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Es werden immer mehr

Dieses Thema im Forum "Auswandern nach Portugal" wurde erstellt von Nassauer, 30 Dezember 2018.

Schlagworte:
  1. Nassauer

    Nassauer Lusitano Teilnehmer Stammgast

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    Man weis nicht ob man sich freuen oder fürchten soll :

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    Gruss
    Nassauer
     
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  3. ALISAN

    ALISAN Admirador Teilnehmer Stammgast

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    Oh man...
    "Alte" Leute haben wir hier schon selber genug - 10 Jahre steuerfreie Rente für Einwanderer tun ihr Übriges
    :fies:
     
  4. Römer1

    Römer1 Amigo Teilnehmer

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    Alles halb so wild. In der Schweiz ganz normal. Mit 25 Prozent hat die Schweiz einen doppelt so hohen Ausländeranteil wie die übrigen Staaten Europas.
     
  5. Manuela

    Manuela Super-Moderator Mitarbeiter

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    Hallo Roemer1,

    die Schweiz hat aber eine ganz andere Strategie als Portugal. Schweizer geniessen Privilegien durch den eigenen Staat. Soweit ich weiss, sucht sich die Schweiz ausserdem qualifizierte Einwanderer im arbeitsfaehigen Alter aus, die dann die Chance haben im Land zu arbeiten und sich zu integrieren. Das fuehrt zu Stabilitaet und zur Linderung des demographischen Problems.

    Portugal verfolgt eine ganz andere Einwanderungspolitik, die nicht auf langfristige Ziele ausgerichtet ist. Ausserdem privilegiert der Staat die Auslaender und nicht die eigene Bevoelkerung. Das tut auf Dauer nicht gut. Wie Alisan schreibt, ist es langfristig nicht sinnvoll, sich Rentner und Pensionaere ins Land zu holen, weil P. eh schon sehr unter der Demographie leidet. Wie wird P. in 20 Jahren aussehen? Junge, qualifizierte Leute verlassen nach wie vor das Land, das weiss ich aus persoenlicher Erfahrung.

    Die, die nach P. kommen und hier ihren Lebensabend verbringen, integrieren sich nur mehr oder weniger im Land, leben meist in einer Parallelgesellschaft und setzen sich mit den Problemen, die im Land herrschen, nicht wirklich auseinander, weil es sie ja auch in ihrer Situation gar nicht betrifft.

    Dann gibt es auch die, die sich durch die golden visa eine Eintrittskarte nach Europa kaufen, wobei ich nicht weiss, ob die als Residenten in den Statistiken gefuehrt werden.

    Die andere grosse Gruppe der Einwanderer sind die Arbeiter aus Drittlaendern wie Indien, Ukraine oder Rumaenien, die eine grosse Konkurrenz zum Niedriglohnsektor darstellen. Sie arbeiten zu schlechteren Arbeitsbedingungen und Loehnen als die Portugiesen oder andere Europaer. Auch diese Einwanderungsgruppe integriert sich nicht immer, hat nicht immer eine Chance dazu und kann so auch nicht zur Loesung der Probleme beitragen, die P. hat.

    Hier ist der Bericht des SEF fuer 2017 Link nur für registrierte Nutzer sichtbar.

    Die aktuelle Einwanderungspolitik P.s destabilisiert das Land meiner Meinung nach, anstatt es zu bereichern.

