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Rentnerin wurde Grundstück geklaut - wahre Geschichte?

kailew

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Ist diese Geschichte aus dem Focus wahr? Eine pensionierte Investmentbankerin kauft sich für 700.000 Euro ein Traumhaus in Portugal. Dort will sie ihren Lebensabend verbringen. Doch dann zieht ein Nachbar ein, der ihren Hund tötet, sie bedroht und sogar vom Grundstück vertreibt.


Kann ich mir so kaum vorstellen.
 
Ja, €70k Anwaltsgebühren bisher. Sie ist die Tochter des ehemaligen CEOs von Aer Lingus.

Bisschen aufgepauscht, aber wahr. Wer in Portugal nicht aufpasst, wird als 'reicher Deutscher oder Brite/Ire' gern beschissen. Hatte selber schon Bauarbeiter vom Nachbarn meinen Gartenschlauch, mein Wasser, meinen Strom stehlen ohne zu fragen. Parken und Müllentsorgung auf meinem Grundstück ebenfalls. Hab richtig Krach machen müssen.

Im Cafe Sao Bento wird Ausländern auch zu Mittag nur die Abendkarte angeboten. Dank Chega wird das Klima auch nicht besser werden.

Viele haben hier eine Selbstverständlichkeit sich einfach von den 'Reichen' (Staat, Firmen, Ausländern) zu bedienen. Das fängt ganz oben an, wie Madeira und viele Bürgermeister und Pedro Nuno Santos ihren Bürgern vorleben.
 
ein artikel dazu von anwalt rathenau....,
betrifft andere fälle von "landraub" , zwar nicht vergleichbar mit obigem Fall aber ganz interessant:

 
Nach den großen Bränden 2017 ist das BUBI (Balcao Unico do Predio) eingeführt worden um zum einen Grundstücke zu kartografieren und damit auch zuzuordnen zu können, wem Grundstücke gehören, auf welchen die vorgeschriebenen Brandschutzmaßnahmen nicht ausgeführt worden.
Das ganze basiert auf Google-Maps.
Man trägt seine Grundstücksgrenzen ein und läßt diese in einem Büro des BUBI digital registrieren und abgleichen.
Voraussetzung ist das die Grundstücke mit einem Certidao de Registo Predial registriert sind.
In diesem Grundbuchauszug steht der Besitzer, die Grundstücksnummer, die Größe, zu was es genutzt werden kann (Urbano, Rustico, Vinho, Oliveis, Mato, Florestal ...) und die Gundstücksnachbarn (Süd, Ost, Nord und West).
 
Das klingt so, als ob es noch Grundstücke gibt, die nicht registriert sind, oder die registriert, aber nicht einmessen sind. Denn wie könnte es andernfalls Unklarheiten über ihre Lage geben?
 
Das klingt so, als ob es noch Grundstücke gibt, die nicht registriert sind, oder die registriert, aber nicht einmessen sind. Denn wie könnte es andernfalls Unklarheiten über ihre Lage geben?

Wieso Unklarheiten? Weiß doch schließlich jeder, dass der Hektar östlich vom Dorf, drei Einfahrten links vom Haus vom alten Joaquim, dem jungen Fernandinho gehört. Oder hat der alte Fernandinho, nachdem er es von Fernando geerbt hatte, es seinem Neffen Francisco und nicht dem Sohn von Maria, der Tochter von Maria, wie versprochen übertragen? :-D
Leider ist es im ländlichen Portugal oft noch so, dass es den Menschen ganz recht ist, wenn niemand so genau weiß, wo sie wohnen, wie groß das Grundstück ist und was sich alles darauf befindet. Vielleicht sind das noch Reste der Diktatur-Mentalität. In unserer Außenstelle des Wahnsinns ist das auch so und wir kämpfen gerade (mal wieder) mit DHL, um ein Paket zu uns leiten zu können. Seit über 2 Wochen. :confused:
 
Das ganze stammt noch aus der Salazar-Zeit. Namen wurden nie öffentlich gemacht, nicht am Haus und möglichst auch nicht bei Behörden aus Angst vor Verfolgung oder Verhaftung. Auch heute noch stehen an Klingeln keine Namen.
Bei einem Erbfall gab es ein handschriftliches Testament mit einer Landskizze wo stand wer was bekommt. Es waren auch meist große Familien und das Land wurde immer mehr zerstückelt.
Bei meinem Land bestand der Grundbuchauszug aus 19 einzelnen Grundstücken, selbst die Quinta (die Häuser) waren 3 verschiedene Eintragungen.
Der ehemalige Besitzer, heute ein guter Freund, ach ja... er heißt wirklich Fernando, hat mir viel aus der damaligen Zeit erzählt.
 
