Wenn ich daheim in DE bin, schaue ich regelmäßig in der EDP-App nach dem Verbrauch, ob alles in Ordnung ist. Da im Juni das Haus unbewohnt war und auch kein Luftentfeuchter oder Kühlschrank lief, war zu erwarten, dass der Verbrauch null ist. Man sieht tatsächlich auch, wenn die Nachbarn nach dem Rechten geschaut haben, aber das ist ein unbeabsichtigter Nebeneffekt.
Überraschenderweise konnte ich aber sehen, dass es ab dem 20. Juni einen deutlichen Verbrauch gab. Kurioserweise sahen die Verbrauchskurven auch so aus, wie man sie erwarten würde, wenn dort jemand wohnt. Nachts gegen null, morgens nach 6 Uhr deutlicher Verbrauch, als wenn nun jemand aufgestanden ist und duschen war usw. Halt die typischen Verbrauchskurven, jedoch in Summe recht niedrig.
Ich habe es mir ein paar Tage angeschaut. Die Nachbarn waren drüben und hatten geschrieben, dass alles in Ordnung ist und alle Verbraucher abgeschaltet sind. Ich hatte dann gebeten, noch den Disjuntor auf 0 zu stellen. Die Verbrauchskurven blieben, also bin ich für ein paar Tage nach Portugal geflogen, um nach dem Rechten zu schauen. Es war tatsächlich alles bestens und der Zählerstand war, wie zu erwarten, der gleiche wie bei der letzten Abreise.
Der Zähler ist ein Sagemcom S212. Über den orangen Bedienknopf kommt man in das Menü des Zählers. Das ist schon sehr spannend. Man kann neben den aktuellen Verbrauchswerten z. B. den Tarif oder den höchsten Verbrauch der letzten 30 Tage usw. auslesen. Man findet im Netz oder über die KI auch Hilfestellung, aber je nach Stromanbieter kann das auch variieren.
Wer diesen Zähler hat, hat bestimmt schon die gelbe LED gesehen, die mal schneller und mal langsamer blinkt oder auch dauerleuchtet. Sie zeigt den aktuellen Verbrauch. Langsames Blinken heißt niedriger Verbrauch, schnelleres Blinken höherer Verbrauch. Dauerleuchten heißt tatsächlich, der Momentanverbrauch ist null. Das ist interessant, wenn man das Haus für länger verlässt und schauen möchte, ob man alles abgeschaltet hat. Im Menü ist der Momentanverbrauch tatsächlich so exakt, dass eine LED-Leuchte mit 0,010 kW angezeigt wird. Das ist aber in dem Fall auch die kleinste Auflösung.
Nun zu den Verbrauchskurven, die mir in der App angezeigt wurden. Ich konnte genau rekonstruieren, was es damit auf sich hat. Die Google-KI wusste, dass fehlende Verbrauchswerte, wenn die Datenübertragung gestört ist, durch Schätzkurven gefüllt werden. Ich hatte mich dann damit sehr genau auseinandergesetzt. Es ist der jeweilige Wochentag ausschlaggebend. Es wird der Verbrauch der letzten 12 Wochen, jeweils an diesem Wochentag aufaddiert und dann der Mittelwert gebildet. Dadurch entstehen eben diese realistischen Verbrauchskurven. Da wir aber den Großteil des Jahres nicht im Haus sind, verlaufen diese typischen Verlaufskurven jedoch deutlich flacher, als wenn wir im Haus sind. Nach einem Monat ohne Daten werden dann nur noch Nulllinien angezeigt. Dummerweise gibt die App keinen Hinweis darauf, dass es sich um Schätzkurven handelt. Im Gegenteil, bis zum Nachmittag des Folgetages findet sich der Hinweis, dass noch keine Daten übertragen wurden. Dann verschwindet der Hinweis und entweder wird die Schätzkurve oder, nach einem Monat, eine Nulllinie angezeigt.
Man sieht auch, dass die Monatsablesung in der App nicht mehr erscheint.
Jetzt seit ein paar Tagen werden wieder Daten übertragen. Eigentlich sollten auch die fehlenden Verbrauchswerte der vergangenen Zeit ersetzt werden, da sie im Zähler zwischengespeichert werden, aber das war bei mir bisher nicht der Fall.
Ich dachte mir, ich schreibe hier einmal ins Forum. Falls jemand Ähnliches erlebt, kann er es wenigstens zuordnen.
LG und ein schönes WE
Chap
Edit: Ich sehe gerade, wenn die tatsächlichen Zählerdaten vorliegen, werden die Schätzkurven der vergangenen Zeit noch einmal ersetzt, es wird ein anderer Algorithmus als der 12 Wochen Mittelwert verwendet. Aber auch das sind nicht die realen Verbrauchswerte. Man erkennt jetzt aber sofort an der Darstellung (keine 15 Minuten Auflösung), dass es keine realen Verbrauchswerte sind.
