• Gäste können im PortugalForum zunächst keine Beiträge verfassen und auch nicht auf Beiträge antworten. Das klappt nur, wenn man registriert ist. Das ist ganz leicht, geht schnell und tut nicht weh: Registrieren. Und dann verschwindet auch dieser Hinweis ...

LIS-Flughafen Taxis mit Festpreis

Dazu noch:
es gibt auch tatsächlich Menschen, die nicht alles mit APPS machen und einfach nicht- digitale Vorgehensweisen bevorzugen.
Wir zB.
Die Wartezeiten, selbst mit Schlange, am Airport sind nun meistens echt nicht unerträglich und ich habe die Preise nie als Abzocke empfunden.
Außer den Malen, wo in einem Fall das Hotel ein "Taxi" bestellte und wir einen Mondpreis bezahlten, weil es eben wohl nicht offiziell war oder ein angebliches Uber, oder ein Taxifahrer, der leider keine Quittung ausstellen konnte, weil...???
Vom Flughafen aus am regulären Platz hatten wir da tatsächlich noch nie Probleme.
 
Dazu noch:
es gibt auch tatsächlich Menschen, die nicht alles mit APPS machen und einfach nicht- digitale Vorgehensweisen bevorzugen.
Wir zB.
Die Wartezeiten, selbst mit Schlange, am Airport sind nun meistens echt nicht unerträglich und ich habe die Preise nie als Abzocke empfunden.
Außer den Malen, wo in einem Fall das Hotel ein "Taxi" bestellte und wir einen Mondpreis bezahlten, weil es eben wohl nicht offiziell war oder ein angebliches Uber, oder ein Taxifahrer, der leider keine Quittung ausstellen konnte, weil...???
Vom Flughafen aus am regulären Platz hatten wir da tatsächlich noch nie Probleme.
Es versuchen ja zum Glück auch nicht alle Taxi Fahrer mit Betrugsmaschen. Gerade auch, wenn man Portugiesisch spricht, werden sie das eher lassen. Aber in den letzten Jahren haben die Fälle wohl extrem zugenommen und Touristen wurden immer häufiger hohe Preise aufgeschwatzt. Auch Fake Taxis sind zum Problem für reguläre Taxis geworden.

Erst vor 2 Monaten gab es umfangreiche Kontrollen der PSP am Flughafen. Bei rund 100 kontrollierten Taxis wurden dabei 67 (!) Verstöße festgestellt, darunter 32 Mal Pfusch am Taxameter:

Für Menschen, die keine Apps nutzen (wollen), ist dieser Fixpreis aber ja gerade suboptimal, weil er auch erheblich teurer ist, als es das Taxameter meistens auf kurzen Strecken bisher war. Mit den festgesetzten Preisen ist man eher den Betrügern entgegengekommen, statt sich nutzerfreundlich näher an den gängigen Fahrtpreisen in Lissabon zu orientieren.
 
Hier ist ein sehr interessanter und sachlicher Erfahrungsbericht eines TVDE-Fahrers, der überwiegend für Uber und Bolt im Raum Lissabon unterwegs ist.
Ich hätte natürlich lieber den Bericht eines klassischen Taxifahrers verlinkt, aber leider habe ich keinen vergleichbaren gefunden.
Luís Daniel berichtet sehr offen und sachlich über seine Arbeit als Fahrer im Jahr 2026. Besonders interessant finde ich, dass er seine Einnahmen und Ausgaben anhand konkreter Zahlen offenlegt und damit einen guten Einblick in die tatsächliche Wirtschaftlichkeit seiner Tätigkeit gibt:


Hier noch eine kleine Zusammenfassung der Zahlen:

Von Januar bis Anfang September 2026 erzielte Luís Daniel an 188 Arbeitstagen rund 21.700 € Umsatz, durchschnittlich 115 € pro Tag bzw. 14,60 bis 15,20 € pro Stunde – jeweils vor Abzug der Kosten. Besonders interessant sind seine Monatsergebnisse:
Juli: 3.116 € Umsatz bei 6.876 km – 534 € Gewinn.
August: 2.775 € Umsatz bei 6.064 km – 376 € Verlust.
Er fährt einen Tesla Model 3 Performance mit Stromkosten von etwa 4,5 bis 4,9 Cent pro Kilometer.
Sein Fazit: Entscheidend ist nicht der Umsatz, sondern das, was nach Abzug der Kosten tatsächlich übrig bleibt.


