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Offtopic aus: Coronavirus ...(nicht nur in Portugal)

Fribou

Amigo
Hallo zusammen,


Ist zwar nicht wirklich wichtig, aber Du würfelst hier schon Dinge zusammen, die so nicht unbedingt zusammengehören. Wichtig ist aber schon, das habe ich hier schon öfter erwähnt, dass es nach deutschem und auch europäischem Recht keinerlei Abwägung bei Leben und Unversehrtheit von Menschen geben kann. Das Leben eines Menschen ist immer unendlich viel wert und daher keiner Abwägung gegen andere Rechtsgüter zugänglich. Auch übrigens gegen kein anderes Leben. Der Staat hat die unbedingte Pflicht, Leben zu schützen, wo immer dies möglich ist. Wenn offen abgewogen würde, wäre dies ein Verstoß gegen unsere Verfassung.


Das ist Deine Vorstellung davon, und ehrlich gesagt finde ich diese gruselig. Frage doch bitte die Familien mit Opfern, mit Risikopatienten, mit alten jungen Menschen die gestorben sind. Was maßt Du Dich an, das als Preis anzugeben, den Du hoffentlich nicht zahlen musst?


Eine seltsame Vorstellung von Individuum ... Du hast ja nichts gegen die Toten, bzw. sind sie "der Preis" für "die Freiheit". Was bitte ist das für eine Vorstellung von individueller Freiheit, die mit individuellen Opfern erkauft wird? Ich dachte, aber das denke ich nicht wirklich, dass wir in der Zivilisation weiter gekommen sind, als unsere Mitmenschen zu opfern, um dafür eine Freiheit zu bekommen, die doch am Ende nur die Freiheit ist, unsere Welt und die Menschen auszubeuten und zugrunde zu richten.


auch nicht per Video?


Woher willst Du das wissen?


woher stammt diese Information?


auf welche Zahlen berufst Du Dich?


Dass es angeblich zwecklos sei, wird von denen gepredigt, denen es recht oder egal ist, wenn Menschen sterben. Wir müssen keine Opfer akzeptieren, sondern Du willst die Opfer akzeptieren, weil es Dir egal ist oder Deinem Weltbild entspricht. Das ist etwas völlig anderes und absolut nicht der Zwang, als den Du es hier hinstellen willst. Es wäre sehr leicht, wenige andere Länder und unser eigenes im März haben das gezeigt, mit eher kurzen und harmlosen Einschränkungen die Dinge viel besser in den Griff zu bekommen. Dass man das nicht tut, hat etwas mit dem Kuschen vor den neoliberalen Kräften zu tun, die unsere Demokratie und die Freiheit seit 30 Jahren immer mehr aushöhlen. Zu welchen Polarisierungen und Instabilitäten das führt, kann man gut an den USA sehen und der dortigen Zerrüttung der Gesellschaft. Das ist keine Freiheit, das ist schlimmster Zwang für viele Menschen und es wird schlimmer. Von der Situation in Flüchtlingslagern und Krisengebieten dieser Welt ganz zu schweigen. Aber davon muss man schweigen, sonst funktioniert das schöne Bild der Freiheit nicht mehr.


Das ist eine und Deine Scheinalternative und völliger Unfug. Was ist
- mit der Arbeit?
- mit den Verkehrsmitteln?
- mit den Schulen, die zu lange offen waren?
- mit der unzureichenden Maskenpflicht?
- mit den Tests, die es nicht gibt?
- mit dem leichtsinnigen Tourismus im Sommer?
- mit dem leichtsinnigen Tourismus jetzt?
- mit dem unkontrollierten Ausgang?
- dem nahezu unkontrollierten Reiseverkehr?

Mit wenigen aber konsequenten Maßnahmen, der März hat es gezeigt, aber damals hatten vielen Menschen noch mehr Angst und haben sich selber eingeschränkt, das fehlt jetzt, ließe sich das Infektionsgeschehen in den Griff bekommen und Opfer vermeiden. Stattdessen zetern die Leute rum, weil sie irgendeine Woche Urlaub in Portugal nicht machen können (obwohl sie ständig in der Welt herumjetten) oder beschweren sich, weil sie eine Maske aufsetzen sollen, die in Asien seit Jahren fast jeder immer trägt. Ich lache mich schlapp, wenn es nicht so traurig wäre. Damit bloß nicht die Produktion von Yogamatten, Toastern oder Eierlikör für ein paar Wochen heruntergefahren wird, weil das ja "Wirtschaft" ist, wird von "Opfern für die Freiheit" fabuliert. Echt ein Lacher ...