Überraschenderweise konnte ich aber sehen, dass es ab dem 20. Juni einen deutlichen Verbrauch gab. Kurioserweise sahen die Verbrauchskurven auch so aus, wie man sie erwarten würde, wenn dort jemand wohnt. Nachts gegen null, morgens nach 6 Uhr deutlicher Verbrauch, als wenn nun jemand aufgestanden ist und duschen war usw. Halt die typischen Verbrauchskurven, jedoch in Summe recht niedrig.
Ich habe es mir ein paar Tage angeschaut. Die Nachbarn waren drüben und hatten geschrieben, dass alles in Ordnung ist und alle Verbraucher abgeschaltet sind. Ich hatte dann gebeten, noch den Disjuntor auf 0 zu stellen. Die Verbrauchskurven blieben, also bin ich für ein paar Tage nach Portugal geflogen, um nach dem Rechten zu schauen. Es war tatsächlich alles bestens und der Zählerstand war, wie zu erwarten, der gleiche wie bei der letzten Abreise.
Der Zähler ist ein Sagemcom S212. Über den orangen Bedienknopf kommt man in das Menü des Zählers. Das ist schon sehr spannend. Man kann neben den aktuellen Verbrauchswerten z. B. den Tarif oder den höchsten Verbrauch der letzten 30 Tage usw. auslesen. Man findet im Netz oder über die KI auch Hilfestellung, aber je nach Stromanbieter kann das auch variieren.
Wer diesen Zähler hat, hat bestimmt schon die gelbe LED gesehen, die mal schneller und mal langsamer blinkt oder auch dauerleuchtet. Sie zeigt den aktuellen Verbrauch. Langsames Blinken heißt niedriger Verbrauch, schnelleres Blinken höherer Verbrauch. Dauerleuchten heißt tatsächlich, der Momentanverbrauch ist null. Das ist interessant, wenn man das Haus für länger verlässt und schauen möchte, ob man alles abgeschaltet hat. Im Menü ist der Momentanverbrauch tatsächlich so exakt, dass eine LED-Leuchte mit 0,010 kW angezeigt wird. Das ist aber in dem Fall auch die kleinste Auflösung.
Nun zu den Verbrauchskurven, die mir in der App angezeigt wurden. Ich konnte genau rekonstruieren, was es damit auf sich hat. Die Google-KI wusste, dass fehlende Verbrauchswerte, wenn die Datenübertragung gestört ist, durch Schätzkurven gefüllt werden. Ich hatte mich dann damit sehr genau auseinandergesetzt. Es ist der jeweilige Wochentag ausschlaggebend. Es wird der Verbrauch der letzten 12 Wochen, jeweils an diesem Wochentag aufaddiert und dann der Mittelwert gebildet. Dadurch entstehen eben diese realistischen Verbrauchskurven. Da wir aber den Großteil des Jahres nicht im Haus sind, verlaufen diese typischen Verlaufskurven jedoch deutlich flacher, als wenn wir im Haus sind. Nach einem Monat ohne Daten werden dann nur noch Nulllinien angezeigt. Dummerweise gibt die App keinen Hinweis darauf, dass es sich um Schätzkurven handelt. Im Gegenteil, bis zum Nachmittag des Folgetages findet sich der Hinweis, dass noch keine Daten übertragen wurden. Dann verschwindet der Hinweis und entweder wird die Schätzkurve oder, nach einem Monat, eine Nulllinie angezeigt.
Man sieht auch, dass die Monatsablesung in der App nicht mehr erscheint.
Jetzt seit ein paar Tagen werden wieder Daten übertragen. Eigentlich sollten auch die fehlenden Verbrauchswerte der vergangenen Zeit ersetzt werden, da sie im Zähler zwischengespeichert werden, aber das war bei mir bisher nicht der Fall.
Ich dachte mir, ich schreibe hier einmal ins Forum. Falls jemand Ähnliches erlebt, kann er es wenigstens zuordnen.
LG und ein schönes WE
Chap
Edit: Ich sehe gerade, wenn die tatsächlichen Zählerdaten vorliegen, werden die Schätzkurven der vergangenen Zeit noch einmal ersetzt, es wird ein anderer Algorithmus als der 12 Wochen Mittelwert verwendet. Aber auch das sind nicht die realen Verbrauchswerte. Man erkennt jetzt aber sofort an der Darstellung (keine 15 Minuten Auflösung), dass es keine realen Verbrauchswerte sind.
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