Ich denke in letzter Zeit häufig darüber nach, wie mich das Leben in Portugal verändert hat. Und ob da nun die positiven oder die negativen Seiten überwiegen. Natürlich kann ich nicht so ganz abschätzen, wie sehr das Alter da auch noch eine Rolle spielt, ich nehme an, eine große.
Trotzdem, ich bin wohl schon um einiges selbständiger, selbstbewußter geworden, weil ich hier mehr kämpfen mußte - gerade am Anfang, ich verstand doch nur Bahnhof bei all dem Behördenkram, der damals auf uns einbrach! Wir wollten doch alles ordentlich und RICHTIG machen! Mann, was war ich manchmal verbissen! Ja - ich bin heute viel gelassener! (Naja, manchmal könnte ich bei der Gelassenheit so manch eines Mitmenschen schon an die Decke springen!)
Ich fühle mich auch viel "freier" - ist lustig, denn viele meiner alten Bekannten aus Deutschland meinen, daß eher das Gegenteil der Fall sein müßte (die haben das Bild, in Portugal seien Frauen unterdrückt oder so ... man könne als Frau nicht allein in die Kneipe - da hab ich aber wirklich gegenteilige Erfahrungen gemacht!). Ich habe hier - möglicherweise ist da aber auch der Status "Ausländerin" dran schuld - eine gewisse Freiheit, Dinge tun zu dürfen, für die wäre ich in Deutschland wohl schon vor ein Gericht zitiert worden, weil einem Nachbarn nicht gefällt, wie ich mein Auto 3 Tage schief parke - weil´s halt grad nicht anders ging, wegen der Pakete in der Garage ... (naja, DAS war jetzt ein doofes Beispiel für Freiheit! ;D Leut, ich woll auch schon bestimmt vor einer Stunde ins Bett)
Ich habe allerdings meinen Pünktlichkeitswahn abgelegt. Also echt, ich war soooo stolz darauf, IMMER PÜNKTLICH zu sein, ich war IMMER mindestens 5 - 10 Minuten VOR dem verabredeten Termin da! JETZT bin ich schon eher so, daß ich denke, der andere wird eh nicht pünktlich sein, dann kann ich ja auf dem Weg noch schnell dies und das und jenes besorgen ... naja, muß ich mir langsam wieder abgewöhnen, denn es kamen schon Beschwerden (sogar von Portugiesen ;D). Aber spätestens dann, wenn dir die EDP sagt, sie käme Montag um 10 und dann wartest du und wartest und dann ist Donnerstag früh, du gehst gemütlich frühstücken, verbringst den Tag am Strand, kommst abends happy erschöpft nach hause und findest den Zettel von der EDP - leider mich Donnerstag um 15 Uhr nicht angetroffen, Antrag bitte neu stellen - ja, spätestens dann, wenn dich eine BEHÖRDE so behandelt, da überdenkst du doch deinen Pünktlichkeitswahn, oder?
Und sonst? Ich bin offener geworden, gehe mittlerweile auch auf wildfremde Menschen zu und quatsch drauflos - auch wenn ich alleine wo bin (sonst in Begleitung fällt mir das ja eh eher leicht), glaub auch irgendwie wendiger / fixer im Denken (wegen der Sprachen? - das ist jetzt so ein unausgegorener Gedanke), genieße viel mehr die Natur (lebe ja nun mittendrin!) ... ach, wie geht´s denn euch so? Was hat euch Portugal so beschert an glücklichen und weniger guten Eigenschaften?
Trotzdem, ich bin wohl schon um einiges selbständiger, selbstbewußter geworden, weil ich hier mehr kämpfen mußte - gerade am Anfang, ich verstand doch nur Bahnhof bei all dem Behördenkram, der damals auf uns einbrach! Wir wollten doch alles ordentlich und RICHTIG machen! Mann, was war ich manchmal verbissen! Ja - ich bin heute viel gelassener! (Naja, manchmal könnte ich bei der Gelassenheit so manch eines Mitmenschen schon an die Decke springen!)
Ich fühle mich auch viel "freier" - ist lustig, denn viele meiner alten Bekannten aus Deutschland meinen, daß eher das Gegenteil der Fall sein müßte (die haben das Bild, in Portugal seien Frauen unterdrückt oder so ... man könne als Frau nicht allein in die Kneipe - da hab ich aber wirklich gegenteilige Erfahrungen gemacht!). Ich habe hier - möglicherweise ist da aber auch der Status "Ausländerin" dran schuld - eine gewisse Freiheit, Dinge tun zu dürfen, für die wäre ich in Deutschland wohl schon vor ein Gericht zitiert worden, weil einem Nachbarn nicht gefällt, wie ich mein Auto 3 Tage schief parke - weil´s halt grad nicht anders ging, wegen der Pakete in der Garage ... (naja, DAS war jetzt ein doofes Beispiel für Freiheit! ;D Leut, ich woll auch schon bestimmt vor einer Stunde ins Bett)
Ich habe allerdings meinen Pünktlichkeitswahn abgelegt. Also echt, ich war soooo stolz darauf, IMMER PÜNKTLICH zu sein, ich war IMMER mindestens 5 - 10 Minuten VOR dem verabredeten Termin da! JETZT bin ich schon eher so, daß ich denke, der andere wird eh nicht pünktlich sein, dann kann ich ja auf dem Weg noch schnell dies und das und jenes besorgen ... naja, muß ich mir langsam wieder abgewöhnen, denn es kamen schon Beschwerden (sogar von Portugiesen ;D). Aber spätestens dann, wenn dir die EDP sagt, sie käme Montag um 10 und dann wartest du und wartest und dann ist Donnerstag früh, du gehst gemütlich frühstücken, verbringst den Tag am Strand, kommst abends happy erschöpft nach hause und findest den Zettel von der EDP - leider mich Donnerstag um 15 Uhr nicht angetroffen, Antrag bitte neu stellen - ja, spätestens dann, wenn dich eine BEHÖRDE so behandelt, da überdenkst du doch deinen Pünktlichkeitswahn, oder?
Und sonst? Ich bin offener geworden, gehe mittlerweile auch auf wildfremde Menschen zu und quatsch drauflos - auch wenn ich alleine wo bin (sonst in Begleitung fällt mir das ja eh eher leicht), glaub auch irgendwie wendiger / fixer im Denken (wegen der Sprachen? - das ist jetzt so ein unausgegorener Gedanke), genieße viel mehr die Natur (lebe ja nun mittendrin!) ... ach, wie geht´s denn euch so? Was hat euch Portugal so beschert an glücklichen und weniger guten Eigenschaften?
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