• Gäste können im PortugalForum zunächst keine Beiträge verfassen und auch nicht auf Beiträge antworten. Das klappt nur, wenn man registriert ist. Das ist ganz leicht, geht schnell und tut nicht weh: Registrieren. Und dann verschwindet auch dieser Hinweis ...

Behinderungen durch das aktuelle Unwetter in Portugal

EDEHAC

Admirador
Teilnehmer
Stammgast
Da eine Vielzahl von Deutschen ausserhalb der urbanen Zentren wohnen wundert es mich doch etwas das man so garnichts hört welche Auswirkungen die aktuellen Unwetter haben - können alle noch problemlos ihre Zufahrtswege passieren auch ohne ALLRAD bzw. hohem Bodenabstand - inwieweit sind die lokalen Behörden bereit bzw. in der Lage unpassierbare Wege zu reparieren damit zB. Notaztfahrzeuge der INEM etc. durchkommen, und, und, und.
Wir (Alter: 80/84) sind praktisch isoliert wg. des schlechten Zustandes unserer 1,2km Zufahrt (führt über 5 verschiedene Liegenschaften anderer Eigentümer, ohne Häuser) - ein Reparaturversuch der Camera vor über einer Woche brachte vorüberngehend eine kleine Verbesserung aber mittlerweile ist alles wieder wie vor der "amateuhaften" Reparatur - wie sind eire Erfahrungen? Wünsche allen viel Glück damit nichts Schlimmes passiert!
 
In Deutschland werden Hauptstraßen in der Regel recht zuverlässig geräumt und es gibt auch im ländlichen Raum meine ich nur wenige Häuser, die derart abgelegen und mit privaten Holperstraßen verbunden sind. Das betrifft dann oft eher Landwirte und die haben auch größtenteils ihr eigenes Gerät zum Räumen.

In Portugal sind viele ländliche Häuser da schon noch deutlich ruraler-rückständig und schlecht an Infrastruktur angeschlossen. Das dürfte für Dienste wie INEM auch unabhängig von Unwettern ein alltägliches Problem sein, zumal die Dichte an Notaufnahmen auf dem Land meine ich auch nicht so hoch ist wie in Deutschland. Aber das ist eben etwas, das man auch bedenken muss, wenn man aufs Land zieht. Für mich zB. ein großer Grund, eher in urbanen Bereichen zu bleiben - ich möchte ungern irgendwo leben, wo es vom Notruf bis zur Einlieferung in eine vernünftige Notaufnahme womöglich 1-2 Stunden dauert. Und in einer Situation wie der jetzigen kann das natürlich noch schwerer wiegen, wenn Zufahrten blockiert sind.
 
Danke GutiHaz - alles klar das Portugal nicht Deutschland ist. Mein Beitrag war eher an Deutsche gerichtet die in Portugal ihren Dauer Wohnsitz schon länger haben. So ein Wetter wie jetzt haben wir zuletzt 1997 hier erlebt, Unterschied zu damals, im Baixo Alentejo, aktuell quasi Dauerregen seit Wochen, dh. Sättigung des Boden, in der Folge Schlamm - damals, extremer Starkregen, Brücken und Straßen wurden teilweise weggeschwemmt, es gab mehrere Tote die in ihren Häusern ertranken.
1997 war "unkalkulierbarer" Klimawandel noch kein Begriff und Wohnungswechsel in urbane Zone kam für mich nie in Frage, wollte in der Natur leben, dafür bin ich nach Portugal gezogen in ein materiell sehr bescheidenes Leben. Gruesse EDEHAC, Ourique
 
..."in der Natur leben" heißt auch, mit der Natur leben und dazu gehören schon immer auch extreme Naturereignisse.
Bei der Vielzahl von abgelegenen Gründstücken mit komplizierten Zufahrten kann man nicht erwarten, dass Reparaturen durchgeführt werden, solange die aktuelle Situation nicht beendet ist.
Für viele heißt es jetzt Augen zu und durch und wenn der Regen und Sturm aufgehört und der Boden einigermaßen entwässert ist wird nach und nach repariert und wieder aufgebaut.

Für den Ausnahmefall von gesundheitlichen Notfällen während extremer Bedingungen kann nicht vorgesorgt werden, nirgendwo.
Bei Bedenken in dieser Richtung sollte man das Grundstück rechtzeitig verlassen, eine urbanere Gegend aufsuchen und für eine Weile bei Familie, Freunden oder im Hotel o.ä. Unterschlupf suchen.
 
