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Diskussion zu den erneuerbaren Energien

Ich seh das anders. Nicht mal alle Dachflächen würden ausreichen. Außerdem scheint nun mal nachts keine Sonne. Ich weiß, Totschlagargument, aber Fakt.
Auch kommt immer wieder der Vorschlag, die Auto-Akkus dann als Grundlastspeicher zu benutzen.
Aber Hand aufs Herz, wer würde das denn machen ?
So ein Akku kostet derzeit noch verdammt viel Geld. Leider hält die derzeit verfügbare Technik nicht ewig. Es wird von max. 4000 Ladungen ausgegangen. Das reicht in einem Autoleben eine ganze Zeit.
Wird jetzt der Akku aber jede Nacht genutzt, reduziert sich das massiv.
Jetzt kommt wieder das Argument, die werden ja dann billiger. Ich hab keine Glaskugel, weiß aber aus der Erfahrung, das die Kugel Eis von Trittin auch ganz schön teuer geworden ist.
Man kann sich nur an das halten, was Stand der Technik ist.
Und der gibt es derzeit einfach noch nicht her. Und wir wollen mal nicht vergessen, das die alles nur von wohlhabenderen gestemmt werden kann.
So eine PV-Anlage kostet schon etwas, auch wenn man, wie ich, sie selbst installiert, kostet sie etwa 1500-2000 Euro. Dazu kommt das Problem in Deutschland, das man nicht einfach den Überschuss einspeisen kann, sondern mit Zähler und allem Gedöns rechnen muss. Um den Eigenverbrauch wegen diesem Schwachsinn zu erhöhen, muss ein Hausspeicher her, der dann richtig ins Geld geht.
Alles in allem, kostet das richtig viel Geld, das nicht alle zur Verfügung haben. Das wird bei den Befürwortern gerne vergessen.

Nicht, das dies alles nicht sinnvoll ist, aber man muss doch in der Realität bleiben. Nicht alles, was technisch machbar ist, kann sich jeder leisten oder ist praktikabel.

Diese negative Einstellung in Deutschland gegen Kernenergie ist so unglaublich doof, das man nur den Kopf schütteln kann. Es gibt heute kleine beherrschbare Reaktoren.
Das Problem war tatsächlich die Gier der Konzerne, die riesige Kraftwerke bauen liessen, um halb Deutschland zu versorgen.
Wieso nicht kleinere, die vielleicht 1000 oder 5000 Haushalte versorgen können und von denen keine Gefahr ausgeht?
Aber beim Thema Atomkraft gehen in Deutschland die Schranken runter, da wird nicht mal mehr geforscht. Sogar das nachdenken darüber ist verpönt.
Dabei wird leider vergessen, das Strahung nicht an der deutschen Grenze halt macht. Wenn also in Belgien, Frankreich, Holland, Polen, Tschechien oder sonstwo ein AKW hochgeht, betrifft uns das genauso. Was hilft uns das dann?
Entweder alle oder keiner. Wenn alle, dann doch so, das die Deutschen führend in Sicherheit und Technik sind. Oder will noch jemand solche Blechhütten wie in Tschernobyl?

Wenn sich vor 100 Jahren das E-Auto durchgestetzt hätte, würde jetzt in Deutschland darüber diskutiert werden, das Magnetfelder schädlich sind, das der Abtrieb der Reifen unfassbar umweltschädlich ist und das Recycling der Akkus die Mitarbeiter solchen Gefahren aussetzt, das es verboten werden sollte. Ganz zu schweigen davon, das der Abbau der seltenen Erden ein massiver Raubbau an der Ressourcen unserer Erde ist und uns die nachfolgenden Generationen dafür verfluchen werden.
So sieht es leider in Deutschland aus, da wird alles kaputt diskutiert. Das fängt beim Fussball an, geht über Abtreibung bis hin zu Sterbehilfe. Für alles gibt es gute Gründe aber jede Menge Verbohrte, die massiv dagegen Sturm laufen.

