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News Ein gestrandeter Pottwal an der Costa da Caparica

Iris_K

Super-Moderator
Teammitglied
Wohl schon seit heute morgen um 6:00 Uhr hält sich am Strand Fonte da Telha ein fast 15 m langer Pottwahl auf. Angebliche Versuche der Policia Marítima den Wal in tiefere Gewässer zu ziehen scheiterten am Vormittag. Durch die Flut wurde er immer weiter an den Strand gespült und konnte irgendwann nicht mehr bewegt werden.
Er war laut Aussagen der Behörden verletzt und hat kaum noch eine Chance...

Augenzeugen berichten in Interviews, dass die Polizei nur den Strandabschnitt abgeriegelt hat um zu verhindern, dass sich jemand dem Wal nähert. Erst am späten Nachmittag ist eine Biologin von der Umweltbehörde gekommen. Strandbesucher haben versucht den Wal mit Eimern feucht zu halten und ihn in tieferes Gewässer zu Schieben. Das war leider vergeblich.

Zum Sonnenuntergang lebte er noch...




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Ja, gleich bei uns in der Nähe, ich war zum Glück nicht da und möchte auch gar nicht hin:frown2:
Freunde von uns waren am Strand und hatten mir ein Bild geschickt (wir schauen ja kein TV). Sie waren auch ganz traurig, weil gar nichts getan wurde um das arme Tier zu retten. Habe noch bei der CRAM (Centro de reabilitação de animais marinhos) angerufen, aber die fühlten sich auch nicht zuständig.
Ein echt schlimmer Tag in Fonte da Telha...
Er ist wohl leider gestern noch gegen 21:30 gestorben, hat heute die Presse berichtet.

 
Ich dachte auch, man könnte die Tiere einfach wieder ins Wasser ziehen, mit Schlaufen und Booten. Das Problem ist glaube ich, dass sie eventuell irgendeinen Ortungsdefekt haben und deswegen oft wieder zurück zum Strand schwimmen. Oder hier sieht man auch Gründe:

Leider sind ganz viele Rettungsversuche umsonst, die Tiere werden von ihrem eigenen Gewicht erdrückt...
 
Die egoistischen Menschen zerstören die Welt. Mit allem was darauf ist. Die Wale sind intelligenter als wir, auf jedem Fall in ihrem Sozialleben. Wir könnten viel von ihnen lernen. Aber wir halten uns ja für die Krone der Schöpfung...
 
@Farbenzeit

Kurz hinter Porto /Matosinhos (unterwegs den ersten Tag auf dem Caminho Portugues) sah ich am Strand ein dunkles Teil liegen. Hatte sofort Befürchtungen. Ein vorbei radelnder Portugiese zeigte hinunter und rief: "Dolphin! Dolphin!"

Wir rannten hinunter, in der Hoffnung, dass man vielleicht noch etwas tun könnte. Aber es war zu spät. Der Delphin war glänzend schwarz und sah aus, als ruhe er. Es konnte noch nicht lange her sein, was auch immer geschehen war. Mich überkam eine solche Traurigkeit, dass ich einfach über ihm kniete und ihn nass weinte. Aus seiner leeren Augenhöhle floß ein blutiger Tränenstrom. Vermutlich hatte eine Möwe ihm das Auge ausgehackt. Es saßen noch mehrere wartend nicht weit weg.

Ohne zu übertreiben kann ich sagen, dass dieses selbst im Tod noch wunderschöne und beeindruckende Tier mein Leben verändert hat. Seitdem habe ich mich über das Geschehen im Meer zunehmend informiert, besuche Veranstaltungen. Habe auf einem großen Infoschiff im Emder Hafen vieles über die Verschmutzung und Zerstörung der Ozeane erfahren. Heute bin ich aufmerksam, versuche Kunststoff zu vermeiden, wo es nur geht. Sammle in Stoffbeuteln Müll auf, wenn ich am Wasser bin, gerade Netzteile, Pet-Flaschen und ähnliches Zeug, das für Jahrhunderte die Meere verseuchen würde.

Wer sehen möchte, der kann es. Wer leugnet wird alles lächerlich machen. Nein, ich bin kein "Gutmensch", der Andere belehren möchte. Jeder kann sich selbst entscheiden, wie er sein Leben gestalten möchte. Aber wenn alle schweigen wird sich nichts ändern. Es muss Rufer in der Wüste geben!
Übrigens esse ich seitdem weder Fleisch noch Fisch. Es klappt gut, wenn es mir auch manchmal schwer wird. Weil ich will!

Nie wieder in meinem Leben werde ich einem Meeressäuger so nahe kommen. Er weckte große Ehrfurcht in mir. Als wir gingen, schaute ich immer wieder zurück. Auf das angeschwemmte Plastikbett, in dem der Delphin lag. Nie werde ich diesen Anblick vergessen!

Ich akzeptiere alle Meinungen. Aber wünsche mir das für meine auch.
 
Die Strandungen sind immer eine traurige Geschichte, aber der Schutz der Wale führt glücklicherweise dazu, dass sich die Bestände einiger Arten mittlerweile erholen. Ich verlinke mal einen Artikel hierzu:
 
Jetzt mal eine blöde Frage:

Wie wird denn eigentlich ein toter Wal am Strand "entsorgt"?
Ich meine, diese Tiere sind ja tonnenschwer und ich hab mal gehört, dass, wenn ein Wal für längere Zeit tot liegt, er auch explodieren kann! :angst:

 
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