    Gruss, Manuela
     
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  6. kolo

    kolo Admirador Teilnehmer Stammgast

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    da kenn ich noch ein Land, das auch so handelt :kotz:

    ihr wisst schon, daß in LUXEMBURG der Anteil der Portugiesen 16% ist, was soll schon in P so toll sein ausser der Sonne.:rolleyes:

    warum sollen sich sich Pensionisten >65Jhr. alt, integrieren? Leute die wollen nur ihre letzten Tage an der Sonne verbringen und ihr Geld ausgeben. :)

    Es gibt auch noch andere Plätze die reissen sich um diese Gruppe
    z.B
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    --- Folge-Nachricht angehängt, 31 Dezember 2018, Datum der Originalnachricht: 31 Dezember 2018 ---
    [​IMG]
     
  7. fini9

    fini9 Amigo Teilnehmer

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    ... und Rentner bleiben nicht unbedingt alleine - ihre Nachkommen kommen zu Besuch und einige von ihnen, die natürlich deutlich jünger sind, kommen durchaus manchmal nach und stellen hier noch etwas auf die Beine - und wenn, dann häufig mit Liebe und Engagement für dieses Land verbunden.
     
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  8. Ozzy

    Ozzy Entusiasta Teilnehmer Stammgast

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    Außerdem bleiben in Zukunft vielleicht wieder mehr junge Menschen im Land, da es durch die Zuwanderung mehr Geld, megr Jobs und mehr Möglichkeiten gibt.
    Das passiert alles nicht über nacht, aber es zeigt Wirkung.
    Altenpfleger, Krankenschwestern etc. werden in Zukunft mehr gebraucht.
    Klar, man steht dann im Wettbewerb zu Deutschland, die ja alles aus dem Ausland holen, was so geht.
    Sogar über Soldaten aus anderen Ländern wir da nachgedacht :klatsch:

    Aber es werden bestimmt mehr Portugiesen hier bleiben wie ohne die Zuwanderung.
    Zumal, seien wir mal ehrlich, die Ü65 Generation ja nicht ewig hier bleiben wird.
    20 Jahre wären schon viel und in dieser Zeit fliesst viel Geld von außen ins Land.
     
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  9. Manuela

    Manuela Super-Moderator Mitarbeiter

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    Ich seh da eben ein Problem, wenn ein Staat relativ kurzfristig denkt und dabei nur die oekonomische Seite im Blick hat.
     
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  10. Roemer

    Roemer Admirador Teilnehmer Stammgast

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    Rentner lassen ordentlich Geld im Land, belasten keine Sozialsysteme und fallen i.d.R nicht durch Straftaten auf. Insofern werden etwaige rechtsradikale "Proteste" im Keim ersteickt.

    Das Konzept "Rentnerparadies" ist ja nun wirklich nicht neu.
     
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  11. Manuela

    Manuela Super-Moderator Mitarbeiter

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    Es mag ja durchaus diese Vorteile geben. Aber Renter/ Pensionaere, denen es in Portugal gefaellt, verbringen auch ohne besondere Steuerverguenstigungen den Lebensabend hier. Es ist gegenueber der Einheimischen Bevoelkerung und jedem Auslaender, der hier wie ein Einheimischer Steuern zahlt, sehr ungerecht. Es tut auf Dauer nicht gut, andere gegenueber der steuerzahlenden Bevoelkerung zu privilegieren.
     
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  12. Nassauer

    Nassauer Lusitano Teilnehmer Stammgast

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    Ausserdem verstopfen sie die Supermarktkassen.:fies::fies::nofun:

    Gruss
    Nassauer
     
  13. Ozzy

    Ozzy Entusiasta Teilnehmer Stammgast

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    Das ist ja nun nicht so. Erstens zahlen diese Menschen auch Steuern. Mehrwertsteuer, Grundsteuer usw.
    Was sie nicht zahlen, ist Einkommenssteuer. Was im übrigen auch viele Portugiesen nicht machen, da sie unter der Freigrenze liegen.
    Rentner fallen Sozialsystem KAUM zur Last, gar nicht, kann man nicht behaupten. Allgemein kann man sagen, das Krankenkasse usw. aus dem Ausland gezahlt wird.
    Ob das 100% die Kosten deckt, wenn mal einer mit Krankenwagen in KH muss, weiß ich nicht. Aber viel wird es nicht sein, was da der portugiesische Staat zahlt.
    Ausländische Rentner bekommen kein Kindergeld, keine steuerlichen Vergünstigungen wie Familien und inländische Rentner.
    Ich habe jedenfalls noch keine Rentner gesehen, die hier irgendwas an Vergünstigungen genutzt haben, so wie das hier viele Portugiesen nutzen müssen.
    Diese Rentner haben in der Regel mehr Geld zur Verfügung als Inländer, geben daher auch mehr aus.
    Höherpreisige Waren, zum Teil Autos, Häuser usw. Da fliesst eine Menge Geld ins Staatssäckel, ohne das der portugiesische Staat Vorleistungen bringen muss wie Schulen, Kindergärten etc.

