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Termin Gespräch : 19.05.2026, José Afonso und die Utopie, auf dem Weg nach Deutschland

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Veranstaltungen - Goethe-Institut Portugal

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Am 19. Mai um 19:00 Uhr findet in der Bibliothek des Goethe-Instituts in Lissabon ein Gespräch zum Thema "José Afonso und die Utopie, auf dem Weg nach Deutschland" statt, mit Helena Afonso und Jorge Abegão sowie der Moderation von Luís de Freitas Branco. Die kostenlose Veranstaltung widmet sich der Diskussion und Vertiefung der vielfältigen Aspekte seines Werkes sowie der Beziehung zwischen dem Liedermacher und dem deutschen Kontext.

José Afonso (1929–1987), auch bekannt als Zeca Afonso, Liedermacher und Dichter, ist eine mythische Figur der portugiesischen Kultur. Er gilt als historische Referenz im Kampf für die Freiheit während der Diktatur und als Symbol der Revolution, die mit dem Militärputsch vom 25. April 1974 begann, bei dem ein von ihm komponiertes Lied, „Grândola Vila Morena“, als Signal für den Beginn der militärischen Operationen des Befreiungsschlags diente.

Seine besondere Verbindung zwischen künstlerischer Schöpfung und solidarischem Engagement im Einsatz für soziale und populäre Kämpfe für ein gerechteres Leben, ohne je in plakativen Aktivismus abzugleiten, war ein vorbildliches Beispiel für das Streben nach einem Gleichgewicht zwischen künstlerischer Authentizität und ethischem Handeln als engagierter Bürger.

Getragen von einer humanistischen und universellen Kultur lebte und wirkte José Afonso in verschiedenen Gemeinschaften außerhalb Portugals, insbesondere in Deutschland. Die revolutionäre Phase in Portugal nach dem 25. April weckte das Interesse vieler junger Deutscher, die sich solidarisch in Volksbewegungen und Genossenschaftsinitiativen engagierten, insbesondere in der Agrarreform. In diesem Kontext wurde José Afonso zu einer zentralen Referenzfigur und trug zum kulturellen und politischen Austausch zwischen Portugiesen und Deutschen bei.

Die geplante Diskussion ordnet sich in die Analyse des musikalischen und poetischen Werkes von José Afonso ein und konzentriert sich auf die besondere Beziehung des Künstlers zu seinen Tourneen in Deutschland sowie auf den Zustrom politisch und sozial motivierter junger Deutscher, die vom Wandel in Portugal angezogen wurden. Die Debatte möchte die Wirkung seiner Präsenz und seines Denkens hervorheben – sowohl im künstlerischen Bereich als auch im sozialen Engagement – und zeigen, wie sein Wirken entscheidend zur Schaffung von Brücken zwischen Kulturen und zur Stärkung humanistischer Werte beitrug.
 

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