Und noch seine Aussagen zu dem Verkehr in Lissabon und was das wirtschaftlich für ihn bedeutet:
Lisboa, o trânsito e a forma como escolho trabalhar
Uma das mudanças que tenho procurado fazer na minha maneira de trabalhar está relacionada com os locais onde conduzo.
Lisboa pode ser bastante complicada em termos de trânsito, sobretudo no centro da cidade. Entre congestionamentos, tempos de espera e deslocações demoradas, há situações em que passamos muito tempo ao volante sem que isso se traduza necessariamente num melhor resultado.
Por isso, tenho tentado fugir do centro de Lisboa e do trânsito mais caótico.
Não significa que tenha encontrado uma fórmula perfeita, nem que todos os dias corram como planeado. Significa apenas que procuro fazer escolhas mais conscientes sobre a maneira como utilizo o meu tempo.
Se tenho um número limitado de horas para trabalhar, quero tentar aproveitá-las da melhor forma possível.
É uma mudança que faz sentido para mim, sobretudo porque já não quero prolongar os meus dias de trabalho sem pensar no impacto que isso tem no resto da minha vida.
Quelle:

Luís Daniel erklärt, dass er das Zentrum von Lissabon wegen der häufigen Staus, Wartezeiten und langen Fahrzeiten inzwischen möglichst meidet. Der zusätzliche Zeitaufwand führt nicht zwangsläufig zu höheren Einnahmen. Deshalb versucht er, seine Arbeitszeit möglichst wirtschaftlich einzusetzen.

LG
Chap
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo @Chap ,
ich habe mir den Artikel mal durchgelesen. Die Unterschiede zwischen Juli und August kommen durch Wartungskosten. Selbstverständlich fallen solche Kosten in einem Monat an, sind aber betriebswirtschaftlich für einen größeren Zeitraum anzurechnen. Damit ist seine Erkenntnis nicht richtig.

Taxis stehen glaube ich, recht gerne in Staus, da sie damit auch gut Geld verdienen, TVDEs kriegen sowas nicht bezahlt.
 
Hallo @Staros,
Was die Kosten für den August anbelangt, hab ich mich einfach nicht deutlich ausgedrückt. Man Fehler. Ich denke der durchschnittliche Umsatz vor Kosten und Steuern über das Jahr pro Stunde von 14,60-15,20 € sind da viel aussagefähiger.
Nach der neuen Regelung werden sich die Taxifahrer über die Staus in Lissabon nicht mehr freuen, wenn sie vom Flughafen kommen.
Ansonsten auch noch mal der Hinweis, der Vergleich von einem Uber Fahrer und einem Taxifahrer ist in diesem Beispiel nicht aussagekräftig. Ich hatte wie gesagt, nur diesen Bericht gefunden und war der Meinung, dass er gut in diesen Strang passt.
LG
Chap
 
Zuletzt bearbeitet:
Praxisbericht:
So, heute dann zum Thema "Festpreis".
Am regulären Taxistand, ein reguläres Taxi. Tagsüber, Normalgröße.
Taxameter zeigt null, läuft also nicht. Wir wohnen heute mal in Campolide.
Laut der angezeigten Tabelle von @ALISAN: 19,- Euronen. Selbst in der Nacht mit Großraumtaxi wären es laut Tabelle nur 28,- Euro gewesen.
Was haben wir bezahlt: den höchsten in 12 Jahren jemals verlangten Preis: 35,- Euro...
Das wären hin und retour zum Aeroporto 70,- Euro...
Was habe ich als Kunde für Rechte? Muss ich jetzt jedes Mal vorher fragen und/oder feilschen- also das Gegenteil vom angeblich einfacheren Festpreis?
Einen Ausdruck der Festpreise dabeihaben und vorzeigen? Zulassungsnummer fotografieren und anzeigen?
Heute haben wir uns echt vera... gefühlt...
 
