuke". Aber mit 109 breakt Cross das Wunderkind. Und kriegt auch sein leg, mit etwas Dusel.
Mit einer 180 geht's für Cross weiter. Und nach einem Drama schafft es Cross wirklich, den Satz zu holen! Yes!
Aber noch scheint das Posen wichtiger als das Spiel, es ist eine eigenartige Atmosphäre.
Littler lässt doch tatsächlich Einiges an Doppeln liegen, aber Cross kann die Chancen leider nicht nutzen.
Und nun das Break von Littler zum Satz 3, mit Bullcheck. Wieder verpasst Cross seine Breakmöglichkeit.
Mal wieder eine 180 für Voltage, aber Littler legt eine nach und holt mit einem weiteren 11Darter noch ein leg.
Und Cross lässt wieder aus. Es ist echt nicht zu glauben. Wann kriegt man schon so viele Chancen vom Weltmeister?
Wenigstens das 1:0 im fünften Satz schafft er noch. Und tatsächlich auch noch das 2:1. Der Decider steht an.
32 180er kann Littler schon im Turnier für sich verbuchen. Aber, ja, Cross knallt die 126 raus. Er stellt auch noch die 1:1 im 6. Satz.
Jetzt läuft das Spiel, wie man es sich eigentlich erwartet hatte. Cross verkürzt auf 2:1, kann dann aber Tops nicht checken.
Aber Littler hat jetzt die Nase voll und das war's dann, der Matchdart sitzt natürlich. Cross blieb zu lange unter seinen Möglichkeiten.

Wir werden sehen, was der Tag morgen zu bieten hat, da sind ja auch noch ein paar Highlights zu erwarten.
 
Nur noch den letzten Zipfel gesehen:

Luke Woodhouse und Krzysztof Ratajski wärmen heute die Bühne auf.
Ersterer trotz 10 180er nur bei gut 91 im Schnitt, verpasst allerdings auch knapp einen Neundarter,
der Pole kämpft sauber und konsequent mit über 96 und bessere Doppelquote. Gewinnt deutlich mit einem 4:2.
Ich gönne es ihm, er muss auch grad etwas Verbesserung erreichen, ist ein wenig abgesackt in der Wertung.
Woody auch toll, aber der ist noch jung und wird seinen Weg machen.
Ratajski zieht damit zum zweiten Mal nach der WM 2021 ins Viertelfinale ein und trifft dort am Neujahrstag auf Luke Littler.
Für den Polen ist es auch deswegen ein besonderes Ereignis, da er am 1. Januar seinen 49. Geburtstag feiern wird.

Nun eins meiner persönlichen Schmankerln:

Johnny Clayton gegen den Wikinger Harrysson. Und der spielt ordentlich auf, faszinierend, wie routiniert er das durchzieht.
Beide gut im Schnitt mit Mitte 90, beide über 40% Doppelquote. Es geht ein bisschen hin und her, der Schwede schafft sogar einen 2:1 Satzvorsprung.
Leider verpasst er dann 4 Darts auf Doppel, nach etwas Zittern holt Clayton das 2:2. Aber es ist tatsächlich ein Spiel auf Augenhöhe.
3. Ton+Finish für Dirty Harry bisher fürs 2. leg. Johnny holt das Rebreak. Beide mit Patzern...
Wieder geht's in die volle Distanz in diesem Satz.
Durch den Breakdart schafft es Clayton, den 5. Satz zu holen, nachdem Harrysson wieder verpasst.
Und jetzt geht's hier richtig ab. Harrysson hat seinem Sohn versprochen, bei 150 3x auf Bull zu gehen- und er macht's.
Leider nur zweimal 25. Clayton würdigt aber den Versuch, die zwei sind schon ein tolles Paar hier.
Johnny mit mindestens soviel Glück wie Treffsicherheit kann jetzt zumachen. Aber ja, der Schwede holt sich noch das 2:2, heieiei.
Aber das abgezockte Frettchen kann dann doch die Doppel-16 ausmachen, 4:2 endet diese Begegnung.
Der Sieger zeigt seinen großen Respekt vor dem würdigen Gegner und es gibt ein dolles Knuddeln.

Und nun, sehr gespannt sind wir auf Justin Hood, der Überraschungsknaller und Josh Rock, dem jungen Wilden aus Nordirland.

