Schnell geht aber nicht.
Das einzige was geht, ist die noch im Betrieb befindlichen AKWs länger laufen lassen.
Leider wird es in drei Monaten drei AKWs weniger geben, Ende 22 dann gar keine mehr.
Lass mich mal rechnen...15 Monate noch

Egal, wie und was man zu verschiedenen Themen denken mag, es ist unmöglich, diese Leistungen in 15 Monaten mit EE zu ersetzen.
Dazu kommen die Kohlekraftwerke, die in der nächsten Zeit wohl vom Netz gehen, weil sie zu teuer geworden sind im Unterhalt.
Ohne auf die einzelnen Zahlen einzugehen, im letzten Halbjahr wurden ca. 40% des Stromes in Deutschland mit Atom und Kohle erzeugt.
Nun muss man nicht damit kommen, ja, weil der Wind nicht wehte und die Sonne etwas schwächer war.
Genau das Gegenteil wird von Befürwortern immer gesagt, Wind sei konstant, ebenso die Sonneneinstrahlung, die ja sogar deswegen auch Konstante heißt.
Auch, das man mehr Gas eingespart habe, weil das so teuer geworden sei, zählt nicht, weil Kohle auch teuer wurde.
Fakt ist, es klafft eine gewaltige Lücke zwischen Herstellung und Verbrauch.
Ich weiß ja nicht, ob die Bundesregierung auf das Gas aus North Stream 2 setzt, um Strom zu erzeugen.
Möglich, aber es wäre ja nur eine Übergangslösung und auch da gibt es nicht genug Gaskraftwerke, um die Lücke zu schliessen.
Aber die dümmlichen Sprüche von FFF und anderen, aus der Kohle bis 2025 auszusteigen, sind einfach nur lächerlich. Entweder hat man keine Ahnung und Vorstellung oder man arbeitet wirklich daran, das Deutschland wieder zum Agrarstaat wird mit Kerzen in der Nacht.
Hubert, dein Haus mag Nullernergie benötigen, mein Haus auch viel weniger, aber wie viele Millionen Menschen in Europa haben nicht die Mittel dazu oder können/dürfen sowas gar nicht?
Die ersten Staaten haben Notprogramme aufgelegt.
Nun merkt man aus dem Elfenbeinturm des billigen Gases, Öls und der ewigen Lieferungen aus China, das alles Seifenblasen waren.
In meinen Augen machen das die Chinesen ganz bewusst.
Sie sollen jetzt vertraglich CO2 einsparen, na, das machen sie dann einfach.
Das meiste, das die CO2 intensiv produzieren, ging ja ins Ausland.
Geld haben sie nun genug, nun kommt China first zum tragen.
Jetzt wird sich zeigen, wer es Ernst meint und was alles an den Lieferketten, die ja ach so wichtig waren usw., dran hängt.
Wir haben uns zu abhängig gemacht von China, haben dort auf unsere Kosten Know How aufgebaut und nun dürfen wir uns nur noch mit runtergelassener Hose bücken.
Es wird ein sehr spannender Winter und ein noch viel spannenderes nächstes Jahr werden.
Egal, was in Berlin koaliert wird.
Die Spritpreise sind nur ein Anfang. Die Heizkosten im Winter werden zeigen, was die Bevölkerung stemmen kann und die Strompreise, was langfristig geht.
Da Deutschland kleinere PV-Anlage so erschwert, kann sich kein Mieter mal "schnell" Erleichterung verschaffen.
Und wenn ich lese, man solle Strom einsparen, bekomme ich Würgereize. Das wird seit 30 Jahren empfohlen.
Wir haben Energiesparlampen, Geräte, die so "sparsam" sind, das ein neues Energielabel eingeführt werden musste.
WO sollen die Menschen denn noch Strom sparen?
Realistisch kann man Energie nur noch bei Heizung und Warmwasser sparen.
Dazu sind aber Investitionen nötig, die viele überfordern.
Selbst wenn der Staat Programme auflegen würde, wo sollen die Handwerker herkommen, um die Geräte einzubauen?
Wo die Geräte selber, wenn wir wegen Chipmangel ganze Industriezweige abschalten müssen?
Und ein Wort von mir zum Schluß, das alles einer Merkel anzulasten, halte ich für dummes Zeug.
Sie war nicht alleine und hat nicht alleine den Firmen gesagt, sie sollen nach China und anderen Ländern Produktion auslagern.
Sie hat es vielleicht nicht aktiv genug verhindert, aber wie sollte sie das auch?