Ich erzähle Euch gerne mal, wie das so als Frau alleine läuft. Ich kann noch schlimmere Horrorgeschichten erzählen. Da gings dann schon ums Überleben im Ausland. Und hier im Alentejo.....Mädels passt auf, wenn ihr alleine unterwegs seid. Hier versuchen sich einige ganz frech zu bedienen. Infos gerne, per PN oder persönlich.
Ist momentan ein ganz großes Thema bei mir.
 
Angesichts der wachsenden wirtschaftlichen Not, siehe Wahlergebnisse, wundert mich das nicht. Wie kann man sich bei einem Kauf absichern nicht zum Opfer zu werden?
 
Am besten mit 5 finster dreinblickenden Russen beim Makler erscheinen. Vorher so viele Eventualitäten wie möglich schon in den Kaufvertrag aufnehmen, und die Konsequenzen festlegen.Nachbarn vorher befragen. Letztendlich gibts jedoch keine 100%uge Sicherheit
 
Ich persönlich finde das wichtigste ist die Unterlagen von einem Notar aus der Gegend prüfen zu lassen, der die Leute kennt, die lokalen Behörden und das Territorium.
Integrieren, das wichtigste. Sich den Nachbarn vorstellen, Handwerker aus der Gegend beschäftigen, in lokalen Geschäften einkaufen, in Verbänden sich beteiligen, bei mir z.B. Liga da Melhoramentos und Associacao de Produtores Florestais.
Solche Sachen sprechen sich schneller rum als sich mancher vorstellen kann und man wird schneller anerkannt und geachtet, ja und sogar vor Abzockern, die es in jedem Land der Welt gibt, geschützt und gewarnt.
Portugiesisch lernen, auch wenn es Anfangs wenig ist, schafft das Symphatie.
Ach ja und noch was, Grundstückspreise sind Wunschvorstellungen. Wenn man Privat kauft, handeln... Das ist nichts negatives, das macht jeder. Das kann auch schon mal 1-2 Jahre mit mehreren Treffen dauern, am Ende sind 20-30% drin, und gegenseitige Achtung. Wer sofort kauft signalisiert nur, der hats doch und es kommt ihm nicht drauf an.
 
So langsam ahne ich, dass die Wohnungskrise noch mehr Gründe außer einer langsamen überbürokratischen Regierung hat. Gute Hinweise, vielen Dank!
 
in der Dailymal findet man noch mehr Fotos ,vom Grundstück und der Rentnerin u.a.


Das wilde Portugal ?
Und die GNR schaut zu ?

Koennte eine neue Krimivorlage sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das gehört jetzt zwar nicht direkt hierher, aber ich finde das in Portugal keine Überbürokratie herrscht, im Gegenteil.
Im Januar wurde das Baurecht und auch die Umnutzung von 'Immobilien mit der Abschaffung hunderter von Vorschriften extrem vereinfacht ( ) um den Wohnungsmarkt zu entlasten.
Hier wurde etwas gegen die Wohnungsnot getan, was in Deutschland bisher nicht passierte, im Gegenteil.
Ich bin in der Baubranche tätig und kann momentan sagen, das der Wohnungsbau in Deutschland komplett zusammengebrochen ist.
 