    Was da spricht ist der Neid, sorry, ist aber so.
    Die Steuerbefreiung gilt ja nur für 10 Jahre, danach ist es sogar eigentlich teuerer, in Portugal zu leben.
    Genauso müsste man darüber wettern, das gewissen Spezialisten bei Neuzuzug steuerbefreit sind. Beispiel Madonna.
    Da sind die Portugiesen aber eher stolz, das sie jetzt hier lebt.

    Man muss der Bevölkerung nur deutlicher machen, das es eigentlich nur Vorteile hat. Es siedeln sich ja dadurch auch mehr Menschen an, die davon profitieren.
    Durch die Steuereinnahmen aus Mehrwertsteuer, Grundsteuer, Grunderwerbssteuer etc. können viele Teile der Infrastruktur bezahlt werden.

    Deswegen muss der Neid überwunden werden, der mal wieder gezielt auf die falschen gelenkt wird.
    Firmen oder Großkonzerne, da regt sich kaum einer auf. Superreiche, die quasi nirgends zu Hause sein können, regt das einen auf?
    Nein, Rentner aus anderen europäischen Ländern, die ihren Lebensabend in der Sonne und in Frieden und Sicherheit verbringen wollen, werden angefeindet.
    Wieso nur?

    Es stehen so viele Immobilien leer. So viele Kfz zum Verkauf. Wem schaden die paar Leute, die da kommen?

    Ausser Nassauer, der länger an der Supermarktkasse warten muss
    Bei mir liegt das aber immer an den Kassiererinnen, denen man beim laufen die Schuhe besohlen kann. Nie an ausländischen Rentnern.
     
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  14. Blackthorne

    Blackthorne Amigo Teilnehmer

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    Ich bin einer von denen, die überlegen, als Rentner (Pensionär) demnächst in Portugal zu leben.

    Bereits vor meiner Pensionierung war es mein festes Ziel, das schlechte Wetter in Deutschland gegen deutlich besseres zu tauschen, auch ohne steuerliche Vorteile - ich hatte Spanien, Griechenland und Portugal in die engere Wahl gezogen. Das Los fiel auf die Algarve und hatte sicherlich auch mit dem Steuervorteil zu tun (übrigens haben deutsche Rentner keine Vorteile aus ihrer gesetzlichen Rentenversicherung, die muss weiterhin in Deutschland versteuert werden. Begünstigt sind nur Pensionen und Betriebsrenten).

    Wem füge ich mit dieser Entscheidung denn Böses zu? Ich werde, wie oben von Ozzy beschrieben, zwar keine Einkommenssteuer zahlen müssen, aber alle anderen Steuern. Hinzu kommt, dass ich hier konsumiere und damit der örtlichen Wirtschaft etwas zukommen lasse und, soweit ich das überblicken kann, dem Staat Portugal in keiner Weise auf der Tasche liegen. Wäre es für die portugiesische Bevölkerung denn wirklich besser, ich würde in Deutschland Steuern zahlen und mein Geld in Teneriffa ausgeben?

    :)
     
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  15. vito

    vito Apaixonado Teilnehmer Stammgast

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    Ich kenne keinen der hier neidisch auf ausländische Rentner wäre. Vielmehr freuen sich die Dienstleister, Restaurants etc. über neue, zahlungskräftige Kunden. Neidisch sind doch nur die, die diesen Schritt auch gerne tun würden und es aber nicht wagen...
     
