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Frage Energiekosten in der EU

wpau

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In den letzten Jahren kehrte endlich nach 2008 und 2011 in Deutschland wieder Ruhe ein. 2020 kaufte ich mein Heizöl so günstig wie zuletzt im Jahr 2004. Doch die Zeit ist nun anscheinend endgültig vorbei. Im nächsten Jahr kommt noch der CO2 Zuschlag hinzu und nun hoffe ich das er Ende des Jahres noch einmal etwas sinkt.
Wegen der aktuell hohen Strompreise stellt der Billigstromanbieter in Teilen von Hessen und Bremen die Belieferung von Hunderten Kunden ein.
Heizöl- und Kraftstoffpreise erreichen Höchststände und wie immer sind wir sprachlos und müssen die Preiserhöhungen akzeptieren.

Wie sieht die Situation momentan in Portugal aus?
 
Ich freue mich über unsere Inselanlage und habe nichts mehr mit der Edp zu tun.
Deswegen kann ich außer zu den auch hier steigenden Sprit und Gaspreisen nichts sagen. Da wir jedoch nahe der spanischen Grenze sind, können wir noch relativ günstig tanken. Aktuell Diesel 1,23 und Benzin 1,38 Euro.

Das Haus in Deutschland ist seit über 30 Jahren frei von Energiekosten. Somit stören uns die steigenden Preise auch in Deutschland nicht.
 
Mich stören die Preise für Heizöl und Gas auch nicht, da ich mit Eukaholz heize. Und das wächst um mich rum wie Unkraut. Brauche bloß mal für 2 Tage mit der Motorsäge ins Gehölz, dann hab ich für den Winter genug und kosten tuts außer dem Sprit für die Säge nichts. Knochentrocken ist es auch, da es Todholz vom letzten Waldbrand ist.
Benzin und Diesel zahlen eh meine Kunden.
Mir tun nur all die einkommensschwachen Familien in den dt Städten leid, die keinen Wald und keine Inselanlage haben. Die werden wohl in diesem Winter ordentlich frieren müssen. Aber das ist politisch so gewollt.

LG
M
 
Wir in D haben schon Ölheizung, die auch das warme Wasser macht, brauchen aber glücklicherweise nicht viel, da auch wir das ganze Untergeschoß mit Holz heizen. Selbstgepflückt, nur geringe Kosten für Maschinen oder mal den Mann mit dem Spalter. Das ist (inzwischen nahezu echt) Gold wert.
Sprit- da haben wir die letzten Jahre auch fast nix verbraucht, Corona hat auch Vorteile wie Homeoffice und Kontaktarmut bzw keine Konzert"reisen" etc. Ich fahr eh mit dem Rad zur Arbeit.
Bei uns kommt leider das Fliegen hinzu, anders geht es zumindest zur Zeit ja nicht.
 
Die Heizkosten sind ja ganz schön gestiegen... :panic: Wir versuchen, so viel wie möglich auf die Heizung zu verzichten. Zum Glück haben wir ein sehr helles Badezimmer mit Südost-Himmelsausrichtung, wo es, wenn die Sonne scheint (auch im Winter), früh und nachmittags immer sehr warm ist. Die Badtür lassen wir deshalb meistens offen, damit die Wohnung ohne Heizung schön warm wird, auch im Winter. :cool:

Strom ist auch teurer geworden. :eek: Das war während meiner Arbeit im Homeoffice deutlich zu spüren. Habe sogar die Erfahrung aus dem persönlichen Umfeld gemacht, dass Strom in Dörfern oder in kleineren Städten teurer ist als in Großstädten.

Sprit verbrauch ich zurzeit wenig. Mein Auto steht, seit ich im Homeoffice arbeite, viel in der Garage. Kleinere Einkäufe erledige ich meistens zu Fuß. ;)
 
…Bei uns kommt leider das Fliegen hinzu, anders geht es zumindest zur Zeit ja nicht.

das Fliegen ist jedoch zur Zeit so billig wie nie. Ryanair und Co. überbieten sich seit Monaten mit wöchentlichen neuen Angeboten. Im Urlaubsmonat Juli bin ich für sage und schreibe 10€ von Memmingen nach Girona geflogen. Ähnliche Angebote gibts ständig für Portugal ab verschiedenen deutschen Airports.