Jerakeen: - in urbanen Zonen muesste man sich auf Erdbeben ueber 5 vorbereiten mal ganz abgesehen davon das dort aktuell jede Menge Häuser abgesoffen sind. Seit mir nicht böse, aber die bisherigen Stellungnahmen erinnern mich doch sehr an Belehrungen an die Kleinen von vor ueber 75 Jahren von "Kindergartentanten"* und geben keinen Hinweis auf eigene Lebensumstaende und selbst gemachte Erfahrungen. *) Ein Stil mit dem man im deutschen TV ARD/ZDF zZt. täglich konfrontiert wird. In den "sozialen" Internet-Medien ist dies schon lange die Regel.
 
:) Vielleicht gibt es auch einfach nur wenige, die wie du, die in der Pampa leben. Viele wie ich, können dazu einfach nichts sagen. Ich lebe in einem Dorf in Stadtnähe und hier ist alles in Butter. Viel Regen, und die unteren Blätter von meinem Salat faulen, aber das ist ja nicht gefragt. Aber auch ohne diese Erfahrung, einfach nur mein gesunder Menschenverstand und was ich so beobachte, würde ich mal sagen, da kommt nicht so viel von den Behörden. Wie oben erwähnt, schon gar nicht jetzt. Ich schätze mal, irgendwann fährt ein Kieslaster über den Weg und kippt was in die größten Löcher. Und wenn deine Zufahrt privat ist, dann wird sie eh niemand reparieren. Vielleicht verstehe ich auch nicht ganz deine Situation. Das fehlende Feedback liegt sicher daran, dass die Stammposter hier einfach andere Lebensumstände haben.
 
Hallo Edehac
Hoffentlich habt ihr genug Vorräte, wenn ihr gar nicht rauskommt!
Bei uns ist es bislang noch ok.

LG
Iris
 
Zuletzt bearbeitet:
Dom Estevao: ....... in meiner Ecke, Ourique, Castro Verde, Almodovar, Odemira lebt die überwiegende Zahl der fremden Dauereinwohner, wie Deutsche, Briten usw. "in der Pampa". Diese Ausländer geschäftigen oft auch einheimischeHaushalthilfen, Gärtner etc. - ob immer legal, d.h. "nicht schwarz", kann ich nichts zu sagen. Ich zahle auf jeden Fall seit über 30 Jahren jede Menge an den port. Staat, wie IRS, IVA und, und, und. - da ich zB. eigene Strom-, Wasserversorgung sowie Abwasserentsorgung bin ich da unabhängig von den lokalen Behörden, für Hausabfallentsorgung mittels eines 1,2km entfernt sthenden Müllcontainer zahle ich extra - Müll, wie Glas, Kunststoff/Metall, Papier schaffe ich getrennt zu einer ca. 12km entfernte Sammelstelle.
 
...Und wenn deine Zufahrt privat ist, dann wird sie eh niemand reparieren. ...
In unserer Variante der Pampa liegen an der Sackgasse 7 Grundstücke und die Straße ist Teil eines jeden Grundstücks. Praktisch stellen alle Anlieger etwas von ihrem Grund und Boden zur Verfügung, um für alle die Zufahrt zu gewährleisten. Die Instandhaltung der Straße ist aber Sache der Gemeinde, die sich bei günstigen Wetterverhältnissen auch darum kümmert, wenn nicht dringendere Dinge anliegen. :confused: Ich vermute, dass es bei @EDEHAC ähnlich ist.

Derzeit ist die Straße in einem fürchterlichen Zustand und alle Nachbarn, die kein SUV haben, fahren sehr langsam oder gar nicht. Und auch wir mit SUV müssen die großen Krater und Tümpel navigieren. Tatsächlich ist es in diesem Jahr besser als in den zwei vergangenen Wintern, als wir diese unglaublichen Starkregenereignisse hatten mit über 100 l Wasser in 24 Stunden (Dezember 2023 und Januar 2025). Da ging in der Tat einige Tage nach dem Ereigniss gar nichts. Aber mit vernünftiger Vorbereitung (Freihalten der Drainage-Gräben, Vorratshaltung etc) gingen diese Tage auch irgendwie vorüber.

Was mir immer etwas Anspannung verschafft, sind die Tiere - vor allem die Pferde. Wenn mal ein Nottransport wegen Kolik o.ä. stattfinden muss und der Anhänger die Schlaglöcher nicht übersteht, sieht es schnell ganz übel aus.
 
Wir wohnen ja an der Algarvedie es glücklicherweise nicht so schlimm getroffen hat wie die Mitte und den Norden. Wir selber wohnen allerdings mittlerweile auch mehr ländlich und auch mit einer Schotterstraße auf die letzten 300 Meter. Durch den Regen ist die Strasse natürlich auch schon stark ausgewaschen, aber ein RTW würde immer durchkommen - auch wenn man auf die letzten Meter massiv durchgeschüttelt wird.