Das gehört jetzt zwar nicht direkt hierher, aber ich finde das in Portugal keine Überbürokratie herrscht, im Gegenteil.
Im Januar wurde das Baurecht und auch die Umnutzung von 'Immobilien mit der Abschaffung hunderter von Vorschriften extrem vereinfacht ( ) um den Wohnungsmarkt zu entlasten.
Hier wurde etwas gegen die Wohnungsnot getan, was in Deutschland bisher nicht passierte, im Gegenteil.
Ich bin in der Baubranche tätig und kann momentan sagen, das der Wohnungsbau in Deutschland komplett zusammengebrochen ist.
Absolut. Gerade hier in HH haben die Genossenschaften erklärt kaum noch neue Projekte zu realisieren. Zu hohe Kosten und ein zuviel an Bürokratie welche schon seit Jahren beklagt aber nicht abgebaut wird. Au contraire.


Und die hiesige "Bürokratie" versteht die Welt nicht mehr.....
 
Auch wenn die Regeln gelockert wurden reizt es viele nicht zu vermieten.
Viele bei uns in der Nachbarschaft lassen es lieber wg den Rechten fuer Mieter , lieber AL
 
Es mag sein, dass die Regierung Schritte in die richtige Richtung unternimmt. Was ich bisher las, sind eher Scheinbewegungen. Es ist nicht wegzudiskutieren, dass es weiterhin mehr Nachfrage als Angebot gibt. Ich verfolge auf Youtube den Versuch von zwei Expats, neuen Wohnraum zu schaffen:


Die Verzögerungen und die Unzuverlässigkeit der öffentlichen Stellen sind erwartungsgemäß abschreckend.

Lückenhafte Flurkarten und damit unzuverlässige Grundbücher erwartete ich bei der Bürokratie nicht. Investoren werden solche Risiken bewerten und einpreisen. Erhöhter Missbrauch erhöht das Risiko und wirkt damit preissteigernd. Private Besitzer halten sich entsprechend eher zurück, was weiter zu Angebotsknappheit führt und damit ebenfalls preissteigernd wirkt.

Es wäre zu einfach, hier mit dem Finger auf irgendjemand zu zeigen, wie populistische Parteien es gerne tun. Regierung und Gesellschaft spiegeln sich gegenseitig. Es ist eine Sache der Kultur, wie in der Diskussion ja bereits deutlich wurde.

Deutschland hat eine andere Kultur, darum gehen Vergleiche immer ins Leere, egal in welcher Richtung. Es gibt aktuell in vielen Ländern Krisen im Häuser- und Wohnungsmarkt, aber mit teilweise sehr individuellen Ursachen.
 
Ist diese Geschichte aus dem Focus wahr? Eine pensionierte Investmentbankerin kauft sich für 700.000 Euro ein Traumhaus in Portugal. Dort will sie ihren Lebensabend verbringen. Doch dann zieht ein Nachbar ein, der ihren Hund tötet, sie bedroht und sogar vom Grundstück vertreibt.


Kann ich mir so kaum vorstellen.
Zum einen ist dies ein Rechtstreit zwischen zwei Ausländern und zum anderen, ein Bericht in der Daily Mail. Einem Revolverblatt, also alles mal ein bisschen mit vorsicht zu lesen und mit ein klein wenig mehr realismus zwischen den Zeilen.
 
Das gehört jetzt zwar nicht direkt hierher, aber ich finde das in Portugal keine Überbürokratie herrscht, im Gegenteil.
Im Januar wurde das Baurecht und auch die Umnutzung von 'Immobilien mit der Abschaffung hunderter von Vorschriften extrem vereinfacht ( ) um den Wohnungsmarkt zu entlasten.
Hier wurde etwas gegen die Wohnungsnot getan, was in Deutschland bisher nicht passierte, im Gegenteil.
Ich bin in der Baubranche tätig und kann momentan sagen, das der Wohnungsbau in Deutschland komplett zusammengebrochen ist.
Einen schlechten Zustand mit einem noch schlechteren zu vergleichen ist auch nicht zielführend.

In beiden Ländern in Immobilien zu investieren ist aktuell keine finanziell sinnvolle Entscheidung.

Das einzig positive an Portugal ist die niedrige Abgabenlast auf günstige Bestandsimmobilen, weil die lokalen Eigentümer zumeist auch einfach keine Kaufkraft haben. Wer lange außerhalb der Hotspots privat sucht, kann also schon einige Schnäppchen zur Eigennutzung machen. Investments aufgrund der Steuerlast und Rechtsunsicherheit mE aber nicht.
 
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