Grüße

Jürgen
Was Deutschland angeht, kann ich nur jedem, der ein Hausdach sein eigen nennt dazu raten, eine eigene PV Anlage anzuschaffen. Wenn das Dach zumindest den Großteil des Tages besonnt ist lohnt sich das auf Dauer. So kann man zumindest teilweise den weiter steigenden Strompreisen entgehen.

grüsse

Jürgen
 
Langfristig werden die Probleme auch mit erneuerbaren Energien nicht so schnell verschwinden. Zu groß ist dieses Vorhaben um es schnell umzusetzen.
Nur wegen der Verfügbarkeit der Rohstoffe, wie z.B. Gas, werden wir keinen anderen Weg gehen können, wenn wir keine Atomkraft wollen.

Schon 2019 wurde dies in einer Prognose für den europäischen Gasmarkt in den nächsten Jahren vorhergesagt. Was jetzt zu sehen ist war also vorhersehbar und wurde durch Corona nur verzögert.
 
Auch wenn es niemand hören will, ohne Atomkraft bzw. deren Verlängerung wird es in D nicht gehen, wenn man klimaneutral fahren will.
Es ist einfach zu wenig, was nachgebaut wird an EE und zu viel, was in der nächsten Zeit abgeschaltet werden soll.
Die Lücke ist zu groß, selbst wenn keine E-Mobilität dazu kommen würde oder andere stromabhängige Verbraucher wie Wärmepumpen, Erdwärmeheizung etc.pp.
Kohle wird viel zügiger ersetzt werden, als es selbst die Grünen wollen, da allein in den letzten 12 Monaten der Kohlepreis um 330% gestiegen ist.
Auch der Transport der Kohle zu Kraftwerken kommt wegen diverser Probleme zum erliegen.
Deswegen wird das schnell gehen.
Nur was soll die abgeschaltete Leistung ersetzen?
Wind und Sonne ist prima, aber nicht in ein paar Monaten im benötigten Maße aufgebaut.
Der Zug ist abgefahren.
Ich schmeiß jetzt einfach für Interessierte ein paar Links rein, wo man es nachlesen kann.



Man achte auf die Verteilung des produzierten Stromes nach Erzeugung:


Und eben ein Vergleich, was einigen nicht gefallen wird, weil ja die sogenannten Nebenkosten nicht dabei wären...
 
Auch wenn es niemand hören will, ohne Atomkraft bzw. deren Verlängerung wird es in D nicht gehen, wenn man klimaneutral fahren will.

Ich warte darauf, daß der erste schreit "Baaaah, Atomkraft ist Nazi" ...

Danke @Ozzy und mit Verlaub, - ich wiederhole

Möglicherweise hätte alles ganz einfach sein können mit den Treibhausgasemissionen und dem Klimaschutz und so ...

 
Das mit den AKW in Deutschland wird nichts werden.
Die großen Enervieversorger haben der Möglichkeit schon eine klare Absage erteilt.
Die wollen die EE ausbauen und das möglichst schnell.
 
Schnell geht aber nicht.
Das einzige was geht, ist die noch im Betrieb befindlichen AKWs länger laufen lassen.
Leider wird es in drei Monaten drei AKWs weniger geben, Ende 22 dann gar keine mehr.
Lass mich mal rechnen...15 Monate noch ;)
Egal, wie und was man zu verschiedenen Themen denken mag, es ist unmöglich, diese Leistungen in 15 Monaten mit EE zu ersetzen.
Dazu kommen die Kohlekraftwerke, die in der nächsten Zeit wohl vom Netz gehen, weil sie zu teuer geworden sind im Unterhalt.
Ohne auf die einzelnen Zahlen einzugehen, im letzten Halbjahr wurden ca. 40% des Stromes in Deutschland mit Atom und Kohle erzeugt.
Nun muss man nicht damit kommen, ja, weil der Wind nicht wehte und die Sonne etwas schwächer war.
Genau das Gegenteil wird von Befürwortern immer gesagt, Wind sei konstant, ebenso die Sonneneinstrahlung, die ja sogar deswegen auch Konstante heißt.
Auch, das man mehr Gas eingespart habe, weil das so teuer geworden sei, zählt nicht, weil Kohle auch teuer wurde.
Fakt ist, es klafft eine gewaltige Lücke zwischen Herstellung und Verbrauch.
Ich weiß ja nicht, ob die Bundesregierung auf das Gas aus North Stream 2 setzt, um Strom zu erzeugen.
Möglich, aber es wäre ja nur eine Übergangslösung und auch da gibt es nicht genug Gaskraftwerke, um die Lücke zu schliessen.
Aber die dümmlichen Sprüche von FFF und anderen, aus der Kohle bis 2025 auszusteigen, sind einfach nur lächerlich. Entweder hat man keine Ahnung und Vorstellung oder man arbeitet wirklich daran, das Deutschland wieder zum Agrarstaat wird mit Kerzen in der Nacht.

