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Albufeira: Wanderung an der Praia da Falesia

claus-jürgen

Amador
Teilnehmer
Hallo Freunde der Algarve,

habt Ihr ein Glück, daß heute schon wieder nichts Gescheites im Fernsehen kommt. Was bleibt mir da übrig, als mein Versprechen einzulösen, Euch neue Bilder aus dem sonnigen Portugal zu zeigen.

Etwa 12 km östlich unseres Standortes Albufeira befindet sich der mehrere Kilometer lange Sandstrand Praia da Falesia. Trotzdem gehört dieser Teil der Küste zur Felsalgarve Barlavento. Der Grund liegt darin, daß direkt hinter dem Strand ca. 20 Meter hohe Sandsteinfelsen emporragen. Schaut Euch einfach die Bilder an. Viel Text muß ich ja zur Erläuterung nicht beisteuern.

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Wenn man erst einmal die vielen Kreisverkehre und die alle gleich ausschauenden Golfplätze passiert hat und immer der Beschilderung richtig folgt, kommt man zu diesem kleinen Imbiß, von wo aus eine Treppe runter an den Strand führt.

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Die weißen Häuser im Hintergrund gehören zur Ortschaft Olhos.

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Wie man unschwer erkennen kann, ist das Gestein so weich, daß man seiner Liebsten ein Herz mit einem Stecken einritzen kann was ich natürlich nach 29 Jahren Ehe auch getan habe.

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Wir beide sind ein Stück den Strand entlanggegangen. Alle paar Hundert Meter findet man einen gut gepflegten Steg, der nach oben führt. Oben, in gebührendem Abstand zum Hang befinden sich Luxushotels oder entsprechende "Einfamilienhäuser", teilweise in geschlossenen Anlagen. Ob deren Bewohner die Mühe auf sich nehmen und im Hochsommer bei Hitze an den Strand gehen oder sich lieber am Pool von aufmerksamen Personal verwöhnen lassen, kann ich als Besucher im März natürlich nicht sagen.

Ich glaube, daß es hier aufgrund des erschwerten Zugangs im August auch nicht allzu hoch her geht. Schließlich brauchen die meisten Badegäste ja ihre Liegen, Sonnenschirme, Kaffee, Eis, Bier, Pizza, Standverkäufer und was noch alles. Direkt am Strand habe ich keinerlei Infrastruktur für solche Dinge gesehen.

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Wieviele Jahre wehrt sich wohl diese Pinie schon gegen den drohenden Absturz?

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Einfach toll, hier entlangzulaufen. Ein paar Kilometer am Strand entlang und oben dann wieder zurück. Ganz einfach. Die Zäune der Luxushotels und Kameras verhindern, daß man sich aus Versehen auf deren Gelände verirrt. ;-)

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Das war sie dann auch schon, unsere kleine Küstenwanderung zwischen Albufeira und Quarteira. Ich hoffe, den Unkundigen eine Anregung für einen Besuch dieser Gegend gegeben zu haben und den Ortskundigen eine Erinnerung an eine traumhafte Naturlandschaft, die trotz Zersiedelung des Hinterlandes hier intakt geblieben ist und anscheinend auch gepflegt wird. Wie bereits im letzten Bericht erwähnt, fand ich keinerlei Müll am Strand und auch nicht oben auf den Pfaden. Erstaunlich! So etwas in Südeuropa.

hier noch der Link zum Bericht eines anderen Küstenabschnitts im Barlavento:

http://www.portugalforum.org/urlaub-portugal/35831-felsformationen-ponta-piedade-lagos.html

Jürgen
 
Tolle Fotos und schöne Landschaft - mich stören jedoch massiv die allerorts an der Algarveküste errichteten "Holzpassagen" - aber Brüssel hats wohl im wesentlichen finanziert. So was von hässlich - die Natur wird ausgegrenzt und kann nur noch wie im Zoo die wilden Tiere aus sicherer" Holztreppen-Perspektive" betrachtet werden. Bedauernswertes Portugal!!
 
Tolle Fotos und schöne Landschaft - mich stören jedoch massiv die allerorts an der Algarveküste errichteten "Holzpassagen" - aber Brüssel hats wohl im wesentlichen finanziert. So was von hässlich - die Natur wird ausgegrenzt und kann nur noch wie im Zoo die wilden Tiere aus sicherer" Holztreppen-Perspektive" betrachtet werden. Bedauernswertes Portugal!!
Hallo HJB,

nur stellt sich dann die Frage, wie die Badegäste an den Strand gelangen sollen. Ich pesönlich finde diese Holzkontruktionen viel schöner als beispielsweise welche aus Metall. Denk vielleicht auch mal daran, daß nicht jeder Badegast so jung und fit wie wir ist. Gerade an der Algarve verbringen viele Rentner ihren Lebensabend. Auch die wollen bequem ans Meer.

grüsse

jürgen
 
Ich finde, das hat weder etwas mit Ausgrenzung von Natur, Rentnersein oder Bequemlichkeit zu tun, sondern schützt Natur und Dünen vor Zerstörungen. HJB, schau dir mal die Dünen dort an, wo diese Zuwege fehlen, ganze Ein- und Wegbrüche kannst du dort finden, außerdem auch noch ne Menge Müll. Auf den ostfriesischen Inseln und an der Küste ist diese nötige Art von Küstenschutz viel scheußlicher gestaltet, nämlich durch Zäune.
 
aber auch da bitter nötig ...
Ja Kai, nur ich persönlich finde die Holzstege - z.B. in Comporta oder Melides - viel schöner und der Natur angepasster als einen Drahtzaun, u.U. noch mit Stacheldraht versehen, da hier ja auch noch Strandeintritt erhoben wird. In Lagoa Santo André sollen im nächsten Jahr auch "Umbaumaßnahmen" stattfinden und z.B. das wilde Campen in den Dünen verhindert werden. Ich laufe mit meinem Hund häufig im Winter die "Stellplätze" in den Dünen aus dem Sommer ab, überall liegt Müll: Flaschen, Plastiktüten, Verpackungen... Also nicht "Ausgrenzung" der Natur, sondern ZERSTÖRUNG.





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