Nach mehreren Aufenthalten an der Algarve verschlug es uns Anfang August nach Sintra. Es war mein erster Portugal-Urlaub nach jahrelanger Abstinenz und einigen Fremdgängen.
Mit GermanWings und anständigem Rückenwind schafften wir es in nur 2,5 Stunden Flugzeit von Köln nach Lissabon. Die Flugroute ging entlang der Küste über Porto und die Serra de Sintra. Sicher gelandet, freut man sich auf den Moment, wenn sich die Luke des Fliegers öffnet und die Atlantikluft hineinströmt.
Am Flughafen nahmen wir unseren Mietwagen entgegen (Sunnycars; Achtung: keine Zusatzversicherungen abschließen!) und im ersten Moment dachte ich, es hat sich nichts geändert: die Portugiesen fahren immer noch wie die Henker. Zur Überzeugung begibt man sich in den dreispurigen Kreisel an der Flughafenausfahrt. Hier hat man gleich die Möglichkeit, landestypische Sitten zu erleben, insb. als Deutscher, die mit einem Kreisel grundsätzlich überfordert sind.
Sintra birgt ein immergrünes Mikroklima, was diese Gegend so reizend macht. Wenn man zuvor nur im kargen Süden war, ist man schlicht von der Natur beeindruckt. Der Wind tut sein Übriges, auch bei knapp 30 Grad kommt man nicht wirklich ins Schwitzen. Morgens hängen oftmals dichte Nebelschwaden in den Hügeln, was ein stimmungsvolles Bild erzeugt.
Sintra bietet unzählige Schlößer oder Parkanlagen - kurz gesagt, die Könige bauten in dieser klimatisch angenehmen Region ihr Sommerdomizile, um aus der Hitze im Landesinneren fliehen zu können. Natürlich war das portugiesische Königshaus mit dem Hause Sachsen-COBURG und Gotha vertächtel-mächtelt, was mich, mit Verlaub, ein wenig Stolz macht.
Die gleichnamige Stadt bietet sich zum Flanieren an, Wanderer kommen natürlich in der Serra auf auf ihre Kosten. An dieser Stelle sei ausdrücklich auf den Reiseführer von Johannes Beck verwiesen. Er hat uns so manches erklärt.
Unsere Unterkunft befand sich in Praia das Macas. Meiner Meinung nach ein sehr guter Ausgangspunkt für Erkundungen in der ganzen Region. Man findet einen kleinen Hausstrand vor, der durch die Winde im letzten Winter etwas kleiner geworden ist. Der Ort bietet ansonsten eine kleine Markthalle, einen Super-Mercado und eine kleine Auswahl an Restaurants sowie Bars. Sonst nichts, wie gesagt, ein guter Ausgangspunkt. In der Hauptsaison fährt auch die kleine Tram nach Sintra. Absolut empfehlenswert! Die Buslinie 441 verkehrt ebenfalls nach Sintra - u.a. hält sie auch am nahen Praia Grande.
Zum Baden eignen sich die Strände je nach Gezeiten nur bedingt. Noch dazu kommen die eher kühlen Wassertemperaturen. Ich liebe jedoch genau diese Umstände - der rauen Seewind, die heftige Brandung, der nackte Kampf mit den Strömungen! Gemäßigter geht es wohl an den Stränden in Estoril zu, die man gut mit dem Auto erreichen kann.
Apropos Autofahren. Kein Ding der Unmöglichkeit in Portugal. Man sollte nur auf die ungeschriebenen Gesetze im Kreisel achten, dann überlebt man. Selbst Lissabon war mit dem Auto auch kein Problem. Wir fanden sogar kostenlose Parkplätze vor. Oder man fährt an einen Parkplatz in den Randbezirken und nimmt dann die Bahn (z.B. in Belem). Letztere verkehrt regelmäßig von Sintra aus nach Lissabon zu einem sehr günstigen Preis.
Und da wären wir auch schon beim zweiten Highlight: die Nähe zu Lissabon, was natürlich unmöglich ist, hier zu beschreiben. Einfach drauf los und eine Runde mit der Linie 28. Hin und wieder anhalten, flanieren und den Kaffeepegel schön konstant halten (Bica, portugiesischer Espresso ab 50 Cent an den Tresen so mancher Cafes).
Mit dem Auto kann man auch wunderbare Tagestouren nach Ericeira, Peniche oder gar Nazare von Praia das Macas aus starten.
Abschließend kann man einen Urlaub in Sintra nur empfehlen. Man kann wandern, einen Strandurlaub verbringen, Lissabon erkunden usw. Auch für Hobbyfotografen ein besonderes Bonbon, für Surfer sowieso.
