Dieser thread hat mich jetzt in meine Erinnerungen versetzt. 2005 nach 15 Jahren Seefahrt, langen Auslands Aufenthalten in USA und Italien und nach einer 3 jährigen "Pause" im Flottenkommando, um den Tod meiner Frau zu verarbeiten, war ich wieder bereit für neue Abenteuer. Das Angebot war wieder USA in 1-2 Jahren, Neapel in einem Jahr oder Oeiras Portugal sofort. Portugal Oeiras, Lissabon, Cascais keine Ahnung aber "sofort" war gut. Ich war wieder verheiratet und wir haben uns, in völliger Unkenntnis, für Portugal entschieden. Wir sind dann in Murches gelandet. Ein kleines Dorf in der Nähe von Cascais. Traumhaftes Grundstück, schönes, großzügiges Haus, klug erbaut und angelegt von einem Pflanzenliebhaber. Viele Bäume, Büsche und Pflanzen von den Azoren und Madeira, die wir nicht kannten. Zu jeder Jahreszeit konnte man etwas pflücken und essen. 3 wunderschöne Jahre, unzählige Anekdoten der Kontakte mit den Dorfbewohnern. Es gab damals noch nicht viele Residenten. Außer
@K.P. wie ich in einem anderen thread gelernt habe. Unser Vermieter, war der Sohn des alten Manns, und wollte das Grundstück standardisieren, Pool, Rasenflächen, Bäume fällen, etc.. Wir wollten das nicht und sind ausgezogen. Das nächste zuhause war eine riesige Villa mit Pool, Gesinde Haus etc. in Birre. Nochmals 3 herrliche Jahre. Viele Abende und Nächte in Cascais und Lissabon. Viele Tage am Guincho und dieser herrlichen Küste, Sintra Berge etc. In dieser Zeit haben wir ganz!!! Portugal erkundet und umrundet, mehrere Rucksackurlaube auf die Azoren und Madeira. Nach 6 Jahren Portugal kam eine Klima Veränderung 5 Jahre Norwegen. Dort Pensionierung 2015 und die Frage und nun? Klar zurück in das angenehme Klima, zu den freundlichen, zugewandten Menschen, zurück zum unkomplizierten Leben nach Portugal. Völlig durch Zufall, Zeitdruck sind wir an der
Algarve gelandet. War für uns immer ein "no go, niemals". Unser Ziel war die Küste des Alentejos. am liebsten im Bereich Cabo Sardao. Dort ist es aber sehr schwer was zu finden. Also sind wir in Mexilhoeira Grande gelandet. Kitschig "angemessen für den pensionierten Kapitän" weiße Villa auf dem Hügel mit Blick aufs Meer und riesigem Pool. Ging 3 Jahre gut und war eine schöne Zeit. Dann wurden die Unzulänglichkeiten des Hauses und die finanziellen Forderungen des portugiesischen Vermieters unerträglich und wir begannen, die ohnehin geplante Suche nach dem Eigenen. Ich glaube nicht, dass es viele Menschen gibt , die so viele Häuser und Grundstücke besichtigt haben wie meine Frau und ich. Nach gefühlten 500 Besichtigungen und 2 jahrelangen Kontakten zu Dutzenden Maklern haben wir unser zuhause im campo zwischen Perna Seca und Sao Marcos da Serra gefunden. Erforderte Mut hier her zu ziehen. Ist etwas ab von der Zivilisation. Alte Quinta mit 10 Hektar Land. Ruhe, Frieden. Portugal?? Weiß nicht könnte auch irgendwo sein. Hat sich, wie Alles im Leben, so ergeben. Wir mögen das durchaus schwierige Klima, die immer freundlichen Menschen, die relative Unkompliziertheit des Lebens hier. Ironie des Schicksals, als junger Mann, den das Fernweh plagte (der aus der selben Gegend kommt, wie ein hier sehr aktives Mitglied
@Dom Estêvão) und sich immer darüber beklagte, das ihm die Hügel der schwäbischen Heimat, den Blick auf den Horizont versperren, sitze ich jetzt hier im Tal des ribeiriha Perna Seca und kuck auf die Hügel des
Algarve Hinterlands. Egal Alles ist gut, hier ist jetzt zuhause. Liebe Grüße Harald