Sehr temporeich geht's dann auch los.
Ruckzuck hat Hood zwei legs, Rock holt aber auf, doch der kleine Engländer schlägt zu, drei 180er hat er schon.
3 von 3 auf Doppel. Und so steht's plötzlich 1:0 für ihn in Sätzen.
Beide gut über 100 im Schnitt, da brennt nix an. Auch Rock nun ein Maximum.
Das Publikum feiert klar, den Engländer. Und der Decider, "Happy Feet" stellt sich mit der nächsten 180 auf ein 170er Finish.
Der Spitzname entstand, weil er sich für ein Turnier "ordentliche" Schuhe anziehen sollte, Hood hatte aber keine andern dabei.
Der Barkeeper lieh ihm dann seine, die allerdings 4 Nummern zu groß waren und damit an die Pinguinfüße aus dem Trickfilm erinnerten.
So oder so, er knallt das 3:2 zum nächsten Satz rein. Hood schafft ein Break, sein breites Grinsen stößt auf Rocks ungläubiges etwas gequältes Lächeln...
Er steigt ein in die kleinen lustigen Spielchen, macht auch sein leg, Hood geht auf 2:1, zieht durch auf 3:0 in Sätzen. Rock macht noch eine 180, aber er kann auch nur den Kopf schütteln und steht daneben. Die Halle tobt, die Matchdarts versemmelt Hood dann aber.
Trotzdem noch eine Doppelquote von 73%!!! Rock darf noch einen Punkt machen. Aber mit einem Break wird hier das 4:0 besiegelt.
Wieder eine Sensation und ein verrücktes Spiel. Mein Traum: Hood gegen Littler...

So, zwischen Räumen und Packen und Kochen:

Duell der Youngsters Charlie Manby und Gian Van Veen

Der Niederländer musste sich doch strecken, "Champagne" hat's ihm nicht so leicht gemacht, wie er sich das vielleicht gewünscht hätte.
Prinzipiell natürlich schon spannend, auf tollem Niveau, ich vermisse da eben doch so ein bisschen die Charakterköpfe.
Der "Giant" dann doch das nötige Maß besser und auch schon routinierter, kann mit 9 180ern und einem Schnitt von über 98 für sich entscheiden,
4:1 holt er seine Eintrittskarte fürs Viertelfinale.

Aber das wird jetzt mehr als genügend ausgeglichen durch das Duell Van Gerwen/ Anderson (der grade im Practice Room einen Neundarter geworfen hat!).

Die Stimmung ist irre, der Saal kocht. Flott das erste leg für den Schotten, aber MvG schnappt sich das nächste. Gary lässt 6 Darts auf Doppel aus, und Mighty Mike kann auf 2:1 verbessern. Spektakuläre Würfe aufs Bullseye von Van Gerwen, aber Gary kann das 2:2 erzielen. Und dann kurz und schmerzlos den ersten Satz. Der "Flying Scotsman" ist auch in der Statistik leicht im Vorteil, schon 4 180er. Kaum bekommt The "Green Machine" das nächste leg, haut Gary wieder ne 180 rein. Und verkürzt auf 1:1. Aber der Niederländer macht Druck, 2:1. Gary knallt das 2:2 rein. Und danach nimmt er auch gerne Satz 2.
Im Interview meinte er noch, er hat keine Lust, die "mindgames" von Van Gerwen mitzumachen. Nee, er macht das mit den Darts. Man hat fast das Gefühl, er spielt nicht um zu gewinnen, sondern nur, um Van Gerwen zu ärgern!
Da fällt ein Maximum nach dem andern, MvG gleicht aus und schraubt seinen Schnitt gewaltig in die Höhe. Er kann auch breaken. Und legt jetzt alles in dieses leg. Er muss den Satz holen. Das klappt auch, ein fantastischer Satz vom Niederländer. Er überholt den Schotten auch um einige Punkte im Schnitt.
Dann aber fatal, das falsche Doppel und Gary kann doch noch das leg für sich entscheiden. Anderson lässt aus, das Rebreak bestraft ihn sofort. Und zurück...mit 3:1 für Schottland geht's in die Pause. Anderson holt auch jetzt das erste leg. Van Gerwen kann aber ausgleichen. Gary setzt den Pfeil an den Draht, auf der falschen Seite. Der nächste Checkdart prallt ab...dennoch 2:1 im 5. Satz für Gary, der Matchdart aufs rote Zentrum geht nur ins Grüne, aber Van Gerwen patzt wieder und dann ist es wirklich der Sieg, 4:1, für den Schotten!!!

Kann man das noch toppen? Vielleicht.