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  16. ALISAN

    ALISAN Admirador Teilnehmer Stammgast

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    Wie man es macht... in der relativen kurzen (Amts-)Zeit zwischen den Wahlen kann man kaum anders als nur kurzfristige politische Entscheidungen treffen, da zählen nur Ergebnisse... auch weil oft der Wähler zu dumm ist etwas, was auf Nachhaltigkeit entschieden wurde, (an-)zu(er)kennen.

    Ganz schlimm ist es in Deutschland, da hat man ja alle Nase lang (Landtags-)Wahlen... da unterscheidet auch kaum einer, ob der Depp in der Karibik, in Berlin oder der jeweiligen Landeshauptstadt sitzt.

    Richtig... auch die Entscheidung (einheimischen) Heimkehrern einen Steuervorteil von bis zu 50% zu gewähren ist ein falsches Signal an die, die den Laden trotz allen Widrigkeiten am Laufen gehalten haben.

    Jede Werbekampagne für den Portugal-Tourismus dürfte teurer (und ineffektiver) sein als eine Vergünstigung für Madonna&Co... außerdem geben die hier ja auch etwas mehr Geld aus als ein "Normalbürger".

    Yep, aber hier (und auch sonst kaum wo) ist Deutschland :fies: ... im Ernst, bei den oft "leidigen" Arbeitsbedingungen zum Mindestlohn ist es nicht zu verübeln... da stören mich die lahmen Abläufe im Gesundheitssystem doch schon viel mehr... da wartet man lieber Hände reibend, dass der vorher noch ablebt als ihm direkt Hilfe zukommen zu lassen.

    Blackthorne - Du seiest willkommen in Portugal :)

    Im Endeffekt, solange alles im Rahmen bleibt ist doch alles gut, nicht wahr?
    Hauptsache mich pflegt einer wenn es soweit ist und ich nicht nur von (noch) älteren umringt bin.
    :-D
    .
     
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  17. Manuela

    Manuela Super-Moderator Mitarbeiter

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    Hallo Ozzy,

    ich finde sehr schade, dass du nur einen Teil, von dem was ich geschrieben habe, rauspickst und zitierst und so tust als habe ich nicht noch etwas anderes geschrieben.

    Es gibt nicht nur die Rentenr/ Pensionaere, die steuerliche Vorteile geniessen. Es gibt die Vergabe der goldenen Visa, die als Eintritsskarte nach ganz Europa benutzt werden und es gibt immer mehr Billigstarbeiter aus Osteuropa und Drittlaendern.

    Was ich anspreche hat nichts damit zu tun, dass ich irgendjemand nicht goenne, hierher zu kommen. Wie sollte ich das? Ich bin selbst Auslaenderin.
    Bei jeder Art von Einwanderungspolitik geht es nicht nur darum, Staatseinnahmen zu schaffen. Ein Land braucht Menschen, die sich integrieren wollen und koennen, denen etwas an dem Land und der Gesellschaft liegt, die sich irgendwo mit dem Land identifizieren und nicht in einer Parallelwelt ihren Traum leben.

    Es geht bei Einwanderungspolitik um viel mehr als Kohle!

    Die Frage hab ich schon mal gestellt: Wie sieht das Land in 20 Jahren aus, bei dem demographischen Wandel den es erlebt und der aktuellen Einwanderungspolitik?

