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Fair Reisen - Tourismus und Ethik

AW: Fair Reisen - Tourismus und Ethik

Ich habe nur auf deinen Beitrag nº 15 geantwortet !!


Die von einem Forumsteilnehmer in diesem Thread genannten Bedingungen unter denen er seine Reise bucht, gelten glücklicherweise nur für ihn.
Die Menschen sollen reisen, denn durch Reisen kann man Vorurteile abbauen und Verständnis für gegebene Situationen bekommen.
Johan

Ganz recht - reisen kann helfen Vorurteile abzubauen.

Ob das innerhalb des Massentourismus wirklich so ist, bezweifle ich.

Die verbliebenen Einwohner von Venedig z.B. sehen es mittlerweile in der Mehrheit auch anders.

Manche Hohlköpfe sollten meiner Meinung nach gar nicht reisen, sondern nur virtuell mittels Tablet (welches sie sowieso nur für Konsumscheiße oder Idiotenspiele benutzen) die Welt anschauen. Da wäre schon viel gewonnen.

Der Massentourist hat seine individuelle Verantwortung bereits beim Buchen, ach was - bereits beim Durchblättern des (online)Katalogs abgegeben und wälzt sich ebenso massenhaft per Bus oder Kreuzfahrtschiff durch kleine Dörfer, Inseln, landschaftlich schöne Ziele.

Dabei gerne darauf achtend, dass alles wie zu Hause ist.
Ob Currywurst / Döner / Burger in der Strandbar oder einheimisch sprechendes Personal auf dem großen Dampfer.
Das Fremde will man aus der sicheren Entfernung sehen, aber nicht spüren.

Und der Flug zum Ballermann /Karibik / Thailand mit zwei Wochen Strand im All-Inclusiv-Schuppen ist schon aus Umweltaspekten sehr fragwürdig.
Noch schlimmer ist die Umweltbilanz bei den überwiegend mit Schweröl fahrenden Kreuzfahrtschiffen.

Als Wirtschaftszweig hat sich der Massentourismus etabliert. Das muss man zur Kenntnis nehmen. Wo richtig Geld verdient wird, werden ethische Maßstäbe eher belächelt. Aber das Geld landet eben mehrheitlich nicht bei denen, die hart dafür arbeiten.

Aus rein egoistischen Gründen könnte ich den Massentourismus sogar befürworten. Je mehr Wahnsinnige sich am Ballermann und Co. vergnügen, desto mehr Ruhe habe ich selbst an anderen schönen Plätzen.

Aber diese Haltung ist politisch natürlich gar nicht korrekt.

Für mich selbst habe ich reisetechnisch ein klare Linie gezogen.
Ich mags gerne individuell - andere mögen es anders sehen.
Auch o.k.
 
AW: Fair Reisen - Tourismus und Ethik

Der ethisch verantwortungsvoller Individualreisender aus Deutschland und Portugal
Johan
 

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AW: Fair Reisen - Tourismus und Ethik

Die Bilder sind wirklich originell. Kompliment. :) Bin amused.

So kann man ein Thema extrem zuspitzen bzw. karikieren, wenn man auf ernsthafte Diskussion keine Lust mehr hat.
Vielleicht war auch bereits alles gesagt - aber noch nicht von allen :D

Der deutsche WOMO-Fahrer mit Super-Sportwagen und Katamaran entspricht eher weniger dem durchschnittlichen Individualurlauber aus der Mittelschicht.

Der Mann mit dem Bündel Chourizos aber auch nicht. :)
Dieser verhält sich zumindest ökologisch ziemlich korrekt, sofern die Würste nicht aus Massentierhaltung in Deutschland stammen und per Flugzeug nach Portugal transportiert wurden.

LG
Wolfgang
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Fair Reisen - Tourismus und Ethik

wenn man auf ernsthafte Diskussion keine Lust mehr hat.
Vielleicht war auch bereits alles gesagt - aber noch nicht von allen :D
E
Es ist aber nicht meine Absicht diese Diskussion zu killen. Es geht mir halt um eine kleine Aufheiterung in der Diskussion.