Hubert, dein Haus mag Nullernergie benötigen, mein Haus auch viel weniger, aber wie viele Millionen Menschen in Europa haben nicht die Mittel dazu oder können/dürfen sowas gar nicht?
Die ersten Staaten haben Notprogramme aufgelegt.
Nun merkt man aus dem Elfenbeinturm des billigen Gases, Öls und der ewigen Lieferungen aus China, das alles Seifenblasen waren.
In meinen Augen machen das die Chinesen ganz bewusst.
Sie sollen jetzt vertraglich CO2 einsparen, na, das machen sie dann einfach.
Das meiste, das die CO2 intensiv produzieren, ging ja ins Ausland.
Geld haben sie nun genug, nun kommt China first zum tragen.
Jetzt wird sich zeigen, wer es Ernst meint und was alles an den Lieferketten, die ja ach so wichtig waren usw., dran hängt.
Wir haben uns zu abhängig gemacht von China, haben dort auf unsere Kosten Know How aufgebaut und nun dürfen wir uns nur noch mit runtergelassener Hose bücken.

Es wird ein sehr spannender Winter und ein noch viel spannenderes nächstes Jahr werden.
Egal, was in Berlin koaliert wird.
Die Spritpreise sind nur ein Anfang. Die Heizkosten im Winter werden zeigen, was die Bevölkerung stemmen kann und die Strompreise, was langfristig geht.
Da Deutschland kleinere PV-Anlage so erschwert, kann sich kein Mieter mal "schnell" Erleichterung verschaffen.
Und wenn ich lese, man solle Strom einsparen, bekomme ich Würgereize. Das wird seit 30 Jahren empfohlen.
Wir haben Energiesparlampen, Geräte, die so "sparsam" sind, das ein neues Energielabel eingeführt werden musste.
WO sollen die Menschen denn noch Strom sparen?

Realistisch kann man Energie nur noch bei Heizung und Warmwasser sparen.
Dazu sind aber Investitionen nötig, die viele überfordern.
Selbst wenn der Staat Programme auflegen würde, wo sollen die Handwerker herkommen, um die Geräte einzubauen?
Wo die Geräte selber, wenn wir wegen Chipmangel ganze Industriezweige abschalten müssen?

Und ein Wort von mir zum Schluß, das alles einer Merkel anzulasten, halte ich für dummes Zeug.
Sie war nicht alleine und hat nicht alleine den Firmen gesagt, sie sollen nach China und anderen Ländern Produktion auslagern.
Sie hat es vielleicht nicht aktiv genug verhindert, aber wie sollte sie das auch?
 
Das mit den AKW in Deutschland wird nichts werden.
Die großen Enervieversorger haben der Möglichkeit schon eine klare Absage erteilt.
Die wollen die EE ausbauen und das möglichst schnell.

Nach meinen ersten und vagen Informationen ist diese Abgelegenheit ein ernstes Thema bei den gegenwärtigen Koalitionsverhandlungen, zumal sogar der Weltklimarat IPCC neuerdings die Atomenergie als zentrales Klimaschutz-Instrument eingestuft hat.

Vier dringt hierzu nicht nach draußen und ich habe keine Zeit, da nach zu haken.

Nur eins sollte klar sein, der gleichzeitige Atom- und Kohleausstieg ohne jegliches Backup-System führt dieses Land derzeit in eine dramatische Energie-, Wirtschafts- und Versorgungskrise.
 