Der Widerstand gegen EE ist nicht da, dagegen ist, denke ich keiner. Wogegen die Menschen sind, sind die Kostensteigerungen, die damit einher gehen. Wie ich schrieb, gegen die Kugel Eis hatte keiner was, wenn dafür die Gefahr des GAUs gemildert wurde. Aber leider ist es so, das diese Kugel entweder riesig geworden ist oder man eben bald jede Stunde eine essen muss.
DAS war der Grundfehler, das der Stromkunde alles bezahlen soll durch garantierte Zahlungen.
Heute hat er nichts davon, Jobs in der Solarindustrie fielen weg, der Strom ist so teuer wie fast nirgendwo und der gesamte Standort Deutschland wankt jetzt nach solch dummen Entscheidungen.

Es ist richtig, das die Nord-Süd Verbindung fehlt. Da zeigt sich die Crux perfekt auf. Alle wollen sauberen Strom, aber die Windräder und Leitungen will keiner. Auf betreiben eines Irren, der jetzt Innenminister für heimische Bäumchen ist, muss die Trasse eingebuddelt werden. Dazu müssen viele Bäumchen gefällt werden, aber da war er ja noch nicht für diese zuständig.

Es ist wie bei meinem Umbau hier im Haus, ich kann erst in ein Zimmer ziehen, wenn es soweit fertig ist. Wenn ich eins streiche, Möbel reinstelle und dann merke, Mist, um den PC anzuschliessen brauch ich da ja eine Steckdose, hab ich Pech gehabt und nicht richtig nachgedacht.
Da werdet ihr mir zustimmen, erst muss die Infrastruktur stehen, dann kann der zweite Schritt erfolgen.

Da ist Deutschland aber immer ganz helle, die machen viele Schritte auf einmal und dan wundert man sich, wenn man stolpert und fällt.
AKWs abschalten ok, EE Ausbau OK, aber dann VOR dem abschalten der Kohle alle Randbedingungen erfüllen und eben nicht auf die Öko-Gurus hören, für die der Strom aus der Steckdose kommt und die eh nur wenig davon brauchen, weil sie Elsa, die Kuh, zur Selbstversorgung haben.

Entwicklung von Speichern? Daran wird seit Jahren geforscht, bisher ohne den entscheidenden Durchbruch. Auch wenn jedes Jahr in irgendwelchen Medien was davon berichtet wird.
Nix ist davon derzeit zu sehen oder zu kaufen. Die Handyhersteller wären die ersten, die das im "kleinen" Rahmen nutzen würden.
Aber, Fehlanzeige.
Verbesserungen bei den Erzeugern, ja, besser PV-Module, bessere Windgeneratoren. Aber Speicher? NEIN.
Das wird eben noch dauern, wenn es denn gelingt.

Und das Thema Stromsparen ist ja wohl ein Witz. In Deutschland wird seit über 30 Jahren zum Stromsparen angehalten. Wasserkocher zum erhitzen des Wasser propagiert, was die hier in Portugal gar nicht kennen, die Freunde der Kleinen staunen immer wieder darüber.
Die EU macht Vorgaben zum Stromsparen, die schon nerven. Da schalten sich TV-Geräte oder Reciever selbst ab, weil man 3h das gleiche Progamm sieht ohne umzuschalten. Da wurden, zu recht, die Glühbirnen verboten. TV Geräte verbrauchen weniger, wie wir aus einem anderen Thread wissen, waschen Waschmaschinen mittlerweile nicht mehr bei der angegeben Temperatur, um A+++ zu erreichen.
Aber im Endeffekt? Zahlt der Kunde heute mehr für den wenigen Strom als früher für mehr.
Was auch logisch ist, da sich eben die Fixkosten auf weniger Verbrauch aufteilen müssen.
Es ist wie beim Wasser, da führt das massive sparen auch schon zu Mehrkosten.

