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Datenschutz in Portugal

Gibt es Datenschutz in Portugal?

  • Ja oder Nein

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    Stimmen: 0 0,0%

  • Umfrageteilnehmer
    0

heidi 33

Amigo
Teilnehmer
Hallo Miteinander,
nun lebe ich schon ein paar Jahre in Portugal und bin doch immer wieder überrascht im Umgang mit Behörden und sowohl öffentlich wie auch privaten Einrichtungen , woran ich mich im Laufe der Zeit allerdings gewöhnt habe und dank meiner besseren Sprachkenntnisse und dem besseren Englisch der jungen Generation es keine Probleme mehr gibt.
Letzthin bin ich bei meinem Bankbesuch aber wieder sehr irritiert worden. Zwecks Vervollständigung meines Profils verlangte die Bankangestellte die Zugangsdaten zu meinem Steuerkonto, also nicht nur die NIF, sondern die kompletten Zugangsdaten.
Als ich mich nach deutscher Art vehement weigerte, wollte sie meine EC- Karte nicht aktvieren. Mir blieb also nichts übrig als nachzugeben. Obwohl ich nichts zu verbergen habe, blieb bei mir ein sehr merkwürdiges Gefühl zurück.
Die Frage, die sich mir nun stellt: Gibt es ein Datenschutzgesetz in Portugal und wenn ja , gilt es auch für Banken?
Meine deutsche Bank hat jedenfalls noch nie einen Zugang zu meinen Steuerdaten gewünscht.
Vielleicht kennt sich jemand in der Angelegenheit aus. Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen.
 
Hallo Heidi,
was fuer Zugangsdaten? Das Kennwort?
Das kann man ja zum Glueck aendern.....
So etwas habe ich bei der Bank noch nicht erlebt.
Aber zum Beispiel in den Apotheken nervt es mich jedesmal, wenn die das so eine File ueber mich anlegen wollen. Weil ich mir denke, das das bei denen komplett ungeschuetzt ist und es auch gar kein Verstaendnis fuer Datenschaut gibt..... so langsam aendert es sich durch die Eu-Vorschriften....
 
Hallo Miteinander,
nun lebe ich schon ein paar Jahre in Portugal und bin doch immer wieder überrascht im Umgang mit Behörden und sowohl öffentlich wie auch privaten Einrichtungen , woran ich mich im Laufe der Zeit allerdings gewöhnt habe und dank meiner besseren Sprachkenntnisse und dem besseren Englisch der jungen Generation es keine Probleme mehr gibt.
Letzthin bin ich bei meinem Bankbesuch aber wieder sehr irritiert worden. Zwecks Vervollständigung meines Profils verlangte die Bankangestellte die Zugangsdaten zu meinem Steuerkonto, also nicht nur die NIF, sondern die kompletten Zugangsdaten.
Als ich mich nach deutscher Art vehement weigerte, wollte sie meine EC- Karte nicht aktvieren. Mir blieb also nichts übrig als nachzugeben. Obwohl ich nichts zu verbergen habe, blieb bei mir ein sehr merkwürdiges Gefühl zurück.
Die Frage, die sich mir nun stellt: Gibt es ein Datenschutzgesetz in Portugal und wenn ja , gilt es auch für Banken?
Meine deutsche Bank hat jedenfalls noch nie einen Zugang zu meinen Steuerdaten gewünscht.
Vielleicht kennt sich jemand in der Angelegenheit aus. Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen.
Grundsätzlich hatten wir das Thema immer mal wieder, pauschal würde ich sagen, dass es "großzügiger" gehandhabt wird, als in Deutschland. Die Forensuche bietet auch einen Haufen Beiträge hierzu, aber vermutlich nicht passgenau, was Du suchst.

Einen Artikel von 2020 hierzu verlinke ich dir mal, vielleicht hilft dir der weiter:
 
Hallo,
erst einmal die Antwort: JA, natürlich(!) gibt es in PT Datenschutz. Generell gelten in PT die Datenschutzgesetze der EU, erst recht, wenn es um sich um "grenzüberschreitende" Prozesse und Institutionen handeln (wie Banken).

Zum beschriebenen Vorgang: NEIN, keine Bank (oder Bankangestellter) darf die Zugangsdaten zu irgendwohin abfragen, weder zum Finanzportal, noch zur Sozialversicherung, noch zum Insta- oder FB-Account ... NIEMALS! Dieses Vorgehen sollte direkt vor Ort dem zuständigen Stellenleiter (Direktor) gemeldet und eine Beschwerde beim für Banken zuständigen Institution "Banco de Portugal" gemeldet werden.

