Hallo @HenryHill,
ich sehe das ähnlich und das ist ganz normal. Benzinpreise in Portugal
Globale Systeme wie der Zertifikatehandel können niemals auf den ersten Wurf alle Probleme gleichzeitig lösen, wie eine eierlegende Wollmilchsau. Und meine Aussage war genau so gemeint: akademisch. Das steht meiner Meinung nach auch immer als erster Schritt vor jedem Handeln. Man modelliert, simuliert, beweist mathematisch usw. Dann setzt man das Modell in die Praxis um, testet zuerst oder geht direkt in Produktion. Nach einiger Zeit sammelt man Erfahrungen, überprüft das Modell und passt es an.
Wenn nun etwas wie der Zertifikatehandel nicht effizient arbeitet, dann müssen Parameter justiert werden. Das wurde über die Jahre ja auch immer wieder so gemacht. Die zu vielen Zertifikate nach der Einführung machten den Preis viel zu günstig. Dieser Mangel wurde durch Verknappung aufgehoben. Bei Anpassungen muss man aber auch vorsichtig sein, zuerst analysieren und manchmal ein nicht optimales System lieber etwas weiterlaufen lassen. Das bedeutet nicht, dass man es nicht kritisieren und Verbesserungen vorschlagen kann. Die größte denkbare Kritik wäre, das vollständige Scheitern auszurufen. Das bedeutet, man schafft es wieder ab und führt dafür etwas anderes ein (den Verbesserungsvorschlag).
Und genau der Verbesserungsvorschlag ist es, was mich an solchen Diskussionen eigentlich interessiert. Was nun hier und da punktuell schlecht lief (Klein-Klein), hast du ja geschrieben, allerdings ohne Begründung. Du schreibst sinngemäß: Der aktuelle Stand des Systems produziert falsche Anreize/falsche Maßnahmen. Gleichzeitig verhindert es Innovationen, die effizienter wären. Ich will dir gar nicht widersprechen. Ich lese allerdings nur eine Behauptung ohne Begründung. Und ich lese nicht einmal eine Andeutung darüber, wie man es besser machen könnte.
Dass heute bei den aktuellen Zertifikatpreisen viele Umweltsünden über „Geld“ erkauft werden können, stimmt. Doch der Preis steigt. Und vielleicht ist das Einfangen von CO₂ sogar eine valide Option. Das ist doch gerade die Technologieoffenheit, das Vertrauen in die Innovationskraft der Menschheit. Stellt sich heraus, dass die Bindung von CO₂ im großen Stil Risiken oder andere Umweltschäden mit sich bringt, dann verbietet man sie. Man verbietet schließlich auch, das Haus des Nachbarn anzuzünden. Ich sehe nichts, was gegen das aktuelle System spricht.
Die Erwartungshaltung sollte ein globales Instrument sein, das am Ende des Tages dazu beiträgt, den CO₂-Ausstoß zu reduzieren. Das tut es bereits heute. Dass noch mehr geht, ist eh klar. Der Preis steigt und damit auch der Druck, CO₂ einzusparen oder meinetwegen aus der Luft zu holen, rauszufiltern oder sogar etwas anderes aus dem CO₂ zu machen.
Lass mich abschließend noch auf dein Beispiel mit Tesla eingehen. Das greift überhaupt nicht. Im Gegenteil: Es bestätigt meine These, man sollte sich nicht mit Klein-Klein abgeben, sondern die Menschen einfach arbeiten lassen. Du stellst es so dar, als würde heute unser Strom durch Kupferleitungen fließen, weil vor fast genau 125 Jahren J.P. Morgan aus Eigeninteresse eine Innovation verhindert hat. Weshalb er es verhindert hat, weiß ich nicht, ich unterstelle nichts. Die Zeit hat nun aber gezeigt, dass er recht hatte und richtig investiert hat. Nicht, weil er eine Innovation verhindert hat, sondern weil er nicht in eine physikalische Sackgasse investiert hat.
Wir wissen heute, dass die drahtlose Energieübertragung à la Tesla über längere Strecken nicht wirtschaftlich sein kann. Beispielsweise wegen des Abstandsgesetzes (Inverse-Square Law). Wenn, dann kommen vollständig andere Technologien in Betracht, von denen Tesla noch nicht einmal geträumt hat, etwa Laser oder Mikrowellen. Wenn man jedoch bedenkt, was ein energiegeladener Laserstrahl alles anrichten kann (und nun rede ich nicht nur von Vögeln, sondern auch von Flugzeugen), dann erkennt man schnell die Probleme, die wir selbst nach 125 Jahren nicht lösen können. Hinzu kommt die schlechte Energieeffizienz.
ich sehe das ähnlich und das ist ganz normal. Benzinpreise in Portugal
Globale Systeme wie der Zertifikatehandel können niemals auf den ersten Wurf alle Probleme gleichzeitig lösen, wie eine eierlegende Wollmilchsau. Und meine Aussage war genau so gemeint: akademisch. Das steht meiner Meinung nach auch immer als erster Schritt vor jedem Handeln. Man modelliert, simuliert, beweist mathematisch usw. Dann setzt man das Modell in die Praxis um, testet zuerst oder geht direkt in Produktion. Nach einiger Zeit sammelt man Erfahrungen, überprüft das Modell und passt es an.