Ist ein heikles Thema, man hat der deutschen Bevölkerung ja beigebracht, das Atomkraft Pfui ist.
Wenn nun die Grünen, die das als erste vertreten haben, machen würden, ja mei, die Glaubwürdigkeit wäre dahin.
Ich setze da aber auf die SPD und vor allem die FDP, die das realistisch sehen und erkennen, es geht nicht anders.
Es wird zwar nicht so werden, wie im Libanon, den Deutschland ist reich und kann Gas und Öl bezahlen.
Aber kann das auch der kleinere Stromkunde jedes Mal?
Schon heute können viel mehr Menschen wie früher die Stromrechnung nicht mehr zahlen.
Aber PV wird schön subventioniert, aber elider nur für die, die die Möglichkeit haben und es sich leisten können.
Selbst bei 50% Subvention wie in München muss man 50% Cash haben um was zu bauen.
Und dann noch einen Termin beim Handwerker bekommen...
 
Die Akw in Deutschland haben sowieso ihre 40 Jahre bald erreicht.
Das heißt sie könnten sowieso nur mit einer Sondergenehmigung weiterlaufen.
Das hat in der Regel riesige Investitionen zur Folge.
Es gibt von daher einen deutlichen Grund, warum die Betreiber die Akw nicht weiter betreiben wollen.
Neue AKW machen auch keinen Sinn, da neue AKWs bis zur Inbetriebnahme mindestens 10 Jahre brauchen. Eher sind es aktuell 20 Jahre.
In der Zeit sind EE schneller, einfacher, zuverlässiger und deutlich günstiger zu bauen
 
Die Betreiber wollen die Entschädigung haben, es ist ja nicht so, das die AKWs mit Stichtag schlecht werden wie offene Sahne in der Sonne.
Diese Sondergenehmigung wird kommen meiner Meinung nach, denn die Aufsicht weiß auch, das die Versorgungssicherheit nicht gewährleistet ist.
Kam in der Vergangenheit schon vor wegen der Systemrelevanz bei Kohlekraftwerken.
Neubau kommt nicht in Frage, zu lange und nicht durchsetzbar.
Aber einfach weiter laufen lassen und dafür dann eher Kohle abschalten, wenn EE genügend ausgebaut ist.
Würde man auch dem Bürger besser verkaufen können, da Klimaverträglicher.
Erst die AKWs abschalten und dann Kohle macht eben aus Klimaneutralität keinen Sinn.
Aber da hat man damals nicht so gut nachgedacht, Fukushima sei Dank.
So ging leider der gesamte Zuwachs an EE der letzten 20 Jahre nur dafür drauf, die abgeschalteten AKWs auszugleichen.
CO2 technisch war das ein Schuss ins Knie, denn so hat Deutschland sogar trotz der EE mehr CO2 abgegeben, als vorher.
Das zeigt mir einfach, das es nicht ums Klima geht oder um CO2, sondern ganz andere Interessen dahinter stehen.
Zum Beispiel die übigen Entschädigungen bei Stilllegungen zu kassieren.
Damals drückte Trittin die PV mit diesen Subventionen durch um seinem Klientel einen Gefallen zu tun und niemand hat seitdem diesen Quark geändert und verbessert.
Schon der Ausdruck Guerilla-PV zeigt, das sowas in Deutschland nicht gerne gesehen wird.
Dabei wäre das der Weg, dezentral, kleine Speicher je Wohneinheit bzw. Gebäude.
Das Geld, das die Verbraucher bisher in diese Energiewende gesteckt haben und damit irgendwelche Reichen noch reicher gemacht haben, hätte ausgereicht, das die Lage heute viel besser aussehen würde.
Der Preis, der so für die Vermeidung einer Tonne CO2 aufgebracht wurde, irgendwas bei 3100 Euro, wäre anders viel besser angelegt gewesen.
Wenn man den CO2 Preis bei Zertifikaten sieht, aktuell ca. 50 Euro pro Tonne, sieht man den Unterschied und den Wahnsinn, den Trittin und seine Grünen hier losgetreten haben.
Es hat ja noch nicht mal die PV-Industrie in Deutschland am Leben gehalten.
Es war ein kompletter Reinfall, aber immerhin ein Spruch fürs Leben, die Kugel Eis...
 
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