    Bei Einwanderungspolitik geht es nicht um einzelne Einwanderer und ihre Beweggruende. Es geht darum, Massnahmen zu schaffen, um es gewissen Gruppen von Leuten schmackhaft zu machen, ins Land zu kommen. Es geht dabei erst mal darum: Wen braucht das Land? Das heisst ja nicht, dass die anderen nicht willkommen sind. Das Land braucht definitiv junge Leute und Familien. Dazu waere wichtig, erst mal die eigenen jungen Leute im Land zu halten, die Familien zu foerdern und einen Anreiz fuer junge Auslaender und auslaendische Familien zu schaffen, damit sie im Land bleiben bzw. ins Land kommen wollen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 3 Januar 2019
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  18. Ozzy

    Ozzy Entusiasta Teilnehmer Stammgast

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    Hi Manuela,

    ich gebe Dir ja grundsätzlich recht, aber es gibt eben ein aber-

    Golden Visa stehen in der Kritik, es machen aber einige Staaten. Ein Fehler ist, das es auch bei Immobilien zählt, denn dadurch wird ein gewisser Teil der Häuser teurer.
    Aber das trifft kaum den Normalo-Portugiesen.
    Die meisten der golden Visa Häuser werden doch kaum mehr als 4 Wochen im Jahr genutzt.
    Reiche haben schon immer Wege gefunden, dorthin zu gehen, wo sie das möchten. Nun nutzt eben der Staat Portugal dies etwas aus und verdient daran.
    Kann man doof finden, ich finde es eher gewitzt. Denn so müssen wieder Steuern gezahlt werden, ohne das viel dafür getan werden muss.
    Menschen bauen diese Häuser und verdienen mehr oder weniger dabei. Ist überall auf der Welt so.
    Viele reiche Russen leben in London. Ist genau das gleiche.

    Billigarbeiter sind ein Problem, aber ich habe noch kaum hier welche gesehen. Portugiesen sind ja selbst quasi Billigarbeiter bei dem Mindestlohn.
    Aber auch das ist ein Problem, das es seit bestehen der EU gibt und auf höhere Ebene gelöst werden muss.
    Wobei ich denke, wird es nicht, da große Teile der Landwirtschaft in der EU davon abhängen, billigste Erntehelfer zu haben.

    Kommen wir zu deinem Hauptkritikpunkt, wie sieht das Land in 20 Jahren aus und was wird für junge Menschen getan.

    Wie das Land in 20 Jahren aussehen wird, weiß keiner zu 100%. Ich denke, besser wie heute, aber immer noch weiter zurück wie die Nordstaaten der EU.
    Das Problem ist, das, wie es Politiker ausdrücken, Kapital ein scheues Reh ist.
    Damit ist zum einen gemeint, wenn Arbeitsplätze erstmal weg sind, kommen sie nicht so schnell wieder. Und man verscheucht diese Arbeitsplätze angeblich auch schnell.
    Das mit dem verscheuchen halte ich für ein Märchen, wenn die Bedingungen stimmen. Aber die Bedingungen stimmen ja mittlerweile in Portugal.
    Aber es sind nun mal sehr viele Arbeitsplätze verloren gegangen. In der Textilindustrie, Fischerei etc.
    Die kommen nicht wieder und neue nur sehr langsam.
    Damit welche kommen, müssen, wie Du es ja selbst schreibst, Massnahmen ergriffen werden.
    Infrastruktur muss geschaffen werden, d.h. Strassen, Strom, Abwasser, Gelände etc. Das kostet Geld, das der Staat, auch in Form von Gemeinden, aufbringen muss.
    Dieses Geld kommt durch Steuern in die Kasse, wobei sich hier der Kreis zu den Zuzügen schliesst. Die zahlen eben einiges an Steuern, ohne das dafür etwas besonderes als Vorleistung erbracht werden muss. Vielmehr müssen die Einwanderer, nennen wir sie mal so, Vorleistungen bringen. Golden Visa eine halbe Million investieren, EU-Bürger herziehen, wobei sie entweder was gekauft haben und dafür einiges an Steuern bezahlt haben oder Miete zahlen, was zu 30% an den Staat geht. Plus laufende Steuern und Gebühren.
    Ohne dafür Millionen in die Hand zu nehmen und ein Gewerbegebiet aus dem Boden zu stampfen.
    Da finde ich das immer ganz toll, das hier in Portugal bei Baumassnahmen diese Schilder aufgestellt werden müssen. Da steht immer auf den Cent, was es kostet. Was die Renovierung des Friedhofes hier gekostet hat oder des Kindergartens. Das kostet nämlich richtig viel Geld. Alleine das streichen und herrichten des alten Kindergartens waren über 51tsd. Euro.
    Da zahlen eine Menge Portugiesen für Steuern.

