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Traditionelle Geschäfte in Lissabon kämpfen gegen Globalisierung

carolibi

Amador
Teilnehmer
Stammgast
Die traditionsreichen Geschäfte Lissabons drohen, der Globalisierung zum Opfer zu fallen. Ein neues Projekt der Stadt soll sie jetzt schützen. Meinen Blogbeitrag könnt ihr weiterlesen. :)

Kennt ihr diese kleinen, traditionsreichen Geschäfte in Lissabon oder in anderen portugiesischen Städten? Freu mich über Rückmeldungen!
 
Identitaet, eigenstaendigkeit, das besondere, mal was anderes, kurieus, spannend, anders, unerwartet, tapetenwechsel, ein bz abtaucen in ein anderen welt..
muss ich weiermachen?
dass ist wass der tourist sucht beim verreisen.. sonst kann man gleich daheim bleiben.


Als nicht tourist- bin resident unterstuetze ich dies genauso - auch aus ein rebellion gegenueber die Krake der Globalisierung.
ich kaufe so viel wie moeglich lokal und beim inhaber gefuerhten geschaeften.Praeferiert nicht online kaufen, praeferiert nicht beim Kettengeschaefte.
ich moechte doch service in anspruch nehmen, ein persoenlichen kontakt, und ein gefuehl des ganzen zu sein .. und dann zahl ich eben manchmal ein paar euro mehr, oder muss mich zufrieden geben mit ein kleineren auswahl. und was ist das problem dabei? so unterstuetze ich mein lokalen wirtschaft .. dass heist kreislauf.
 
Ich denke, es ist wichtig, eine Art Gleichgewicht herzustellen, wenn möglich. Die Globalisierung lässt sich nicht rückgängig machen, sie lässt sich aber abschwächen und durch uns, den verantwortungsbewussten Konsumenten, können Konkurrenz und Wettbewerb in einem gewissen Maße beeinflusst und gestaltet werden. Ich lebe in einer globalisierten Welt, ich bin Teil dieser Welt und kann sie deshalb begrenzt auch mitgestalten. Auch die Inhaber dieser kleinen Geschäfte profitieren und leben letztendlich zu einem (großen) Teil von der Globalisierung.

Gegen die Globalisierung zu kämpfen, finde ich, ist der verkehrte Ansatz. Die Globalisierung menschlicher und sozialer machen, auf die Verantwortung multinationaler Unternehmen und des Einzelnen im Prozess der Globalisierung einzuwirken und Gestaltungsmerkmale zu entwickeln (im Kleinen wie im Großen), darin sehe ich eher eine Chance, in einer globalisierten Welt zu bestehen.
 
Die traditionsreichen Geschäfte Lissabons drohen, der Globalisierung zum Opfer zu fallen. Ein neues Projekt der Stadt soll sie jetzt schützen. Meinen Blogbeitrag könnt ihr weiterlesen. :)

Kennt ihr diese kleinen, traditionsreichen Geschäfte in Lissabon oder in anderen portugiesischen Städten? Freu mich über Rückmeldungen!
Eines der Gründe warum mir Lissabon ( und Umgebung ) persönlich als Oldschooler so lebenswert erscheint. Die Entwicklung ist so ca. 20-30 Jahre vor z.B. Hamburg wo es im Drogeriebereich, Konfektion etc. noch ähnlich aus sah. Ich hoffe nur das sich der zu erwartende Niedergang noch ein paar Jahre herauszögert und ich das noch dann weiter genießen kann. Aber auch dort wird irgendwann leider die "moderne" Zeit einziehen und nationale, bzw. globale Ketten das Geschäft übernehmen und man wird in diesem Einheitsbrei mitschwimmen müssen.
 
Aber auch dort wird irgendwann leider die "moderne" Zeit einziehen und nationale, bzw. globale Ketten das Geschäft übernehmen und man wird in diesem Einheitsbrei mitschwimmen müssen.
Sorry, ich finde du verklärst hier rückwärtsgewandt so einiges und die "moderne Zeit" ist längst in Portugal eingezogen und wird ja auch von dir "benutzt". Hast ja deinen Ofen auch bei Leroy, einem Globalplayer, gekauft und nicht bei einem kleinen ortsansässigen Unternehmen ;)

Schornsteine..... Schornsteinfeger??
 
Sorry, ich finde du verklärst hier rückwärtsgewandt so einiges und die "moderne Zeit" ist längst in Portugal eingezogen und wird ja auch von dir "benutzt". Hast ja deinen Ofen auch bei Leroy, einem Globalplayer, gekauft und nicht bei einem kleinen ortsansässigen Unternehmen ;)

Schornsteine..... Schornsteinfeger??
Touche. Aber nur halbwegs. Natürlich sind in P. die moderen Zeiten schon eingebrochen aber eine Kette wie den Franzosenbaumarktler ist ja nun kein Vergleich zu z.B. D'land.

Und natürlich gehe ich hier wie da, wenn es sein muss auch zur Baumarktkette. Aber genau wie hier in HH sieht mich der lokale Schrauben/Eisenwarenhöker in Setubal mehr als genug und ich goutiere den auch wenn es mich ein paar Euros mehr kostet.Das ist ja wohl logisch.
Der feine Unterschied ist aber das ich in einer Millionenstadt wie Hamburg diese Art Geschäfte an einer Hand abzuzählen sind ( und momentan diese noch weiter abnehmen ) also überhaupt kein Vergleich zu Portugal. Noch.
In Lissabon bewege ich mich sozusagen in Heaven's Dreamland wenn ich z.B. in echte Drogeriemärkte mit echten Produkten und echter Beratung will. Sowas findest Du in Hamburg höchsten noch in 1-3 Fachgeschäften ( kein Witz ) der Rest sind Ketten mit austauschbaren, überall gleichen Produkten mit einer angelesenen Beratung auf GugelNiwo.
Dito im Foodbereich wo in P. es noch wesentlich mehr Inhaber geführte Geschäfte gibt als hier im Norden.

Und zurück zum Ofen - wenn mich die angesprochenen Handwerker bei uns im Viertel einen schon selbst zu Leroy schicken und wenig Ferve zeigten hier Geld verdienen zu wollen... tja dann... Meinerseits wollte ja auch eher was schniekes altes haben aber besagte "Ofenfachleute" hatten scheinbar keinen Bock....
 
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