Luke Humphries kriegt's noch mit Shooting Star Kevin Doets zu tun.
Und der Jungsche zieht mal so richtig vom Leder! Übertrumpft Humphries, der auch schon 110 im Schnitt spielt, hat schon 4 180er.
Den ersten Satz hat er sich gesichert mit 3:1 legs. "Cool Hand" kann aber gut in sein Spiel finden, so präzise fliegen die Pfeile.
Er kann 3:1 "Hawk Eye" den zweiten Satz abnehmen. Und ganz souverän baut er auf, Doets eher ab, kann das Level nicht halten.
Und zum Schluß ist dann der ehemalige Weltmeister der letzte Spieler im Viertelfinale, er hat gezeigt, wer der Chef ist. 4:1 schlägt er den Neuling.
 
Da wir ja wieder auf Reisen sind, konnten wir natürlich die Sensationen des Tages nicht mitverfolgen!
Der Vollständigkeit halber zusammenfassend:

Searle setzte sich im ersten Spiel gegen den Waliser Jonny Clayton durch (5:2).
Der Engländer ist aber auch in einer unglaublichen Form.

Gary Anderson marschiert weiter - das WM-Märchen von Justin Hood ist vorbei! Der zweimalige Weltmeister (2015 und 2016) setzte sich gegen den Underdog mit 5:2 in Sätzen durch und steht bei der Darts-WM im Halbfinale.

Das war sicher superspannend zu sehen, und es ist irre, wie Anderson da grad auftritt.
Recht souverän hat er wohl das Spielende mit der Entscheidung durchgezogen.

Jetzt am Abend sind dann die Superstars Luke Littler und Luke Humphries gefordert.

Das auf dem Papier deutlichste Spiel des Tages dürfte das Duell zwischen Titelverteidiger Littler und dem Polen Krzysztof Ratajski werden.
Zum Abschluss des Abends kommt es dann zum packenden Spiel zwischen Luke Humphries und dem Geheimfavoriten Gian van Veen.

Mal sehen, ob wir davon noch was gucken können, hier ist grad Essenszeit und
ich hoffe, dass wir unsern Trick zum Anschauen von Sport1 hier in Portugal nutzen können.
 
Die Abendsession brachte deutliche Ergebnisse, Littler spielte zu Beginn ein 170er Finish und raubte Ratajski damit offensichtlich das Selbstvertrauen, so dass es hier ein 5:0 gab.
Gian van Veen war im zweiten Spiel auf die Doppel extrem stark und hatte das bessere Timing, so deutlich wie es das 5:1 erscheinen lässt, war dieses Spiel nicht.

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@Farbenzeit hatte Anderson gegen Hood schon angesprochen, das Ende des Spiel mit einigen verpassten Matchdarts war sehr ungewöhnlich, Publikumsliebling Hood nahm das unvermeidliche Ausscheiden wirklich mit Humor.
Seinen Spitznamen „Happy feet“ verdankt er übrigens einer Situation, bei der er mit geliehenen Schuhen spielen musste. Die waren mehrere Nummer zu groß und sein Gewatschel sorgte dann für den Spitznamen, der bis heute blieb.

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Und der Traum von Hood: das eigene chinesische Restaurant. Die Beobachter haben schon Namensvorschläge: Wok-On-Song :hurra.gif:

Ja, wir sitzen jetzt im Eigenheim auf Pico, haben uns gegen Essengehen entschieden und nehmen Superbock zu den Halbfinal-Spielen.
Leider muss ich mich schon wieder aufregen, Littler-Searle.
"Heavy Metal" hatte den Anwurf, ist auch wirklich gut gestartet, er hat so eine tolle WM gespielt.
Ich hätte ihn auch wirklich nicht im Halbfinale gesehen.
Aber nach dem ersten Satz geht nix mehr, oder eben nicht viel. Wieder eher ein Gemetzel statt einem guten Spiel.
Spannend erst wieder in Satz 7, Littler will nach 11 Sätzen ja unbedingt noch den 9-Darter.
Schafft er nicht, aber Searle angelt dann wenigstens noch den Big Fish!
Aber wer hätte irgendwas anderes gedacht? Chancenlos Searle!!! 6:1 niedergeknüppelt.
Sidestory: Hauptsponsor Paddy Power ließ sowohl die gelbe „180“ als auch die weiße Sponsorenschrift auf dem grünen Untergrund verschwommen drucken – und machte so auf eine seltene Augen-Krankheit aufmerksam, an der Searle leidet.
 
