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Massentourismus auf Madeira in der Deutschen Welle TV.

@Farbenzeit, wenn @Jerakeen sagen will, dass man sich nicht beklagen sollte, dass sich die Welt weiter dreht, und man kein Recht darauf hat, dass alles so bleibt, wie man es gewohnt ist oder wie man es gerne hätte, dann hat sie natürlich vollkommen recht. Genauso ist es. Wenn sie aber nicht versteht, worüber man sich da ärgert und vor allem, dass man den „alten guten Zeiten“ nachtrauert, würde ich widersprechen.

Mich überkommt schon manchmal die Wehmut, wenn ich an einem Ort komme, an dem ich schon vor 30 Jahren war, und statt António und Johanna nur noch Selfie knipsende Schwachmaten in riesigen Rudeln vorfinde. Und genau diese Rudel sind der Ausdruck einer wirklich fragwürdigen Tourismuspolitik und gesellschaftlichen Fehlentwicklungen (meine These). Aber ja, so ist es halt. Ich vermeide solche wehmütige Erinnerungen ganz einfach, in dem ich nicht mehr hingehe.

Da hat @Jerakeen wieder recht. Man geht dann eben woanders hin. Manchmal reichen schon ein paar 100 m oder wenige Kilometer. Das funktioniert sogar auf den meisten Inseln.
 
@Farbenzeit, Man geht dann eben woanders hin. Manchmal reichen schon ein paar 100 m oder wenige Kilometer. Das funktioniert sogar auf den meisten Inseln.
Meist reicht es auch, die richtige Zeit im Jahr zu wählen, wenn man die Möglichkeit hat. ;-)
Gerade auf Madeira, wo man über weite Teile des Jahres ein gleichbleibend angenehmes Klima hat.
LG Chap
 
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So halten wir es auch, im Sommer waren wir noch nie auf den Inseln :fies:.
Und natürlich gibt es genug Flecken, wo man keine/wenig Leute trifft.
Von Massentouristen sind wir auch bisher verschont, Kreuzfahrtschiffe können nur auf der Nachbarinsel anlegen, keine Sandstrände etc.
Und auch lustig, wie unterschiedlich das empfunden wird: die Freunde, die grad auf São Miguel weilen,
schrieben zu einer Sehenswürdigkeit: "da war gar nix los, höchstens 15 Leute".
Für uns wär das schon zu viel gewesen. Aber die zwei sind auch Madeira gewöhnt ;).
 
Das sowieso. Die Hauptzeit möglichst vermeiden. Das war aber eigentlich schon immer so. Ich denke, das klappt heute auch noch meistens. Aber zumindest Lissabon muss man davon ausnehmen. Zumindest auf den Hauptflaniermeilen winken einen sogar im Winter die Touristenfänger in die Restaurants. Und leider gibt es ja auch den Strukturwandel. Ob nun um den Rossio herum viele oder wenig Touristen unterwegs sind, voll war es da schon immer. Die Innenstadt hat sich funktional und strukturell verwandelt. Der Charme ist weg und kommt auch nicht wieder. Das ein generelles Phänomen. Es betrifft eigentlich nicht nur die Innenstädte, sondern unser ganzes Leben. Alles wird anders und man schaut manchmal etwas wehmütig zurück. Für die nächste Generation ist aber ganz normal und vielleicht sogar besser als vorher. Also alles wie immer, seit tausenden von Jahren.
 
Wenn man sich selbst als Tourist bewegt, ist es ja auch wieder eine ganz andere Situation als wenn man an diesen Orten lebt.
Da kann ich weder Hauptsaison vermeiden noch die Urlauber beim Einkaufen, Essen gehen, an den Badestellen usw.
Bin auch gespannt, wie das von uns in den kommenden Jahren empfunden wird, wo wir dann Langzeitaufenthalte auf der Insel haben werden.
Ich habe mal ne Zeit lang in einer Touristenhochburg an der Mosel gewohnt und gearbeitet. Man hat so eine Art Untergrund- Leben entwickelt,
eine Parallelwelt auf einer andern Ebene sozusagen.
 
Siehste @Farbenzeit, es gibt immer einen Ausweg. Bisher hatten wir nur an die Zeit und die zweidimensionale Oberfläche gedacht, dem Trubel zu entkommen. Du bist aber schon viel weiter und hast noch eine weitere Dimension entdeckt. Einfach nach unten abtauchen, in den Untergrund. :fies:
 
Ganz oberflächlich und ohne Tiefgang:
Wir sind gerade auf Madeira, sitzen mehr oder weniger alleine im Restaurant, und sind vorwiegend Einheimischen begegnet.
Gestern auf der Wanderung zwei tapferen Salzburger Rucksackmädels, heute eine ebenso bepackte junge Deutsche auf Inseltour.
Sonst niemandem!
Aber wir turnen auch abseits der PRs bei Ilha bzw. dem Boca das Voltas herum
LG
Iris
 
Ganz oberflächlich und ohne Tiefgang:
Wir sind gerade auf Madeira, sitzen mehr oder weniger alleine im Restaurant, und sind vorwiegend Einheimischen begegnet.
Gestern auf der Wanderung zwei tapferen Salzburger Rucksackmädels, heute eine ebenso bepackte junge Deutsche auf Inseltour.....
Hallo Iris,
wie du weißt, haben wir im letzten Spätsommer zwei ganz herrliche Wochen auf Madeira verbracht, auch dank deiner Unterstürtzung ;-)
Ich kann deine Aussage nur bestätigen. Es kam uns nicht überlaufen vor. Ich bin an einem Nachmittag die Levada Norte (?) gegangen, um zu erkunden ob sie zum Laufen geeignet ist. Da war es in der Tat sehr voll, das war mir tatsächlich aufgefallen. Es hatte dann zur Folge hatte, dass ich am folgenden Tag früh aufgestanden bin und die Strecke ganz früh gelaufen bin. Man kann sich halt darauf einrichten und es war traumhaft schön die Strecke morgens bei Sonnenaufgang zu laufen.

Ansonsten hätte ich mich auch nicht darüber beschwert, weil ich dann ja Teil des Problems wäre ;-).
LG
Chap
 
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