Ich hätte ihm 19 Euro gegeben und keinen Cent mehr. Und, falls du mit Karte zahlst, ihm die Alternativen 19 Euro oder nichts angeboten. Nachträglich kannst du da nur wenig machen.
Wenn man sich verarschen lässt, ermuntert man die Leute nur, diese Masche weiter zu betreiben.
Weisst du jetzt, was der Vorteil von Uber ist? Da gibt es sowas nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das war ja "früher" kein Thema, hat 12 Jahre prima funktioniert-
aber bringt die Neuregelung jetzt sowas mit sich? Das kann's ja wohl auch nicht sein...
 
So ist es richtig @Farbenzeit:

1) Entweder mit Taxameter oder zum Festpreis. Der Taxifahrer kann Euch beides anbieten. Bei einem Festpreis muss er den Preis vor der Fahrt klar kommunizieren.

2) Wenn man merkt, der Taxameter ist nicht eingeschaltet und man kennt den Preis nicht dann kann man dies klären, bevor die Fahrt richtig losgeht. Dann hast du auch gute Karten. Der ist ja aus der Schlange raus und stellt sich nicht wieder hinten an. ;)

3) Ist man angekommen und ist sich sehr sicher, dass ein überhöhter Preis bezahlt wurde, dann bietet man die Bezahlung des richtigen Preises an und behält den Rest ein.

4) Geht ihr darauf nicht ein und du hast dein Gepäck, dann sicherst Du Beweise (Kennzeichen, Uhrzeit, Quittung, was Du eben hast) und läufst in Ruhe weg, also ins Hotel. Er darf dich schließlich nicht nötigen, also sich nicht einmal dir in den Weg stellen oder anderweitig drohen.

5) Rückt er das Gepäck nicht heraus, dann schreibe dir auch seine Autonummer auf und rufe die Polizei. Die wird den Fall sachlich aufnehmen. Die Polizei darf nicht entscheiden, wer Recht hat. Anschließend kann der Taxifahrer dich zivilrechtlich belangen. Das wird er wegen 20 € nicht tun, zumal er weiß, dass er im Unrecht ist.

Letzteres lässt sich übrigens leicht vermeiden, indem man das Geld in seinem Gepäck sucht. Steht es erst mal auf der Straße, hast du eh gewonnen! Jetzt darf er es dir nicht mehr wegnehmen oder dich nötigen und von deinem Gepäck fernhalten. Umgekehrt wäre es, wenn er das Gepäck noch hat. Du darfst da nicht einfach her gehen und den Kofferraum aufreißen. Also erst mal raus auf die Straße und das Geld suchen.

Wenn man so vorgeht, sollte es eigentlich schon gar nicht zu dem Ärgernis einer überhöhten Berechnung kommen. Passiert es aber trotzdem, kannst du entscheiden, was dich mehr ärgert. Zehn oder 15 € zu viel bezahlen oder vor dem Hotel rum streiten? Ich bin dummerweise so gestrickt, dass ich nicht mal fünf Euro zu viel bezahlen würde. Daher musste ich schon zweimal den Streit vor dem Hotel durchziehen. Jedes Mal ohne großen Widerstand, einem fluchenden und Mordio schreienden Taxifahrer und mir auf die Schulter klopfenden Passanten und Hotelpersonal.

Druckt bitte alle diese Anleitung aus und nehmt sie für die nächste Taxifahrt mit. Bei jeder erfolgreichen Anwendung möchte ich gerne 15 % auf meinem Konto sehen.
 
So ist es richtig @Farbenzeit:

1) Entweder mit Taxameter oder zum Festpreis. Der Taxifahrer kann Euch beides anbieten. Bei einem Festpreis muss er den Preis vor der Fahrt klar kommunizieren.
Die Wahlmöglichkeit gibt es innerhalb der definierten Zonen meine ich nicht mehr, wenn man am Flughafen einsteigt. Taxifahrer dürfen dann das Taxameter innerhalb der Stadtzonen nicht nutzen, sie müssen den neuen Festpreis anbieten.
 
Zurück
Oben