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Bodendecker gesucht

Mir wurde geraten, mit Gift das Unkraut erst mal zu töten. Das war für mich keine Option. Ich habe dann einfach gar nichts gegen Unkraut gemacht. Diese Entscheidung zusammen mit dem 20 cm Schachbrettmuster war eine Fehlentscheidung. Hinterher ist man immer schlauer.
Als Vorbereitung zur Neupflanzung und Alternative zu einem chemischen Unkrautvernichters:
Gibt es Erfahrung, ob das Abdecken der Bodenfläche mit Karton, Folie oder Ähnlichem das Unkraut ebenfalls "abtötet"?
Vielen Dank!
 
Gibt es Erfahrung, ob das Abdecken der Bodenfläche mit Karton, Folie oder Ähnlichem das Unkraut ebenfalls "abtötet"?
Kannst du vergessen. Ich habe so eine Folienlösung (und drüber Kiesel) in Deutschland (rund um den Standort der Wärmepumpe) den port. Freunden nachgeahmt: bei denen kommt fleißig u.a. so etwas wie Löwenzahn wieder zum Vorschein, zu Hause bei mir taucht die Brombeere weiter auf, wo sie eigentlich verschwunden sein sollte... haarfeine Wurzeln durch die Folie, und über der Folie dann fingerdick.
 
Gibt es Erfahrung, ob das Abdecken der Bodenfläche mit Karton, Folie oder Ähnlichem das Unkraut ebenfalls "abtötet"?
Ja, allerdings als Nebenergebnis. Haben diverse Lieferungen Humus, Sand, Kies etc. bekommen. Damit sie sich nicht mit dem Erdboden vermischen, haben wir unter die gelieferten Haufen Bauplanen gelegt, also die Dinger mit den Õsen an den Seiten. Es hat dann ca. ein halbes Jahr gedauert, bis das Material auf der Folie verbraucht war. Vorher war Unkraut auf der ganzen Fläche, jetzt ist nur noch Erde da, mit wirklich ganz, ganz wenig Unkraut. Auch nach 3 Jahren. Also Plane hilft.
 
Und wo ist die Plane jetzt @Staros? Wieder rausgezogen?

Also, ich hatte keine Zeit mehr für lange Abdeckung. Und einer meiner Hauptprobleme ist Junça. Die Knollen halten sich jahrelang.

Übrigens hab ich das heute mal so gemacht: der Boden war gut gewässert, also bis in die Tiefe feucht. Barfuß bin ich zwischen den Setzlingen gelaufen habe die größeren Unkräuter einfach von Hand rausgezogen. Zwei/drei Stunden für 50 m². Die Lippia hat jetzt etwas Luft und hat sich auch trotz der Unkräuter schon etwas Platz am Boden geschaffen. Das werde ich noch ein paarmal wiederholen müssen, dann übernimmt hoffentlich die Lippia selbst. Wenn sie sich mal etabliert hat, kommen viele Beikräuter nicht mehr durch.

Junça ist aber extrem hartnäckig. In meinem Tomatenbeet hab ich sie dennoch verdrängt. Ich habe einfach immer wieder rausgerissen, was da kam. Beim zweiten oder dritten Durchgang waren es schon deutlich weniger. Jetzt kommt nur noch vereinzelt ein Büschel raus. Damit kann man gut leben.

Bei mir denken die Nachbarn natürlich, der Deutsche ist vollständig bekloppt. Ich leg mich meistens auf die Isomatte, Kopfhörer auf und dann ein bisschen Unkraut zupfen. Das ist meine Art zu meditieren. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Nachdem die Materialien verbaut waren, war ja nur noch die Plane da. Mit Wasser gesäubert und aufgeräumt für den nächsten Einsatz.

Verstehe. Ich hatte das gestern Nacht oberflächlich falsch interpretiert. Ich dachte, du hättest die Plane auf dem Boden gelegt, darüber dann eine schöne Erde mit Sandmischung gelegt und darauf gepflanzt und später die Plane entfernt :klatsch:. Ich bin halt manchmal schwer von Begriff. :)
 
Ist die wasserdurchlässig?

Edit:
Das hat sich dann erledigt, weil du die Folie ja wieder entfernt hast. Anderes Konzept, würde ich sagen.

Was @Staros beschreibt, ist der Klassiker. Mit Sand etc. obendrauf vielleicht ein klein bisschen anders. Eine schwarze Plane sechs Monate über den Sommer ist in Portugal der absolute Klassiker. Unter der Folie wird es über 60° heiß. Es überleben dann nur noch ganz tief liegende Rhizome oder beispielsweise auch die Knollen der Junça. . Viele Samen halten auch durch. Aber in der Größenordnung 90 % tötet die Methode sehr viel ab.
 
Ich dachte an das, was als Gartenvlies, Unkrautfolie, was immer, verkauft wird, die sind mehr oder weniger durchlässig by design:

Nee, die sind nett für Erdbeeren und Salat. Die sollen Wasser und Luft durchlassen und nur den Blätterkontakt mit Erde vermeiden. Ist leider wieder so ein Kunststoffzeugs und der Gedanke an die feinen Fasern mag ich nicht. Ich nehme Pappe, aber solche Vlies sind schon gut. Da ich von meinem Gemüse nicht leben muss, teile ich gerne mit den Schnecken.
 
Nee, die sind schon für gegen Wildkräuter gedacht:
"Das Gardol Unkrautabwehrgewebe Classic besteht aus Polyethylen. Dadurch ist es sehr robust und wasserdurchlässig. Es bietet einen Schutz vor Unkraut. Einfach die Unkrautabwehrfolie in den Untergrund legen (Trennfunktion) und mit Kies, Mulch usw. abdecken."
Ob's funktioniert, ist was anderes und hängt gewiss vom Einzelfall ab.
 
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