Das alles führt beim Bürger zu dem Gefühl, massiv verarscht zu werden. Und das nur auf diesem Gebiet. Dazu gesellt sich dann die Politik, die beim Thema Auto, Migration, Umweltschutz, Steuern usw. einen Klopps nach dem anderen reisst.
Was denkt sich Otto Normalverbraucher?
Ach, leckt mich doch alle ....

Es wird leider vergessen, bei den massiven Änderungen den Menschen mitzunehmen.
 
Ja, viele wahre Sätze.
Im Prinzip liegt es doch daran, dass kein Interesse besteht,
geld- und machtbringende Gegenbenheiten abzuschaffen,
zum Wohle des Menschen an sich und nicht weniger, die profitieren.
Sonst wäre sicher deutlich mehr möglich zu machen.
 
Stimmt, wie in so vielen anderen Bereichen auch.
Der, der hat, will eben nix abgeben. Jedenfalls nur sehr selten. Egal ob Macht, Geld oder Land.
 
@ Ozzy
das was du da so schreibst, könnte auch von einem Energieanbieter stammen.
Alleine mit PV Strom bei optimaler Nutzung der vorhandenen Dächer, wäre aktuell in Deutschland ca. 1/3 des Strombedarfs gedeckt.
Wenn dadurch eine deutlich bessere dezentrale Energieversorgung entsteht, dann wird wiederum wesentlich weniger Energie benötigt, da die Verluste viel geringer sind. Dazu wird sich ein bewußterer Umgang mit Energie nochmal positiv auswirken und die Verbräuche sinken lassen.
Die ganzen Freilandanlagen sind da noch nicht mit eingerechnet. Da ist noch ein großes Potential auf ehemaligen Deponien z. B..
Speichersysteme gibt es schon reichlich auf dem Markt ( alle Krankenhäuser, Telefonanbieter, Internetdienste usw. verfügen über riesige Speicher ) und es sind auch genügend an neuen Systemen in der Forschung. Aber alle Systeme brauchen erst ihre Tests und die Möglichkeiten der großindustriellen Herstellung sind auch nicht von heute auf morgen erledigt. Dazu kommen noch die Zeiten um Patente zu sichern. Es geht dabei um sehr viel Geld.
Ich bleibe dabei. Wenn die Weichen von der Politik heute richtig gestellt werden, dann könnte Deutschland eines der ersten Länder sein, die das hinbekommen. Dazu muß es aber auch gewollt werden. Ein allgemeines Umdenken ist dafür auf jeden Fall sehr wichtig.
Man muß es auch als Chance sehen. Wer zuerst kommt, malt zuerst. Denn andere Länder werden folgen und auch die Systeme und Bausteine benötigen. China ist da im großen Wandel. Es ist nicht mehr das Land das die Technologien klaut oder nachbaut. Sie sind inzwischen Wegbereiter und wenn Deutschland nicht aufpasst, läuft es nur noch hinterher. Davon können aber über 80 Millionen Menschen in so einem kleinen Land nicht leben.

Hier in Portugal ist das alles noch viel leichter. Hier gibt es genug Sonne und auch noch einen wesentlich verlässlicheren Wind.
 
Hi Shogun,

wie Du richtig schreibst, ein Drittel des Strombedarfs könnte gedeckt werden mit PV.
Mal ein paar Zahlen und Zitate:
Das Potential auf deutschen Dächern wird auf 161GWp geschätzt. Davon sind derzeit etwa 46GWp installiert. Könnte also noch verdreifacht werden, dann aber sieht es wirklich wie im SciFi aus.
Hier ein Auszug des Fraunhofer Institutes:
Im Jahr 2018 deckte die PV mit einer Stromerzeugung von 46 TWh [ISE4] ca. 8,7% des Netto-Stromverbrauchs in Deutschland, auf Basis der Verbrauchszahlen des Vorjahres.
Alle Erneuerbaren Energien (EE) kamen zusammen auf ca. 43%. Bezogen auf den Brutto-Stromverbrauch liegen die Anteile bei ca. 7,7% für PV und ca. 38% für alle EE.
An sonnigen Werktagen kann PV-Strom zeitweise bis zu 45%, an Sonn- und Feiertagen bis zu 60% unseres momentanen Stromverbrauchs abdecken.