Ich frage mich aber eher wie das bei unserer Freundin in den Bergen von Monchique aussieht, da war das Weg im Sommer schon sehr viel heftiger - mal kucken ob wir in den nächsten Tagen da überhaupt vernünftig hinkommen.

Hans
 
Was man festellt , der Hochwasserschutz wurde die letzten Jahre nicht richtig ernst genommen.
Bei uns am Rio Ave schwappt der Fluss jedes Jahr über , diesmal natürlich noch extremer.
Kleine Deiche , Aufschüttungen hat es die letzten Jahrzehnte nie gegeben. Umdenken dringend erforderlich
 
50556350uk.jpg


Die Fischer fahren seit Tagen nicht mehr raus...,
hier der Markt in Vila do Bispo heute
 
Derzeit ist die Straße in einem fürchterlichen Zustand
Ja, bei solchen Bedingungen ist es teilweise auch schon auf einer asphaltierten Straße durch den ganzen Schlamm oder Wassermengen nicht angenehm.
Solange man noch kein Boot braucht, wie viele andere ... ist es noch halbwegs zu bewältigen. Augen zu und durch.

"Lächle, sei froh, dann es könnte schlimmer kommen - ich lächelte, war froh und es kam schlimmer"
Der ganze Unwtter-Mist wird sich zumindest bei uns noch ein paar lange Tage hinziehen, vor nächster Woche Samstag, den 14., wird es wohl nicht besser, im Gegenteil ...
.
Schönes WE im Trockenen und Warmen
 
Oh man, jetzt ist a er wirklich genug an Sturm und Regen. Es sind teilweise erschreckende Bilder. Wir kommen am 11.03.26 hoffen das alkes wieder gut ist. Allen vor Ort viel Kraft
 
@ Regen gibt es in Südeuropa meistens reichlich im Winter.
Vor ca 2 Jahren hat es gut 4 Monate druchgeregnet . Diesmal natürlich mit Sturm - Schnee - Erdrutschen noch viel schlimmer.
Aber ungewönlich ist eine lange Regenphase dort nicht.

Hier unser Rio AVE Wo der Baum steht ist normal ein schöner Fuss-und Radweg - alles unter Wasser.
ave.jpg
t.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie sieht es denn mit Tourismus aus? Bei all diesen Bildern der letzten Tage frage ich mich, wie soll denn dort jemand mit seinem Rollkoffer zur Alojamento Local Mietwohnung gelangen?
Wie sieht es mit den Speiselokalen in diesen Orten aus?

Die Markthallen Märkte werden in überschwemmten Gebieten leer sein.
Ficher können mir ihren kleinen Booten nicht mehr vor der Küste fischen.
Ich stelle mir diese Situation dramitisch für die Portgiesen und Urlauber vor.
 
Ich kann mich nur immer wiederholen - im Rheinland ist es im Winter angenehmer als in Portugal. Und nur mit dem Auto erreichbare Pampa haben wir hier auch.

Nebenbei, mein Schwiedervater ist 84 J. und wird wohl in Kürze freiwillig den Führerschein abgeben. Was würde man dann in der Pampa in P machen ? E-Rad fahren ?
 
Unsere Unterkunft, die wir im Mai besuchen werden hatte 12 Tage keinen Strom, da war sicher kein Besuch möglich. Der Küstenort Vieira da Leiria wird gerade wieder aufgebaut, in Zentralportugal gibt es so schwerwiegende Schäden, dass es sicherlich noch lange dauern wird, bis das Wesentliche repariert ist.
Wir werden hinfahren, die Einnahmen aus dem Tourismus können die Leute in der Gegend gut brauchen.
Da Deine Reise ja früher stattfindet: Ich würde mich Ende Februar bei den Unterkünften melden und schauen, ob alles verfügbar ist.
 
Wir werden hinfahren, die Einnahmen aus dem Tourismus können die Leute in der Gegend gut brauchen.
Da Deine Reise ja früher stattfindet: Ich würde mich Ende Februar bei den Unterkünften melden und schauen, ob alles verfügbar ist.

Ich habe zwar eine Küche, aber dort werde ich höchstens Kaffee kochen und Getränke im Kühlschrank kühlen, für den Rotwein am Abend.
Mit die Wahl von Olhão habe ich wohl Glück. Die vorgelagerten Sandbänke haben wohl die Wellen zurück gehalten und der Regen war dort nicht so schlimm.
Hoffentlich bleibt es so.
 
Zurück
Oben