Und nun, mal wieder Altmeister gegen Youngster. Anderson steht mit Van Veen auf der Bühne.
Auch beim Schotten dachte ich nicht an ein Halbfinale.
Ich würde natürlich Van Veen als einen der Wenigen sehen, die Littler stoppen können.
Aber auch für den "Flying Scotsman" fände ich den Sieg großartig. Unglaublich auch die Publikumsunterstützung für ihn.
Und hier haben wir echt ein Battle nach meinem Geschmack. So großartig beide.
Anderson patzt aber ab und an ein wenig...und wird sofort bestraft. Mit 3:1 für den Niederländer geht's in die Pause.
Und Anderson knallt danach das erste leg rein, der Big Fish ist geangelt, aber das kann auch der "Giant" und zwar lachen beide miteinander
über das gelungene Kunststück, aber Van Veen kann auch den 5. Satz für sich holen.

4 180er allein diesem Satz von Gary, er macht noch einen Bullcheck. Auf 2:4 kann er damit verkürzen.
Auch die Kommentatoren sind aus dem Häuschen.
Gary freut sich einen Ast, dass er so ein Spiel machen darf!
Die zwei Kontrahenten tun sich nix, beide über 105 immer noch im Average, lediglich die 180er führt er mit 10 an. Pardon, 11...
Aber Van Veen hat eine 70!%ige Doppelquote.
Das ist wirklich unglaublich. Gary verpasst die Breakdarts...auch Van Veen lässt liegen, Gary checkt übers Madhouse...
Und dann macht er doch echt noch diesen Satz.
Und alleine diese Spielfreude zu sehen ist schon die Rettung des Abends nach dem ersten Drama.
Und eigentlich ist der Schotte der bessere Spieler, aber die Doppelschwäche killt ihn. Da ist dann Van Veen zur Stelle.
Aber dann noch das Break von Gary durch ein 121er Bullseye Finish!!!
Und auch das letzte leg geht in den Decider. Und sehr cool macht es der Niederländer.
Was für ein Match. 22 zu 20 legs. Aber 6:3 in Zahlen.

Aber ich bin wirklich froh, dass ich nicht sehen muss, wie ein Gary Anderson von Luke Littler zerfetzt wird...

Morgen also das jüngste WM- Finale aller Zeiten. Der 23jährige Van Veen gegen den 18jährigen Littler.
 
So, und nun sind wir gespannt, ob es ein schönes oder wieder ein Spiel zum Abwinken (für mich zumindest) wird.

Auf jeden Fall sind wir beim Abschied von zwei Legenden dabei:
Im Rahmen des Endspiels zwischen Luke Littler und Gian van Veen werden Zeremonienmeister John McDonald (65)
und Schiedsrichter George Noble (57) ihre letzten Auftritte haben:
McDonald wird die Spieler auf die Bühne holen und die Trophäenübergabe moderieren, Noble als Caller fungieren.
Nach der Weltmeisterschaft geht das Duo in den Ruhestand.
Eine besondere Ehre wurde den Beiden noch zuteil:
sie sind in die PDC Hall of Fame aufgenommen worden. Das gab der Verband vor dem WM-Finale offiziell bekannt.

Das Staffelfinale von "Game of Throws"- so nennt es Basti, der zur Feier des Abends sogar Schlips trägt.
Den ersten Drachen reitet Van Veen. Mit mehr Glück als Treffsicherheit nimmt er sich den Satz Nummer1.
Littler auch entsprechend sauer.
Aber trotz kleiner "Fehlerchen" des Gegners kommt der Niederländer nicht zu seinem benötigten Spiel, bleibt unter 100 im Schnitt.
Versemmelt den Check knapp und muss den zweiten Satz abgeben.
Und es wird schlimmer, Van Veen kann nicht an seine Quote der letzten Spiele anknüpfen, Littler hat Oberwasser und
lässt es ihn und das Publikum spüren. 3:1 steht es für ihn, da müsste jetzt schon ein Wunder geschehen, sonst sind wir heute früh im Bett...
Und die Wespe taucht auch nochmal auf, auch ihre letzte Chance in dieser WM, sie hat sich Littler ausgesucht, der aber nur drüber lachen kann.
Van Veen macht noch ein wirklich schönes leg klar, aber "The Nuke" hat auch ganz eindeutig den nächsten Satz, da ist leider genau das eingetreten,
was ich befürchtet hab. Van Veen spielt sicher sein schlechtestes Spiel der WM, jetzt, wo's um Alles geht. 9 der 10 legs gehen an den Engländer...
Er hämmert weiter rein, Van Veen verletzt sich noch am Draht, in der "5" prangt ein Blutfleck! Während des Spiels wird dann das Board getauscht.
In Satz 7 kommt Van Veen auf gar keinen grünen Zweig, Littler durchgehend mit fast 107 Average, er wird auch den 180er Pokal erringen.
Das einzige Manko: er kann einfach den 9-Darter nicht kriegen. Nach 10 Littler-legs kriegt Van Veen nochmal eins,
aber die neue Nr 3 der Welt und erster Niederländer weiter chancenlos.
Für mich auf der einen Seite befürchtet, aber auf der andern Seite erwartet- es war genau das Drama, was man nicht sehen wollte.
Aber so ist das halt. Fertig, aus. Vorbei.
Eine so tolle Veranstaltung mit großartigen Matches, unglaublichen Überraschungen, dieses Ende war nicht schön.
Niemand hat das sooo deutlich gesehen.
Wir werden sehen, ob von den Jungen dann vielleicht eine Gegenwehr zu erhoffen ist.
Sonst wird es mehr oder weniger langweilige Jahre geben.
Und die allerwichtigste Frage: was machen wir jetzt, wenn es kein Darts mehr zu gucken gibt???
 