Wo kannst Du denn nicht hinfahren? Was bedeutet "massiv"?


und? Ist doch auch vernünftig. Die Mitarbeiter mit viel Kundenkontakt haben eben kein Bock, ein "Opfer für die Freiheit" zu sein.


welche?


Ich hatte mal einen Kollegen, der war aus der DDR und dort Regimegegner. Der hat immer gesagt: "Ich wünsche jedem, der was von totalitär erzählt mal zwei Stunden Unrechtsstaat, dann hört das auf."


Tja, na dann. Das ist doch dann gute Demokratie, oder?


Häh, weil die Mehrheit der Bevölkerung noch Wissenschaft und Vernunft folgt, ist sie führerhörig? Das ist wei gesagt Demokratie, wenn es eine frei gewählte Regierung gibt, die versucht, den Willen der Bevölkerung umzusetzen. Und weil sie nicht Deinen Opfervorstellungen folgt, sind die Menschen alle verblendet? Ist das logisch?



Man könnte das einfach "zynisch" nennen und damit moralisch bewerten. Mich interessiert aber die Schicksalsgläubigkeit, die da auf den ersten Blick durchzuschimmern scheint: Wir können nichts tun, es wird "sowieso" dazu kommen. Sehe ich anders, ich habe die Maßnahmen, die man alle noch nicht oder zu spät oder nicht konsequent genug anwendet, oben beschrieben. Dass die Italiener und Franzosen ihre Freiheit nicht lieben, wird niemand behaupten. Dennoch haben sie viele Wochen lang sich nicht weiter von der Wohnung weg bewegen dürfen als 200 Meter (Italien) oder durften nur für eine Stunde und einen Kilometer raus (Frankreich). Und das soll bei uns für ein paar Wochen nicht auch gehen, um tausende Leben zu retten?


"Schön" gruselig, nicht? An diesem Satz wird deutlich, was da immer mitschwingt: Die Faszination an der Katastrophe, Millionen Tote wie im Krieg, die Gesellschaft am Rande des Untergangs usw. Ich sage: Es ist nicht so und es wird so nicht kommen, aber es ist schaurig-faszinierend sich das auszumalen und stillzuhalten, wie das Kaninchen vor der Schlange. Ohne diese die Vernunft absorbierende Faszination würde man am Ende sich auf vernünftige Maßnahmen einigen.


Nein, ist es nicht!


nein, aber das ist besser, als die Menschen für die Freiheit zu schlachten


keine Ahnung, geht vielleicht nicht?


ich auch nicht


aha, also keine "massiven Einschränkungen" allüberall?

Kai

???

Dis-moi, Kai - ist das dein Ernst?
So soll das gehen hier, mit den Discussions? Non merci - das ist nichts für mich! Da melde ich mich wieder ab am besten. Ich hoffe, dass ich bekomme Informationen autrepart.
Bon plaisir, les Allemands-Savants-Tout! Ich freue mich auf Portugal, und die Portugiesen, und hoffe, dass unter den vielen Deutschen in Portugal doch nicht alle so sind.
 
Hör auf, das zu verallgemeinern...
Genau das! hat @Fribou ja auch NICHT getan ... Sie meinte damit vermutlich einige bestimmte Personen, ... Ihr deutsch/französisch erinnert mich an jenes von LouiseB. Damit kenne ich mich aus ...;)

Comme j'ai dit: Ich hoffe, das nicht zu müssen!
Ich glaube, ich verstehe Dich ganz gut :).

Und was die vorübergehende Einrichtung von Internierungslagern für die Unverbesserlichen betrifft, ...

"Was die Vorfälle am 1. Mai in Berlin mit den Linksfaschisten, sowie die Sache mit den ausufernden Anti-Corona-Demos von Irren, Rechtsfaschisten und Verschwörungsidioten betrifft, bin ich dafür, diese Klientel bis auf Weiteres in hermetisch abgeschlossene Internierungslager zu stecken, wo sie medizinisch, psychiatrisch! und mit den lebensnotwendigsten Dingen des täglichen Lebens versorgt werden."

... hatte ich dies ja schon am 10. Mai des vergangenen Jahres ins Gespräch gebracht.

Nun ist es soweit .

 
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