Ist es nicht. Alle Regierungen überschulden sich seit Jahrzehnten. Die Folge ist Inflation, die sich je nach Markt individuell äußert. Die Gehälter bleiben hinter dem BIP zurück, während der Kapitalmarkt mehr als das BIP wächst, nämlich, wie zu erwarten, mit der expandierenden Geldmenge. Folge: Wer Geld verdienen muss, wird abgehängt. Wer Geld investieren kann, überrundet den Rest ab einer gewissen Schwelle. Jede Partei, die in den letzten Jahrzehnten in der Regierung war, ist mit verantwortlich.
Portugal ist da keine Ausnahme. Die Staatsausgaben wurden nach 2008 unter Aufsicht runtergefahren und die Staatsquote gesenkt, was dem Land gut tat. Die Banken wurden gerettet, die Bürger nicht. Nach Ende der Aufsicht des IWF wurde die Staatsquote sofort noch mehr als vorher erhöht. Das kostet, also sind die Steuern extrem hoch. Viele Angestellte im öffentlichen Dienst erzeugen viel Bürokratie, was die Wirtschaft lähmt.
Aber Portugal ist auch ein liebenswertes Land. Es ist sicher. Die Menschen sind freundlich. Das Klima ist sehr gut. Also wandern viele Menschen ein, die es sich leisten können, und zahlen dort ihre Steuern. Und so kommt so eine Nachricht zustande.