Die PDC-Q-School ist beendet und es gibt gute und schlechte (traurige) Neuigkeiten:

Zuerst die zumindest für die kleine Gemeinde von Dartinteressierten im Forum sicher traurige Nachricht: Jose de Sousa konnte seine verlorene Tourcard wie befürchtet nicht zurückgewinnen. Der 17-jährige Mika Donnevert besiegte ihm im Halbfinale des letzten Tages und besiegelte sein Aus.

Die gute Nachricht: Fünf deutsche Spieler haben eine Tourcard gewonnen und lassen die Anzahl der deutschen Tourkarten auf 15 anwachsen. Arno Merk (besiegte bei der WM Peter Wright) machte den Anfang, Matthias Ehlers und Yorik Hofkens folgten an Tag 3 und zum Abschluss folgten Pascal Rupprecht und Marvin Kraft. Mika Donnevert fehlte nur ein Sieg, er unterlag nach seinem Sieg über de Sousa im Finale dem erfahrenen Jeffrey de Zwaan.
In England qualifizierten sich am letzten Tag u.a. der bei der WM auffällige Charlie Manby und Altmeister Marvin King, "Bronzed Adonis" Steven Beaton and John "Hendo" Henderson scheiterten hingegen. Florian Hempel scheint sich derzeit auch erst einmal eine solide finanzielle Basis schaffen zu wollen, er trat bei der Q-School nicht an.
Für weitere Details habe ich unten zwei Artikel verlinkt, auf portugiesisch habe ich auf die Schnelle allerdings nichts gefunden.

Die Pool der deutschen Dartspieler wächst weiterhin schnell und so zeigten sich auch dieses Jahr wieder einige neue interessante Gesichter: Luca Wolff schaffte es mit 16 Jahren bereits in die Final Stage, dem 17-jährigen Mika Donnevert fehlte nur ein Sieg zur Tourcard und auch Yorik Hofkens ist erst 18. Hinzu kamen z.B. der vorher nahezu unbekannte Björn Quoiffy.
Die finanzielle Unterstützung durch Sponsoren ist allerdings noch überschaubar, so dass fast alle jungen Spieler erst einmal eine Absicherung durch Ausbildung oder Studium anstreben und nicht direkt zu 100% einsteigen, auch bei Yorik Hofkens wird dies so sein. Pascal hatte bereits einmal eine Tourcard und konnte aus diesen Gründen nur einen Teil der Turniere spielen und verlor die Karte nach zwei Jahren wieder. Rupprecht qualifizierte sich diesmal nur knapp über die Rangliste, zeigte mit 90er und 100er Averages, dass er vermutlich das beste Niveau der fünf neuen Deutschen mitbringt.

In England und in der Weltspitze wird hingegen kräftig Geld verdient, alleine der neue Sponsorenvertrag soll Luke Littler 20 Millionen Pfund in den nächsten 10 Jahren bringen. Die Rekordeinschaltquoten von Sport1 könnten dafür sorgen, dass sich in Zukunft auch hier genug verdienen lässt, so dass wir in Zukunft weitere deutsche Vollprofis sehen werden.




Nachtrag: Hofkens ist jünger als Littler und damit der aktuell jüngste Tourcardholder der PDC.
 
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