Hört sich gut an.

Aber dann kommt das dazu:

Im Jahr 2018 wurden in Deutschland 2,6 GW neue PV-Kraftwerkskapazität bis zum Stichtag 30.11.2018 bei der Bundesnetzagentur gemeldet (Stand 3.1.2019), das sind ca.
2,5% des weltweiten Zubaus. Das am 1.1.2019 in Kraft getretene Energiesammelgesetz hat das jährliche Ausbauziel („atmender Deckel“) auf 1,9 GW gesenkt.
Der Koalitionsvertrag vom März 2018 sieht vor, den Anteil Erneuerbarer Energien (EE) bis 2030 auf 65 Prozent des Bruttostromverbrauchs anzuheben. Dazu ist ein stetiger
jährlicher PV-Zubau von ca. 5 GW notwendig.
Um unseren Energiebedarf überwiegend oder vollständig aus EE zu decken, werden ca. 150-200 GW installierte PV-Leistung benötigt, neben einer Reihe weiterer Maßnahmen.
Nehmen wir uns dafür Zeit bis 2050, so müssen jährlich im Mittel 4-5 GW PV zugebaut werden. Zunehmend müssen auch Altanlagen ersetzt werden. Diese Ersatzinstallationen
fallen derzeit noch kaum ins Gewicht, sie steigen jedoch im voll ausgebauten Zustand bei einer angenommenen Nutzungsdauer von 30 Jahren auf 6-7 GW pro Jahr!

Also, halten wir fest, es gibt ein Potential von 161GWp, um vollständig aus PV den Bedarf zu decken, braucht man 150-200. Reicht also vielleicht gerade so, vielleicht auch nicht.
Der Zubau wurde jetzt gedeckelt auf 1,9GWp, benötigt werden aber min. 5GW, eher das doppelte bis dreifache.
Dazu kommen die Freilandflächen, aber die stehen in Konkurrenz zur Landwirtschaft zur Biomasseerzeugung.

Dann kommt leider dazu, das die installierte Leistung leider nicht der produzierten Leistung entspricht. Da will ich nicht auf Dunkelflaute oder sonstwas hinweisen. Sowas kommt selten vor, aber muss auch abgefangen werden.

Dezentral ist gut, weil es wirklich Verluste begrenzen kann. Aber zum einen ist es politisch ja nicht gewollt und zum anderen wird das gerade eben NICHT zu sparsamen Verhalten führen.
Wenn ich meinen Strom selbst erzeuge, lass ich eben mal das Licht an, ist doch egal. Das ist in den Köpfen drin.
Ganz abgesehen davon, das elektrische Energie die beste der Möglichen Energien darstellt, da es eine an sich saubere Energie ist. Wir lassen da mal die Erzeugung außen vor.
Wenn die dann nämlich zu 100% EE wäre, wäre sie ja sauber. Dann würde viel mehr auf elektrische Heizung umgestellt, was dann eben sauber ist.
Autos die mit Strom fahren, Bahnen, womöglich Flugzeuge, wird jedenfalls dran geforscht.
Also wieso sollte Otto Sparsam auf einmal Strom sparen?
Aktuell ist der Trend hin, alles mit einem Motor zu versehen, Rollläden, Thermostaten, Tore, Geschwindigkeitsanzeigen usw.
Das Strom gespart wird, ist definitiv nicht anzunehmen.
Womöglich wenn die deutsche Industrie wessentlich kleiner ist, dann wird der Bedarf kleiner werden. Nur, wer will das?

Bei Speichern bin ich nicht bei Dir. Natürlich gibt es welche, aber sind die zu 100% belastbar? Wie lange halten die? Wie teuer sind die?
Wer sich mal für Hausspeicher interessiert, stösst schnell auf Tesla. Da kann man dann aber nur abwinken, bei den Preisen.
Ich bräuchte min. 10kWh, besser wäre mehr. Da werden noch Preise aufgerufen, da kann ich 50 Jahre lang den Strom von der EDP beziehen.
Darauf kommt es an, nicht wieviel CO2 man sparen kann.