    Sicher wäre es toll, wenn gewissen Gruppen von Leuten nach Portugal kommen würden. Aber dazu müssen die Bedingungen stimmen. Und zwar einige, Sonne und Lebensstil passt bestimmt.
    Aber gibt es denn innovative Firmen hier wie zB. im Silicon Valley? Eher nicht.
    Sowas dauert, bis genug Dynamik da ist, das es von selbst läuft. Da können einige Gewerbegebiete in Deutschland ein Lied von singen. Ein Beispiel ist Dresden Saxony.
    Da wurde mit viel Geld versucht, ab 1996 ein sächsisches Sillikon Valley aufzubauen. So richtig gelungen ist es bis heute nicht.

    Zaubern kann eine Regierung nicht, nur versuchen, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen.
    Nun ist es wie die Frage, wer war zuerst da, das Huhn oder das Ei?
    Arbeitsplätze oder Mitarbeiter, was zuerst? Schwierig. Zumal Arbeitskräfte da sind, nur nicht genug qualifizierte. Aber daran muss man arbeiten. Aber wohin, wenn man nicht weiß, welche Arbeitsplätze sich ansiedeln?
    Und wieder, zu all dem muss Geld in die Hand genommen werden, das in Portugal, wie wir alle wissen, nun nicht im Überfluss vorhanden ist. Eher das Gegenteil trifft zu.
    Daher finde ich diese kreativen Steuergenerierungen durchaus attraktiv.

    Es ist ja nun auch nicht so, das der portugiesische Staat seine Familien vernachlässigen würde. Ich hab ja nun den direkten Vergleich und ich finde immer, das hier viel mehr für den Bürger getan wird.
    Der nimmt das nur gar nicht mehr wahr.
    Kinder können quasi ab Geburt abgegeben werden. Es gibt Ganztagsschulen, die bewacht und verschlossen sind. Viele Betreuer, die sich um die Kinder kümmern.
    Mittagessen, das frisch gemacht wird und das zu einem Preis, da gibt es in Deutschland nicht mal ein belegtes Brötchen für.
    Ob die Schulen qualitativ gut sind, darüber kann man natürlich streiten. Besser geht immer.
    Aber gehe mal in eine deutsche Schule. Betreuer? Verschlossen? Mittagessen?
    Betreuungsplatz in Deutschland? Lotto
    Letztes Jahr wurden die Schulbücher kostenlos in Portugal bis zur 6.Klasse. Es tut sich also was.
    Ich hab es nicht in Anspruch genommen, aber die Schulbücher schlagen mit 150-200 Euro im Jahr zu Buche. Das entlastet eine Familie also schon mehr, wie eine Kindergelderhöhung in Deutschland um 2 Euro, wie letztens 2017 geschehen.
    Der Schulbus ist kostenlos, frage mal in Deutschland nach...
    Ausflüge sind in Portugal meist zwischen 5 und 10 Euro zu haben.
    In Deutschland zahlst du das jedes Jahr nur als Kopiergeld an den Lehrer.

