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Perspektive Portugal: Mietrechtsreform vor dem Abschluss

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Nach Erörterungen unter Einbeziehung von Experten des Bau- und Wohnungs-Gewerbes, die die Amtszeiten von vier Regierungen überdauerte, will der Ministerrat in dieser Woche eine Mietrechts-Novelle verabschieden, die den Wohnungsmarkt verändern soll. Kernpunkt sind Altmieten, die meist sehr geringe Beträge ausmachen. Sie sollen schrittweise an aktuelle Preise angepasst werden, um ...
 
AW: Perspektive Portugal: Mietrechtsreform vor dem Abschluss

Das ist der falsche Weg, eher sollten sich die Mieten in Europa an Portugal anpassen.
Wenn das da so weiter geht, haben die Dort auch so einen fantastisch anmutenden Mietwucher wie hier in Oberbayern. Bin ich froh, ja bald doppelt froh, daß ich im Wohnmobil lebe.
 
AW: Perspektive Portugal: Mietrechtsreform vor dem Abschluss

Das ist der falsche Weg, eher sollten sich die Mieten in Europa an Portugal anpassen.
Wenn das da so weiter geht, haben die Dort auch so einen fantastisch anmutenden Mietwucher wie hier in Oberbayern. Bin ich froh, ja bald doppelt froh, daß ich im Wohnmobil lebe.

Damit sich kein Vermieter mehr die Instandhaltung leisten kann ohne zu verarmen? Soll dann ganz Europa so aussehen wie die verfallenden Altstädte in Portugal?
 
AW: Perspektive Portugal: Mietrechtsreform vor dem Abschluss

@Klima, den artikel bitte im ganzen lesen.... >weiterlesen.......
und danach bitte oberbayern nicht mit portugal gleichsetzen.

Die mietgesetze in portugal stammen zum aller grössten teil aus der zeit kurz nach der nelkenrevolution (1974).
Es waren mehr oder weniger notstandsgesetze.
Damals kamen viele portugiesen (retornados) zurück aus angola und mozambique.
Die suche nach wohnraum überstieg daher logischerweise das angebot um ein vielfaches.
Kündigungen waren ab dem zeitpunkt praktisch ausgeschlossen.
Einzige ausnahme, besass ein retornado eine wohnung in portugal in seinem namen, hatte er ein sonderkündigungsrecht.
Eine erhöhung der miete war ausgeschlossen.
Zur damaligen zeit war das alles sehr sinnvoll, da auch der escudo bis dahin sehr fest war.
Die möglichkeit einer inflation wurde nicht berücksichtigt.
Bekanntlich verlor der escudo nach 1974 ständig sehr an wert.

Um mal ein krasses beispiel zu geben.
Ein portugiesischer bekannter kaufte 1973 in Vila Real de s. a. in einer einstöckigen neu gebauten anlage im ersten stock ein grosses apartamente und vermietete es.
Die mieteinnahme war praktisch die zweite hälfte seiner rente.
Durch das einfrieren der mieten und sowie der inflation betrug die miete 1983 umgerechnet noch rund 30DM/monat.
Die mieter vermieteten im sommer ihre gemietete wohnung an touristen und wohnten im keller. Sie kassierten 50-100DM pro tag. Mein bekannter hatte trotzdem keine chance die mieter aus seiner wohnung zu klagen.
Im gleichen jahr verkaufte (hat müssen) er sein apartamente für rund 85 000DM.
Davon reichte er 45 000DM an seine mieter weiter, damit die ausziehen.
Das zusage der mieter zum auszug klappte aber nur, weil es damals ein gerücht gab die mietgesetze würden sehr bald geändert.
Knapp 30 jahre später scheint sich das gerücht zu bestätigen.

<<<<Der Mieter soll eine ihm angemessen erscheinende, finanzierbare Summe nennen, die der Vermieter akzeptieren kann, aber nicht muss. In dem Falle folgt automatisch die Kündigung, bei der der Eigentümer dem Mieter eine Abfindung in Höhe des Sechzigfachen der vorgeschlagenen Miete zahlen muss.>>>>

Obiges ist doch eine gute portugiesische idee.
 
AW: Perspektive Portugal: Mietrechtsreform vor dem Abschluss

Damit sich kein Vermieter mehr die Instandhaltung leisten kann ohne zu verarmen? Soll dann ganz Europa so aussehen wie die verfallenden Altstädte in Portugal?

Von was träumst Du in der Nacht ?

Die hohen Mieten werden hier für große Sportwagen der Vermieterstochter ausgegeben,
aber in die Wohnung wird meißt nicht mal ein Zehntel davon investiert.
Mit meinen Eltern mußte ich in Deutschland oft sehr bescheiden Wohnen,
d. H. nur ein Waschbecken und den Einbau der Dusche mußten wir Mieter selbst bezahlen.
Du willst also daß sich die Portugiesen an dieser unseren aufgeblasenen Lebensstandart/Mietwuchergeschichte angleichen,
tolle Wurst !

Was glaubst Du, warum ich auch in D-Land im Wohnmobil wohnen muß?
Weil ich mir als alleinstehender Facharbeiter keine adequate Wohnung leisten kann.
In Portugal habe ich schon darüber nachgedacht,
mir so eine alte Lehmhütte mit großem Garten und eigenem Brunnen zu mieten,
natürlich für die dort üblichen 5€/Monat.
So eine Lehmhütte steht schon seit zweihundert Jahren im Wald
und der Vermieter hat dort genau so wenig investiert wie hier !
 
Hast Du Dich mal mit dem Mietrecht und den Überbleibseln aus vor 1974 beschäftigt? Schau Dir mal die Threads hier im Forum über verfallende Innenstädte in P an. Was Du für einen Frust mit deutschen Vermietern hast hat damit nun wirklich nichts zu tun.
 
AW: Perspektive Portugal: Mietrechtsreform vor dem Abschluss

Klima-Asylant, was die Mietsituation von Südbayern versus Portugal anbetrifft, scheinst Du mir eindeutig Birnen mit Äpfel zu verwechseln.
Dein persönlicher Frust und Ärger mit oberbayrischen Vermietern kann doch wohl nicht ernsthaft Maßstab für eine längs überfällige und notwendige Mietrechtsreform in Portugal sein!
Im Übrigen halte ich Deine Kritik an der Mietsituation in Oberbayern weitgehend für unsachlich, substanzlos und von Schwarz-Weiß-Denken geprägt.
Vorher nimmst Du z. B. die pauschale Behauptung, dass die Mieter die sogenannten hohen Mieten für große Sportwagen ausgeben würden? Hast Du hierfür überhaupt glaubwürdige Beweise oder Statistikdaten?
Ich habe auch erhebliche Zweifel daran, dass in Oberbayern die Vermieter generell Wuchermieten verlangen. Aber wahrscheinlich wirst Du uns im nächsten Beitrag hierüber entsprechende Nachweise vorlegen.
Ferner, wie kommst Du auch zu der Behauptung, wir hätten in Deutschland einen aufgeblasenen Lebensstandart?

Gruß Sülzmeister
 
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