Denn wenn es darum gehen würde, würde die Welt die Hunderten von Miiliarden in Aufforstungsprojekte stecken, die wirklich was bewirken würden.

Bei China bin ich wieder bei dir. Die sind heute schon am "Westen" vorbei gezogen.
Und bei Portugal. Hier lohnt sich PV und Solarwärme, aber was passiert?
Viel zu wenig, weil es auch eben sehr teuer ist.
 
Hallo Ozzy

Die rund 160 GW an möglichen Dachflächen sind aktuell richtig.
Es gibt aber noch ein riesiges nicht genutztes Potential. Z.B. oben auf Lärmschutzwänden, längs an Bahntrassen und Autobahnen in einem bis zu 110mtr. breitem Abstand. Also Flächen die nicht für die Landwirtschaft genutzt werden. Ich halte nichts von Freilandanlagen auf Ackerflächen (.Muß aber leider zugeben, dass ich die in der Vergangenheit auch gebaut habe. Zu der Zeit war mir die Dimension aber noch nicht so bewußt wie heute.)
Ebenso sind ehemalige Deponien prima nutzbar.
Das Potential für PV ist alleine in Deutschland weit höher wie 160 GWp.

Ich weiß nicht wofür du so einen großen Speicher brauchst. Wenn ich es richtig verstanden habe, hast du nur eine relativ kleine Anlage ( 1,5 Kw/p ? ) . Das was du eher brauchst, ist ein effizienter Speicher mit einem guten Management. Ich denke, 5 Kw/h reichen vollkommen aus.
Der hier ist z.B. aktuell ein wirklicher Topspeicher. Allerdings für deine Anlage eigentlich immer noch zu groß.


Eine Komplette Anlage ( Inselanlage !!! ), um einen typischen normalen Haushalt ( 2 Erwachsene plus 2 Kinder) mit einem Jahresverbrauch von etwa 4000 Kw/h vollkommen unabhängig zu machen, liegt so bei ca. 10.000€.
Mit Wartungskosten und Austausch der Akkus über eine Laufzeit von 20 Jahren bei ca. 15000€. Pro Jahr also 750€.
Ich finde schon, dass sich das rechnet. Der Strompreis bleibt so immerhin stabil und steigt nicht. Muß allerdings natürlich vorfinanziert werden. Wer etwas Eigenleistung beim Aufbau bringt und deutlich sparsamer mit der Energie umgeht, kommt auch mit der Hälfte an Kosten aus.
Z.B ein Angebot aus Spanien

Reicht hier im Süden vollkommen aus. Hat ein Freund verbaut. Er hätte alleine für das Kabel legen zu seinem WE-Haus bei der EDP mehr bezahlen müssen. Stromanschluß wäre ja noch in Top gekommen.

Wer mit Strom oder Solar auch heizen will, braucht natürlich mehr. Aber auch das ist möglich, jedoch sollte man dann sein ganzes Haus von Anfang an richtig planen und darauf auslegen.
Das es geht, weiß ich genau. Mein Haus ( 400 qm ) in Deutschland funktioniert seit knapp 30 Jahren so. Es produziert deutlich mehr Energie wie dort benötigt wird.
 
Ich kenn auch die Neuentwicklungen, die man sogar senkrecht an Lärmschutzwände bauen kann. Die Frage ist doch will man das und wer zahlt das?
Denn das Hauptproblem ist doch, das Nachts nicht die Sonne scheint. Bei Wind ist das anders, aber da ist die Fläche noch begrenzter.

Wieso eine so große Kapazität? Weil es hier eben auch mal einige Tage dunkel sein kann. Letzte Woche nur 6kWh, weil es viel geregnet hat.
In dieser Zeit kommt dann aber eben noch zum normalen Verbrauch das Stromheizen in der Nacht, weil es nunmal kalt ist.
Deswegen plane ich ja auch derzeit eine Pelletheizung zu integrieren.