    Ist alles Super in Portugal?
    Sicher nicht, wie ich schrieb, besser geht immer. Aber es wird sozial eine Menge getan.
    Ich erinnere nur an die ganzen Feste hier, fast alle bieten kostenlose Konzerte mit Stars, manchmal zu lächerlichen Preisen.
    Ich war im Sommer bei James Arthur, für 12 Euro.
    Weißt Du, was in Deutschland Konzerte kosten? Bei Hundert Euro fangen die meisten an und die kennt kein Mensch.
    EIne Freundin meiner Frau geht gerne auf Konzerte, hat sonst nix außer der Arbeit.
    Da sie aus Dresden stammt, fährst sei meist dahin, weiles billiger ist wie in Frankfurt und Umgebung.
    Aber die Stones, 200 Euro. Usw. Ich kann da immer nur mit dem Kopf schütteln.

    Meine Mutter ist auch immer ganz erstaunt, was hier auf den Festas alles geboten wird. Und die wohnt in einem kleinen bayrischen Kaff, in dem es auch laufend Kartoffelfeuer, Fussballfest usw. gibt.

    Überall gibt es Grillplätze hier, such mal welche in Deutschland. Da wird, wenn du einen findest, dir noch vorgeschrieben, wann, wie und was du grillen darfst.

    Also sozial ist Portugal sehr gut aufgestellt, es merkt nur keiner mehr, weil es Gewohnheit geworden ist.

    Sicher gibt es eine Menge aufzuholen im Gesundheitsbereich. Aber auch hier wieder, kostet einiges an Geld.
    Und gerade die alten Menschen kosten da einiges.
    Warum nicht ausländische Ältere die Maschinen und Apparate finanzieren lassen mit ihren Krankenkassengeldern?

    Also, junge Menschen hält man mit Arbeit im Land, diese schafft man aber nicht über Nacht und kostenlos.
    Auch die Förderung junger Menschen und Familien kostet Geld und muss daher in Zeiten knapper Kassen gut überlegt sein, was man wie genau födert.
    Deutschland ist da ein gutes Negativbeispiel für. Da wird schnell mal auf einen Lobbyistenzug aufgesprungen, was gefördert und nach Jahren merkt einer, das war Blödsinn oder erreichte gar nicht die, die man erreichen wollte.

    Die Frage ist doch, wie soll man es richtig machen.
    Hast Du da Ideen?
     
    Zuletzt bearbeitet: 3 Januar 2019
  19. Maximus

    Maximus Lusitano Teilnehmer Stammgast

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    Hallo Manuela und Ozzy, bitte nicht so lange Beiträge. In der Kürze liegt die Würze:) Bin selber nicht in der Lage/Laune, so lange Texte zu lesen und noch zu verstehen. Konzentrationsproblem? Ja hab ich.
     
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  20. Nassauer

    Nassauer Lusitano Teilnehmer Stammgast

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    Gruss

    Nassauer
     
  21. kolo

    kolo Admirador Teilnehmer Stammgast

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    "Billigarbeiter sind ein Problem, aber ich habe noch kaum hier welche gesehen. Portugiesen sind ja selbst quasi Billigarbeiter bei dem Mindestlohn.
    Aber auch das ist ein Problem, das es seit bestehen der EU gibt und auf höhere Ebene gelöst werden muss.
    Wobei ich denke, wird es nicht, da große Teile der Landwirtschaft in der EU davon abhängen, billigste Erntehelfer zu haben. "


    das ist das Problem auf der ganzen Welt, jedes Industrieland versucht mehr Ware herzustellen als es Arbeitskräfte dazu hat, das bringt alles in Schieflage.
    Spanien z.B kann die Orangen etc nur abernten mit "billig" Arbeitskräfte aus Afrika. Japan lässt seit neuestem auch Arbeitskräfte aus dem Ausland rein, ein Novum.
    So wird man die Wettbewerbsfähigkeit immer mehr verzerren, anstatt daß man die Arbeitsplätze zu den Menschen bringt, bringt man die Menschen zu den Arbeitsplätzen.
    Da werden die Orangen etc ausserhalb der EU mit einem hohen Zollsatz verzollt und sind damit nicht wettbewerbsfähig. Resultat, es kommen immer mehr Menschen nach EUROPA zur Arbeit.
     

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