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Lissabon - Carrapateira - Portimao

H

heike63

Gast
Gast
Hier hat sich die HEIKE63 reingeschlichen ;) und ahnt nicht, daß ich sie jetzt um einen Reisebericht bitte! ;D Sie ist nämlich gerade von einem PT-Trip gekommen und hat so Unterschiede wie das Marriott Hotel einerseits und einer ungeheizten Ferienwohnung in Carpateira/Aljezur andererseits geniessen können. Mehr kann ich nicht und will ich nicht verraten.
Herzlich willkommen...OScAR

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Hallo Oscar und die anderen.
Danke für die Willkommensgrüße. Es ist schön so aufgenommen zu werden.
Es ist tatsächlich so, dass wir einen fantastischen und sehr abwechslungsreichen Urlaub hatten. Oscar – Du hast mich hiermit überredet, ich schreibe also mal was auf.
Wir (das sind Wolfram und ich) waren vom 5.2. bis zum 28.2. in PT und haben diese Zeit in drei Stationen aufgeteilt – 5 Tage Lissabon – 10 Tage Carrapateira (Westküste) – und 7 Tage Portimão (Südalgarve). In Lissabon hat uns das Marriott-Hotel beherbergt (bei ebay ersteigert), in Carrapateira wohnten wir in einem Tal mitten in der Natur bei einem Deutschen, der sich dort sein Paradies geschaffen hat (völlig autark) und uns ein schönes aber recht spartanisches Feriendomizil vermietete und am Ende sind wir am Praia da Rocha in einer Touristenhochburg gelandet, wo ich immer dachte, sowas tu ich mir nicht an. Es war aber gut so, und wieder ganz anders.

Lissabon war der Kulturteil unserer Reise, obwohl wir nur einen Bruchteil vom Sehenswerten gesehen haben. Das Hotel war für uns etwas nobel – Frühstück in den kleinen Pastellarias der Stadt hat uns besser gefallen, ob das Marriott auch Pastel de Nata anbietet, wissen wir also nicht. Wir hatten für die Metro und co eine 5-Tages-Karte und konnten diese reichlich nutzen. Wenn‘s geregnet hat, saßen wir auf diese Weise im Trockenen. Die sonnigen Phasen reichten für das Castelo de Sao Jorge, für den Elevador de Santa Justa, das Hieronymus-Kloster und Umgebung sowie für zahlreiche Bummel durch Straßen und Sträßchen. Und wenn die Füße nicht mehr wollten, nahm uns die Straßenbahn wieder auf (natürlich auch die Electrico 28). Gleich am Fuße des Elevador da Lavra haben wir ganz toll gegessen – nobel und richtig gut. Dort bekommt jede Frau beim Verabschieden eine Nelke. Im Gastraum hängen zahllose Bilder von vermutlich portugiesischen Promis. Das war unser Nobel-Essen in Lissabon – das Marriott musste auf uns verzichten.

Station 2 wurde der Naturteil unserer Reise. 10 Tage Natur pur ohne Fernseher und Radio und abends empfindlich kühl. Wir haben seit Jahrzehnten mal wieder Schiffe versenken gespielt (in dicke Pullover gemummelt) – man kann ja nicht immer beim Vermieter schwatzen oder irgendwo essen gehen. Der Strom (12 Volt) hat aber zum Lesen gereicht und tagsüber bei Sonne konnte Wolfram seinen Laptop aufladen. Die Landschaft an der Westküste – fantastisch – Atlantik, Steilküste und Sandbuchten, dahinter Berge und kleine Täler mit Bächen – und die Botanik für uns Nordeuropäer im Februar unglaublich grün. Die meisten Leser werden das kennen. Ich brauch‘s also nicht beschreiben. Es lässt sich sowieso nicht einfach in Worte fassen. Die Mimosen standen gerade in voller Blüte, daneben der Eukalyptus, krüpplige Korkeichen, blühende Heidesträucher und lauter andere blühenden Kräuter, dazwischen summende Bienen, die bei uns noch fest in der Wintertraube sitzen (wir haben Bienen, daher ist uns jede Biene ;) aufgefallen). Und diese ganze Natur hat natürlich Risiken und Nebenwirkungen… wir bekamen prompt beide rote Pusteln.

Station 3 sollte uns dann von diesen Pusteln befreien, wir hatten wieder unsere gewohnte Menge Beton um uns herum. Die Unterkunft hier war nicht geplant, wir sind einfach losgefahren. Wollten die Ecke Portimão haben (Lagos kannten wir schon) und sind dann im 10. Stock eines Touristenclubs gelandet. Bis zum Praia da Rocha vielleicht 200m, zwischen diesen 200m ein Hotel neben dem anderen, ansonsten so viele Restaurants, das man sie nicht zählen kann - fast alle leer und mit allen Mitteln um die paar Touristen buhlend. Diese hotelgepflasterte Ecke stellte sich trotzdem als ein ganz toller Abschluss unserer Reise heraus. Der Strand war recht leer, Wolfram konnte baden, die Sonne hat uns verwöhnt, das Bier hat geschmeckt – ein großes Bier für 1 Euro. In der Südalgarve fanden wir Loule sehr schön. Ein Ausflug dorthin lohnt sich auf jeden Fall.

So – dies war mein Einstieg hier. Jetzt habe ich genug geschrieben. Ein Reisebericht geht leider nicht in drei Sätzen. Vielleicht noch etwas, was mich auf allen drei Stationen gleich fasziniert hat. Das sind die Azulejos an Häuserwänden innen und außen, die man überall findet. An diesen Motiven kann ich mich todfotografieren.

Wir werden PT auf jeden Fall weiter bereisen – planen nächsten Winter 3 Monate zu kommen und werden daher sicherlich auch weiter verfolgen, was denn so die Leute hier im Forum schreiben.

Gruß von Heike und Wolfram
 
Hallo Heike63.
Jetzt weiß ich, was Ihr Beide so getrieben habt, nachdem Ihr aus Lissabon abgereist seid. Offensichtlich hat Euch die Abwechslung gefallen und auch gut getan. Danke für den Reisebericht. Klasse.
Gruß von OScAR
 
AW: Lissabon - Carrapateira - Portimão

Darf ich fragen, in welchem Ferienhaus ihr in Carrapateira untergebracht ward?
War es eventuell dieses hier?
Bin noch auf der Suche für den nächsten Algarve-Urlaub...
 
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