Deine Links sind interessant, aber ganz ehrlich, wer hat denn das Geld? Du vielleicht und ein paar in Deutschland.
Das ganze ist doch ein Luxusthema. Wenn ich mir die Potenica ansehe, die EDP anbietet, die bei 2400W anfängt, kann man damit wirklich nur TV und Licht betreiben.
Diese Menschen würden wahrscheinlich mit einer Anlage wie meiner super über die Runden kommen, aber sich sowas eben nicht leisten können.

Und ich will mir keine Batterie leisten, die derzeit noch zu unsicher ist.
Ich hab meine Erfahrung mit einem E-Roller gemacht, meine Mutter mit einem E-Fahrrad.
Bei mir sind nach 2 Jahren nutzen und, meine Schuld, einige Zeit nicht nutzen, die Akkus platt. Kosten min. 800 Euro neu. Da knn ich einen neuen Roller von kaufen.
Bei dem Fahrrad meiner Mutter hat der neue Akku 500 Euro gekostet und da er nun neuer ist, andere Technologie, neues Netzteil für 200 Euro.

Das wird dann zu Mundpropaganda, die Menschen von E-Autos abschreckt.
Wobei man da noch warten muss auf größere Erfahrungswerte.
Dazu kommen aber noch die Probleme mit dem Laden. Es gibt keine universelle Technik.
Wieso schreibt die EU hier keinen Stecker vor, gibt nur Vorgaben, das jeder Neubau Ladeanschlüsse haben soll.

Wie Du schreibst, wenn von Anfang an darauf geplant wird, ist ein Mehrenergiehaus möglich.
Doch es gibt viele Althäuser, sehr viele. Und wer kann die Mehrkosten aufbringen.
Ist wie bei der Waschmaschine aus einem anderen Thread hier. Jeder weiß, Miele ist gut und sollte lange halten.
Aber die sind so teuer, das viele eben was anderes nehmen. Eben dreinmal so teuer.

Möglich, das vieles billiger werden würde, wenn massiv so gebaut und geplant werden würde.
Aber sicher ist es nicht.

Spassig die Meldung von heute: Stromkosten

Es werden die Menschen gleich auf massiv höhere Kosten eingeschworen. Bald wird wieder von "alternativlos" gesprochen, da ja der Strom verteilt werden muss.
Ich frag mich da immer, was eigentlich die Konzerne so bezahlen?
Klar zahlt am Ende immer der Kunde, aber bei solchen Summen, die da genannt werden, werden nie die Gewinne schmäller.
Wenn wir etwas kaufen, bauen, planen usw. müssne wir in Vorleistung treten um zB. später davon billigeren Strom oder Wärme von der Sonne zu haben.
Die Konzerne reichen es direkt an den Kunden weiter und die Gewinne an die Investoren.

Womit produzierst du in deinem Haus soviel Energie in Deutschland?
 
Wenn die Anlage richtig aufgebaut ist, produziert sie auch genug Energie bei schlechterem Wetter.
Wichtig ist dabei, mit den genutzten Verbrauchern seinen Verbrauch recht genau im Vorraus zu berechnen. Danach wird die Anlage abgestimmt.
Natürlich muß man es vorfinanzieren. Bei den aktuellen Zinsen kann man es auch gut über eine Bank machen. Belohnt wird man mit Strompreisen die pro Kw/h weit unter denen der Energieanbieter liegen. Aktuell mit Energiespeichern kommt man so auf 14-18Cent pro Kw/h wenn man ordentlich plant. Der Strompreis ist dann auch fix für die nächsten Jahre. Wie ich finde, ein lohnenswertes Invest. Es geht heute nicht mehr darum mit einer Anlage geld zu verdienen. Es geht darum, das Geld auf dem Konto zu behalten und nicht jeden Monat an den Stromanbieter zu geben. Natürlich lohnt es sich nur für die, die langfristig planen können und dort wohnen bleiben wollen.
Wenn ich sehe, dass die meisten einen riesigen Bildschirm zu Hause an der Wand hängen haben, mir aber dann erzählen sie hätten kein Geld für eine PV, dann müssen sie eben weiter das Geld in den Rachen der Großkonzerne schmeißen.
Wer mit Strom heizen will, sollte über eine Wärmepumpe nachdenken. Die passt optimal zu einer PV-Anlage.
Und eine Anlage die nur für TV und Licht reichen muß, der kommt mit einer Anlage für noch nicht einemal 1000€ prima klar. Das sind meines Erachtens überschaubare Kosten.