!!! Die Zugangsdaten würde ich natürlich direkt ändern, das ist selbsterklärend. !!!

Die Banken sollen und müssen regelmäßig die Kundendaten und -Profile überprüfen, das ist Fakt. Die Steuernummer (NIF) bestätigen zu lassen gehört ebenfalls zum Pflichtenheft. Aber eben keine Zugangsdaten. Zum Glück verlangt seit dem 1. Juli das Finanzamt in PT nach und nach (schrittweise also) eine 2-Faktor-Authentifizierung, im einfachsten Fall wird ein Berechtigungscode per SMS verschickt, womit man den Zugang von Benutzernamen und Passwort bestätigen muss. (Puh! endlich)

Weitere Infos zu Banken und Datenschutz:

"Disclaimer..." Ich bin weder Anwalt noch in sonstiger Weise im rechtlichen Umfeld tätig, also bitte nicht ernst nehmen. :cool:
 
Aber zum Beispiel in den Apotheken nervt es mich jedesmal, wenn die das so eine File ueber mich anlegen wollen.
Ich weiß jetzt nicht, was in Portugal da in den "Akten" dann steht. Kann ja auch hilfreich/wichtig sein, su.

Bei uns in D fragen wir bei unsern Patienten auch nach, ob wir sie als Kunden anlegen dürfen.
Da kommen die Adressdaten, wenn erlaubt, auch Telefonnummer und Krankenkassendaten (Mitgliedsnummer, Status, Befreiung) rein. Dann können wir über unsre software Verkäufe und Medikamentenversorgung abrufen. Unverträglichkeiten, Risiken usw einsehen. Finanzamt ist da noch ausgeschlossen :). Jahresübersichten über Zuzahlungen und Käufe für Kasse oder Steuern kann man damit aber komfortabel erstellen.
Wenn Lieferungen erfolgen sollen, Rückfragen bestehen, Unklarheiten mit dem Arzt geklärt werden müssen, Sachen auf Rechnung bestellt werden usw. erleichtert das sehr die Arbeit.
Das ist eine absolut sinnvolle Sache. Natürlich freiwillig und es wird eine Datenschutzerklärung unterschrieben. Die Daten sind nur für unsern Betrieb.

Mit der gläsernen Patientenakte allerdings gibt es viel weiterführende Einsichten, zB welche Ärzte besucht werden oder ob und in welchen andern Apotheken eingekauft wird. Das kann aber jeder Patient bei seiner Kasse ablehnen. Hab ich zB gemacht. Muß man allerdings aktiv Widerspruch einlegen.



Vielleicht war die Anfrage der Bank hiermit begründet:

6. Automatischer Austausch von Informationen:

Die EU hat mehrere Richtlinien und Abkommen eingeführt, die den automatischen Austausch von Informationen zwischen den Mitgliedstaaten fördern. Dazu gehört insbesondere die Richtlinie über die Zusammenarbeit der Verwaltungsbehörden (Richtlinie 2011/16/EU), die den Austausch von Informationen über steuerliche Angelegenheiten regelt.


CRS (Common Reporting Standard):

Viele EU-Staaten haben sich dem internationalen Standard für den automatischen Austausch von Finanzinformationen (CRS) angeschlossen, der von der OECD entwickelt wurde.

Banken und Finanzinstitute sind verpflichtet, Informationen über Kontoinhaber an ihre jeweiligen nationalen Steuerbehörden zu melden, die diese Informationen dann an andere Länder weitergeben.

Zugriff auf Kontoinformationen:

Das Finanzamt hat nicht direkt Zugriff auf alle Kontoinformationen oder IBAN-Nummern einer Person in der EU.

Der Zugang zu solchen Daten erfolgt in der Regel über:


Anfragen bei Banken:

Wenn das Finanzamt einen konkreten Verdacht auf Steuerhinterziehung hat, kann es bei den Banken Anfragen stellen. Diese Anfragen müssen jedoch rechtlich begründet sein und unterliegen bestimmten Datenschutzbestimmungen.
 
Wenn die NIF zugeteilt wurde, dann bekommt man von den Finanzbehörden in Portugal ein Schreiben mit der Steuernummer in dem neben der Steuernummer auch die steuerliche Adresse aufgeführt ist, die dort hinterlegt ist. Ich denke darum geht es. Das Schreiben wollte die Bank in Portugal auch von mir haben, das ist denn wieder das Thema CRS System.

LG Chap
 
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