Der Mann mit dem Bündel Chourizos aber auch nicht. :)
Dieser verhält sich zumindest ökologisch ziemlich korrekt, sofern die Würste nicht aus Massentierhaltung in Deutschland stammen und per Flugzeug nach Portugal transportiert wurden.

Naja,die Deutsche haben sicherlich einige Rollen 3-lagiges-Klopapier in ihrem WOMO. Etwas, das bei dem Portugiesen fehlt. Vielleicht hat er ein Paar Papiertaschentücher dabei, die er dann in der Landschaft liegen lässt.:mad:
Johan
 
AW: Fair Reisen - Tourismus und Ethik

E

Naja,die Deutsche haben sicherlich einige Rollen 3-lagiges-Klopapier in ihrem WOMO. Etwas, das bei dem Portugiesen fehlt. Vielleicht hat er ein Paar Papiertaschentücher dabei, die er dann in der Landschaft liegen lässt.:mad:
Johan

Papiertaschentücher sind das aber nicht. Eher Damenbinden oder so was:confused:

16795509gf.jpg


LG
M
 
AW: Fair Reisen - Tourismus und Ethik

Der Massentourist hat seine individuelle Verantwortung bereits beim Buchen, ach was - bereits beim Durchblättern des (online)Katalogs abgegeben und wälzt sich ebenso massenhaft per Bus oder Kreuzfahrtschiff durch kleine Dörfer, Inseln, landschaftlich schöne Ziele.

Wer oder was ist denn genau ein Massentourist? Den Backpacker gibts in Massen, Hymermobilrentner sind nach der schwarzen die weiße Pest, die Europa überrollt. Golfer und Surfurlauber fallen in Massen ein und All Incluse Touristen kommen auch in Massen.
Jede Form von Individualurlaub ist heutzutage Massenurlaub, eben weil es soviel Individualurlauber gibt, die es an ein und den selben schönen Platz zieht.
Ethisch korekt verhält sich der Urlauber, der ordentlich Kohle in seinem Urlaubsland ausgibt.

LG
M
 
AW: Fair Reisen - Tourismus und Ethik

Also, wer tatsächlich seine Unterkunft direkt im Land bucht, hier bezahlt und seine Ferien wie ein normaler Mensch verbringt, dh. einen Teil in den Läden, einen Teil in den Restaurants läßt, ein paar Mitbringsel kauft, tut schon eine Menge für das Land.
Man muss ja nicht den ganzen Einkauf bei L... und A... tätigen.

Meine Region hier zumindest lebt fast ausschliesslich davon.

Frank
 
AW: Fair Reisen - Tourismus und Ethik

Danke Frank - damit hast Du die Diskussion wieder geerdet.

Dein Statement können bestimmt alle Forianer, die mit offenen Augen durch die Welt gehen, unterschreiben.

Wolfgang
 
AW: Fair Reisen - Tourismus und Ethik

Danke Frank - damit hast Du die Diskussion wieder geerdet.

Dein Statement können bestimmt alle Forianer, die mit offenen Augen durch die Welt gehen, unterschreiben.

Wolfgang

Das sehe ich auch so.

Und vermutlich lässt sich ein weiteres Resümee aus den verschiedenen Beiträgen dieser lebhaften Diskussion ziehen:

Die Forderung nach nach mehr verantwortlichem Handeln bei Reiseplanung und -durchführung lässt sich nur zu einem kleinen Teil mit absoluten Regeln erfüllen.
Wichtiger ist das Bewusstsein des Einzelnen für seine oder ihre Verantwortung und der Wille, diese Verantwortung auch wahrzunehmen.
Ganz nach den eigenen Möglichkeiten und dem Rahmen, in dem die Reise stattfindet.

Wäre das ein denkbarer Konsens?

Vorweihnachtliche Grüße aus Berlin

Alex
 
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