Akkus müssen eben gut behandelt werden. 7-10 Jahre sind eine ganz normale Standzeit bei guter Pflege. Unwissenheit schützt vor Kosten nicht. Das zeigt dein eigenes Beispiel nur zu gut. Dafür können aber die Akkus nichts.
Wir haben lange Jahre im Wohnmobil vollkommen autark (Strom) gelebt. Nur mit 400Ah Akkuleistung und 400Wp auf dem Dach ( aufstellbar ) plus 100Wp mobil für den Notfall. Die Akkus sind inzwischen 8 Jahre alt und tun noch immer ihren Dienst.
Ich kenne genügend Wohnmobilisten, die ihre Akkus nach 1-2 Jahren geschrottet haben. Alle schimpfen immer auf ihre Akkus, dabei haben sie sie einfach nur falsch behandelt. Da gibt es viel Aufklärungsbedarf. Leider sind die üblichen Verkäufer daran nicht unschuldig. Sie erzählen wirklich viel Bockmist und klären nicht richtig auf.

Zu den neuesten Ankündigungen von den Stromnetzbetreibern, kann ich nur den Kopf schütteln. Da wird Misswirtschaft zum zweiten Mal auf den Stromkunden umgelegt. Da ich in der Branche länger tätig war, glaube ich mich ein wenig auszukennen.
Eines ist sicher. ohne den Ökostrom wäre in naher Zukunft der Strom noch deutlich teurer. Den der drückt schon seit langem den Preis.
Die Strompreise könnten in Deutschland deutlich niedriger sein, wenn die Kosten auch real umgelegt und die Gewinne der Konzerne klar geregelt wären.

Das Haus in Deutschland hat eine große Fläche an selbst gebauten Warmwasserkollektoren die mit einem großen Speicher unterm Haus ( auch selbst entworfen und gebaut ) verbunden sind. Das reicht für Heizung und Warmwasser das ganze Jahr über.
Dazu kommt eine 10 Kw/p PV- Anlage, die aber erst später montiert wurde. War vor knapp 30 Jahren noch viel zu teuer.
 
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Junge junge, selten so viel Blödsinn gehört.
Da wird mit Begrifflichkeiten hantiert, die er gar nicht verstanden hat.
Da wird munter Spannung mit Frequenz vertauscht, da werden Zusammenhänge nicht verstanden und und und.
Da kann man nur die Hände über dem Kopf zusammen schlagen.
Heidenei, würde man in Hessen sagen...
 
Nach dem Video muss ich wohl meine Akku-Sense zum Händler zurück bringen, is wohl kaputt, immer so nach 2h Sensen kommt die Ladung nicht mehr vom Kreislauf zurück.:skeptisch:
 
Hehe, du musst deinen Kreislauf nur mit dem Akku verbinden, dann geht da noch was :fies:

Ich verstehe zwar, worauf er hinaus will, aber so verdreht, mein Gott. Echt krass.
Nun weiß ich wenigstens, wie manche, die sowas irgendwo kommentieren, aussehen.
Da war wohl das ein oder andere Pfeifchen nicht mehr so gut.
 
Nicht nur in Deutschland ist der Weg zur Energiewende nicht einfach. Aktuell ein Großprojekt im Alentejo, das von der Bevölkerung abgelehnt wird.
Mega-Solarpark in Portugal:
 
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