Mit GermanWings und anständigem Rückenwind schafften wir es in nur 2,5 Stunden Flugzeit von Köln nach Lissabon. Die Flugroute ging entlang der Küste über Porto und die Serra de Sintra. Sicher gelandet, freut man sich auf den Moment, wenn sich die Luke des Fliegers öffnet und die Atlantikluft hineinströmt.
Am Flughafen nahmen wir unseren Mietwagen entgegen (Sunnycars; Achtung: keine Zusatzversicherungen abschließen!) und im ersten Moment dachte ich, es hat sich nichts geändert: die Portugiesen fahren immer noch wie die Henker. Zur Überzeugung begibt man sich in den dreispurigen Kreisel an der Flughafenausfahrt. Hier hat man gleich die Möglichkeit, landestypische Sitten zu erleben, insb. als Deutscher, die mit einem Kreisel grundsätzlich überfordert sind.
Sintra birgt ein immergrünes Mikroklima, was diese Gegend so reizend macht. Wenn man zuvor nur im kargen Süden war, ist man schlicht von der Natur beeindruckt. Der Wind tut sein Übriges, auch bei knapp 30 Grad kommt man nicht wirklich ins Schwitzen. Morgens hängen oftmals dichte Nebelschwaden in den Hügeln, was ein stimmungsvolles Bild erzeugt.
Sintra bietet unzählige Schlößer oder Parkanlagen - kurz gesagt, die Könige bauten in dieser klimatisch angenehmen Region ihr Sommerdomizile, um aus der Hitze im Landesinneren fliehen zu können. Natürlich war das portugiesische Königshaus mit dem Hause Sachsen-COBURG und Gotha vertächtel-mächtelt, was mich, mit Verlaub, ein wenig Stolz macht.
Die gleichnamige Stadt bietet sich zum Flanieren an, Wanderer kommen natürlich in der Serra auf auf ihre Kosten. An dieser Stelle sei ausdrücklich auf den Reiseführer von Johannes Beck verwiesen. Er hat uns so manches erklärt.
Unsere Unterkunft befand sich in Praia das Macas. Meiner Meinung nach ein sehr guter Ausgangspunkt für Erkundungen in der ganzen Region. Man findet einen kleinen Hausstrand vor, der durch die Winde im letzten Winter etwas kleiner geworden ist. Der Ort bietet ansonsten eine kleine Markthalle, einen Super-Mercado und eine kleine Auswahl an Restaurants sowie Bars. Sonst nichts, wie gesagt, ein guter Ausgangspunkt. In der Hauptsaison fährt auch die kleine Tram nach Sintra. Absolut empfehlenswert! Die Buslinie 441 verkehrt ebenfalls nach Sintra - u.a. hält sie auch am nahen Praia Grande.
Zum Baden eignen sich die Strände je nach Gezeiten nur bedingt. Noch dazu kommen die eher kühlen Wassertemperaturen. Ich liebe jedoch genau diese Umstände - der rauen Seewind, die heftige Brandung, der nackte Kampf mit den Strömungen! Gemäßigter geht es wohl an den Stränden in Estoril zu, die man gut mit dem Auto erreichen kann.
Apropos Autofahren. Kein Ding der Unmöglichkeit in Portugal. Man sollte nur auf die ungeschriebenen Gesetze im Kreisel achten, dann überlebt man. Selbst Lissabon war mit dem Auto auch kein Problem. Wir fanden sogar kostenlose Parkplätze vor. Oder man fährt an einen Parkplatz in den Randbezirken und nimmt dann die Bahn (z.B. in Belem). Letztere verkehrt regelmäßig von Sintra aus nach Lissabon zu einem sehr günstigen Preis.
Und da wären wir auch schon beim zweiten Highlight: die Nähe zu Lissabon, was natürlich unmöglich ist, hier zu beschreiben. Einfach drauf los und eine Runde mit der Linie 28. Hin und wieder anhalten, flanieren und den Kaffeepegel schön konstant halten (Bica, portugiesischer Espresso ab 50 Cent an den Tresen so mancher Cafes).
Mit dem Auto kann man auch wunderbare Tagestouren nach Ericeira, Peniche oder gar Nazare von Praia das Macas aus starten.
Abschließend kann man einen Urlaub in Sintra nur empfehlen. Man kann wandern, einen Strandurlaub verbringen, Lissabon erkunden usw. Auch für Hobbyfotografen ein besonderes Bonbon, für Surfer sowieso.
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