Wenn nun etwas wie der Zertifikatehandel nicht effizient arbeitet, dann müssen Parameter justiert werden. Das wurde über die Jahre ja auch immer wieder so gemacht. Die zu vielen Zertifikate nach der Einführung machten den Preis viel zu günstig. Dieser Mangel wurde durch Verknappung aufgehoben. Bei Anpassungen muss man aber auch vorsichtig sein, zuerst analysieren und manchmal ein nicht optimales System lieber etwas weiterlaufen lassen. Das bedeutet nicht, dass man es nicht kritisieren und Verbesserungen vorschlagen kann. Die größte denkbare Kritik wäre, das vollständige Scheitern auszurufen. Das bedeutet, man schafft es wieder ab und führt dafür etwas anderes ein (den Verbesserungsvorschlag).
Und genau der Verbesserungsvorschlag ist es, was mich an solchen Diskussionen eigentlich interessiert. Was nun hier und da punktuell schlecht lief (Klein-Klein), hast du ja geschrieben, allerdings ohne Begründung. Du schreibst sinngemäß: Der aktuelle Stand des Systems produziert falsche Anreize/falsche Maßnahmen. Gleichzeitig verhindert es Innovationen, die effizienter wären. Ich will dir gar nicht widersprechen. Ich lese allerdings nur eine Behauptung ohne Begründung. Und ich lese nicht einmal eine Andeutung darüber, wie man es besser machen könnte.
Dass heute bei den aktuellen Zertifikatpreisen viele Umweltsünden über „Geld“ erkauft werden können, stimmt. Doch der Preis steigt. Und vielleicht ist das Einfangen von CO₂ sogar eine valide Option. Das ist doch gerade die Technologieoffenheit, das Vertrauen in die Innovationskraft der Menschheit. Stellt sich heraus, dass die Bindung von CO₂ im großen Stil Risiken oder andere Umweltschäden mit sich bringt, dann verbietet man sie. Man verbietet schließlich auch, das Haus des Nachbarn anzuzünden. Ich sehe nichts, was gegen das aktuelle System spricht.
Die Erwartungshaltung sollte ein globales Instrument sein, das am Ende des Tages dazu beiträgt, den CO₂-Ausstoß zu reduzieren. Das tut es bereits heute. Dass noch mehr geht, ist eh klar. Der Preis steigt und damit auch der Druck, CO₂ einzusparen oder meinetwegen aus der Luft zu holen, rauszufiltern oder sogar etwas anderes aus dem CO₂ zu machen.
Lass mich abschließend noch auf dein Beispiel mit Tesla eingehen. Das greift überhaupt nicht. Im Gegenteil: Es bestätigt meine These, man sollte sich nicht mit Klein-Klein abgeben, sondern die Menschen einfach arbeiten lassen. Du stellst es so dar, als würde heute unser Strom durch Kupferleitungen fließen, weil vor fast genau 125 Jahren J.P. Morgan aus Eigeninteresse eine Innovation verhindert hat. Weshalb er es verhindert hat, weiß ich nicht, ich unterstelle nichts. Die Zeit hat nun aber gezeigt, dass er recht hatte und richtig investiert hat. Nicht, weil er eine Innovation verhindert hat, sondern weil er nicht in eine physikalische Sackgasse investiert hat.
Wir wissen heute, dass die drahtlose Energieübertragung à la Tesla über längere Strecken nicht wirtschaftlich sein kann. Beispielsweise wegen des Abstandsgesetzes (Inverse-Square Law). Wenn, dann kommen vollständig andere Technologien in Betracht, von denen Tesla noch nicht einmal geträumt hat, etwa Laser oder Mikrowellen. Wenn man jedoch bedenkt, was ein energiegeladener Laserstrahl alles anrichten kann (und nun rede ich nicht nur von Vögeln, sondern auch von Flugzeugen), dann erkennt man schnell die Probleme, die wir selbst nach 125 Jahren nicht lösen können. Hinzu kommt die schlechte Energieeffizienz.